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Donnerstag, 12.12.2019
 
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Kulturnachrichten

Montag, 5. November 2018

Grütters für Einheitsdenkmal in Leipzig

Kulturstaatsministerin ruft ruft Bürger auf, sich dafür einzusetzen

Die Stadt Leipzig soll ein Freiheits- und Einheitsdenkmal bekommen – das meint zumindest Kulturstaatsministerin Monika Grütters. Sie sagte heute in Leipzig, sie finde es bedauerlich, dass ausgerechnet in der Stadt, in der die Macht von SED und Stasi durch ein friedlich aufbegehrendes Volk gebrochen wurde, immer noch nicht angemessen an dieses herausragende Ereignis erinnert werde. Die Bürger sollten sich mit Beharrlichkeit, Einfallsreichtum und Kreativität dafür einsetzen, dass auch die "Heldenstadt von 1989" endlich ihr Denkmal bekomme. Vor vier Jahren war ein Denkmals-Entwurf mit 70.000 bunten Würfeln nach jahrelangem Streit auf Eis gelegt worden. Seither wurde immer wieder überlegt, wie ein neuer Anlauf für ein Denkmal unternommen werden könnte.

Streit wegen abgesagter Lesung

Margarete Stokowski will nicht in Buchhandlung Lehmkuhl auftreten

Die Autorin Margarete Stokowski hat eine Lesung in einer Münchner Buchhandlung abgesagt, da diese rechte Literatur verkauft. Damit normalisiere man rechtes Denken nicht nur, man verhelfe den Autoren und Publizisten auch zu Einnahmen, schrieb sie in einer Stellungnahme. Der Geschäftsführer des Buchladens verteidigte sich: "Wer sich gegen Rechts engagiert, sollte wissen, was Rechte denken und lesen, wie sie argumentieren", schrieb er auf der Web-Präsenz seiner Buchhandlung und auf Facebook. Weiterhin warf er ihr vor, die Auseinandersetzung zu vermeiden und es zu bevorzugen, "lieber in ihrer eigenen Echokammer zu verbleiben". Dagegen wehrte sich die Autorin: Es gehe ihr nicht darum, nicht mit anderen Haltungen konfrontiert zu werden, sondern darum, "nicht mit einem Veranstalter zusammenzuarbeiten der meines Erachtens einen falschen Umgang mit rechten und rechtsextremen Werken hat".

Schäuble erhält Heinz-Galinski-Preis

Auszeichnung für Verdienste in der deutsch-jüdischen Verständigung

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble wird mit dem Heinz-Galinski-Preis der Berliner Jüdischen Gemeinde und der Heinz-Galinski-Stiftung geehrt. Der Preis wird Schäuble bei einem Festakt am 26. November in Berlin überreicht, wie die Gemeinde in Berlin ankündigte. Die Laudatio auf den CDU-Politiker hält die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch. Mit der Auszeichnung werden besondere Verdienste in der deutsch-jüdischen Verständigung und besonderes Engagement bei der Förderung von Toleranz, Bildung und des Völkerverständigungsgedankens gewürdigt. Der Heinz-Galinski-Preis wird jährlich in Erinnerung an den langjährigen Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Berlin und des Zentralrats der Juden in Deutschland, Heinz Galinski (1912-1992), vergeben.

Walter Hagen-Groll ist tot

Deutsche Oper Berlin ehrt ihren langjährigen Chordirektor

Walter Hagen-Groll, langjähriger Chordirektor der Deutschen Oper Berlin, ist tot. Er verstarb am Sonnabend mit 91 Jahren in Salzburg, wie das Haus heute mitteilte. 23 Jahre lang war Hagen-Groll für die Deutsche Oper tätig. Er "machte aus den 120 Sängern und Sängerinnen ein Kollektiv, das mit seinem Ausdrucksspektrum die Möglichkeiten eines Opernchores erweiterte und damit den Chor als gleichberechtigten Partner von Sängern und Orchester etablierte", teilte das Haus mit. Hagen-Groll wurde 1927 in Chemnitz geboren, trat sein Amt als Chordirektor der Deutschen Oper Berlin bereits mit 34 Jahren an und wechselte erst 1984 für zwei weitere Jahre an die Wiener Staatsoper. Nach 1986 lehrte er an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst "Mozarteum" in Salzburg.

