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Kulturnachrichten

Samstag, 10. November 2018

Filmfestival Cottbus: Hauptpreis für Film "Ayka"

Spezialpreis für beste Regie geht an Ivan Tverdovskiy

Der Hauptpreis des Filmfestivals Cottbus geht in diesem Jahr an den russischen Film "Ayka" von Sergei Dworzewoi. Der Regisseur widme sich in seinem Film einer unvergesslichen Frauenfigur stellvertretend für die "Vergessenen ganz unten", teilte die Jury mit. Der mit 7500 Euro dotierte Spezialpreis für die beste Regie ging an Ivan Tverdovskiy mit "Podbrosy/Jumpman". Kulturministerin Martina Münch würdigte das Festival zur Preisverleihung als Brücke zu den Nachbarn in Mittel- und Osteuropa. "Filme können dazu beitragen, unterschiedliche Perspektiven zu sehen und den eigenen Blick zu weiten", meinte Münch. "In einer Zeit, in der weltweit Populismus, Nationalismus und Hass geschürt werden, brauchen wir mehr denn je Filmemacher, Künstler und Schauspieler, die sich aktiv und engagiert in gesellschaftliche und politische Diskurse einbringen."

Sandrine Bonnaire erhält Schauspielpreis "Die Europa"

Ehrung erfolgte im Rahmen des Filmfestivals Braunschweig

Die französische Schauspielerin Sandrine Bonnaire hat den Hauptpreis des 32.
Internationalen Filmfestivals in Braunschweig erhalten. Für ihre herausragenden darstellerischen Leistungen und Verdienste um die europäische Filmkultur bekam sie die Auszeichnung "Die Europa". Der internationale Durchbruch gelang Bonnaire 1985 mit dem Film "Vogelfrei" von Agnès Varda. Ihre erste eigene Regiearbeit stellte sie bei der Berlinale 2008 vor. Bei dem einwöchigen Filmfest waren insgesamt 206 Kurzfilme und 110 Langfilme sowie sieben Filmkonzerte zu sehen. Dazu zählten zwölf Weltpremieren und 57 Deutschland-Premieren.

Aljoscha Stadelmann erhält Deutschen Hörspielpreis

Ehrung erfolgte im Rahmen der ARD-Hörspieltage in Karlsruhe

Der Schauspieler Aljoscha Stadelmann ist mit dem Deutschen Hörspielpreis der ARD geehrt worden. Er bekam die Auszeichnung für seinen Part in dem Hörspiel "Alles Rumi" von Radio Bremen. Die Schauspielerin Bibiana Beglau überreichte ihm den Preis in der Kategorie «Beste schauspielerische Leistung» bei den ARD Hörspieltagen in Karlsruhe.

Bühnen rufen "Europäische Republik" aus

Manifest für ein Europa ohne Nationen

Theater in ganz Europa haben symbolisch eine "Europäische Republik" ausgerufen. Vom Balkon des Hamburger Thalia Theaters verlasen Schauspieler das von Ulrike Guérot und Robert Menasse verfasste Manifest. Darin wird ein Europa ohne Nationen und ohne Grenzen gefordert und ein Zeichen gegen das Wiedererstarken der Nationalismen gesetzt. Die Öffentlichkeit soll für die Idee einer gesamteuropäischen Demokratie und Staatlichkeit sensibilisiert werden. Außerdem wünschen sich die Veranstalter eine möglichst breitenwirksame Debatte über die Zukunft Europas vor der Europawahl im Mai. Anlass für die Aktion ist der 100. Jahrestag des Endes des Ersten Weltkriegs sowie die nahezu zeitgleiche Ausrufung von Republiken in verschiedenen europäischen Staaten. An der Aktion nahmen mehr als 150 europäische Kulturinstitutionen und Bürgergruppen teil, darunter das Nationaltheater Gent, das Burgtheater Wien sowie das Royal Conservatoire of Scotland. Zahlreiche Künstler unterstützen das Projekt, etwa Milo Rau, Elfriede Jelinek oder Carolin Emcke.

