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Kulturnachrichten

Samstag, 28. November 2020

Gestohlenes Klimt-Bild kehrte nach Piacenza zurück

Das im vergangenen Dezember nach fast 23 Jahren wieder aufgetauchte Klimt-Gemälde "Bildnis einer Frau" ist am Samstag in die Kunstgalerie Ricci Oddi in der norditalienischen Stadt Piacenza zurückgekehrt. "Das Klimt-Porträt kehrt nach Hause zurück. Die Rückkehr des 'Bildnis einer Frau' in die Galerie ist für die ganze Stadt Piacenza ein Zeichen der Hoffnung auf Neubeginn in einer schwierigen Phase. Dieses Bild ist zum Symbol für unsere Stadt und ihres Willens auf Neustart geworden", sagte Massimo Ferrari, Präsident der Kunstgalerie Ricci Oddi, bei einer Pressekonferenz. Kulturminister Dario Franceschini schrieb in einer Botschaft, dass die Rückkehr des Bildes in die Galerie Oddi Freddi für ganz Italien in einer Phase des Kultur-Lockdowns ermutigend sei. Das Bild wurde von Klimt in seinen letzten Lebensjahren geschaffen. Es ist Teil einer Serie von Damenporträts. Das Werk wird bis zum 28. März 2021 in dem Hauptsaal der Kunstgalerie gezeigt und ist von einer Spezialvitrine geschützt.

Konzert des Gewandhausorchesters im offenen Bus

Das Orchester des Gewandhauses in Leipzig hat am Samstagmorgen eine ungewöhnliche Konzertreihe gestartet. Auf einem angemieteten
Doppeldeckerbus spielten vier Hornisten Weihnachtslieder an öffentlichen Plätzen und Pflegeeinrichtungen in Leipzig. "An sechs Orten brachten die Musiker ein wenig festliche Stimmung unter die Menschen", sagte der Sprecher des Gewandhausorchesters, Dirk Steiner. "Aufgrund der Kälte können die Musiker lediglich bis zu sechs Stücke auf dem geöffneten Oberdeck des Busses spielen", erläuterte Steiner. So endete die Tour am Mittag wieder am Augustusplatz.
Weitere Termine sind an den drei weiteren Samstagen vor Weihnachten geplant.

Spendenziel für Humboldt Forum erreicht

Kurz vor der geplanten Eröffnung des Berliner Humboldt Forums Mitte Dezember ist das Spendenziel von 105 Millionen Euro für die Wiederherstellung der historischen Schlossfassaden erreicht. Lange Zeit sei nicht sicher gewesen, ob das vom Förderverein Berliner Schloss 2002 an den Bundestag gegebene Versprechen tatsächlich eingehalten werde, teilten die Stiftung Humboldt Forum und der Förderverein mit. Für die originalgetreue Herstellung der barocken Außenfassaden sowie im Schlüterhof waren zunächst 80 Millionen Euro an Spenden kalkuliert worden. Nach dem Architekturwettbewerb 2008 kam ein Betrag von 25 Millionen Euro hinzu. Grund war die im Siegerentwurf des Architekten Franco Stella vorgesehene zusätzliche Wiederherstellung dreier Innenportale sowie der Durchgänge und die vollständige Rekonstruktion der Kuppel.

Lederer: Kultur bleibt bis mindestens Mitte Januar dicht

Der Berliner Kultursenator Lederer sieht für die derzeit geschlossenen Kultureinrichtungen in der Hauptstadt noch kein Licht am Ende des Tunnels. Aufgrund der aktuell hohen Infektionszahlen in Berlin rechne er mit einer Öffnung frühestens Mitte Januar, definitiv aber nicht mehr im Dezember, sagte Lederer in einer Videobotschaft auf Twitter am Freitagabend. Zugleich bekräftigte er, dass Kultureinrichtungen als erstes wieder öffnen sollten, wenn die Infektionslage dies zulasse. Die Kulturministerkonferenz der Länder werde jetzt wieder konsequent an Öffnungsstrategien arbeiten. Wichtig sei es vor allem, die Angebote kultureller Bildung für Kinder und Jugendliche möglichst schnell wieder zu öffnen, betonte der Politiker.

Künstler in Kuba demonstrieren für Meinungsfreiheit

Bei einer der seltenen Demonstrationen in Kuba sind rund 200 Künstler für Meinungsfreiheit auf die Straße gegangen. Sie protestierten gegen eine Razzia in den Räumlichkeiten des Künstlerkollektivs San Isidro in Havanna. Laut Behördenangaben wurden die 14 Mitglieder aufgrund von Corona-Beschränkungen ihren Räumen verwiesen. Die Demonstranten forderen einen Dialog mit der Regierung, die Freilassung des im November verhafteten Rappers Denis Solís sowie Informationen über den Verbleib des Anführers der Bewegung, Luis Manuel Otero Alcántara. Er soll sich nach der Räumung geweigert haben, nach Hause zu gehen und festgenommen worden sein.

