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Freitag, 06.12.2019
 
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Kulturnachrichten

Montag, 6. November 2017

Ozzy Osbourne kündigt Abschiedstournee an

Einzelne Auftritte jedoch auch künftig nicht ausgeschlossen

Der britische Metal-Rocker Ozzy Osbourne hat seine Abschiedstournee angekündigt. Die Leute fragten ihn immer wieder, wann er in Rente gehe, erklärte der 68-Jährige . Die am 5. Mai kommenden Jahres in Mexiko beginnende Welttournee werde seine letzte sein, "auch wenn ich vielleicht noch mal die eine oder andere Show machen werde". Die Tournee soll über Südamerika nach Europa führen und in Nordamerika zu Ende gehen. Osbournes frühere Band Black Sabbath hatte im Februar in ihrer Heimatstadt Birmingham in England ihr Abschiedskonzert gegeben.

CNBC: Disney will Fox kaufen

Um gegen andere Medienkonzerne bestehen zu können

Laut einem Bericht des Wirtschaftssenders CNBC will der Medienkonzern Disney einen Großteil von Twenty-First Century Fox kaufen. Demnach sind die Fox-Manager überzeugt, dass das Unternehmen allein nicht so stark wachsen könne, um Branchengrößen wie Amazon.com oder Netflix Paroli bieten zu können. Im Moment gebe es zwar keine Gespräche, Firmenvertreter hätten aber in den vergangenen Wochen miteinander verhandelt. Ein Disney-Sprecher reagierte zunächst nicht auf die Bitte um eine Stellungnahme. Fox war nicht erreichbar.

Wolf Biermann für Lebenswerk geehrt

Ausgezeichnet mit der "Goldenen Victoria" des VDZ

Der Lyriker und Liedermacher Wolf Biermann ist in Berlin für sein Lebenswerk geehrt worden. Der 80-Jährige erhielt vom Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) die "Goldene Victoria", mit der sein Weg als Musiker und seine Auflehnung gegen politisches Unrecht gewürdigt wurde, wie der Verband mitteilte. In seiner Laudatio auf Biermann sagte der Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk, dass Biermanns Leben eng mit dem 20. Jahrhundert verbunden sei. Eine schmerzvolle Konstante sei dabei Hass gewesen - viele Menschen seien von Hass betroffen, kaum jemand aber habe das "ein Lebenswerk lang" so durchgestanden wie Biermann. Biermann war in den 1960er-Jahren in der DDR mit einem Auftritts- und Publikationsverbot belegt und später ausgebürgert worden, was für eine Protestwelle in West- und Ostdeutschland gesorgt hatte.

Frank Überall bleibt DJV-Vorsitzender

Gewählt ohne Gegenkandidaten

Der neue Bundesvorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV) ist der alte: Die rund 220 Delegierten des Verbands bestätigten den 46-jährigen Frank Überall in Würzburg mit 168 von 208 Stimmen im Amt. Es gab 28 Nein-Stimmen und 12 Enthaltungen. Überall hat das Amt seit zwei Jahren inne. Anders als bei der Wahl vor zwei Jahren hatte er keinen Gegenkandidaten. Der Gewerkschaftsvorsitzende Überall ist Journalistik-Professor an der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft in Köln. Der promovierte Sozialwissenschaftler arbeitet auch für WDR und ARD als Reporter für Hörfunk, Fernsehen und Internet.

US-Künstler P. Diddy gibt sich neuen Namen

Nach Diddy, Sean John oder Puff Daddy heißt er jetzt LOVE

Der US-Rapper Sean John Combs hat sich an seinem Geburtstag ein neues Pseudonym gegeben: "Mein neuer Name ist LOVE aka Brother Love", twitterte er am Wochenende. Es ist nicht das erste Mal, dass Combs sich einen neuen Namen gibt, so war er schon unter Diddy, P. Diddy, Sean John, Puff Daddy, Puffy oder Swag bekannt. "Ich weiß, es ist riskant, weil es einigen Leuten kitschig vorkommen könnte", sagte Combs hinterher darüber. Er sei jedoch nicht mehr der, der er vorher gewesen sei und werde auf all diese Namen nicht mehr reagieren. Combs arbeitet nicht nur als Rapper, sondern auch als Produzent, Schauspieler und Modedesigner - und hieß auch am Wochenbeginn weiterhin "Sean Diddy Combs" auf Twitter.