"Haus der Geschichte Österreich" eröffnet

Hitler-Balkon trägt jetzt Namen eines Opfers

Der große Balkon der Wiener Hofburg, von dem aus Adolf Hitler 1938 den "Anschluss" seiner Heimat an das Deutsche Reich verkündete, trägt jetzt den Namen eines der Opfer des Diktators. Die 240 Quadratmeter große Fläche sei nach der jüdischen Violinistin Alma Rosé benannt worden, sagte die Direktorin des "Hauses der Geschichte Österreich", Monika Sommer zur Eröffnung des Museums. Rosé war die Leiterin des Orchesters weiblicher Gefangener im Konzentationslager Auschwitz, wo sie 1944 nach rund einjähriger Haft starb. Der an das Museum angrenzende Balkon ist ein tabuisierter Ort und nicht begehbar. Unter dem Titel "Aufbruch ins Ungewisse - Österreich seit 1918" setzt sich das Museum mit den Ereignissen der vergangenen 100 Jahre auseinander.

Marie Bäumer für Europäischen Filmpreis nominiert

Nominierung für Rolle in Romy-Schneider-Drama

Die deutsche Schauspielerin Marie Bäumer ist für ihre Rolle in dem Romy-Schneider-Drama "3 Tage in Quiberon" für den Europäischen Filmpreis nominiert worden. Bäumer tritt in der Kategorie unter anderem gegen die Polin Joanna Kulig und die Italienerin Alba Rohrwacher an, deren Schwester Alice Rohrwacher für den Streifen "Glücklich wie Lazzaro" sowohl für den besten Film als auch für die beste Regie und das beste Drehbuch nominiert ist. Die Nominierungen wurden beim Filmfestival im südspanischen Sevilla bekanntgegeben. Chancen auf einen Preis als bester Schauspieler hat auch der Schwede Sverrir Gudnason für seine Darstellung Björn Borgs in der Filmbiografie "Borg/McEnroe". In der Kategorie Bester Dokumentarfilm geht die deutsch-syrisch-libanesische Koproduktion "Kinder des Kailfats" an den Start. Die Filmpreis-Gala 2018 findet am 15. Dezember in Sevilla statt. Der Europäische Filmpreis gilt als europäisches Pendant zum US-amerikanischen Oscar.

Komponist Ennio Morricone feiert 90. Geburtstag

Römischer "Maestro" startet "The Farewell Tour"

Der legendäre Filmmusikkomponist Ennio Morricone feiert heute seinen 90. Geburtstag. Aus diesem Anlass startet er seine letzte Tournee unter dem Motto "The Farewell Tour". Der römische "Maestro", wie er sich selbst in Interviews nennen lässt, will damit seinen Abschied von der Konzertbühne feiern. Der Dirigent, der bereits im Alter von sechs Jahren zu komponieren begann, schrieb in den letzten Jahrzehnten die Musik für mehr als 500 Filme. Für seine Leistungen erhielt Morricone mehr als 70 Auszeichnungen – unter anderem 2007 den Oscar für sein Lebenswerk.

Brandanschlag auf ausgestelltes Flüchtlingsboot

Ausstellungsstück in Wittenberg komplett zerstört

In der Lutherstadt Wittenberg ist ein ausgestelltes Flüchtlingsboot Ziel eines Brandanschlags geworden. Unbekannte haben das Boot am frühen Sonntag Morgen angezündet. Es wurde vollständig zerstört. Die Ermittlungen laufen in alle Richtungen, sagte ein Polizeisprecher. Wie hoch der Schaden ist, ist noch unklar. Das Flüchtlingsboot war im Rahmen der Weltausstellung zum 500. Reformationsjubiläum 2017 in der Lutherstadt Wittenberg ausgestellt worden. Es hatte einst 244 Flüchtlinge unversehrt von Libyen nach Sizilien gebracht. Mit dem Boot sollte auf die Lage von Mittelmeerflüchtlingen aufmerksam gemacht werden.

Felsenstadt Petra wegen Unwetter evakuiert

Wassermassen schieben sich durch die Welterbestätte in Jordanien

Wegen sintflutartiger Regenfälle haben jordanische Sicherheitskräfte die Welterbestätte Petra evakuiert. Mehr als 3500 Touristen hätten die bekannte archäologische Stätte wegen Überschwemmungen verlassen müssen, teilten die Behörden mit. Vorangegangen waren heftige Regenfälle - in Jordanien kamen dabei elf Menschen ums Leben. Aufnahmen von Besuchern in Petra zeigten, wie sich Wassermassen durch die Felsformationen der archäologischen Stätte schoben. Die Touristen brachten sich auf höher gelegenen Felsen in Sicherheit. Alle Touren in das Gebiet wurden vorläufig ausgesetzt. Die Felsenstadt Petra gehört seit 1986 zum Unesco-Weltkulturerbe.

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