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Kulturnachrichten

Donnerstag, 3. November 2016

Nachlass von Shirley Temple wird versteigert

Auktion am 5. und 6. Dezember

Ein Diamantring, Kindertanzschuhe und Gemälde: Der Nachlass der 2014 gestorbenen US-Schauspielerin Shirley Temple wird versteigert. Die Nachfahren von Temple, die zweimal verheiratet war und drei Kinder hatte, hätten den Nachlass zur Versteigerung gegeben, teilte das Auktionshaus Heritage Auction am Donnerstag mit. Unter den rund 420 Angeboten sind Schmuck, Möbel, Dekorationsstücke, Kleidung und Schuhe. Das Auktionshaus erwartet, dass die einzelnen Stücke bei der Versteigerung am 5. und 6. Dezember in Dallas zwischen 1000 und 75 000 Dollar einbringen werden. Temple war in den 30er Jahren als Kinderstar berühmt geworden. Später arbeitete sie auch als Botschafterin für die USA.

Deutscher Karikaturenpreis wird in Bremen verliehen

Die Preisverleihung findet bereits zum 17. Mal statt

Der Deutsche Karikaturenpreis wird in diesem Jahr erstmals in Bremen verliehen. Zum 17. Mal würden die begehrten Geflügelten Bleistifte in Gold, Silber und Bronze sowie ein Publikumspreis übergeben, in diesem Jahr erstmals zusammen mit dem Bremer "Weser-Kurier", teilte die "Sächsische Zeitung" als Ausrichter in Dresden mit. Künftig soll die Gala im Wechsel in Dresden und Bremen stattfinden. Der Karikaturenpreis wurde im Jahr 2000 von der "Sächsischen Zeitung" ins Leben gerufen. Den Angaben zufolge handelt es sich um die "bedeutendste Auszeichnung für Karikaturisten im deutschsprachigen Raum". Das Motto 2016 lautet: "Bis hierhin und weiter!" Mehr als 200 Künstler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz beteiligten sich am Wettbewerb mit mehr als 1.000 Werken. Die Verleihung der Preise im Gesamtwert von 11.000 Euro ist für den 13. November vorgesehen.

"Initiative kulturelle Integration" gegründet

Ideen für kulturelles Zusammenwachsen

Angesichts des Flüchtlingszuzugs haben Bundesregierung und Deutscher Kulturrat die "Initiative kulturelle Integration" gegründet. Im Gespräch mit unterschiedlichsten gesellschaftlichen Gruppen sollen Vorschläge und Ideen für kulturelles Zusammenwachsen gesammelt werden. Das sagten die Beteiligten nach dem "Flüchtlingsgipfel" bei Bundeskanzlerin Merkel. Es gehe vor allem um eine Verständigung über das geltende Wertesystem, erklärte Kulturrats-Geschäftsführer Zimmermann. Die kulturelle Integration spiele eine Schlüsselrolle für die gesellschaftliche Integration, heißt es von Kulturstaatsministerin Grütters. Die Bundesregierung ist mit Kulturstaatsministerin Grütters, Innenminister de Maizière, Arbeitsministerin Nahles und der Migrationsbeauftragten Özoguz beteiligt. Ebenfalls dabei sein sollen Länder und Kommunen, Kirchen und Sozialpartner, Umwelt- und Sportverbände, Medien und Migrantenorganisation. Die Moderation übernimmt der Kulturrat, auf den die Idee zurückgeht. Die Ergebnisse sollen zum Unesco-Welttag der kulturellen Vielfalt im Mai 2017 vorgestellt werden.

