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Kulturnachrichten

Dienstag, 21. Januar 2020

Max Ophüls Preis mit Praunheim-Premiere gestartet

Das Filmfestival Max Ophüls Preis ist am Montagabend in Saarbrücken mit der Premiere des Films "Darkroom - Tödliche Tropfen" von Rosa von Praunheim eröffnet worden. Dabei wurde dem 77-jährigen Filmregisseur und Autor der Ehrenpreis für Verdienste um den jungen deutschsprachigen Film verliehen. Von Praunheim stelle für die jungen Talente, aber auch für unsere Gesellschaft in seinem vielschichtigen Schaffen ein unbedingtes Vorbild dar, erklärte die Festivalleiterin Svenja Böttger. Insgesamt werden in der Festivalwoche mehr als 150 Filme gezeigt, 63 starten in den Wettbewerben. Dafür werden wieder 16 Auszeichnungen mit Preisgeldern in einer Gesamthöhe von rund 120 000 Euro verliehen.

TV-Schauspieler Christoph Quest gestorben

Der Schauspieler und Autor Christoph Quest ist tot. Er erlag am Samstag im Alter von 79 Jahren in der Berliner Charité einem Herzleiden, wie der Deutschen Presse-Agentur aus Familienkreisen bestätigt wurde. Erst zwei Wochen zuvor war seine Frau, die Malerin Doris Quest, gestorben. Nun sollen beide gemeinsam an diesem Freitag beerdigt werden. Quest wurde vor allem als TV-Schauspieler bekannt. So drehte er Folgen für "Tatort", "Pfarrer Braun", "SK Kölsch" oder "Soko Leipzig". Im Theater wirkte er an Bühnen unter anderem in Berlin und Hamburg. Außerdem veröffentlichte Quest Gedichtbände.

Ibiza-Video ausgezeichnet

Das Ibiza-Video, das Heinz-Christian Strache als Chef der FPÖ stürzte, ist in Wien ausgezeichnet worden. Mit einem Preis, den der Verband der österreichischen Filmregie und das Magazin "Dossier" neu erfunden haben. Dieser "Ibiza-Preis" soll auch zukünftig Videos würdigen, "die einen Beitrag zum demokratiepolitischen Diskurs leisten, eine positive Debatte zu einem öffentlich relevanten Thema auslösen oder ein gesellschaftspolitisches Tabu brechen". So steht es in der dazugehörigen Presseerklärung.

Birgit Jooss verlässt documenta Archiv

Nur dreieinhalb Jahre war sie Direktorin des Documenta Archivs in Kassel: Nächsten Monat verlässt die Kunsthistorikerin Birgit Jooss die Stadt und tritt eine Stelle am Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München an - aus familiären Gründe, wie mitgeteilt wurde. Generaldirektorin Sabine Schormann würdigte die Leistung der Archivarin. Kommissarisch folgt ihr Martin Groh, der Leiter der wissenschaftlichen Abteilung des 1961 gegründeten Archivs mit mehr als 1,4 Millionen Dokumenten.

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