Mannheimer Kunsthallen-Chefin wechselt nach Weimar

Ulrike Lorenz soll Leiterin der zweitgrößten Kulturstiftung Deutschlands werden

Die Mannheimer Kunsthallen-Chefin Ulrike Lorenz wird aller Voraussicht nach im kommenden Jahr als erste Frau an die Spitze der Klassik Stiftung Weimar wechseln. Thüringens Kulturminister Benjamin-Immanuel Hoff (Linke) werde sie morgen als einzige Kandidatin dem Stiftungsrat vorschlagen, sagte eine Sprecherin der Thüringer Staatskanzlei in Erfurt. Der Mannheimer Gemeinderat hatte den Vertrag von Lorenz erst im Frühjahr für weitere fünf Jahre verlängert. Die gebürtige Thüringerin würde im Falle eines Zuschlags im Sommer 2019 die Nachfolge des langjährigen Präsidenten Hellmut Seemann antreten. Seine Amtszeit läuft noch bis Ende Juli 2019. Die Stiftung gilt als zweitgrößte Kulturstiftung - nach der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Lorenz selbst dementierte den Wechsel nicht, verwies aber auf die noch ausstehende Entscheidung. Die Klassik Stiftung Weimar umfasst mehr als 20 Museen, Schlösser, historische Häuser und Parks sowie Sammlungen der Literatur und Kunst.

Briefe von der Front jetzt online

700 Dokumente sind einsehbar

Rund 100 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs können Hunderte Briefe von der Front digital abgerufen werden. Die Botschaften wurden auf der Webseite der Deutschen Digitalen Bibliothek veröffentlich, wie das Museum für Kommunikation in Nürnberg mitteilte. Die Museumsstiftung Post und Telekommunikation stellte die Schriftstücke in Kooperation mit dem nationalen Portal für Kultur und Wissen online. Zwischen 1914 und 1918 waren rund 14 Millionen deutsche Soldaten von ihren Familien getrennt. Feldpostbriefe waren oft die einzige Verbindung zwischen Front und Heimat. Rund 30.000 Menschen arbeiteten dem Museum zufolge damals daran, die rund 29 Milliarden Sendungen zu verschicken, von denen 700 nun in der Digital-Bibliothek abgerufen werden können.

Nobelpreisträger fordern verlässliche Informationen

Appell von Prominenten an Staats- und Regierungschefs

Zwei Dutzend Nobelpreisträger und andere Persönlichkeiten haben in einem gemeinsamen Appell ein Grundrecht auf verlässliche Informationen gefordert. Die "Internationale Erklärung über Information und Demokratie" richtet sich direkt an mehr als 60 Staats- und Regierungschefs, darunter die Präsidenten der USA und Russlands, Donald Trump und Wladimir Putin. Diese sollten einen "politischen Prozess einleiten", damit binnen eines Jahres ein Pakt für das Recht auf vertrauenswürdige Information unterzeichnet werden könne. Der "globale Informations- und Kommunikationsraum" sei ein Gemeinschaftsgut, das geschützt gehöre, um Ausdrucks- und Meinungsfreiheit zu garantieren, heißt es in der Erklärung. Unterzeichnet wurde sie unter anderem von den Ökonomen Joseph Stiglitz und Amartya Sen, der Anwältin Schirin Ebadi, dem Schriftsteller Mario Vargas Llosa und andere.

