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Sonntag, 16.06.2019
 
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Kulturnachrichten

Mittwoch, 14. November 2018

Frankfurter Museum erwirbt Beuys-Plastik "Boxkampf"

Boxhandschuhe und Kopfschutz als Zeichen für Kampf für Demokratie

Das Museum für Moderne Kunst Frankfurt hat die 1972 entstandene Aktionsplastik "Boxkampf für die direkte Demokratie" von Joseph Beuys (1921-1986) erworben. Bei der documenta 5 im Jahr 1972 hatte Beuys für 100 Tage sein "Büro für direkte Demokratie durch Volksabstimmung" in Kassel installiert, um sein Modell einer Basisdemokratie zu propagieren. Am letzten Tag der Weltkunstausstellung fand der "Boxkampf für direkte Demokratie durch Volksabstimmung" im Museum Fridericianum in Kassel statt: Der junge Kunststudent Abraham David Christian, der gegen die Kunstauffassung von Beuys rebellierte, hatte den Professor der Kunstakademie Düsseldorf offiziell herausgefordert. Beuys gewann den auf drei Runden angesetzten "Boxkampf" mit einem leichten Punktevorsprung. Die Relikte des Kampfs - Boxhandschuhe und Kopfschutz - befinden sich nun in der erworbenen Vitrine.

Schriftsteller Fernando del Paso gestorben

Mexikanischer Cervantes-Preisträger wurde 83 Jahre alt

Fernando del Paso ("Nachrichten aus dem Imperium") war Leiter der iberoamerikanischen Bibliothek Octavio Paz in Guadalajara. Del Paso hatte 2015 den Cervantespreis erhalten, der als der wichtigste Literaturpreis im spanischsprachigen Raum gilt. Der Erzähler, Dichter und Essayist, wurde außerdem 2007 mit dem Preis der Internationalen Buchmesse von Guadalajara geehrt. Del Paso erlangte auch in Deutschland Bekanntheit durch Werke wie "José Trigo" und "Palinurus von Mexiko". Laut lokalen Medien starb er in einem Krankenhaus in Guadalajara, etwa 550 Kilometer nordwestlich von Mexiko-Stadt.

Schleswig-Holstein-Kunstpreis für Klaus Fußmann

Auszeichnung ist mit 20.000 Euro dotiert

Klaus Fußmann (80), Maler und Grafiker, hat den mit 20.000 Euro dotierten Kunstpreis 2018 des Landes Schleswig-Holstein erhalten. Damit werde sein gesamtes künstlerisches Werk ausgezeichnet, hieß es in Lübeck zur Begründung. Sein Wirken und viele seiner Bilder seien maßgeblich von der Landschaft im Norden geprägt, vor allem Motive seiner Wahl-Heimat Gelting und der Umgebung. Der Preis wurde Fußmann von Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) überreicht. Ein mit 5.000 Euro dotierter Förderpreis ging an die Regisseurin Katja Benrath (39). Der Kunstpreis des Landes wird alle zwei Jahre an Künstler verliehen, die in Schleswig-Holstein geboren sind, im Lande wirken oder für das Land eine besondere Bedeutung haben. Frühere Preisträger sind die Klarinettistin Sabine Meyer, der Schriftsteller Günter Kunert, der Schriftsteller Feridun Zaimoglu und der Jazzmusiker Nils Landgren.

12.000 Jahre alte Tierbilder in Frankreich entdeckt

Nachweis erbracht, dass Eiszeitkunst moderne Menschen inspirierte

Wissenschaftler der Universität Tübingen haben in Frankreich zwei Höhlen mit Tierdarstellungen aus der Eiszeit entdeckt. Die prähistorische Wandkunst sei vor mindestens 12.000 Jahren entstanden, teilte die Universität mit. Die Gravierungen und Malereien im Osten Frankreichs zeigten unter anderem die Silhouette eines Pferdes und eines hirschartigen Tieres. Erstmals sei jetzt der Nachweis gelungen, dass sich die frühen modernen Menschen in den dortigen Höhlen zu Eiszeitkunst inspirieren ließen, heißt es weiter. In den "Grottes d Agneux" hinterließen sie mit Steinwerkzeugen und in Form von Malerei Darstellungen von Tieren, darunter ein Pferd und sogenannte Cerviden, hirschartige Tiere.