Leipzig lobt Eisler-Stipendium aus

Außerdem unterstützt die Stadt die Richard-Wagner-Stiftung

Leipzig will Leben und Werk der in der Stadt geborenen Komponisten Hanns Eisler und Richard Wagner stärker in den Fokus rücken. Aus Anlass des 120. Geburtstages von Eisler werde erstmals ein internationales Stipendium ausgelobt, teilte die Stadt mit. Dafür würden dem Verein Eisler-Haus ab 2018 jährlich 40 000 Euro zur Verfügung gestellt. Das Geld soll einem Künstler einen Kompositions- und Studienaufenthalt ermöglichen. Die Richard-Wagner-Stiftung wird der Stadt zufolge ab 2018 jährlich mit 90 000 Euro unterstützt. Sie solle ein Konzept entwickeln, das Leben und Werk des Komponisten in geeigneter Form präsentiert, hieß es.

10 000 Euro Schaden durch Besetzung von Volksbühne

Polizeiliche Ermittlungen noch nicht abgeschlossen

Bei der Besetzung der Berliner Volksbühne ist nach Angaben von Kultursenator Klaus Lederer ein Schaden von 10 000 Euro entstanden. Der Linken-Politiker sagte im Kulturausschuss des Abgeordnetenhauses, angesichts der fast einwöchigen Aktion von Politaktivisten Ende September müsse man froh sein, dass die Schadenssumme nicht noch höher sei. Der CDU-Abgeordnete Robbin Juhnke hatte in der Fragestunde wissen wollen, ob der Staat jemand für die Kosten verantwortlich machen könne. Lederer antwortete, das lasse sich erst nach Abschluss der laufenden polizeilichen Ermittlungen klären. Eine Gruppe von Kapitalismus- und Gentrifizierungskritikern hatte das traditionsreiche Theater knapp eine Woche besetzt gehalten und dort zahlreiche Aktionen organisiert. Weil ein harter Kern sich Verhandlungen widersetzte, wurde das Gebäude am Schluss geräumt.

Eric Vuillard erhält Prix Goncourt

Wichtigste literarische Auszeichnung Frankreichs

Den diesjährigen Prix Goncourt erhält der französische Autor Eric Vuillard für seinen Roman "L'Ordre du jour", zu Deutsch: "Tagesbefehl". Das Buch beginnt mit dem Geheimtreffen Adolf Hitlers mit den Industriekapitänen Deutschlands am 20. Februar 1933 und springt dann ins Jahr 1938, als der Anschluss Österreichs kurz bevorsteht. Eric Vuillard ist bekannt für seine Methode, Geschichte in kurzen Momenten einzufangen und neu zu erzählen. Bereits auf Deutsch sind von ihm die Bücher "Traurigkeit der Erde. Eine Geschichte von Buffalo Bill Cody" und "Kongo" erschienen. Seit 1903 wird der Gewinner des Prix Goncourt bei einem Essen im Restaurant "Le Drouant" in der Nähe der Pariser Oper verkündet. Der Preis ist zwar nur mit symbolischen zehn Euro dotiert, gilt aber als die prestigeträchtigste Auszeichnung im französischen Literaturbetrieb. Das Buch des Gewinners wird in der Regel zum Bestseller. Der zeitgleich vergebene Prix Renaudot zeichnet mit dem Buch von Olivier Guez "La disparition de Josef Mengele" (etwa: Das Verschwinden von Josef Mengele) ein weiteres Thema der deutschen Geschichte aus.

Pläne für neues Opernhaus in Istanbul vorgestellt

Zukunft des Hauses am Taksim-Platz seit langem umstritten

Nach einer jahrelangen Kontroverse um die Zukunft des Opernhauses am Istanbuler Taksim-Platz hat Präsident Recep Tayyip Erdogan Pläne für einen Neubau vorgestellt, der Anfang 2019 eröffnet werden soll. Er wird an der Stelle des alten Opernhauses, des Atatürk-Kulturzentrums (AKM), entstehen, das seit 2008 leer steht. Errichtet wird er von Murat Tabanioglu, dem Sohn des AKM-Architekten Hayati Tabanioglu. Das AKM war nach jahrzehntelanger Bauzeit 1969 eröffnet worden, doch ein Jahr später ausgebrannt. Erst 1978 nahm es den Betrieb wieder auf, bevor es 2008 zur Renovierung geschlossen wurde. Das Gebäude befindet sich direkt neben dem Gezi-Park, der im Sommer 2013 das Zentrum landesweiter Proteste war, nachdem Erdogan angekündigt hatte, den kleinen Park zu bebauen. Säkulare Oppositionelle verdächtigen die islamisch-konservative Regierung Erdogans seit Jahren, das Opernhaus beseitigen zu wollen. "Das neue AKM wird jenen am meisten nutzen, dies es seit Jahren sabotiert haben", sagte der Präsident. Er äußerte die Hoffnung, dass das moderne Opernhaus den Taksim-Platz beleben werde, und kündigte an, dass der Platz vollständig zur Fußgängerzone werde.