Finalisten für den Deutsche Börse Foto Preis bekannt

Laia Abril, Susan Meiselas, Arwed Messmer und Mark Ruwedel auf der Shortlist

Die Finalisten für den Deutsche Börse Photography Foundation Prize 2019 sind bekannt gegeben worden: Laia Abril, Susan Meiselas, Arwed Messmer und Mark Ruwedel stehen auf der Shortlist. Sie befassen sich in ihren Arbeiten mit politischen und genderbezogenen Debatten, sowie mit sozialer Ungerechtigkeit und Menschenrechtsfragen. Nominiert werden Künstler und Projekte, die in den vorangegangenen zwölf Monaten einen bedeutenden Beitrag zum Medium Fotografie in Europa geleistet haben. Der Gewinner der mit 30.000 Pfund dotierten Auszeichnung wird am 16. Mai 2019 bei der Preisverleihung in der Photographersˈ Gallery in London bekanntgegeben.

Spice Girls wollen wieder auf Tournee gehen

Victoria Beckham soll nicht dabei sein

Die britische Pop-Gruppe Spice Girls geht wieder auf Tournee. Das kündigten vier der ehemals fünf Mitglieder in einem Video auf Twitter an. Im Juni 2019 geben die Spice-Girls demnach mehrere Konzerte in Großbritannien. Britische Medien hatten bereits am Wochenende über das anstehende Bühnen-Comeback spekuliert. Mel C, Geri Halliwell, Emma Bunton und Mel B wollen es noch einmal wissen. Nicht dabei sein wird Victoria Beckham. Die Ehefrau des englischen Ex-Fußball-Nationalspielers David Beckham widmet sich Medienberichten zufolge lieber ihrem Mode-Label. Stattdessen stößt die 29 Jahre alte Sängerin Jess Glynne dazu. Die großen Erfolge der Spice Girls liegen inzwischen teils mehr als 20 Jahre zurück. Mit Songs wie "Wannabe", "Spice Up Your Life" und "Viva Forver" eroberten sie weltweit die Charts und gelten als erfolgreichster Musik-Export des Landes seit den Beatles.

DJV will mehr Vielfalt in deutschen Redaktionen

Redaktionen dürften nicht wie monolithische Blöcke aussehen

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hat eine größere Vielfalt in den Redaktionen deutscher Medien gefordert. Die Gewerkschaft verabschiedete zum Abschluss der Jahrestagung in Dresden eine entsprechende Erklärung. "Wir fordern Pluralismus und Offenheit in der Gesellschaft. Dann dürfen Redaktionen in ihrer Zusammensetzung nicht wie monolithische Blöcke aussehen", erklärte der DJV-Vorsitzende Frank Überall. Der DJV rief Medienunternehmer dazu auf, bei der Auswahl ihrer Beschäftigten die gesellschaftliche Vielfalt abzubilden - etwa in Bezug auf Alter, Geschlecht, Ethnizität, soziale Herkunft oder sexuelle Orientierung.

ARD-Hörspielpreis an Aljoscha Stadelmann

ARD-Hörspieltage starten Mittwoch

Den ARD-Hörspielpreis für die beste schauspielerische Leistung erhält in diesem Jahr Aljoscha Stadelmann, wie der SWR mitteilte. Ausgezeichnet wird er für seine Leistung im Hörspiel "Alles Rumi" von Radio Bremen. Stadelmann spricht darin einen Mann, der nicht einschlafen kann, während ein anderer Mann eigentlich nur müde ist und zur Ruhe kommen will. "Liebevoll, uneitel, frei von Zynismus und schauspielerischer Besserwisserei folgt Aljoscha Stadelmann seiner Figur, und dadurch folgen wir der Figur auch in ihren Gedankensprüngen und eigenartigsten dadaistischen Momenten", heißt es in der Begründung. Die Ehrung ist mit 3.000 Euro dotiert. Die Preisverleihung findet am Samstag im Rahmen der Hörspieltage statt, die am Mittwoch in Karlsruhe beginnen.