Verbleib von teuerstem Gemälde der Welt unbekannt

"Salvador Mundi" von Leonardo da Vinci könnte in einem Zollfreilager sein

Rätselraten um das dem Renaissancekünstler Leonardo da Vinci (1452-1519) zugeschriebene Gemälde "Salvator Mundi". Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet, vermuten Experten das um 1500 entstandene Bildnis Jesu Christi in der Schweiz. Dass das Kunstwerk immer noch in einem Zollfreilager weggeschlossen sei, vermutet der britische Journalist Ben Lewis, der im nächsten Jahr ein Enthüllungsbuch zu dem Werk veröffentlichen wird. Das Gemälde wurde vor einem Jahr bei Christie's in New York für den Rekordpreis von 450 Millionen US-Dollar versteigert. Eigentlich sollte es im Louvre in Abu Dhabi gezeigt werden. Die New Yorker Restauratorin des "Salvator Mundi", Dianne Modestini, sagte, sie habe das Bild im Mai 2018 für den Transport vorbereitet. "Doch es kam nie in den Vereinigten Arabischen Emiraten an." In der Schweiz sollte der Zustand des Bildes für eine Versicherung eingeschätzt werden, so die Expertin. Es sei wenig wahrscheinlich, dass die Öffentlichkeit das Gemälde in naher Zukunft wieder zu Gesicht bekomme.

Weltgrößtes Kulturzentrum in Taiwan eingeweiht

Berliner Philharmoniker spielten zur Eröffnung in Kaohsiung

Mit einem Konzert der Berliner Philharmoniker ist das größte Kulturzentrum der Welt in Taiwan eingeweiht worden. Mit seinem venezolanischen Gastdirigenten Gustavo Dudamel spielten die Berliner als erstes internationales Orchester im Rahmen ihrer Asien-Tour in Kaohsiung im Süden des Inselstaats. Auf dem Programm standen Werke von Leonard Bernstein und Gustav Mahler. In Kaohsiung wurde Mitte Oktober nach 15-jähriger Bauzeit das "Nationale Kaohsiung Zentrum für die Künste" eröffnet. Der Weiwuying genannte Komplex vereint gleich fünf Veranstaltungsorte, darunter eine Konzerthalle, ein Opernhaus und ein Freilufttheater. Der Bau verschlang umgerechnet mehr als 307 Millionen Euro.

"Woman at War" gewinnt Lux-Filmpreis

EU-Abgeordnete hatten Film über isländische Umweltaktivistin gewählt

Der Film "Woman at War" über eine isländische Umweltaktivistin ist vom Europaparlament mit dem Lux-Filmpreis ausgezeichnet worden. Die Botschaft des Werks laute, dass dringend etwas getan werden müsse, um den Planeten zu retten, sagte der Präsident des EU-Parlaments, Antonio Tajani, bei der Preisverleihung. Der Film startet unter dem Titel "Gegen den Strom" am 13. Dezember in den deutschen Kinos. In die Endauswahl hatten es auch der Dokumentarfilm "The Other Side of Everything" der serbischen Regisseurin Mila Turajlic und der Film "Styx" des österreichischen Regisseurs Wolfgang Fischer geschafft. Den Gewinner, der bei der internationalen Vermarktung unterstützt wird, hatten die EU-Abgeordneten ausgewählt. Alle drei Finalisten werden mit Hilfe von EU-Geldern in den 24 Amtssprachen der Staatengemeinschaft untertitelt.