Hobmeier kündigt bei Münchner Kammerspielen

"Wie auf dem Abstellgleis"

Schauspielerin Brigitte Hobmeier (40) hat nach eigenen Angaben bei den Münchner Kammerspielen gekündigt. "Die können mit mir nichts anfangen", sagte sie der "Süddeutschen Zeitung". Sie werde zum Ende der laufenden Spielzeit aus dem Ensemble ausscheiden - ohne ein neues Engagement zu haben. Der Schritt falle ihr schwer, sagte sie; schließlich sei das Theater, in dem sie seit 2005 auf der Bühne steht, ihre künstlerische Heimat. Allerdings habe sie sich zuletzt "wie auf dem Abstellgleis" gefühlt. Sie habe zwar nicht grundsätzlich etwas gegen den Kurs des neuen Intendanten Matthias Lilienthal, der verstärkt auf moderne Theaterformen und Performances setzt. "Ich hätte nur gerne mitgemacht." Die "SZ" urteilte: "Das ist, als ließe der FC Bayern Robert Lewandowski auf der Ersatzbank hocken."

Französischer Prix Goncourt geht an Leïla Slimani

Literaturpreis für französisch-marokkanische Schriftstellerin

Der renommierte Literaturpreis Prix Goncourt geht in diesem Jahr an die französisch-marokkanische Schriftstellerin Leïla Slimani. Die 35-Jährige Journalistin und Autorin erhält Frankreichs renommierteste Literaturauszeichnung für ihr Buch "Chanson douce" (etwa: Sanftes Wiegenlied), wie die Jury mitteilte. Das Werk erzählt die Geschichte einer jungen Mutter, deren beide Kinder von ihrer Babysitterin ermordet werden. Das Drama ist der zweite Roman der Autorin. Als Journalistin hat Slimani Artikel für die Zeitschrift "Jeune Afrique" über Themen aus Nordafrika geschrieben. Der Prix Goncourt ist mit symbolischen 10 Euro dotiert. Die Auszeichnung kurbelt vor allem die Verkaufszahlen an. Sie wird seit 1903 vergeben.

Asli Erdogan fordert Unterstützung Europas

Dringender Hilferuf aus türkischem Gefängnis

Mehr als zwei Monate nach ihrer Verhaftung hat die türkische Schriftstellerin Asli Erdogan in einem Brief an die Deutsche Welle (DW) die "volle Solidarität und Unterstützung" Europas gefordert. "Jede Meinung, die auch nur ein bisschen von der der Herrschenden abweicht, wird gewaltsam unterdrückt", heißt es in dem Brief aus dem Istanbuler Gefängnis. "Dieser Brief ist ein dringender Hilferuf! Die Situation ist drastisch und extrem besorgniserregend. Ich bin überzeugt, dass ein totalitäres Regime in der Türkei Auswirkungen auf ganz Europa haben wird", schreibt Asli Erdogan. Europa unterschätze die Gefahren des totalen Verlusts der Demokratie in der Türkei. Europa müsse Verantwortung übernehmen und sich für Demokratie, Menschenrechte und freie Meinungsäußerung einsetzen. Asli Erdogan war Mitte August festgenommen worden, wenig später wurde Haftbefehl wegen Mitgliedschaft in einer Terrororganisation erlassen. Erdogan schrieb unter anderem Kolumnen für die inzwischen geschlossene prokurdische Zeitung "Özgür Gündem".

Ade und Schrader bekommen Herbert-Strate-Preis

Geehrt werden Verdienste um den deutschen Film

Die Filmemacherinnen Maren Ade ("Toni Erdmann") und Maria Schrader ("Vor der Morgenröte") werden mit dem Herbert-Strate-Preis 2016 geehrt. Die mit 20 000 Euro dotierte Auszeichnung wird von der Film- und Medienstiftung NRW und der Interessengemeinschaft der Kinos "HDF Kino" für Verdienste um den deutschen Film vergeben. Ade und Schrader, die auch Schauspielerin ist, sei es gelungen, mit ihren Filmen Kritik, Branche und Publikum sowohl national als auch international zu überzeugen, heißt es von der Filmstiftung. Nun gingen sie für zwei Länder - Deutschland und Österreich - auch ins Oscar-Rennen. Der Preis wird am kommenden Mittwoch (9. November) in Köln verliehen. Mit dem Herbert-Strate-Preis wurden bisher unter anderen Iris Berben, Til Schweiger und Regisseurin Margarethe von Trotta ausgezeichnet.