Dresdner Künstler Karl-Heinz Adler gestorben

Der bekannte Vertreter der Konkreten Kunst wurde 91 Jahre alt

Der Dresdner Künstler Karl-Heinz Adler ist tot. Er starb am Sonntag im Alter von 91 Jahren, wie die Galerie Eigen+Art mitteilte. Adler arbeitete als Maler, Grafiker und Konzeptkünstler und gilt als bekannter Vertreter der Konkreten Kunst in Deutschland. Adlers schnörkellose Kunst und konkrete Ästhetik sei in den vergangenen Jahren von einem großen Publikum wiederentdeckt worden, hieß es in der Mitteilung. Adler wurde 1927 im sächsischen Vogtland geboren und studierte Kunst an der Dresdner Akademie. Sein geometrisch-mathematisches Werk wurde vom offiziellen DDR-Kunstbetrieb nicht beachtet, nur seine baugebundenen Arbeiten waren an Fassaden, Plätzen und Brunnen vieler Städte präsent. Adler wurde 2017 im Dresdner Albertinum mit einer Werkschau geehrt.

Stieg Larsson wollte Mord an Olof Palme aufklären

Buch mit Ermittlungsergebnissen des schwedischen Erfolgsautors erschienen

Der schwedische Autor der Millennium-Trilogie, Stieg Larsson, hat versucht, den Mord an dem schwedischen Ministerpräsidenten Olof Palme zu lösen, und hatte offenbar auch eine konkrete Spur. In einem heute erschienenen Buch, das auf den Unterlagen des Schriftstellers basiert, wird ein bekannter rechtsextremer Palme-Hasser als möglicher Täter genannt. Das Werk des Journalisten Jan Stocklassa trägt den Titel "Stieg Larssons Archiv: Der Schlüssel zum Palmemord". Die deutsche Ausgabe "Stieg Larssons Erbe" erscheint am 15. November. Der sozialdemokratische Politiker Olof Palme war 1986 nach einem Kinobesuch auf offener Straße erschossen worden. Stocklassa zufolge hat Stieg Larsson bis zu seinem Tod 2004 an dem mysteriösen Mordfall gearbeitet. Im Archiv des Schriftstellers habe er Dokumente, Briefe, Artikel und Bilder gefunden, erzählte er der schwedischen Zeitung "Expressen".

Berliner Teufelsberg unter Denkmalschutz gestellt

Legendäre Abhörstation der Alliierten gilt als Geschichtsdenkmal

Der Berliner Teufelsberg mit der legendären Abhörstation der Alliierten aus der Zeit des Kalten Krieges ist unter Denkmalschutz gestellt worden. Der Trümmerberg im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf sei ein einzigartiges und vielschichtiges Geschichtsdenkmal des 20. Jahrhunderts, erklärte Kultursenator Klaus Lederer (Linke). Er stehe für die zerstörerische Politik der NS-Politik, für den Neuanfang nach dem Zweiten Weltkrieg und für die Zeit des Kalten Kriegs. Der 120 Meter hohe Berg im Nordwesten Berlins war einst aus Weltkriegstrümmern aufgeschüttet worden. Später betrieben die Alliierten hier die einzige westliche Abhörstation, die unmittelbar in sowjetisches Gebiet reichte. Ihre verwitterten Türme und Kuppeln prägen bis heute die Silhouette der Stadt.

Murakami vermacht seiner Universität Riesenarchiv

Japanischer Schriftsteller gibt erste Pressekonferenz seit 37 Jahren

Der weltberühmte japanische Bestseller-Autor Haruki Murakami will an seiner früheren Universität, der Elite-Universität Waseda in Tokio, ein Archiv aus seinem persönlichen Fundus einrichten. Dazu sollen Entwürfe seiner Bestseller-Romane, seine Übersetzungen und seine große Musiksammlung gehören, wie Murakami bei einer Pressekonferenz mit Vertretern der Universität Waseda mitteilte. "Ich bin mehr als glücklich, wenn diese Materialien für jene von Nutzen sein können, die meine Arbeiten studieren möchten, egal ob sie Japaner oder Nicht-Japaner sind", sagte Murakami auf seiner ersten Pressekonferenz seit 37 Jahren. Der 69jährige Murakami gilt sein langem als Kandidat für den Literaturnobelpreis. Er zählt zu den erfolgreichsten Autoren der Gegenwartsliteratur Japans. Zu seinen bekanntesten Büchern gehören "Naokos Lächeln", "Kafka am Strand", "Mister Aufziehvogel" oder "Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki".