Weltzeituhr auf Berliner Alex bald als Mini-Sammlerstück

Teil des Erlöses fließt in Erhalt des Denkmals

Die Weltzeituhr auf dem Berliner Alexanderplatz gibt es bald als Miniatur. Der DDR-Formgestalter Erich John, der das heutige Denkmal entwarf und baute, übertrug dazu die Markenrechte an ein Berliner Start-up. Es will die Uhr im Miniformat als Sammlerstück vertreiben. Zehn Prozent der Erlöse sollen in den Erhalt des Denkmals fließen. Die Weltzeituhr war am 30. September 1969 der DDR-Öffentlichkeit auf dem damals neu gestalteten Alexanderplatz übergeben worden. Sie zeigt die 24 Zeitzonen der Erde und ist ein beliebter Treffpunkt für Verabredungen. John sagte, sich auf ein solches Projekt einzulassen, sei fast unmöglich gewesen. Kugellager hätten aus dem Westen beschafft werden müssen, gebaut hätten extra gegründete "Feierabendbrigaden", erinnerte sich der 86-Jährige. Seine Uhr sei auch eine Art Gegenkonzept gegen die nicht offene Gesellschaft gewesen.

Chilenischer "König des Boleros" gestorben

Lucho Gatica wurde 90 Jahre alt

Der chilenische Sänger und Schauspieler Lucho Gatica ist im Alter von 90 Jahren in Mexiko gestorben. Dies bestätigten Familienangehörige dem chilenischen Radiosender Cooperativa. Romantische Liebeslieder im Bolero-Takt waren sein Markenzeichen. Gatica stieg in den fünfziger Jahren mit internationalen Plattenaufnahmen und Tourneen zur festen Latino-Größe auf, 2007 erhielt er für sein Lebenswerk einen Latin Grammy. 2008 folgte für Gatica, der in mehreren mexikanischen Filmen spielte, ein Stern auf dem Hollywood Walk of Fame. Chiles Regierung rief für Donnerstag einen Trauertag für den 1928 in Rancagua geborenen Musiker aus. "Der König des Boleros hat uns mit seiner Musik auf der ganzen Welt mit Emotionen und Stolz erfüllt. Er war und wird ein großer Botschafter unseres Landes sein", erklärte Innenminister Andrés Chadwick.

"Dark"-Macher entwickeln neue Netflix-Serie

"1988" wird von einem Auswandererschiff in die USA handeln

Die Netflix-Serienfabrik läuft auf Hochtouren. Jantje Friese und Baran bo Odar, die beiden Macher der ersten aus Deutschland stammenden Produktion des US-Streamingdienstes ("Dark"), sollen jetzt eine weitere Geschichte liefern, wie Netflix mitteilte. Das Projekt heißt "1899" und handelt von einem Dampfschiff, voll besetzt mit Auswanderern, das von London nach New York in die Neue Welt aufbricht. Auf offener See stoßen die Migranten auf ein zweites Auswandererschiff. Was sie an Bord vorfinden, verwandelt die Überfahrt ins gelobte Land zu einem schrecklichen Alptraum, heißt es von Netflix. Netflix-Europachefin Kelly Luegenbiehl sprach von der "überbordenden Kreativität und Vielseitigkeit" der beiden Autoren. Friese und bo Odar sind bei der Bambi-Verleihung mit "Dark" in der Kategorie "Beste Serie" nominiert. Die zweite Staffel wird derzeit produziert und soll 2019 veröffentlicht werden.

Rekordpreis für Rosa Diamant

"Pink Legacy" in Genf versteigert

Für einen Rekordpreis von rund 50 Millionen Dollar (44 Millionen Euro) ist in Genf ein rosa Diamant versteigert worden. Der knapp 19 Karat schwere Diamant "Pink Legacy" wurde vom US-Luxusjuwelier Harry Winston erworben, teilte das Auktionshaus Christie's mit. 2,6 Millionen Dollar pro Karat sei ein Weltrekord für einen rosa Diamanten, sagte der Chef von Christie's in Europa, François Curiel. "Für mich ist dieser Stein der Leonardo da Vinci der Diamanten." Der "Pink Legacy" gehörte lange Zeit der Familie Oppenheimer, die einst den Minen-Konzern De Beers leitete. Der Stein wurde vor mehr als hundert Jahren in Südafrika entdeckt und in den 1920er Jahren verarbeitet. Der neue Besitzer taufte ihn nach der Auktion umgehend in "Winston Pink Legacy" um.

