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Kulturnachrichten

Dienstag, 28. November 2017

Konzertveranstalter kritisiert ARD-Sender

Marek Lieberberg: Boykott gegen den Pink-Floyd-Star Roger Waters ist „lächerlich"

Der Konzerttour-Veranstalter Marek Lieberberg hat die ARD-Sender für ihren Boykott des Pink-Floyd-Stars Roger Waters kritisiert. Diese Reaktion auf Antisemitismus-Vorwürfe gegen Rogers sei „absolut lächerlich", sagte Lieberberg der Zeitung „Mannheimer Morgen". „Hier müssen zwei Dinge voneinander getrennt werden: persönliche Meinung und künstlerische Arbeit. Der Kanon von Roger Waters und Pink Floyd ist und bleibt genial. Auf der anderen Seite hat Roger Waters eine bedenkliche, private Meinung zu Israel. Er ist ganz offen Mitglied einer Boykott-Bewegung, die ich total ablehne. Aber ich kann und will ihm sein Recht auf Meinungsfreiheit nicht bestreiten", sagte der Konzertveranstalter.Mehrere ARD-Sender, darunter der Rundfunk Berlin-Brandenburg, hatten entschieden, auf eine Präsentation der Konzerte von Pink-Floyd-Star Roger Waters in Deutschland zu verzichten.

Macron will afrikanische Kunstwerke zurückgeben

Macron: "Das wird eine meiner Prioritäten sein."

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will Kunstwerke an afrikanische Länder zurückgeben. Das afrikanische Kulturerbe müsse in Paris, auch aber in den afrikanischen Metropolen Dakar, Lagos oder Cotonou zur Geltung kommen, forderte Macron in der Universität der westafrikanischen Stadt Ouagadougou.
Binnen fünf Jahren sollten die Bedingungen erfüllt sein, um eine zeitweilige oder endgültige Rückkehr des künstlerischen Erbes von Frankreich nach Afrika zu ermöglichen, sagte Macron. Es stehe viel Arbeit an. So müsse es kulturelle Partnerschaften geben, um den Erhalt der Kunstwerke zu sichern.

Hip-Hop dominiert Grammy-Nominierungen

Die Grammys werden am 28. Januar in New York vergeben

Jay-Z und Bruno Mars heißen dieses Mal die großen Favoriten bei den Grammy-Awards. Der US-R&B-Sänger Bruno Mars wurde in sechs Kategorien nominiert, darunter drei der vier Hauptkategorien. Die meisten Nominierungen erhielt Rapper Jay-Z: Er gehört in acht Kategorien zu den Anwärtern, darunter "Album des Jahres" und "Song des Jahres". Damit könnte Jay-Z bei der Gala Ende Januar seine Frau, die R&B-Sängerin Beyoncé überholen. Sie hat bereits 22 Grammys, ihr Mann bislang 21. Ungewöhnlich stark ist dieses Mal der Hip-Hop bei den Grammys vertreten. Kendrick Lamar wurde sieben Mal nominiert, Childish Gambino fünf Mal. Vergangenes Jahr hatte die britische Sängerin Adele die Preisverleihung dominiert. Sie bekam fünf Preise, unter anderem für das Album des Jahres.

Entscheidung über Zukunft der Berlinale in 2018

Tagesspiegel: Grütters offen für internationale Findungskommission

Über die Zukunft der Berlinale muss nach Ansicht der amtierenden Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) im kommenden Jahr abschließend entschieden werden. "Alle Beteiligten in der aktuellen Debatte haben das gleiche Ziel. Wir wollen den Stellenwert der Berlinale als A-Festival sichern und im Konzert der anderen Festivals weiter stärken", sagte Grütters Sprecher. "Allerdings geht die Nachhaltigkeit für ein Zukunftskonzept vor Schnelligkeit in Personalfragen." Nach Informationen des Berliner "Tagesspiegel" sei Grütters aber inzwischen auch offen für die geforderte international besetzte Findungskommission. Der Vertrag von Berlinale-Direktor Dieter Kosslick läuft im Mai 2019 aus. Mit Blick darauf hatten 79 namhafte Filmemacher in einem offenen Brief einen kompletten Neuanfang verlangt. Am 5. Dezember will Kosslick in einer Sitzung des zuständigen Aufsichtsrats sein Zukunftskonzept für die Berlinale vorstellen.

Kunstwerk für Jüdisches Museum Frankfurt ausgewählt

Installationkünstler Ariel Schlesinger überzeugt die Jury mit einer Baum-Skulptur

Ein Kunstwerk des israelischen Künstlers Ariel Schlesinger soll den Lichthof des erweiterten Jüdischen Museums in Frankfurt am Main schmücken. Die elf Meter hohe Skulptur aus Aluminium wurde von einer international besetzten Jury ausgewählt. Sie bildet zwei miteinander verwobene Bäume ab. Diese ließen sich als eine Verbindung zwischen der jüdischen Erfahrung der Emigration mit der Erfahrung der Integration in eine städtische Gesellschaft interpretieren, so das Museum. Ariel Schlesinger ist vor allem bekannt durch seine teils humorvollen, teils bedrohlich wirkenden Rauminstallationen, in denen er Alltagsgegenstände verfremdet. Das Kunstwerk kostet den Angaben zufolge 350.000 Euro.