Cabello triumphiert bei MTV Europe Music Awards

US-Sängerin begeistert mit ihrem Hit "Havana"

Camila Cabello hat bei den MTV Europe Music Awards gleich vier Preise gewonnen. Bei der Gala am Abend in Bilbao wurde die 21-jährige US-Sängerin nicht nur als beste Künstlerin geehrt; sie gewann mit ihrem Hit "Havana" auch den Preis für den besten Song und das beste Video. Einen weiteren Award gewann sie außerdem für den besten Live-US-Act. Die US-Rapperin Nicki Minaj gewann zwei Trophäen und wurde unter anderem als beste Hip-Hop-Künstlerin ausgezeichnet. Die britische Sängerin Dua Lipa wurde als beste Pop-Künstlerin geehrt, die US-Band Panic! at the Disco gewann den Preis für die besten Alternative-Künstler, und der US-DJ Marshmello wurde als bester Elektro-Künstler ausgezeichnet. Der kanadische Sänger Shawn Mendes wurde als bester Live-Künstler ausgezeichnet. Eine besondere Ehre wurde der US-Sängerin Janet Jackson zuteil: Sie wurde als "Global Icon" gewürdigt, eine Auszeichnung, die vor ihr schon U2, Queen und Whitney Houston erhalten hatten. In der Kategorie "Best German Act" siegte Mike Singer.

Deutscher Regiepreis "Metropolis" verliehen

Auszeichnung geht an Wolfgang Fischer für seinen Film "Styx"

Der renommierte Regiepreis "Metropolis" geht in diesem Jahr an den Kinofilm "Styx" von Wolfgang Fischer. Der Film über ein beschädigtes und hoffnungslos überfülltes Flüchtlingsboot sei ein "physischer und psychischer Kraftakt" gewesen, sagte Fischer. Der Preis für die beste Fernsehfilm-Regie ging an Umut Dag für den Film "Das deutsche Kind". In der Kategorie Fernsehserie wurde der Regisseur Christian Schwochow für die Serie "Bad Banks" ausgezeichnet. Den Kinderfilmpreis gewann Joya Thome für "Königin von Niendorf". Für ihren Dokumentarfilm "The Cleaners" wurden Moritz Riesewieck und Hans Block prämiert. Susan Gordanshekan wurde für "Die defekte Katze" als beste Nachwuchs-Regisseurin ausgezeichnet. Margarethe von Trotta wurde bei der Gala in der Hochschule für Fernsehen und Film in München der Ehrenpreis für ihr Lebenswerk überreicht. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert und wurde zum ersten Mal einer Frau verliehen.

Baudelaire-Brief für 234.000 Euro in Paris versteigert

Französischer Autor schrieb an Mätresse und kündigte Selbstmord an

Ein Brief des französischen Dichters Charles Baudelaire hat bei einer Auktion das Dreifache seines Schätzpreises erzielt. Das Schriftstück, das aus dem Jahr 1845 stammt, wurde am Sonntag für 234.000 Euro an einen privaten Sammler verkauft, wie das Auktionshaus Osenat in Fontainebleau bei Paris mitteilte. Der Brief war auf 60.000 bis 80.000 Euro geschätzt worden. In dem Brief an seine Mätresse Jeanne Duval kündigte Baudelaire im Juni 1845 an, sich töten zu wollen. Zwar versetzte er sich einen Stich mit einem Messer, dies hatte aber keine schwerwiegenden Folgen. Anschließend lebte der Autor noch 22 Jahre, bevor er 1867 im Alter von 46 Jahren an Syphilis starb. Berühmt wurde Baudelaire durch die 1857 erschienene Gedichtesammlung "Die Blumen des Bösen" ("Les Fleurs du Mal"). Der Band brachte ihm eine Anzeige wegen "Verletzung der öffentlichen Moral" ein.

