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Kulturnachrichten

Freitag, 18. November 2016

Führungswechsel bei Emder Kunsthalle

Stefan Borchardt folgt auf Eske Nannen

Der Kunsthistoriker Stefan Borchardt leitet künftig die Kunsthalle im ostfriesischen Emden. Er löst im Februar Eske Nannen als Geschäftsführer ab und besetzt auch den vakanten Posten des Direktors. Borchardt war seit 2007 als Kustos der Kunststiftung Hohenkarpfen tätig. Er habe im Museums- und Ausstellungswesen gearbeitet und umfangreiche Erfahrungen in den Bereichen Kunstvermittlung und Akademische Lehre gesammelt, teilte die Kunsthalle mit. Eske Nannen hatte bereits im April ihren Rückzug als Geschäftsführerin angekündigt.

Gedenkfeier für Barbara Kisseler

Freunde und Weggefährten nehmen um 11 Uhr Abschied

Im Schauspielhaus Hamburg wird am Vormittag der verstorbenen Kultursenatorin Barbara Kisseler gedacht. Die parteilose Politikerin war am 7. Oktober nach schwerer Krankheit im Alter von 67 Jahren gestorben. Kisseler war in der Kulturszene Deutschlands außerordentlich beliebt und ausgezeichnet vernetzt. Im Sommer 2015 war sie als erste Frau an die Spitze des Deutschen Bühnenvereins gewählt wurde. Zusammen mit Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) führte sie als Kultursenatorin Hamburgs das schwierige Projekt Elbphilharmonie zu Ende.

Leonard Cohen posthum in den Charts

"You Want It Darker" auf zweitem Platz der deutschen Album-Charts

Nach dem Tod von Sänger und Songwriter Leonard Cohen hat die Nachfrage nach seinen Werken stark angezogen. Sein letztes Album "You Want It Darker" kletterte vom zwölften auf den zweiten Platz der deutschen Album-Charts, wie GfK Entertainment berichtete. Noch fünf weitere Veröffentlichungen sind dabei, von denen "The Essential Leonard Cohen" auf Platz 31 und "Greatest Hits" auf Platz 35 am besten abschneiden. Cohen war Anfang der vergangenen Woche im Alter von 82 Jahren in Los Angeles gestorben.

Brahmspreis 2017 für Herbert Blomstedt

Der schwedische Dirigent gilt als "Grandseigneur des Taktstocks"

Der schwedische Dirigent Herbert Blomstedt erhält den mit 10 000 Euro dotierten Preis der Brahms-Gesellschaft Schleswig-Holstein. Der 89-Jährige beeindrucke seit mehr als sechs Jahrzehnten mit herausragenden Leistungen das Konzertpublikum, teilten die Veranstalter der Brahms-Wochen in Heide mit. Der skandinavische Künstler gelte als "Grandseigneur des Taktstocks". Die 1987 gegründete Brahms-Gesellschaft Schleswig-Holstein verleiht alljährlich den Brahms-Preis an herausragende Persönlichkeiten und Interpreten der klassischen Musik. Zu den Preisträgern gehörten unter anderem Leonard Bernstein, Sir Yehudi Menuhin, Dietrich Fischer-Dieskau, Anne-Sophie Mutter und Christoph Eschenbach.

Grütters sichert Forschung zu "entarteter Kunst"

Kulturstaatsministerin fördert Projekt auch 2017

Die Zukunft der Forschungsstelle "Entartete Kunst" an der Freien Universität Berlin ist offenbar gesichert. Sie werde das Projekt auch im Jahr 2017 finanziell fördern, teilte Kulturstaatsministerin Monika Grütters in Berlin mit. Eine darüber hinausgehende Unterstützung verband die Staatsministerin mit der Forderung an das Land Berlin, die Forschungsstelle ab 2019 zu finanzieren. Dazu sollte das Land das Projekt für die im Dezember beginnenden Hochschulvertragsverhandlungen anmelden. Die Forschungsstelle "Entartete Kunst" wurde 2003 gegründet. Sie beschäftigt sich vor allem mit der Vorgeschichte und den Auswirkungen der nationalsozialistischen Kunstpolitik.

