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Kulturnachrichten

Donnerstag, 24. November 2016

Raphael Gross soll DHM-Stiftungspräsident werden

Dr 49jährige Historiker wurde einstinmmig auf den Posten berufen

Der Historiker Raphael Gross soll neuer Präsident der Stiftung Deutsches Historisches Museum werden. Das Kuratorium habe den 49-Jährigen einstimmig für den Posten berufen, teilte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) in Berlin mit. Gross habe sich in einem mehrstufigen Verfahren gegen rund 30 Mitbewerberinnen und Mitbewerber aus dem In- und Ausland durchsetzen können. Bereits als Direktor des Leo-Baeck-Instituts in London und des Jüdischen Museums in Frankfurt habe Raphael Gross "die Fähigkeit bewiesen, profilierte Einrichtungen mit ruhiger Hand zu führen und ideenreich weiterzuentwickeln", sagte Grütters. Raphael Gross wurde 1966 in Zürich geboren. Er studierte Geschichte, Philosophie und Literatur in Zürich, Berlin, Bielefeld und Cambridge. Seit April 2015 ist Raphael Gross Direktor des Simon-Dubnow-Instituts für Jüdische Geschichte und Kultur e.V. sowie Inhaber des Lehrstuhls an der Universität Leipzig.

DJV für bessere Ausstattung von Deutscher Welle

Grund sei auch der wachsende Einfluss ausländischer Propagandakanälen

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hat die Bundesregierung aufgefordert, die Finanzausstattung des staatlichen Auslandssenders Deutsche Welle zu verbessern. Das sei aktuell schon wegen des wachsenden Einflusses von Propagandakanälen aus dem Ausland notwendig, die auch in Deutschland gezielte Desinformationspolitik betrieben, erklärt der DJV-Bundesvorsitzende Frank Überall in Berlin. Das EU-Parlament hatte am Mittwoch davor gewarnt, dass sowohl die Terrororganisation "Islamischer Staat" als auch die russische Staatspropaganda Desinformation gegen die EU und ihre Mitgliedstaaten betrieben. Nach Ansicht von Überall ist die Deutsche Welle "das geeignete Medium, um massiv dagegen zu halte. Ein zaghaftes "Weiter so" reiche angesichts der aktuellen Situation nicht aus.

Kulturstiftung gibt eine Million Euro für Ausstellungen

Projekte mit überregionaler Bedeutung werden gefördert

Die Kulturstiftung der Länder unterstützt in nächster Zeit 13 bedeutende Ausstellungen in Deutschland mit insgesamt 950 000 Euro. Das teilte der Stiftungsrat nach einer Sitzung in Schwerin mit. Die 16 Bundesländer stellen seit 2009 jährlich Mittel bereit, um über die Kulturstiftung wichtige Ausstellungsprojekte von überregionaler Bedeutung zu unterstützen. Eine Förderung bekommt zum Beispiel die Ausstellung "Die Stunde der Matrosen. Kiel und die deutsche Revolution 1918" über den Kieler Matrosenaufstand. Die Berlinische Galerie bekommt Geld für eine Retrospektive über die Malerin und Zeichnerin Jeanne Mammen (1890-1976). Die Schleswig-Holsteinischen Landesmuseen Schloss Gottorf widmen sich mit der Ausstellung "Die Reise ins Morgenland. Von Gottorf in die Welt" erstmals der Persienreise des Gottorfer Universalgelehrten Adam Olearius in den Jahren 1635 bis 1639. Weitere geförderte Ausstellungen sind unter anderem im Deutschen Hygienemuseum in Dresden und in der Staatsgalerie Stuttgart geplant.