Bryan Adams verkauft Ateliers in Berlin

Bryan hatte die Werkshallen 2013 gekauft

Der Sänger Bryan Adams (56) verkauft einen Großteil seiner Ateliers im alten Berliner Industrie-Stadtteil Oberschöneweide. Das sagte der Bezirksbürgermeister von Treptow-Köpenick, Oliver Igel. 2013 hatte Adams eine alte Werkshalle gekauft, um Ateliers für sich und befreundete Künstler einzurichten. "Es war so oder so davon auszugehen, dass diese Ateliers nicht für sozial schwache Künstlerinnen und Künstler zur Miete angeboten werden", sagte Igel. Seines Wissens bleibe Adams selbst Oberschöneweide erhalten. Laut "Berliner Kurier" nutzt der kanadische Rocksänger ("Summer of '69") zwei Ateliers selbst als Fotostudio.

Nominierung Deutscher Kurzfilmpreis

Arbeiten sind von der Potsdamer Film-Universität

Zwei Arbeiten der Potsdamer Film-Universität können sich Hoffnungen auf den Deutschen Kurzfilmpreis machen. Die Produktionen "Und ich so: Äh" in der Kategorie Spielfilme von Regisseur Steffen Heidenreich und "Tehran Derby" im Dokumentarfilm-Segment von Simon Ostermann wurden nominiert, wie die Filmuni mitteilte. Kulturstaatsministerin Grütters vergibt diese Auszeichnung einmal im Jahr. Sie gilt als wichtigste für den Kurzfilm in Deutschland und wird am 17. November in München überreicht. Die Ausführung in Gold ist mit bis zu 30 000 Euro dotiert. 15 000 Euro Prämie gab es schon für die Nominierungen.

Berlinale-Retrospektive über Science-Fiction

Festival widmet sich spektakulärem Film-Genre

Bei der Retrospektive der 67. Berlinale dreht sich alles um den Science-Fiction-Film. Damit widme sich das Festival einem der bildgewaltigsten und spektakulärsten Genres der Filmgeschichte, teilten die Internationalen Filmfestspiele Berlin (9. bis 19. Februar 2017) mit. In der Filmreihe unter dem Motto "Future Imperfect. Science - Fiction - Film" gehe es vor allem um die Gesellschaft der Zukunft und um das Fremde. Bei der Retrospektive werden 27 internationale Spielfilme zu sehen sein, darunter Klassiker und Kultfilme, aber auch weitgehend unbekannte Produktionen etwa aus Japan sowie Mittel- und Osteuropa. "Der Science-Fiction-Film ist eines der kommerziell erfolgreichsten Filmgenres", so Berlinale-Direktor Dieter Kosslick. "Die möglichen Welten auf der Erde oder im All eröffnen einen weiten Raum, um Fragen nach kollektiven Visionen und Ängsten immer wieder neu zu verhandeln. Als Spiegel gesellschaftlicher Debatten sind Science-Fiction-Filme deshalb hochaktuell."

Porträt als Dauerleihgabe im Händel-Haus

Bildnis Händels aus Familienbesitz übergeben

Ein Porträt des in Halle geborenen Barock-Komponisten Georg Friedrich Händel ist aus Familienbesitz an die Stiftung Händel-Haus gegangen. Das Bildnis ist Eigentum der Nachfahren von Händels Schwester, die in Sachsen leben, wie die Stiftung mitteilte. Die Familie habe beschlossen, das Halbporträt als Dauerleihgabe wieder der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das großformatige Bild war laut Stiftung schon einmal im Händel-Haus. Mit der Neugestaltung der Dauerausstellung 2008 ging es zurück an die Besitzer. Das Porträt soll nun bei der nächsten Sonderausstellung ab 23. Februar 2017 gezeigt werden. Es zeigt Händel (1685-1759) in älteren Jahren. Wer es gemalt hat ist nicht bekannt.