Kollwitz-Werke kommen aus Finnland zurück

Als Kriegsverluste identifiziert

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden erhalten am Mittwoch drei Werke der Künstlerin Käthe Kollwitz (1867-1945) aus Finnland zurück. Die Arbeiten aus dem Kupferstich-Kabinett seien als Kriegsverluste identifiziert worden, teilten die Kunstsammlungen mit. Sie hätten sich in einer Sammlung von Kunstwerken befunden, die der finnische Zoll in den 70er Jahren sichergestellt habe. Seit 1984 befanden sie sich demnach im National Board of Antiquities in Helsinki. Nun sei ihre Dresdner Herkunft ermittelt worden. Konkret handelt es sich den Angaben zufolge um eine Lithographie und eine Radierung, die beide um 1905 entstanden und Frauenköpfe zeigen. Das dritte Werk, die Radierung "Selbstbildnis mit Hand an der Stirn", sei auf Mitte Juni 1910 datiert worden. In der Ausstellung im Dresdner Schloss sind seit dem 19. Oktober und noch bis Mitte Januar rund 70 Radierungen, Lithographien, Holzschnitte und Zeichnungen aus allen Schaffensphasen der Künstlerin zu sehen. Anlass der Ausstellung ist Kollwitz' 150. Geburtstag in diesem Jahr. Kollwitz gilt als eine der bedeutendsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts.

Komposition von Kurt Weill wiederentdeckt

"Kleine Sensation"

Eine verschollen geglaubte Komposition von Kurt Weill (1900-1950) ist in einem Berliner Archiv wiederentdeckt worden, das teilte die New Yorker Weill-Stiftung mit und spricht von einer "kleinen Sensation". Der deutschstämmige Musiker hatte das dreiseitige Notenblatt für seine Frau, die Schauspielerin und Sängerin Lotte Lenya, komponiert. Sie sang es im November 1931 bei einer politischen Revue an der Jungen Volksbühne in Berlin, suchte in den 60er Jahren aber vergeblich nach der Handschrift. "Unauffindbar. Wird wohl in irgendeinem Keller vergraben sein", notierte sie nach Angaben der Stiftung. Diese will das Lied veröffentlichen und wieder aufführen. Kurt Weill, der die Musik zur "Dreigroschenoper" schrieb, war durch seine Zusammenarbeit mit Bertolt Brecht berühmt geworden. 1933 floh er wegen seiner jüdischen Abstammung vor den Nazis und emigrierte 1935 in die USA, wo er am New Yorker Broadway großen Erfolg hatte.

"Wildes Herz" mit Dokumentarfilmpreis ausgezeichnet

"Mitreißendes Porträt eines Menschen in all seiner Widersprüchlichkeit"

Der Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts geht in diesem Jahr an "Wildes Herz" von Charly Hübner und Sebastian Schultz. Der Film erzählt, wie sich der Sänger Jan "Monchi" Gorkow und seine Punkband "Feine Sahne Fischfilet" gegen Rechtsradikalismus und Rassismus zu Wehr setzen. Zugleich kämpfen sie gegen Abwanderung und Perspektivlosigkeit in ihrer Heimat Mecklenburg-Vorpommern. "Wildes Herz" ist laut Jury ein mitreißendes Porträt eines Menschen in all seiner Widersprüchlichkeit. Die mit 2.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde am Wochenende in Leipzig überreicht, teilte das Goethe-Institut mit. Der Verein erwarb auch die internationale Lizenz für den Film und wird dafür sorgen, dass eine Untertitelung in mindestens acht Sprachen erfolgt, um dann die Produktion innerhalb seines internationalen Netzwerks zu zeigen.