Dänischer Chefredakteur muss ins Gefängnis

Er und andere Journalisten hatten über Kreditkartendaten Promis ausspioniert

Im Ausspäh-Skandal der dänischen Zeitschrift "Se og Hør" sind heute fünf Beteiligte zu Gefängnis- bzw. Bewährungsstrafen verurteilt worden. Die Journalisten hatten sich über Kreditkartendaten private Informationen über Promis, Royals und Politiker verschafft. Hilfe bekamen sie dabei von einem Internetfachmann. Mehrere dänische Prominente, darunter der Schauspieler Mads Mikkelsen, erstatteten anschließend Anzeige. Die härteste Strafe bekam der IT-Experte, der sich seine Dienste mit 10000 dänischen Kronen (1300 Euro) monatlich bezahlen ließ. Er muss für eineinhalb Jahre ins Gefängnis. Der ehemalige Chefredakteur, der den Deal eingefädelt hatte, wurde zu einem Jahr und drei Monaten verurteilt, kann aber ein Jahr davon mit gemeinnütziger Arbeit ableisten. Drei weitere Beschuldigte, zwei Reporter und ein ehemaliger Chefredakteur, kamen mit Bewährungsstrafen davon.

"Manhattan Transfer" ist Hörbuch des Jahres

Jury bezeichnet das Stück als "Glücksfall" und "überwältigend"

Die Jury der HR2-Hörbuchbestenliste hat das Hörspiel "Manhattan Transfer" zum Hörbuch des Jahres gewählt. Wie der Hessische Rundfunk heute mitteilte, ist "Lindbergh - Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus" Kinder- und Jugendhörbuch des Jahres. "Manhattan Transfer" nach dem Roman von John Dos Passos bezeichnete die Jury wegen des gelungen Genrewechsels von der Literatur zum Hörspiel als einen "Glücksfall". Es sei "überwältigend", wie das Hörspiel von Leonhard Koppelmann und Hermann Kretschmar für den Roman aus dem Jahr 1924 eigenständige Entsprechungen finde: "Die Polyphonie der Großstadt wird in der Produktion von SWR2 und Deutschlandfunk durch das herausragende Ensemble von über 50 Darstellerinnen und Darstellern, durch Musik und Geräusche perfekt inszeniert. "Vorlage für das Hörbuch "Lindbergh - Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus" war das gleichnamige Bilderbuch von Torben Kuhlmann. In der Produktion von HR2-Kultur liest Bastian Pastewka sämtliche Rollen. Die Jury lobte dieses "Feuerwerk voller genialer Ideen und Einfälle". Die HR2-Hörbuchbestenliste wird seit Mai 1997 von HR2-Kultur und dem «Börsenblatt» des Deutschen Buchhandels herausgegeben.

Berliner Staatsoper trauert um Jutta Vulpius

Die Opernsängerin starb mit 88 Jahren

Die Opernsängerin Jutta Vulpius, die 35 Jahre dem Ensemble der Berliner Staatsoper angehörte, ist tot. Die Sopranistin starb bereits am 17. November im Alter von 88 Jahren, wie die Staatsoper am Mittwoch bestätigte. Zuvor hatte die Zeitung "neues deutschland" über den Tod berichtet. "Wir werden Jutta Vulpius unser ehrendes Andenken bewahren", erklärte die Intendanz der Staatsoper. Neben der Trauer empfänden die Mitglieder der Staatsoper Berlin auch Dankbarkeit dafür, mit einer Ausnahmesängerin wie Vulpius über so lange Zeit zusammengearbeitet zu haben. Die in Erfurt geborene Vulpius stammte aus derselben Familie wie Christiane Vulpius, die Ehefrau Johann Wolfgang von Goethes. Nach der Gesangsausbildung in Weimar ging sie an die Komische Oper Berlin, 1956 wechselte sie an die Staatsoper Unter den Linden, der sie bis 1991 angehörte. Gastspiele führten sie auf die Bühnen der Covent Garden Oper London, der Grand Opéra Paris, des Bolschoj Theater Moskau und der Oper von Kairo.