Versteigerung von Objekten aus Adenauers Nachlass

66 Gegenstände aus dem Nachlass des ersten deutschen Bundeskanzlers Adenauer werden heute versteigert. Darunter sind ein Set mit Boccia-Kugeln mit einem Startpreis inklusive Aufgeld von 650 Euro und eine Flasche Portwein für 400 Euro, die Adenauer vom spanischen Diktator Franco zum neunzigsten Geburtstag erhalten hatte. Dies teilte das Auktionshaus Eppli mit. Die Versteigerung in Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart findet ohne Publikum statt. Interessierte können schriftlich, telefonisch oder per Live-Übertragung im Internet mitbieten. Adenauer war von 1949 bis 1963 der erste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Die Gegenstände stammen aus dem Besitz seines jüngsten Sohns, der im Februar dieses Jahres gestorben war.

Theater und Orchester rufen zu Aktionstag auf

Theater und Orchester rufen für den kommenden Montag zu einem gemeinsamen Aktionstag auf. Die Künstler wollten damit "ein Zeichen von Zuversicht, künstlerischer Energie und Verbundenheit zu ihrem Publikum" senden, hieß es in einem Aufruf der Gruppe der Intendanten und Intendantinnen im Deutschen Bühnenverein. Die Bühnen sind wegen der Corona-Pandemie zurzeit geschlossen. Ab 12 Uhr mittags soll es künstlerische Aktionen mit dem gebotenen Abstand geben, außerdem digitale Aktivitäten und Kampagnen. Videoclips mit Eindrücken von den Aktionen der einzelnen Häuser sollen auch im Internet gezeigt werden.

Usedomer Literaturtage streamen Lesungen

Die vom April auf Dezember verschobenen Usedomer Literaturtage streamen in diesem Jahr ihre hochkarätig besetzten Lesungen über ihren Youtube-Kanal. Zu den Gästen vom 3. bis 5. Dezember gehören die Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller, der neue Usedomer Literaturpreisträger Saša Stanišić, der Dirigent und Musikforscher Peter Gülke und der Historiker Andreas Kossert, teilte ein Sprecher am Freitag mit. Geplant seien vier moderierte Lesungen, eine länderübergreifende Podiumsdiskussion, ein Schulworkshop und ein Poetry Slam.

Wiener Neujahrskonzert wohl ohne Publikum

Das traditionsreiche Wiener Neujahrskonzert wird im kommenden Jahr aufgrund der Corona-Pandemie wohl ohne Zuhörer im goldenen Saal des Wiener Musikvereins stattfinden. Das sagte Kulturminister und Vize-Kanzler Werner Kogler der "Tiroler Tageszeitung". Die Wiener Philharmoniker hatten zuletzt betont, zur Not auch vor leeren Rängen zu spielen. Maestro Riccardo Muti (79) soll das Konzert am 1. Januar bereits zum sechsten Mal dirigieren. Die Live-Übertragung wird im Schnitt von rund 50 Millionen Zuschauern in über 90 Ländern verfolgt. In Deutschland ist das Konzert im ZDF zu sehen.

Humboldt Forum eröffnet wegen Corona nur digital

Das Humboldt Forum in Berlin wird coronabedingt nicht wie geplant am 17. Dezember eröffnet. Stattdessen sind aber ab dem 16. Dezember erste Einblicke in das Gebäude und in die Angebote digital möglich, sagte Generalintendant Dorgerloh. Nach mehrjährigen Bauverzögerungen und deutlichen Kostensteigerungen war bislang für Mitte Dezember zunächst eine Teilöffnung des Humboldt Forums geplant. Sie galt im wesentlichen für die Ausstellungen zur "Geschichte des Ortes" im wiederaufgebauten Stadtschloss der Hohenzollern. Die Eröffnung von Teilen des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst sind bislang ab Spätsommer 2021 vorgesehen.

Der Louvre versteigert Date mit der Mona Lisa

Der Louvre veranstaltet eine ungewöhnliche Los-Aktion. Als Preis winkt unter anderem eine exklusive Verabredung mit der Mona Lisa. Dabei kann der oder die Glückliche bei der jährlichen Inspektion des Bildes dabei sein. Dafür wird das Gemälde aus seiner Vitrine geholt, Besucher sind normalerweise nicht zugelassen. Insgesamt werden 24 Lose versteigert, darunter auch Werke zeitgenössischer Künstler, z.B. der deutschen Fotografin Candida Höfer. Die Erlöse kommen den Solidaritäts- und Bildungsprojekten des Louvre zugute sowie dem zukünftigen "Studio" - ein 1150 Quadratmeter großer Raum für künstlerische und kulturelle Bildung für Schulgruppen, Behinderte und Menschen in prekären Lebenssituationen.

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