Russischer Clown Oleg Popow ist tot

Der 86-Jährige starb während einer Tournee

Der russische Clown Oleg Popow ist tot. Der 86-Jährige starb während einer Tournee im südrussischen Rostow am Don. Laut russischen Agenturen war Popow am Abend vor dem Fernseher friedlich eingeschlafen. Er war einer der bekanntesten Zirkusartisten und begeisterte Millionen. Sein Kostüm in der Manege war weltbekannt: Eine karierte Mütze mit einer blonden Perücke, dazu eine schwarze Samtjacke und eine rote Fliege. Popow studierte an der Staatsschule für Zirkuskunst in Moskau, nachdem er eine Lehre zum Schlosser abgebrochen hatte. 1955 schaffte er es zum Moskauer Staatszirkus und erlangte bei den Auslandstourneen internationalen Ruhm. 1981 erhielt er in Monte Carlo den Oscar der Zirkuswelt, den "Goldenen Clown". Seit 1991 lebte Popow im fränkischen Egloffstein, reiste aber bis zuletzt immer wieder zu Gastauftritten in seine russische Heimat.

Berliner Museen für freien Eintritt

Reiseveranstalter hätten kostenloses Angebot in der Vergangenheit aber ausgenutzt

Die Staatlichen Museen zu Berlin befürworten Pläne zur Einführung eines freien Eintritts. Eintrittsfreie Zeiten wären ein gutes kulturpolitisches Zeichen. "Das sehen wir bei den Staatlichen Museen grundsätzlich positiv", sagte Generaldirektor Michael Eissenhauer dem in Berlin erscheinenden "Tagesspiegel". Es sei der Traum jedes Museumsbetreibers, "dass so viele Menschen wie möglich seine Ausstellungen besuchen". Die Erfahrung zeige, "kommt man kostenlos ins Museum zu bestimmten einheitlichen Zeiten, die man sich gut merken kann, so zieht das mehr Publikum an, auch Menschen, die ansonsten eher nicht den Weg zu unseren Ausstellungen finden". Eissenhauer betonte, bereits vor 2010 seien die Staatlichen Museen donnerstagsabends kostenlos geöffnet gewesen. Probleme habe es damals allerdings mit Reiseveranstaltern gegeben, "weil zu diesen Zeiten ein voller Touristenbus nach dem anderen vorfuhr, also die Reiseveranstalter unser Angebot systematisch ausnutzten." Es gibt Pläne in der angestrebten rot-rot-grünen Regierungskoalition in Berlin, alle Museen in der Hauptstadt zu bestimmten einheitlichen Zeiten gratis zu öffnen.

Wichtigster Country Award für Garth Brooks

Auch Country-Ikone Dolly Parton geehrt

Country-Star Garth Brooks hat bei der Verleihung der CMA-Countrypreise die wichtigste Auszeichnung als "Entertainer des Jahres" gewonnen. Für den Höhepunkt der 50. Gala der Country Music Association in Nashville sorgte jedoch Country-Ikone Dolly Parton. Die 70-Jährige wurde für ihr Lebenswerk geehrt. Garth Brooks ist so etwas wie der Popstar der Country-Szene. Mehr als 160 Millionen Alben hat der Mann aus Oklahoma verkauft. Mit dem Titel "Entertainer des Jahres" ist er nun schon zum fünften Mal ausgezeichnet worden. In diesem Jahr setzte er sich gegen die ebenfalls nominierten Luke Bryan, Chris Stapleton, Carrie Underwood und Keith Urban durch. Country-Ikone Dolly Parton nahm den Preis für ihr Lebenswerk im knallgelben Kleid entgegen. Ihr zu Ehren sangen Carrie Underwood, Kacey Musgraves, Reba McEntire, Martina McBride und Jennifer Nettles einen ihrer größten Hits: "I Will Always Love You". Einen überraschenden Aufritt legte Popstar Beyoncé hin. Die Texanerin performte gemeinsam mit den Dixie Chicks den Song "Daddy Lessons" aus ihrem neuen Album "Lemonade".