Freundeskreises Yad Vashem hat neuen Vorsitzenden

Kai Diekmann folgt auf Professor Jürgen Rüttgers

Ex-"Bild"-Chef Kai Diekmann ist vom Freundeskreis Yad Vashem in Deutschland zum neuen Vorsitzenden gewählt worden. Der Freundeskreis unterstützt die israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem. Er beschafft unter anderem finanzielle Mittel und fördert Gedenkprojekte in Deutschland und Israel. Diekmann sei seit Jahren ein "enger Freund und unerschütterlicher Unterstützer von Yad Vashem", hieß es. Unter anderem habe er in der Gedenkstätte Medienseminare für deutsche Journalisten organisiert und im vergangenen Jahr die Ausstellung "Kunst aus dem Holocaust" im Deutschen Historischen Museum. Diekmann sagte nach seiner Wahl: "Die Erinnerung an den Holocaust und die Lehren, die wir daraus ziehen, sind für jeden Deutschen Verpflichtung." Der Holocaust stelle für die Menschheitsgeschichte einen "präzedenzlosen Zivilisationsbruch" dar. "Wir dürfen nicht zulassen, dass dies - wie es zur Zeit von manchen getan wird - in Frage gestellt wird."

Schauspieler Julio Oscar Mechoso gestorben

Er wurde 62 Jahre alt

Schauspieler Julio Oscar Mechoso ("Die Legende des Zorro") ist tot. Er sei am Samstag im Alter von 62 Jahren nach einem Herzinfarkt in Los Angeles gestorben, berichtet der "Miami Herald". Mechoso war im Kindesalter mit seiner Familie aus Kuba in die USA ausgewandert und wuchs in Miami auf. Er spielte in den 80er und 90er Jahren zunächst Gastrollen in TV-Serien wie "Miami Vice" und "Matlock". Später bekam er auch Rollen in Filmproduktionen wie "Bad Boys - Harte Jungs", "Irgendwann in Mexico" oder "Little Miss Sunshine". Auch in einer Folge "The Big Bang Theory" hatte Mechoso einen Auftritt. Schauspieler-Kollege Andy Garcia ("Ocean's Eleven") bezeichnete Mechoso in einem Nachruf als "Seelenpartner". "Julio ist ein einzigartiger und außergewöhnlicher Künstler", schrieb Garcia.

Kritik an hypersexualisierten Animationsfiguren

Weibliche Serienfiguren hätten meist eine sexualisierte Figur, männliche nicht

Die weiblichen Zeichentrick-Figuren der wichtigsten deutschen Kindersender werden einer Studie zufolge häufig hypersexualisiert dargestellt. Über 50 Prozent der weiblichen Figuren besäßen "Wespentaillen und Sanduhrfiguren", die nicht mehr im anatomisch möglichen Bereich liegen, so Wissenschaftlerinnen von der Universität Rostock. In ihrer Untersuchung werteten sie 327 gezeichnete Serienprotagonisten der Kindersender Kika, Super RTL, Disney Channel und Nickelodeon aus. Weibliche Figuren mit Übergewicht gebe es gar nicht, so die Forscherinnen. Jungs und Männer würden dagegen deutlich realistischer dargestellt: Sie hätten nur selten eine schmale Taille und ein übertrieben breites Kreuz, seien dafür aber öfter korpulent.

Letzte Werke von Camille Claudel versteigert

Bieter zahlt 1,2 Millionen Euro für Bronzeskulptur "L'abandon"

Die letzten im Familienbesitz befindlichen Arbeiten der Bildhauerin Camille Claudel sind in Paris versteigert worden. Allein die Bronzeskulptur L'Abandon" (Die Hingabe, 1886), eines der Hauptwerke Claudels, kam für 1,2 Millionen Euro unter den Hammer. Damit wurde der Schätzwert von mindestens 800.000 Euro deutlich übertroffen. Claudel arbeitete zunächst als Schülerin und Modell im Atelier des weltberühmten Bildhauers Auguste Rodin, der als "Vater der modernen Bildhauerei" gilt. Später wurde sie Geliebte des Schöpfers so berühmter Werke wie "Der Denker". Die unter anderem unter Verfolgungswahn leidende Camille Claudel zerstörte systematisch den größten Teil ihres Werks, bevor ihr Bruder, der Dichter Paul Claudel, sie Ende 1913 in eine psychiatrische Klinik einweisen ließ.

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