Produzent: Iranischer Filmemacher Karimi inhaftiert

Regisseur wegen Dokumentarfilms über Graffitis verurteilt

Der iranische Filmemacher Keywan Karimi ist wegen eines Dokumentarfilms über Graffitis in Teheran inhaftiert worden. Wie sein französischer Produzent François d'Artemare der Nachrichtenagentur AFP mitteilte, wurde der 30-Jährige am Mittwoch festgenommen und ins Teheraner Ewin-Gefängnis gebracht, um eine einjährige Haftstrafe abzusitzen. Karimi hatte in "Writing on the City" die politischen Graffitis auf den Mauern Teherans in der Zeit vom Sturz des Schahs 1979 bis zur Protestbewegung 2009 dokumentiert. Karimi, der aus dem iranischen Kurdistan stammt, war im Oktober 2015 zunächst zu sechs Jahren Haft wegen "Beleidigung der heiligen Werte" und "Propaganda gegen die Regierung" verurteilt worden. Ein Berufungsgericht wandelte die Haftstrafe im Februar in ein Jahr Gefängnis und 223 Peitschenschläge um. Sein Fall hatte international zu Protesten sowie zur Solidarisierung anderer Filmschaffender geführt. Vor "Writing on the City" hatte Karimi eine Reihe sozialkritischer Kurzfilme gedreht.

Müller: Senat wird Vertrag mit Chris Dercon nicht auflösen

Designierter Kultursenator hatte die Berufung in Frage gestellt

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) steht zu Chris Dercon als künftigem Volksbühnen-Chef. "Der Senat beabsichtigt nicht, diesen Vertrag aufzulösen", sagte Müller im Abgeordnetenhaus. Er halte die getroffene Entscheidung nach wie vor für richtig. Das könne er inhaltlich auch gut vertreten. Auch Herbert Fritsch, langjähriger Regisseur an der Berliner Volksbühne, hat sich für den künftigen Intendanten Chris Dercon ausgesprochen. Er sei zwar mit der Auswahl Dercons nicht einverstanden. Trotzdem sei er dagegen, dass die Entscheidung, den früheren Direktor der Londoner Tate Gallery of Modern Art an die Stelle Frank Castorfs treten zu lassen, rückgängig gemacht werde, sagte Fritsch im RBB-Kulturradio.Der künftige Kultursenator Klaus Lederer hatte angekündigt, die Personalie zu prüfen.

Berliner Clubbetreiber wollen Investoren bremsen

Heute Start einer Fachkonferenz über die Clubszene in Berlin und Europa

Berliner Clubbetreiber sprechen sich für strengere Regeln für Investoren in der Hauptstadt aus. "Die Gentrifizierung muss verlangsamt werden," forderte Marc Wohlrabe von der Clubcommission Berlin heute vor dem Start der Fachkonferenz "Stadt Nach Acht". Wohlrabe sprach sich auch für einen leichteren Zugang junger Kulturschaffender zu freien Grundstücken aus, um der illegalen Nutzung von Brachflächen entgegenzuwirken. Im Koalitionsvertrag der künftigen rot-rot-grünen Regierung sieht er dafür positive Signale. Der Verein vertritt Berliner Club- und Partyveranstalter und ist Mitorganisator der dreitägigen Konferenz. Bis Samstag diskutieren Vertreter aus den Gebieten Stadtentwicklung, Gesundheit, Kultur und Nacht-Ökonomie über die Herausforderungen für die Clubszene in Berlin und Europa und den Handlungsbedarf der Politik.

Originalfels an Jesus-Grab nun zu besichtigen

Bislang wurde nur ein mutmaßliches Teil der Felsentür präsentiert

Besucher des Ortes, der als Grab Jesu verehrt wird, können nun ein Stück des jahrtausendealten Originalfelses besichtigen. Archäologen haben den Stein in der Jerusalemer Grabeskirche freigelegt, wie der Franziskanermönch Eugenio Alliata sagte. Pilger sehen den Fels hinter einer 90 Zentimeter hohen und 30 Zentimeter breiten Fensterscheibe. Die Grabeskirche ist einer der heiligsten Orte für Christen weltweit. Nach Überlieferung aus der Bibel wurde der Körper Jesu nach der Kreuzigung in ein Felsengrab gebettet. Diese Stelle soll sich unter einer Marmorplatte in der Kapelle in der Grabeskirche befinden. Nur einen Meter davon entfernt ist nun der Fels zu sehen. Bisher wurde in der Kapelle ein kleineres Felsstück präsentiert, das Teil der Tür gewesen sein soll, mit der das Grab verschlossen wurde.