Sprengel Museum ist "Museum des Jahres"

Hervorragende Bestände und kluge Ankaufspolitik

Das Sprengel Museum in Hannover ist für Kunstkritiker in
Deutschland das "Museum des Jahres 2017". So konsequent wie kaum ein
anderes deutsches Museum widme sich das Museum der zeitgenössischen Kunst, teilte die deutsche Sektion des Internationalen Kunstkritikerverbandes AICA mit. Das Sprengel Museum verfüge über "hervorragende Bestände" der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts, die durch eine kluge Ankaufspolitik und weitere Schenkungen ständig wachse. Besonders erwähnenswert fanden die Kritiker die Gründung des nach ihren Angaben ersten Foto-Blogs im deutschsprachigen Raum, der eine Plattform biete, "um unter dem Horizont der Kunst über Fotografie zu diskutieren". Zur "Ausstellung des Jahres 2017" wählten die Kritiker die Schau "Surreale Sachlichkeit. Werke der 1920er- und 1930er-Jahre aus der Nationalgalerie Berlin" in der Sammlung Scharf-Gerstenberg in Berlin. Als "Besondere Ausstellung 2017" würdigte der Verband "Otto Freundlich - Kosmischer Kommunismus" im Museum Ludwig in Köln.

"Parlament der Bäume" unter Denkmalschutz

Berliner Erinnerungsstätte für die Mauertoten

Nach jahrelangen Bemühungen ist das Mauer-Mahnmal "Parlament der Bäume" in der Nähe des Reichstags unter Denkmalschutz gestellt worden. Das teilte die Berliner Kulturverwaltung mit. Die Erinnerungsstätte für die Mauertoten in Berlin war 1990 auf Initiative des Aktionskünstlers Ben Wagin auf dem ehemaligen Grenzstreifen entstanden. Dort steht der einzige noch verbliebene Mauerrest des Regierungsviertels. Unter Bäumen sind auf Granitplatten die Namen von 258 Opfern des DDR-Grenzregimes eingraviert. Ein Teil der Anlage war Ende der 1990er Jahre in das für den Bundestag gebaute Marie-Elisabeth-Lüders-Haus integriert worden. Der Fortbestand der Anlage galt ab 2018 als nicht gesichert, weil das Grundstück am Schiffbauerdamm eine Reservefläche für Bundesbauten ist. Nach einigen vergeblichen Versuchen hatten zuletzt die Grünen einen neuen Anlauf gemacht, das Denkmal dauerhaft zu sichern.

Neuer Thor-Film räumt an US-Kinokassen ab

Viertbester Kinostart des Jahres in den USA

Der neue Film "Thor: Tag der Entscheidung" aus dem Marvel-Universum hat bei seinem Start ordentlich an den nordamerikanischen Kinokassen abgeräumt. Mit Einnahmen von 121 Millionen Dollar (104 Mio Euro) legte der dritte Teil der nordischen Götter-Saga am Wochenende ein gutes Debüt hin. Es war der viertbeste Start des laufenden Jahres: Besser haben bisher nur "Die Schöne und das Biest" mit 174,8 Millionen Dollar (150 Mio Euro), "Guardians of the Galaxy Vol. 2" mit 146,5 Millionen Dollar (126 Mio Euro) und "Es" mit 123,4 Millionen Dollar (106 Mio Euro) abgeschnitten. Dem Magazin "Variety" zufolge beendet der Start des neuen Thor-Films auch eine monatelange Flaute an den Kinokassen in den USA und Kanada, die zu den schlechtesten Oktoberzahlen seit einem Jahrzehnt geführt habe. In "Thor: Tag der Entscheidung" kehrt Chris Hemsworth in der Titelrolle auf die Leinwand zurück, während Cate Blanchett als tödliche Göttin Hela ihr Debüt feiert. Die beiden ersten Thor-Filme spielten weltweit über eine Milliarde Dollar ein, insgesamt sind sieben Filme geplant.

