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Sonntag, 25.08.2019
 
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Kulturnachrichten

Sonntag, 18. November 2018

Neue documenta-Direktorin verspricht Transparenz

Die documenta war 2017 wegen Finanzproblemen in die Kritik geraten

Die neue Generaldirektorin der documenta, Sabine Schormann, will mit einer neuen Organisation das Ansehen der Weltkunstausstellung in Kassel verbessern. "Wir werden durch die neuen Strukturen auch für die erforderliche Transparenz und schlussendlich hoffentlich auch für Vertrauen sorgen", sagte Schormann der "Augsburger Allgemeinen" in der morgigen Ausgabe. Seit 1. November arbeite auch ein Controller für die documenta und das Museum Fridericianum. Die documenta war 2017 wegen Finanzproblemen in die Kritik geraten. Schormann erklärte, das Defizit der vergangenen 14. documenta in Höhe von 5,4 Millionen Euro werde eine Belastung für ihre Arbeit sein. Sie wolle jetzt vor allem um Vertrauen werben. Der nächste documenta-Leiter werde im Frühjahr 2019 bekanntgegeben. Sie wünsche sich, dass die neue Leitung die Stadtgesellschaft in die Entstehung der documenta 2022 frühzeitig einbinde, so Schormann.

Preisverleihung beim Literaturwettbewerb "Open Mike"

Autorin Yade Yasemin Önder aus Berlin erhält den Preis für Prosa

Vier Nachwuchsschriftsteller aus Deutschland sind an diesem Wochenende in Berlin beim Literaturwettbewerb "Open Mike" ausgezeichnet worden. Die Berliner Autorin Yade Yasemin Önder aus Berlin gewann den Preis für Prosa, wie die Veranstalter mitteilten. Die Preise für Lyrik gingen an den Münchner Kyrill Constantinides Tank und Lara Rüter aus Leipzig. Alle Preise sind mit jeweils 2500 Euro dotiert. Den Preis der taz-Publikumsjury erhielt Caren Jeß aus Schleswig-Holstein. Den Angaben zufolge lasen bei der 26. Ausgabe des Wettbewerbs 20 Autoren ihre Texte vor vollem Haus im Heimathafen in Neukölln vor. Ausgewählt worden waren sie demnach aus 500 Einsendungen. Die Jury bestand in diesem Jahr aus der Schriftstellerinnen Lucy Fricke, Katja Lange-Müller und dem Autor Steffen Popp. Der "Open Mike" gilt als einer der wichtigsten deutschsprachigen Nachwuchswettbewerbe für Literatur.

Schriftsteller Menasse für sein Gesamtwerk geehrt

Walter-Hasenclever-Literaturpreis der Stadt Aachen verliehen

Der österreichische Schriftsteller Robert Menasse hat den Walter-Hasenclever-Literaturpreis der Stadt Aachen erhalten. Die Auszeichnung würdigt nach Angaben der Stadt Menasses Gesamtwerk und seine konkrete Vision einer "Währung, Wirtschaft und Politik einschließenden Europäischen Union". Menasse habe die Fähigkeit, die sonst getrennt wahrgenommenen Bereiche Literatur, Kunst, Politik und Philosophie zu einer neuen Produktivität zu verbinden, heißt es in der Begründung der Preisjury. Der Autor eröffne neue Denkräume. Mit prächtigen Sprachbildern, Komik und präzisen Fragen verdichte er die Realität und fordere Zivilcourage angesichts zugespitzter Zeitumstände.

Precht fordert "realistische Szenarien" für Zukunft

Philosoph sieht turbulente politische Zeiten kommen

Künstliche Intelligenz muss nach Worten des Publizisten Richard David Precht stärker in den Blick genommen werden. Derzeit stehe sie "als Geist im Raum, für den Arbeitsmarkt spielt sie noch keine Rolle", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Es wäre jedoch "fahrlässig", für die kommenden Jahrzehnte keine massiven Veränderungen zu erwarten. "Wir müssen deshalb überlegen, wie wir halbwegs realistische Szenarien entwerfen können", forderte der Philosoph. Er vermute, dass "sehr turbulente politische Zeiten" bevorstünden, sagte Precht weiter. Den weltweiten Zuspruch für Populisten weltweit halte er für eine Art "Vorbeben". Wichtige Themen fänden zu wenig Beachtung, kritisierte er. Das beträfe die ökologische Lage, die Migrationsfrage und die Zukunft der Arbeit.