Chinesischer Menschenrechtsaktivist vermisst

Jiang Tianyong engagierte sich für die Verteidigung in politisch heiklen Fällen

Der chinesische Menschenrechtsaktivist Jiang Tianyong ist nach Angaben seiner Familie verschwunden. Jiang habe Verwandte eines verhafteten Menschenrechtsanwalts besucht, sei aber am Montag nicht wie geplant mit dem Zug nach Peking zurückgekehrt, sagte seine Frau Jin Bianlin. Sie habe nichts mehr von ihm gehört. Versuche, Jiang zu erreichen, schlugen fehl. Sein Mobiltelefon sei abgeschaltet. Jiang hatte sich für die Verteidigung in politisch heiklen Fällen engagiert, unter anderem für den Anwalt Gao Zhisheng und den blinden Menschenrechtsaktivisten Chen Guangchen. 2009 wurde ihm die Zulassung entzogen. Er setzte sich jedoch anderweitig ein, unter anderem mit einer vor Kurzem erfolgten Veröffentlichung zur Notlage von mehr als 20 im vergangen Jahr festgenommenen Anwälten.

Deutschlandradio-Intendant stellt Amt zur Verfügung

Willi Steul geht zwei Jahre vor Ablauf seiner Amtszeit

Deutschlandradio-Intendant Willi Steul stellt sein Amt zum 1. Mai 2017 zur Verfügung. Steul steht seit dem 1. April 2009 an der Spitze des nationalen Hörfunks und wurde 2014 im Amt bestätigt. Seine zweite Amtszeit läuft bis zum 31. März 2019. In einem Schreiben an den Vorsitzenden des Verwaltungsrates von Deutschlandradio, den ZDF-Intendanten Dr. Thomas Bellut, betont Steul, es sei nun der richtige Zeitpunkt gekommen, um die Staffelübergabe an seine Nachfolgerin oder seinen Nachfolger einzuleiten. Die Debatte um die langfristige Finanzierung, den Auftrag und die Strukturen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks werde bereits jetzt deutlich schärfer, so Steul in seinem Brief. "Um in dieser Diskussion eine aktive Rolle spielen zu können, benötigt Deutschlandradio einen mit den Bedingungen des Hauses vertrauten und eingearbeiteten Intendanten, der sowohl nach innen als auch nach außen eine deutlich über das Jahr 2019 hinaus reichende Führungsperspektive vermittelt."

Australischer "Star Wars"-Schauspieler gestorben

Peter Sumner spielte Leutnant Pol Treidum

Der durch eine einprägsame Mini-Rolle in "Star Wars" bekannt gewordene australische Schauspieler Peter Sumner ist tot. Er starb im Alter von 74 Jahren, wie sein Agent bestätigte. Über Sumners Tod hatte zunächst die Zeitung "Sydney Morning Herald" berichtet. Bei den Dreharbeiten zu "Krieg der Sterne", dem ersten Spielfilm der Star-Wars-Saga, war Sumner für seine Rolle als Leutnant Pol Treidum nur für zwei Tage im Einsatz. Als Offizier an Bord der Raumstation Death Star sprach er den bei Fans berühmten Satz "TK-421, warum sind Sie nicht auf Ihrem Posten? TK-421, hören Sie mich?" Nach dem Bericht von "Sydney Morning Herald" war er zudem der einzige australische Schauspieler in "Krieg der Sterne".

Kolonial-Schädel: SPK reagiert auf Vorwürfe des MDR

Weitaus mehr afrikanische Gebeine als bislang bekannt sollen in Berlin lagern

Die Stiftung Preussischer Kulturbesitz (SPK) reagiert auf Vorwürfe des TV-Magazins „Fakt". Nach Recherchen des MDR lagern in den Depots der Stiftung weitaus mehr afrikanische Schädel und Knochen aus ehemaligen Kolonien als bisher bekannt, konkret 1.003 Schädel aus dem heutigen Ruanda und 60 aus Tansania. Die Stiftung Preussischer Kulturbesitz teilte dazu mit, dass die Zahlen etwa dem aktuellen Kenntnisstand entsprächen, die Forschungsdatenbank sei aber noch in Arbeit. Ob die Schädel tatsächlich von hingerichteten Aufständischen stammten, dazu könne die Stiftung derzeit keine Angaben machen. Stelle sich heraus, „dass die Erwerbung unter Umständen stattgefunden hat, die heute als unethisch einzuordnen sind", sei dann „eine verantwortungsvolle Entscheidung über den weiteren Umgang zu treffen". Auch eine Übergabe der Überreste an die Herkunftsgesellschaften sei möglich.