Mond-Souvenirs bringen über fünf Millionen Dollar ein

Familie von Neil Armstrong verkauft Sammlung des Apollo-11-Kommandanten

Die Söhne des US-Astronauten Neil Armstrong haben Teile einer Sammlung versteigert, die ihr Vater über Jahrzehnte zusammengetragen hatte. Bereits der erste Teil der Auktion in Dallas im US-Bundesstaat Texas erbrachte 5,2 Millionen Dollar. Wie das Auktionshaus Heritage Auctions am Sonntag mitteilte, erzielte eine Gedenkplakette der ersten Mondlandung vor knapp 50 Jahren mit 468.500 Dollar den höchsten Preis. Die Plakette der Mission Apollo 11, deren Kommandant Armstrong war, zeigt das Modul, das am 20. Juli 1969 auf dem Mond landete. Eine US-Fahne, die ebenfalls dabei war, aber nicht auf dem Mond entfaltet wurde, erzielte einen Preis von 275.000 Dollar, mehr als das Dreifache des Schätzwertes. Armstrongs Söhne Rick und Mark hatten die Sammlung ihres Vaters nach dessen Tod im Jahr 2012 gefunden. Sie umfasst mehr als 2.000 Objekte. Teil zwei und drei der Versteigerung sind für das kommende Jahr geplant. Armstrong war der erste Mensch auf dem Mond. Seine Worte "Das ist ein kleiner Schritt für den Menschen, ein riesiger Sprung für die Menschheit" gingen in die Geschichte ein.

Kultusministerium in Bayern geht an Freie Wähler

Exakt drei Wochen nach der Landtagswahl ist Koalitionsvertrag beschlossen

Bayerns politischer Alltag ist jetzt Schwarz-Orange. Die CSU muss drei Ministerien abgeben, darunter das landespolitisch bedeutsame Kultusministerium. Zudem gehen das Umwelt- und das um Landesentwicklung ergänzte Wirtschaftsministerium an den Koalitionspartner. Alle anderen Ministerien gehen an die CSU, darunter auch ein neues, eigenständiges Digitalisierungsministerium. Die Namen der künftigen CSU-Minister sind noch nicht fix. Bei den Freien Wählern dürfte neben Aiwanger auch Michael Piazolo als Kultusminister gesetzt sein. Die CSU hatte bei der Landtagswahl am 14. Oktober viele Stimmen an die Grünen verloren und war auf 37,2 Prozent abgestürzt. In der Folge mussten sich die Christsozialen einen Koalitionspartner suchen, dazu hatten sie auch mit den Grünen Sondierungsgespräche geführt. Der Vertrag soll an diesem Montag unterzeichnet werden.

Judith Schalansky erhält Raabe-Literaturpreis

Auszeichnung erfolgt für ihr Buch "Verzeichnis einiger Verluste"

Die Schriftstellerin Judith Schalansky ist in Braunschweig mit dem Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2018 ausgezeichnet worden. Sie wurde für ihr neues Buch "Verzeichnis einiger Verluste" mit dem mit 30.000 Euro dotierten Preis geehrt, den die Stadt Braunschweig gemeinsam mit dem Deutschlandfunk vergibt.
"Judith Schalansky ist eine Grenzgängerin zwischen Natur und Poesie, zwischen Wissenswelten und Phantasiereichen, zwischen Zählen und Erzählen", heißt es in der Begründung der Jury. Schalansky studierte Kunstgeschichte in Berlin und Kommunikationsdesign in Potsdam. Sie gestaltet ihre Bücher selbst und erhielt dafür mehrere Designpreise. Schalanskys Werke sind in mehr als 20 Sprachen übersetzt.

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