Jüdischer Weltkongress kritisiert Umgang mit Raubkunst

Präsident Ronald S. Lauder: "Deutschland hat eine historische Verantwortung"

Der Präsident des Jüdischen Weltkongresses, Ronald S. Lauder, wirft Deutschland vor, seiner Verantwortung bei der Identifizierung und Rückgabe von NS-Raubkunst nicht nachzukommen. 20 Jahre nach der Unterzeichnung der Washingtoner Prinzipien sei zu wenig passiert, sagte der US-amerikanische Mäzen und Kunstsammler der "Welt am Sonntag". "Deutschland hat eine historische Verantwortung, das Richtige zu tun", so Lauder. Auch die öffentlichen Institutionen seien ihrer Verantwortung nicht nachgekommen: "In Deutschland gibt es vier Bundesmuseen und mehr als 5.000 weitere öffentliche Kultureinrichtungen, von denen wir bis heute keine detaillierten Informationen über ihre Sammlungen haben." Das müsse sich ändern, betonte Lauder, der seit 2007 Präsident des Jüdischen Weltkongresses ist. Kritik übte er auch an der Arbeit der Limbach-Kommission, die Institutionen bei der Rückgabe NS-verfolgungsbedingt entzogener Kulturgüter berät. 15 Entscheidungen in 15 Jahren seien wirklich keine Erfolgsgeschichte.

Gestohlener Picasso möglicherweise aufgetaucht

"Tête d'Arlequin" war 2012 aus der Kunsthalle in Rotterdam entwendet worden

Ein 2012 aus der Rotterdamer Kunsthalle gestohlenes Bild von Pablo Picasso ist möglicherweise in Rumänien gefunden worden. Die rumänische Staatsanwaltschaft bestätigte, dass sie Ermittlungen eingeleitet habe. Am Samstag sei ein Bild gefunden worden. Ob es tatsächlich das gestohlene Bild „Tête d'Arlequin sei, stehe noch nicht fest und werde geprüft. Das Museum in Rotterdam äußerte sich noch nicht zu dem Fund. Ein ehemaliger Kurator der Sammlung, zu dem der Picasso gehörte, bezweifelte im niederländischen Fernsehen die Echtheit des Gemäldes. Die Schriftstellerin Mira Feticu hatte das Bild nach eigenen Angaben gefunden, nachdem sie einen anonymen Hinweis bekommen hatte. Sie habe es der niederländischen Botschaft in Bukarest übergeben. Diese habe die Staatsanwaltschaft eingeschaltet, bestätigte ein Sprecher des Außenministeriums in Den Haag.

Micky Maus feiert 90. Geburtstag

Trickfilmfigur maßgeblich für den Aufstieg des Disney-Konzerns verantwortlich

Die Comic- und Trickfilmfigur Micky Maus feiert ihren 90. Geburtstag. Die Maus ist der Star von mehr als 130 Filmen sowie unzähliger Comics und hat die Entstehung eines der mächtigsten Unterhaltungsimperien der Welt befördert. Micky ist zudem eine Ikone der US-Popkultur - in einer Reihe mit Donald Duck und Superman, Elvis und Marilyn Monroe. Mit "Steamboat Willie", dem ersten vertonten Zeichentrickstreifen der Filmgeschichte, hatte die Maus ihr öffentliches Debüt. Die Premiere dieses Vorfilms am 18. November 1928 im New Yorker Colony Theatre gilt als Mickys offizielles Geburtsdatum. Die Figur ändere sich regelmäßig, sagte Ulrich Schröder, Comic-Zeichner und ehemaliger Art Director bei Disney, dem Deutschlandfunk Kultur. Den Vorwurf, Micky sei opportunistisch und habe sich angepasst, wies er zurück: Als Symbol der Walt Disney Company könne er "keine solchen aggressiven Sachen machen wie Donald Duck". Eine private Geburtstagsparty für Micky gebe es bei ihm nicht. Dafür zeichne er das Geburtstagskind auf verschiedenen Veranstaltungen des Verlages Egmont Ehapa Media.

Spanier Lacuesta gewinnt Filmfestival von Mar del Plata

Preis für den besten Dokumentarfilm geht an den Italiener Roberto Minervini

Der Spielfilm "Entre dos aguas" des spanischen Regisseurs Isaki Lacuesta ist beim internationalen Filmfestival von Mar del Plata in Argentinien mit dem Preis für den besten Film geehrt worden. Für seine Rolle in dem Werk über zwei ungleiche Brüder wurde Israel Gómez Romero als bester Schauspieler ausgezeichnet. Der Italiener Roberto Minervini wurde mit seinem Dokumentarfilm "What You Gonna Do When The World's On Fire" über Rassismus in den USA als bester Regisseur prämiert. Judy Hill, Hauptdarstellerin in einer der Episoden, erhielt den Preis als beste Schauspielerin. Die Deutsche Louise Donschen wurde mit ihrem Film "Casanovagen" in der Kategorie "Estados alterados" ausgezeichnet. Mar del Plata ist das einzige A-Festival mit internationalem Wettbewerb in Lateinamerika. Unter den Gästen waren in diesem Jahr der französische Nouvelle-Vague-Schauspieler Jean Pierre Léaud, der Regisseur Leos Carax und der Komiker Pierre Richard.

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