Israelische Archäologen finden 3800 Jahre alte Tonkunst

Gefäß war womöglich Teil einer Grabbeigabe

Archäologen haben in Israel ein 3800 Jahre altes Tongefäß mit einer sitzenden Skulptur gefunden. Der rund 18 Zentimeter hohe Krug sei in der Stadt Jahud nahe Tel Aviv entdeckt worden, teilte die Israelische Altertumsbehörde mit. Die menschliche Figur hockt in Denkerpose auf dem Gefäß. "Das Level der Präzision und die Aufmerksamkeit für das Detail, um diese fast 4000 Jahre alte Skulptur herzustellen, ist extrem beeindruckend", sagte der Direktor der Ausgrabung, Gilad Itach. "Der Hals des Kruges diente als Basis, um den oberen Teil der Figur zu formen." Anschließend seien die Arme, die Beine und das Gesicht hinzugefügt worden. Die Archäologen fanden zudem andere Gefäße und Metallgegenstände, wie Dolche, Pfeilspitzen, ein Teil einer Axt sowie Schafsknochen und mutmaßliche Eselsknochen. Itach geht davon aus, dass es sich dabei um Grabbeigaben für die Beerdigung eines wichtigen Mitglieds der Gemeinschaft handelte. "Soweit ich weiß, wurde eine solch reiche Menge an Grabbeigaben, die auch solch ein einzigartiges Gefäß beinhaltet, in diesem Land noch nie entdeckt", sagte Itach.

US-Archäologen entdecken erste "Pilgrim"-Siedlung

1620 sollen in Burial Hill in Massachusetts erstmals Pilger gesiedelt haben

Archäologen haben in den USA mutmaßlich den genauen Wohnort der ersten Pilger nach ihrer Landung in der Neuen Welt im 17. Jahrhundert ausfindig gemacht. Experten von der University of Massachusetts in Boston sagten der Zeitung "The Boston Globe", sie hätten in Plymouth im Staat Massachusetts etwas entdeckt, bei dem es sich vermutlich um einen Teil der Originalsiedlung der sogenannten Pilgrims handele. Es war schon bekannt, dass die Pilger 1620 in Plymouth an der Ostküste der heutigen USA gelandet waren. Wo genau, war jedoch bislang unklar. Universitätsprofessor David Landon sagte, die Funde seien handfeste Beweise, dass ein Teil der Originalsiedlung an dem Ort existiert habe, der als Burial Hill bekannt ist. Zu ihrer Vermutung kamen sie demnach anhand von Tierknochen, Musketenkugeln, Keramik und braunfarbener Erde, wo einst ein Holzpfosten stand.

"Charlie Hebdo" startet deutsche Ausgabe

Startauflage von 200.000 für erste Ausgabe am 1. Dezember

Die bekannte französische Satirezeitung "Charlie Hebdo" kommt nach Deutschland: Das Wochenblatt, im Januar 2015 Ziel eines tödlichen islamistischen Anschlags, wird ab dem 1. Dezember eine deutsche Ausgabe anbieten. Die erste Nummer soll mit einer Startauflage von 200.000 Exemplaren in den Handel kommen, wie eine "Charlie Hebdo"-Sprecherin der Nachrichtenagentur AFP in Paris sagte. Wie viele deutsche Exemplare von "Charlie Hebdo" später gedruckt werden, ist noch nicht entschieden. Für die wöchentlich erscheinende deutsche Version - Kaufpreis vier Euro - werden vor allem Texte und Karikaturen des französischen Originals übersetzt. Vorgesehen sind aber auch eigens für die deutsche Ausgabe angefertigte Inhalte. Es ist das erste Mal, dass "Charlie Hebdo" einen Ableger im Ausland gründet. In der französischen Medienlandschaft ist das Heft eine Institution und bekannt für seine provokanten, häufig derben Karikaturen. Mit der Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen zog sich "Charlie Hebdo" immer wieder die Wut von Muslimen zu.

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