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Kulturnachrichten

Freitag, 17. November 2017

Einfuhrverbot für Trophäen von Elefantenjagd gekippt

In Sambia und Simbabwe dürfen Amerikaner wieder jagen

US-Bürger dürfen nach einer Entscheidung der Regierung von Präsident Donald Trump künftig wieder Körperteile getöteter Elefanten als Jagdtrophäen ins Land einführen. Die Bestimmung gelte für Einfuhren solcher Trophäen aus den Ländern Simbabwe und Sambia, erklärte Trump-Sprecherin Sanders. Sie verwies darauf, dass die Überprüfung des bisherigen Verbots von einem Vertreter der zuständigen US-Behörde bereits unter Trumps Vorgänger Barack Obama eingeleitet worden sei. Der Check habe ergeben, dass sich die beiden afrikanischen Länder jetzt an strenge Naturschutzvorgaben hielten. Tierschützer kritisieren, dass die neue Einfuhrerlaubnis in die USA die ohnehin schon gefährdete Tierart noch stärker dezimieren werde.

Tarantino dreht nächsten Film mit Sony Pictures

Die Zusammenarbeit mit Produzent Weinstein hatte er beendet

Oscar-Preisträger Quentin Tarantino wird seinen nächsten Film mit Sony Pictures drehen. Das Studio habe den Deal mit dem Hollywood-Regisseur für dessen neunten Film mit dem Arbeitstitel "#9" bestätigt, so Medienberichte. Tarantino hatte zuvor mit dem Team um Harvey Weinstein Filmhits wie "Pulp Fiction", "Kill Bill", "Inglourious Basterds" und "Django Unchained" ins Kino gebracht. Nach Bekanntwerden zahlreicher Missbrauchsvorwürfe gegen den Produzenten hatte Tarantino die Zusammenarbeit mit Weinstein beendet.Tarantino hält Details seiner Filmprojekte gewöhnlich unter Verschluss. Nach Brancheninformationen soll der Film, der nächstes Jahr gedreht werden soll, im Los Angeles Ende der 1960er Jahre spielen. Angeblich verhandelt der Regisseur mit Stars wie Tom Cruise, Brad Pitt und Leonardo DiCaprio. Dies könnte Tarantinos vorletzter Spielfilm sein. Vor einem Jahr hatte der Regisseur auf einer Konferenz in San Diego verkündet, dass er nur noch zwei weitere Filme drehen wolle.

Gerhard Richter schenkt Münster Foucaultsches Pendel

Stadt freut sich über "Impuls für den Kunst- und Kulturstandort Münster"

Gerhard Richter schenkt der Dominikanerkirche in Münster ein Foucaultsches Pendel und vier große Glasflächen. Das Pendel werde in der 29 Meter hohen Kuppel der Barockkirche aufgehängt. Die je sechs Meter hohen farbigen Glasflächen sollen die Bewegungen des Pendels, den Kirchenraum und Besucher reflektieren, teilte die Stadt Münster mit. Man freut sich über einen "Impuls für den Kunst- und Kulturstandort Münster". Das Kunstwerk wird am 30. November vorgestellt und dann allen Menschen zugänglich sein. Die Kirche ist vor wenigen Tagen profaniert worden.

Verbot von Kinderuhren mit Abhörfunktion

Bundesnetzagentur rät, entsprechende Uhren zu vernichten

Die Bundesnetzagentur verbietet den Kauf von Kinderuhren mit Abhörfunktion. Mithilfe einer App können Eltern solche Smartwatches nutzen, um unbemerkt die Umgebung ihres Kindes abzuhören. Jochen Homann, Präsident der Behörde, erklärte, die Uhren würden auch zum Abhören von Lehrern im Unterricht genutzt. Das sei verboten. Die Bundesnetzagentur rät Eltern, solche Uhren unschädlich zu machen und dazu auch einen Nachweis aufzubewahren. Denn auch der Besitz einer solchen Uhr ist laut Behörde in Deutschland strafbar. Welche Smartwatches betroffen sind, hat die Bundesnetzagentur auf ihrer Internetseite zusammengefasst.

