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Freitag, 10.04.2020
 
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Kulturnachrichten

Freitag, 10. April 2020

Schauspieler Dieter Laser gestorben

Der Schauspieler Dieter Laser ist tot. Das teilte seine Frau der Deutschen Presse-Agentur mit. Laser starb demnach bereits am 29. Februar in Berlin. Wenige Tage zuvor, am 17. Februar, war er 78 Jahre alt geworden. Laser spielte unter anderem mit Hollywood-Stars wie Burt Lancaster, John Malkovich und Glenn Close. 1975 wurde er für die Titelrolle in seinem ersten Kinofilm "John Glückstadt" mit dem Deutschen Filmpreis als bester Schauspieler ausgezeichnet. Zuletzt war der Schauspieler im vergangenen Jahr bei den Bad Hersfelder Theater-Festspielen zu sehen.

Der Schauspieler Ernst-Georg Schwill ist gestorben

Der Schauspieler Ernst-Georg Schwill ist tot. Er starb im Alter von 81 Jahren in einem Berliner Krankenhaus. Das teilte die "Eulenspiegel-Verlagsgruppe" mit. Der Ur-Berliner spielte in der DDR in zahlreichen Defa-Filmen mit, unter anderen in dem Streifen "Berlin - Ecke Schönhauser". Nach dem Mauerfall war er in TV-Krimis wie dem "Tatort" aus Berlin zu sehen. Auch in der Romanverfilmung "Der Turm" nach dem Buch von Uwe Tellkamp spielte Schwill mit.

Neuer Leiter der Berliner Tanztage

Mateusz Szymanówka wird ab Juni Künstlerischer Leiter der Berliner Tanztage. Gleichzeitig wird er die Position des Tanzdramaturgen der Sophiensäle übernehmen. Szymanówka ist Dramaturg und Kurator im Bereich Choreografie, Tanz und Performance. Er hat in Warschau und Berlin Kultur-, Theater- und Tanzwissenschaften studiert. Szymanówka wird in Berlin Nachfolger von Anna Mülter, die nach Niedersachsen wechselt. Die Berliner Tanztage sind ein auch überregional bedeutsames Festival für Nachwuchschoreografinnen und -choreografen.

Maas will Goethe-Institute vor Einschnitten bewahren

Die Bundesregierung will das Goethe-Institut und seine Kulturpolitik im Ausland vor schmerzhaften Konsequenzen durch die Coronakrise bewahren. Es dürfe auf keinen Fall Einschnitte in die Struktur der Kulturpolitik geben, sagte Außenminister Maas in Berlin. Daher wolle man mit zusätzlichen Geldern helfen, kündigte der SPD-Politiker an. Bis auf eines sind derzeit weltweit alle 157 Einrichtungen des Goethe-Instituts für den Publikumsverkehr geschlossen. Traditioneller Kern der Einrichung ist die Spracharbeit. Sprachunterricht im Ausland ist zudem Teil der im Grundgesetz festgelegten Aufgaben des Auswärtigen Amts in der Kulturpolitik. Mit der Corona-Krise ist im März eine riesige Finanzlücke beim Goethe-Institut entstanden, weil viele Sprachkurse storniert wurden.

Tschechien zahlt 40 Millionen für "Rettung der Kultur"

Die tschechische Regierung stellt umgerechnet knapp 40 Millionen Euro für Kulturschaffende bereit, um die Auswirkungen der Corona-Krise abzumildern. Das Kabinett aus der populistischen Partei ANO und der sozialdemokratischen CSSD habe das Ausgabenpaket gebilligt, teilte eine Sprecherin des Kulturministeriums mit. Das Förderprogramm zur "Rettung der Kultur" richtet sich zum einen an etablierte Theater, Museen, Galerien und Orchester. Zum anderen sollen freischaffende Künstler unterstützt werden, die in der aktuellen Situation alternative Internet- und Multimediaangebote entwickeln. Die Kultur sei einer der am stärksten betroffenen Bereiche, so der zuständige Minister Lubomir Zaoralek.

"Fusion"-Festival fällt aus

Das "Fusion"-Festival auf dem ehemaligen Flugplatzgelände Lärz (Mecklenburg-Vorpommern) fällt in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie aus. "Angesichts der Lage und der Aussichten, die wir jetzt sehen, können wir das Festival in diesem Jahr nicht durchführen", teilten die Veranstalter auf der Internetseite mit. Das nächste Fusion-Festival soll den Angaben zufolge vom 30. Juni bis zum 4. Juli 2021 stattfinden. Das Festival mit Musik, Theater und Kunstperformances war nach Veranstalterangaben mit rund 70 000 Tickets bereits ausverkauft.

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