Schweden hofft auf Dylan-Besuch im nächsten Jahr

Dylan muss innerhalb von sechs Monaten seine Nobelvorlesung halten

Die Schwedische Akademie hofft, dass der US-Musiker Bob Dylan im nächsten Jahr nach Stockholm kommt und den Literaturnobelpreis entgegennimmt. Wie die Akademie mitteilte, wird für die Nobelvorlesung, die traditionell am 7. Dezember arrangiert wird, kein Alternativprogramm auf die Beine gestellt. "Es ist möglich, dass Bob Dylan im nächsten Jahr, möglicherweise im Frühling, in Stockholm auftreten wird. Dann hätte er eine perfekte Gelegenheit, seine Vorlesung zu halten", heißt es in der Mitteilung. Es ist Bedingung, dass der Gewinner des Literaturnobelpreises innerhalb von sechs Monaten eine Rede hält. Am Mittwoch hatte die Akademie mitgeteilt, dass Dylan nicht zur Verleihung des Literaturnobelpreises am 10. Dezember nach Stockholm kommen werde. Als Grund nannte er andere Verpflichtungen.

Große Beteiligung am Vorlesetag

Unter den 130 000 Vorlesern waren auch viele Prominente

Mehr als 130 000 Vorleser haben sich am 13. bundesweiten Vorlesetag beteiligt. Das waren nach Angaben der Organisatoren 20 000 mehr als im vergangenen Jahr. Die Aktion soll bei Kindern Begeisterung für das Lesen und Vorlesen wecken. Zu den prominenten Unterstützern zählten den Angaben zufolge der Autor Paul Maar, Köchin Cornelia Poletto und die Moderatorinnen Maybrit Illner, Marietta Slomka und Linda Zervakis. "Vorlesen ist der Schlüssel zu Bildung. Es trägt entscheidend zur sprachlichen Entwicklung von Kindern bei und motiviert sie, später selbst zum Buch oder E-Book zu greifen", erklärte Bahn-Chef Rüdiger Grube in Hamburg. Der Vorlesetag ist eine Initiative der Wochenzeitung "Die Zeit", der Stiftung Lesen und der Deutsche Bahn Stiftung.

"Am fly sein" ist "Jugendwort des Jahres"

Jury urteilt anders als die Jugendlichen

"Am fly sein" ist das "Jugendwort des Jahres». Es bedeute, jemand oder etwas "geht besonders ab", teilte der Langenscheidt-Verlag in München mit. Zur Auswahl hatten 30 Begriffe gestanden, die zeigen sollen, wie die Jugend von heute spricht. Eine 20-köpfige Jury hatte das Wort gewählt. In einer unverbindlichen Online-Abstimmung hatte "am fly sein" nur 4,4 Prozent der Stimmen erreicht. Spitzenreiter war der Begriff "isso" als Zustimmung oder Unterstreichung von etwas mit 20 Prozent. Im vergangenen Jahr war "Smombie" - ein Kunstwort aus Smartphone und Zombie - zum "Jugendwort des Jahres" gewählt worden.

Fehlmann wird Direktor des Historischen Museums Basel

Nachfolger Fehlmanns in Berlin steht noch nicht fest

Marc Fehlmann wird neuer Direktor des Historischen Museums in Basel. Fehlmann, bislang Abteilungsdirektor Sammlungen im Deutschen Historischen Museum Berlin, wird seine Tätigkeit in Basel am 1. Juni 2017 aufnehmen. Einen Nachfolger für Fehlmann in Berlin gebe es noch nicht, teilte das Museum in der deutschen Hauptstadt weiter mit. Seine Stelle am Deutschen Historischen Museum Berlin hatte der gebürtige Basler Fehlmann erst im Januar dieses Jahres angetreten. Seither habe er wichtige Impulse in der Provenienzforschung gesetzt und einige bedeutende Erwerbungen getätigt, so das Museum.