Neue Kulturerbe-Anträge aus Sachsen-Anhalt

Traditionen wie "Birkenblattblasen" und "Grasedanz" vorgeschlagen

Das Birkenblattblasen und der "Grasedanz" aus Sachsen-Anhalt könnten schon bald offiziell zum Immateriellen Kulturerbe der Unesco gehören. Insgesamt fünf Anträge für die Aufnahme in die Liste seien eingegangen, teilte das Kulturministerium in Magdeburg mit. Diese würden nun von einem Expertenkomitee geprüft. Das Birkenblattblasen ist eine Tradition von Schäfern im Harz, die auf diese Weise musizieren. Auch der sogenannte "Grasedanz" hat eine lange Geschichte: Seit 1885 wird anlässlich des Endes der Heuernte ein Fest gefeiert. Das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes wird seit 2013 von der deutschen Unesco-Kommission erstellt, ist aber kein offizielles Verzeichnis der Kulturorganisation der Vereinten Nationen.

Frankreich: Lotterie für bedrohtes Kulturerbe

Kulturministerin erwartet bis zu 20 Mio Euro zusätzlich zu staatlichen Geldern

Franzosen können künftig Lotto zum Erhalt des Kulturerbes spielen. Die Einkünfte der Lotterie sollen der Renovierung historischer Gebäude in Frankreich zugutekommen. Kulturministerin Francoise Nyssen schätzt, dass damit bis zu 20 Millionen Euro zusätzlich aufgebracht werden könnten. Zudem kündigte sie an, 362 Millionen Euro staatlicher Gelder für die Instandhaltung und Renovierung der 45.000 historischen und kulturellen Gebäude im Land bereitzustellen. Schätzungen zufolge sei jedes vierte Gebäude in "schlechtem" Zustand und fünf Prozent in Gefahr. Auf einer Plattform sollen Bürger künftig den Staat auf notwendige Renovierungen von Kulturerbe aufmerksam machen können.

Neue Bewohner für Bauhaus Meisterhäuser

Stipendiaten 2018: Martyna Marciniak und Anael Berkovitz

In den Dessauer Meisterhäusern wohnen im kommenden Jahr die polnisch-englische Künstlerin Martyna Marciniak und Anael Berkovitz, ein Künstler mit israelisch-amerikanischen Wurzeln. Die beiden Stipendiaten des Residenz-Programms werden drei Monate in der berühmten Künstlerkolonie leben und arbeiten. Marciniak setze sich in ihren Filmen und Choreographien mit Architektur auseinander, hieß es von der Jury. Berkovitz beschäftige sich anhand von Videos und Fotos mit den Themen Identität und Erinnerung. Insgesamt hatten sich 730 Künstler um einen Aufenthalt in Dessau beworben.

Jugendwort des Jahres: "I bims"

Zur Auswahl standen auch "gefresht" und "schatzlos"

"I bims" ist das Jugendwort des Jahres 2017. Bei dem Ausdruck handele es sich um eine absichtlich falsch geschriebene Form von "Ich bin's", teilte der Langenscheidt-Verlag mit. Über das Jugendwort des Jahres wird seit 2008 jährlich in einer gestuften Wahl entschieden. Es soll die sich wandelnde Jugendsprache dokumentieren. Im letzten Schritt entscheidet eine Jury aus 20 Jugendlichen, Sprachwissenschaftlern, Pädagogen und Medienvertretern, welcher Begriff das Rennen macht. Mit rund einer Million Abstimmungen habe es diesmal so viele Votes gegeben wie noch nie, teilte der Verlag im Vorfeld mit. Zur Auswahl standen in diesem Jahr 30 Wörter, darunter viele Kunstbegriffe wie "gefresht" (satt), "unfly" (uncool) und "schatzlos" (Single).

Größtes Bibelmuseum der Welt in Washington

Kurator: Tagespolitik soll im Museum keine Rolle spielen

In Washington DC wird das größte Bibelmuseum der Welt eröffnet. Es hätte früh Ängste gegeben, man wolle sich im Museum mit politischen Fragen beschäftigen, wie dem Umgang mit Homosexualität, sagte Kurator David Trobisch im Deutschlandfunkkultur. Das sei nicht der Fall. Das Museum wolle einen Rahmen schaffen, in dem man Sachen über die Bibel erfährt, die man innerhalb einer Glaubensgemeinschaft vielleicht nicht erfährt.", sagte Trobisch. Auf 40.000 Quadratmetern sind kuriose Einzelstücke zu finden, wie die Bibel Elvis Presleys.Treibende Kraft hinter dem Museum ist Steve Green, Gründer einer Bastel-Kette und prominenter Evangelikaler. Ärger hatte es um die Galafeier gegeben, weil die Betreiber des Museums dazu ins Trump-Hotel in der US-Hauptstadt eingeladen hatten.