Einstein-Brief in Israel versteigert

Brief des Nobelpreisträgers brachte 40.000 Dollar

Ein Brief des Physikers Albert Einstein (1879-1955) an seine Schwester Maja ist in Jerusalem versteigert worden. Bei der Auktion kostete das Schreiben umgerechnet knapp 28 400 Euro, wie das Auktionshaus Kedem mitteilte. Über Käufer und Verkäufer wurde zunächst nichts bekannt. Einstein habe in dem Brief bereits 1922 auf die Schwierigkeiten für Juden in Deutschland verwiesen. Der Physiker wurde in Ulm geboren, musste aber als Jude vor den Nazis in die USA fliehen. "Hier sind wirtschaftlich und politisch düstere Zeiten im Anzuge", schrieb Einstein in dem rund eineinhalb Seiten langen Brief auf Deutsch. "Mach Dir keine Sorgen um mich, ich habe selbst auch keine Angst, wenn es auch nicht ganz koscher ist, die Menschen sind eben aus dem Häuschen." Man gehe davon aus, dass Einstein den Brief in Kiel schrieb, bevor er zu Vorträgen nach Asien aufbrach, teilte das Auktionshaus mit. 1921 hatte Einstein bereits den Nobelpreis für Physik erhalten. Einstein teilte seiner Schwester mit, dass er sich versteckt hält.

Tanztheater Wuppertal mit neuer künstlerischer Leiterin

Bettina Wagner-Bergelt für zwei Jahre verpflichtet

Die Tanzmanagerin Bettina Wagner-Bergelt übernimmt die künstlerische Leitung am berühmten Tanztheater von Pina Bausch in Wuppertal. Der Finanzausschuss der Stadt gab nun grünes Licht für die Personalie. Die 60 Jahre alte Kuratorin war bis 2016 stellvertretende Direktorin des Bayerischen Staatsballetts in München. Der Leitungsposten am Tanztheater Wuppertal Pina Bausch ist seit vier Monaten nicht besetzt. Der Beirat hatte den Vertrag mit Intendantin Adolphe Binder fristlos gekündigt. Die kaufmännische Leitung übernimmt der Belgier Roger Christmann, der gleichberechtigt mit Wagner-Bergelt die Führung innehaben soll. Beide sind für eine Dauer von zwei Jahren verpflichtet, längstens bis Ende der Spielzeit 2020/21.

Bisher unbekannter Brief von Brahms nun in Lübeck

Schreiben ist Teil von mehr als 6800 Brahms-Schriftstücken

Das Lübecker Brahms-Institut hat einen bisher unveröffentlichten Brief des Komponisten erworben. Das vom 14. Oktober 1868 datierte Schreiben sei in einem amerikanischen Antiquariat aufgetaucht, teilte die Musikhochschule Lübeck mit. Der damals 35-jährige Johannes Brahms (1833-1897) gratuliere darin der renommierten Zürcher Sängerin Maria Schmidt zur Hochzeit mit dem ihm befreundeten Komponisten und Pianisten Theodor Kirchner. Den Angaben zufolge hatte Brahms selbst die beiden zusammengebracht. "Das Schreiben zeigt, wie virtuos der immer wieder als schreibfaul dargestellte Brahms die Gattung Brief in Wirklichkeit beherrschte", sagte der Leiter des Brahms-Instituts, Wolfgang Sandberger. Der Brief werde nun in die Sammlung des Instituts aufgenommen, die den Angaben zufolge auch einen Teilnachlass von Kirchner umfasst. Er sei bereits im Brahms-Briefwechsel-Verzeichnis erfasst und damit eines von 6.825 Schriftstücken aus der Feder von Brahms, die an über 1.000 Briefpartner gingen.