Santa Croce in Florenz wieder geöffnet

Kirche blieb nach tödlichem Unfall zwei Wochen lang geschlossen

Gut zwei Wochen nach einem tödlichen Unfall in der Kirche Santa Croce in Florenz ist das Gotteshaus wieder für Besucher geöffnet. Am Sonntagnachmittag bildeten sich laut der Tageszeitung "La Nazione" Schlangen von Touristen und Einheimischen, die das gotische Bauwerk und seine bedeutenden Fresken aus dem 14. Jahrhundert besichtigen wollten. Am Abend fand erstmals wieder eine Messe in der Kirche statt. Mitte Oktober war ein 52-jähriger spanischer Tourist von einem handgroßen Stein erschlagen worden, der sich aus der Decke gelöst hatte. Die Kirche blieb seitdem geschlossen. Vertreter der Kirchenleitung und Kunstsachverständige zeigten sich überrascht über den Vorfall; das Gebäude sei regelmäßig kontrolliert und restauriert worden.

Reformationsjubiläum: Besucherbilanz der Wartburg

Mehr als 300.000 Menschen kamen aus dem In- und Ausland

Die Nationale Sonderausstellung "Luther und die Deutschen" auf der Wartburg, die am Wochenende zu Ende gegangen ist, hat 310.233 Besucher angezogen. Allein in den letzten zehn Tagen hätten noch einmal mehr als 20.000 Gäste eine Eintrittskarte gekauft, teilte die Wartburg-Stiftung in Eisenach mit. Im Vergleich mit den beiden anderen Nationalen Sonderausstellungen zum 500. Reformationsjubiläum - "Der Luthereffekt" im Berliner Gropius-Bau und "Luther! 95 Schätze - 95 Menschen" in Wittenberg - stieß die Schau auf der Wartburg mit deutlichem Abstand auf das größte Interesse. In Wittenberg waren bis kurz vor Schluss der Ausstellung etwa 220.000 Besucher gezählt worden, in Berlin rund 60.000. Fast jeder fünfte Besucher auf der Wartburg sei aus dem Ausland gekommen. Bis Ostern soll auf der Wartburg eine neue Dauerausstellung aufgebaut werden. Die Lutherstube, in der der Reformator 1521/22 die Bibel aus dem Griechischen ins Deutsche übersetzte, bleibt aber zugänglich.

Tino Seghal stellt sein Projekt für Berlins Volksbühne vor

Erste Premiere mit "Beckett" am Rosa-Luxemburg-Plkatz

Ihren Spielzeit-Auftakt feierte die Berliner Volksbühne mit ihrem neuen Intendanten Chris Dercon auf dem Tempelhofer Flughafen. Jetzt gibt es die erste Premiere im Stammhaus des Theaters am Rosa-Luxemburg-Platz. Dafür gewann der Belgier Dercon nicht nur Theatermacher, sondern auch einen Star der Kunstszene: Tino Seghal wird heute sein Projekt für die Volksbühne vorstellen. Mit dabei sind auch die Schauspielerin Anne Tismer und Regisseur Walter Asmus, die drei Werke von Samuel Beckett für die Bühne inszeniert haben: "Nicht Ich", "Tritte" und "He, Joe". Premierenabend wird Freitag, der 10.11., sein. Schauspiel und Performances wird es nicht nur im Großen Saal, sondern auch in den Foyers des Theaters geben. Bei dem Open-End-Abend soll dann im Roten Salon weitergefeiert werden.

Deutscher Regiepreis "Metropolis" vergeben

Regisseur und Drehbuchautor Roland Klick bekommt Ehrenpreis

Der Bundesverband Regie hat den Deutschen Regiepreis "Metropolis" vergeben. Kai Wessels "Nebel im August" ist in der Sparte Beste Regie Kinofilm ausgezeichnet worden. Der Film erzählt ein grausames Euthanasie-Drama in der NS-Zeit nach dem Roman von Robert Domes. "Er zeigt Menschlichkeit in einem unmenschlichen System", so das Urteil der Jury. Der Regiepreis wurde zum siebten Mal an der Filmhochschule in München verliehen. Der Preis wird von dem Bundesverband Regie für herausragende Leistung an Regisseure vergeben. Einer der Mehrfach-Gewinner des Abends war der Film "Die beste aller Welten" von Regisseur Adrian Goiginger in der Kategorie Debüt und Nachwuchs. Die Schauspielerin Verena Altenberger bekam die Auszeichnung für die beste Schauspielerin. Zum ersten Mal wurde der Jannet Fechner-Preis für Regieassistenz vergeben. Der deutsche Regisseur Johannes Schaaf überreichte seiner damaligen Assistentin Münchnerin Helga Asenbaum die Trophäe. Der Drehbuchautor und Regisseur Roland Klick ist der diesjährige Ehrenpreisträger.

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