Leipziger Propstei mit Architekturpreis geehrt

Sankt Trinitatis ist größtes Kirchenneubauprojekt in Ostdeutschland nach der Wiedervereinigung

Die neue Leipziger Propsteikirche Sankt Trinitatis ist beim "World Architecture Festival" in Berlin zum religiösen Gebäude des Jahres gekürt worden. Zur Begründung führten die Preisrichter an, das im Mai 2015 geweihte Gotteshaus sei eine "wahre städtische Kirche". Es handele sich um ein "ausgeklügeltes Konzept für einen zentralen, öffentlichen Raum". Die Errichtung der katholischen Propsteikirche im Leipziger Stadtzentrum war das größte Kirchenneubauprojekt in Ostdeutschland nach der Wiedervereinigung. Den kubischen Bau mit 50 Meter hohem Glockenturm konzipierte das Leipziger Büro Schulz und Schulz Architekten. In dem 640 Quadratmeter großen Kirchraum finden gut 600 Menschen Platz. Insgesamt bewarben sich in diesem Jahr 343 fertiggestellte Gebäude beim "World Architecture Festival", darunter vier aus Deutschland. Verliehen werden die Auszeichnungen in 32 Kategorien wie etwa "öffentliche Gebäude", "Gesundheitswesen", "Wohn- und Bürokomplexe" oder "religiöse Stätten".

Trier löst Vertrag mit Theaterchef Sibelius auf

Grund für Trennung sind Budgetüberschreitungen von über zwei Millionen Euro

Die Stadt Trier trennt sich von ihrem Theaterintendanten Karl Sibelius. Das Dienstverhältnis werde vorzeitig zum Monatsende beendet, beschloss der Stadtrat am Donnerstagabend in Trier. Als Abfindung bekommt Sibelius 300 000 Euro. Sibelius ist seit August 2015 Chef des Trierer Theaters. Sein derzeitiger Vertrag sieht eine Laufzeit bis 2020 vor. Grund für die Trennung sind Budgetüberschreitungen am Theater, die seit Mai bekannt wurden und sich mittlerweile auf mindestens 2,3 Millionen Euro in diesem Jahr belaufen. Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) hatte gesagt, es gebe aufgrund des "dramatischen Fehlmanagements in der Führung des Hauses" kein Vertrauen mehr. Eine Zusammenarbeit sei nicht mehr möglich.

Deutschland kauft Thomas Mann-Villa in Los Angeles

Haus soll als Residenz für begabte Nachwuchskünstler genutzt werden

Der Kaufpreis soll nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" bei gut 13 Millionen US-Dollar liegen. Sowohl das Maklerbüro in Kalifornien als auch deutsche Stellen hätten das Geschäft bestätigt. Außenminister Steinmeier sagte dem Blatt, Manns Villa "war die Heimat für viele Deutsche, die gemeinsam für eine bessere Zukunft unseres Landes gestritten, um die Wege zu einer offenen Gesellschaft gerungen und ein gemeinsames transatlantisches Wertefundament erarbeitet haben". In diesem Geist wolle man die Thomas Mann Villa wiederbeleben. Es soll nun eine Begegnungsstätte für den transatlantischen Dialog werden. Die Familie des Schriftstellers hatte nach der Emigration aus Nazi-Deutschland von 1942 an zehn Jahre in dem Haus am Westrand von Los Angeles gelebt. Thomas Mann schrieb hier Werke wie „Joseph, der Ernährer", „Doktor Faustus" und „Der Erwählte".

Medienpreis "Bambi" in Berlin verliehen

Schauspieler Mario Adorf für Lebenswerk ausgezeichnet

Löw wurde in der Kategorie "Integration" geehrt. Er zeige, wie diese ganz praktisch funktioniere, sagte Baden-Württembergs Ministerpräsident Kretschmann als Laudator mit Blick auf die deutschen Fußball-Weltmeister, die aus aller Welt stammen. Als bester Film gewann die Hitler-Satire "Er ist wieder da". Mario Adorf erhielt den Bambi für sein Lebenswerk. Schauspielerin Anna Maria Mühe bekam die Auszeichnung für ihre Rolle als Beate Zschäpe - Devid Striesow für seine Rolle in dem Kinofilm "Ich bin dann mal weg". Der britsche Popsänger Robbie Williams erhielt die Trophäe in der Kategorie "Musik International".

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