Baden-Württemberg gibt Kolonialobjekte zurück

Die Bibel und eine Peitsche kamen einst aus Namibia nach Stuttgart

Baden-Württemberg gibt Objekte an Namibia zurück, die im Zusammenhang mit der deutschen Kolonialgeschichte ins Stuttgarter Linden-Museum gekommen waren. Das teilte Ministerpräsident Winfried Kretschmann mit. Nötig sei nur noch eine haushaltsrechtliche Freigabe. Kretschmann sprach von einem "bedeutenden Signal und wichtigen Schritt im Prozess der Versöhnung". Konkret handelt es sich um die Bibel und die Peitsche Hendrik Witboois. Beide Gegenstände hatte das Linden-Museum 1902 als Geschenk erhalten. Ab 10. Dezember werden die Objekte letztmals im Museum zu sehen sein, bis sie im Februar zurück nach Namibia reisen. Das Linden-Museum hat deutschlandweit eine Vorreiterrolle in der Provenienzforschung und hatte im Juni sein Pilotprojekt mit dem Namen "Schwieriges Erbe" vorgestellt. Dabei untersuchten die Universität Tübingen und das Museum rund 25.400 Stücke aus Namibia, Kamerun und dem zu Papua-Neuguinea gehörenden Bismarck-Archipel. Rund 85 Prozent dieser Objekte kamen in der Kolonialphase zwischen 1900 und 1920 durch rund 300 Personen wie Kolonialbeamte, Händler, Militärangehörige und Forscher in die Sammlung.

Serebrennikow weist Vorwürfe zurück

Er sei mit seiner Produktionsfirma nicht in Finanzgeschäfte verwickelt gewesen

Im Strafprozess wegen angeblicher Unterschlagung hat der angeklagte russische Regisseur Kirill Serebrennikow Verwicklungen in die Finanzgeschäfte seiner Produktionsfirma zurückgewiesen. "Ich war der künstlerische Leiter. Finanzfragen waren nie meine Kompetenz", sagte der Theatermacher bei einer Befragung im Moskauer Gericht. Die Anklage wirft ihm vor, bei einem Theaterprojekt 133 Millionen Rubel (ca. 1,7 Millionen Euro) staatlicher Zuschüsse unterschlagen zu haben. Sie stützt sich dabei auch auf Angaben der Ex-Buchhalterin, die als Belastungszeugin mit den Ermittlern zusammenarbeitete. Der Fall um den 49 Jahre alten Serebrennikow beschäftigt seit mehr als einem Jahr die russische Justiz. Der international renommierte Theatermacher, der seit seiner Festnahme im Sommer 2017 unter Hausarrest steht, kritisierte die Ermittlungen als politisch motiviert. Im Hausarrest stellte Serebrennikow auch seinen Film "Leto" fertig, der seit der vergangenen Woche in deutschen Kinos gezeigt wird.

Jazzmusiker Wolfgang Schlüter gestorben

Er wurde 85 Jahre alt

Der Jazzmusiker Wolfgang Schlüter ist tot. Wie seine Plattenfirma Skip Records mitteilte, starb er gestern im Alter von 85 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls. Der 1933 in Berlin geborene Musiker wollte eigentlich klassischer Solopaukist werden, wechselte dann aber zum Vibraphon und zum Jazz. 2001 wurde er mit dem Deutschen Jazzpreis und 2013 mit einem Echo Klassik ausgezeichnet. Schlüter spielte in bekannten deutschen Rundfunkorchestern bei Kurt Edelhagen, Erwin Lehn, Werner Müller, Paul Kuhn und Franz Thon, der ihn 1965 zum NDR holte. Dort prägte er 30 Jahre lang den Charakter der NDR-Bigband. Schlüters Schwerpunkt lag in den Bereichen Swing, Bebop und Cool Jazz. Seit 1966 experimentierte er zusammen mit Michael Naura und dem Poeten Peter Rühmkorf auch in grenzüberschreitenden Jazz-und-Lyrik-Projekten. Ein kurz vor seinem Tod abgeschlossenes Projekt mit seinem Wolfgang Schlüter Quartett und Streichern werde jetzt posthum veröffentlicht, sagte eine Sprecherin von Skip Records.

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