Vorlesetag mit mehr als 160 000 Teilnehmern

14. bundesweiter Vorlesetag mit prominenten Unterstützern

Mehr als 160 000 Vorleser haben sich am Freitag am 14. bundesweiten Vorlesetag beteiligt - 30 000 mehr als im Vorjahr. Ziel der Aktion ist es, ein Zeichen für das Lesen und Vorlesen zu setzen und Freude daran zu wecken. Der Vorlesetag ist eine Initiative der Wochenzeitung "Die Zeit", der Stiftung Lesen und der Deutschen Bahn Stiftung. Zu den prominenten Unterstützern zählten Musiker Thees Uhlmann, Eiskunstläuferin Katarina Witt, Kinderbuchautorin Kirsten Boie und "Tagesschau"-Moderatorin Linda Zervakis. Rainer Esser, Geschäftsführer der Zeit-Verlagsgruppe, freute sich über den Teilnahmerekord: "Der bundesweite Vorlesetag stellt immer wieder neue Teilnehmerrekorde auf: 2004 sind wir mit knapp 2000 Vorlesern gestartet, in diesem Jahr beteiligen sich über 160 000 Menschen in ganz Deutschland am Aktionstag."

DDR-Bestsellerautor Wolfgang Schreyer gestorben

Romanautor wurde 89 Jahre alt

Der in der DDR populäre Schriftsteller Wolfgang Schreyer ist im Alter von 89 Jahren in Ahrenshoop gestorben, gab sein Verlag bekannt. Seine mehr als 40 Bücher, die er seit 1952 verfasste, seien in einer Gesamtauflage von mehr als fünf Millionen Exemplaren erschienen. Im Westen war er dagegen kaum bekannt. Schreyer debütierte 1952 mit dem Roman "Großgarage Südwest". Laut Verlag war dies der erste Kriminalroman, der in der DDR veröffentlicht wurde. 1956 erhielt er den Heinrich-Mann-Preis für den Kriegsroman "Unternehmen Thunderstorm". Zahlreiche seiner Werke wurden von der DEFA verfilmt.

Gebeine von "Mungo Man" zurückgekehrt

Knochen von 42 000 Jahre altem australischen Ureinwohner beigesetzt

Die Überreste eines australischen Ureinwohners sind in dessen Heimat beigesetzt worden. In einer traditionellen Zeremonie verabschiedeten sich Aborigine-Vertreter in Lake Mungo von ihrem Vorfahren. Die Knochen des vor ca. 42.000 Jahren lebenden Menschen waren jahrzehntelang in einer Kiste in der australischen National University in der Hauptstadt Canberra gelagert worden. Entdeckt wurden die Gebeine 1974 in einem Grab am Mungo-See im Bundesstaat New South Wales, etwa 750 Kilometer westlich von Sydney. Die Knochen von "Mungo Man" gelten als die ältesten menschlichen Überreste des Kontinents. Sie bezeugen, dass schon vor über 40 000 Jahren Aborigines in Australien lebten. Neueste Forschungsergebnisse gehen sogar von 65 000 Jahren aus.

Taylor Swift verkauft die meisten Alben 2017

Popstar boykottiert Streaming-Dienste

Innerhalb von lediglich vier Tagen hat Popstar Taylor Swift in den USA die meisten Alben in diesem Jahr verkauft. Das Musikmagazin "Billboard" berichtete, das Werk "Reputation" sei nach seiner Veröffentlichung in der Zeit vom 10. bis zum 14. November 1,05 Millionen Mal über die Ladentheke gegangen. Das Album ist nicht in Streaming-Diensten erhältlich. Fans sind so gezwungen, die Musik im herkömmlichen Einzelhandel oder online zu kaufen.

Jugendwort des Jahres wird gewählt

Zehn Wortschöpfungen stehen zur Auswahl

Heute wird das Jugendwort des Jahres gewählt: Eine 20-köpfige Jury aus Jugendlichen, Sprachwissenschaftlern, Pädagogen und Medienvertretern entscheidet, welcher Begriff aus einer Liste mit zehn Wortschöpfungen das Rennen macht. Auf der Top-Ten-Liste, die bei einer Internetabstimmung des für den Wettbewerb zuständigen Langenscheidt-Verlags in den vergangenen Wochen ausgewählt wurde, standen Begriffe wie "geht fit", "napflixen", "unlügbar", "Teilzeittarzan" und "Merkules" - eine Mischung aus Merkel und Herkules. Im vergangenen Jahr wurde "fly sein" zum Jugendwort des Jahres gekürt. In der Jugendsprache bedeutet dies: "Jemand oder etwas geht besonders ab."

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