Prager Musikmuseum erhält Destinnova-Nachlass

Persönliche Briefe, Schallplatten und zeitgenössische Presseausschnitte

Das tschechische Musikmuseum kann seine Sammlung zur großen Opernsängerin Ema Destinnova (1878-1930) um einige kostbare Stücke erweitern. Darunter seien zahlreiche persönliche Briefe, eine Sammlung von Schallplatten und zeitgenössische Presseausschnitte, berichtete die Zeitung "Lidove noviny". Sie stammten aus dem Nachlass der deutsch-jüdischen Bildhauerin Hilda Schueler, die die Gegenstände unter dramatischen Umständen bei ihrer Flucht vor den Nazis nach Schweden mitgenommen hatte. Destinnova, in Deutschland auch Emmy Destinn genannt, galt als eine der besten Sopranistinnen ihrer Zeit. Die Tochter aus einer wohlhabenden Prager Familie war zehn Jahre lang Primadonna an der heutigen Berliner Staatsoper und trat auf vielen großen Bühnen der Opernwelt auf, wie der Semperoper in Dresden, dem Royal Opera House in London und der New Yorker "Met". Seit 1993 ziert ihr Konterfei die tschechische 2000-Kronen-Banknote.

Fernsehen und Radio bleiben wichtigste Medien

Junge Generation nutzt Internet am häufigsten

Fernsehen und Radio haben laut einer ARD/ZDF-Langzeitstudie 2015 rund zwei Drittel des gesamten Zeitbudgets für Mediennutzung in Deutschland eingenommen. Sie haben sich damit trotz rasanter Entwicklung des Internets als meistgenutzte Medien behauptet. Mit insgesamt knapp neuneinhalb Stunden pro Tag blieb die Mediennutzung bei ab 14-Jährigen auf hohem Niveau stabil, wie aus der Studie hervorgeht. In der Altersgruppe bis 29 Jahre ist das Internet dominierend. Für die Ergebnisse befragte die GfK Media and Communication Research im ersten Halbjahr 2015 insgesamt 4300 deutschsprachige Menschen.

Fassbender will nicht der nächste Bond sein

"Wie wäre es mit einer Jane Bond?" fragte der Schauspieler

Michael Fassbender will nicht der nächste James Bond sein. Das machte der deutsch-irische Schauspieler in einem Interview des britischen Lifestyle-Magazins "GQ" deutlich. Als großer Bond-Fan habe er viel über die Nachfolge von Daniel Craig (48) nachgedacht, sagte Fassbender. Es sei Zeit für einen Wandel und einen "neuen Dreh". Daniel Craig habe als Bond mittleren Alters "einen sehr guten Job gemacht", lobte Fassbender, nun brauche es einen jugendlicheren Agenten. Oder eine weibliche Darstellerin für die Rolle des 007. "Wie wäre es mit einer Jane Bond?", fragte er. Nach vier Filmen als James Bond ist nicht klar, ob Craig die Rolle noch einmal spielen will. Daher wird seit längerem über einen Nachfolger spekuliert. Michael Fassbender gilt neben Tom Hiddleston, Aidan Turner und Idris Elba als einer der Kandidaten.

Muezzin soll in evangelischer Kirche zum Gebet rufen

Als Teil des Oratoriums "The Armed Man"

In der Bremer Friedenskirche soll demnächst im Rahmen eines "musikalischen Gottesdienstes" ein Muezzin zum Gebet rufen. Das "Allahu Akbar" ("Gott ist groß") des muslimischen Ausrufers ist Teil des Oratoriums "The Armed Man", das der englische Musiker Karl Jenkins als Friedensmesse komponiert hat. Es wird am 13. November in der evangelischen Kirche aufgeführt. Was andernorts zu heftigen Diskussionen geführt hat, war nach den Worten der Kirchenmusikerin Megumi Ishida-Hahn in Bremen völlig unstrittig. "Wo, wenn nicht bei uns - das muss hier passieren", sagte sie dem Evangelischen Pressedienst.

Datenbank soll deutsches Handschriftenerbe erfassen

Projekt ist auf 20 Jahre angelegt

Das gesamte deutschsprachige Erbe an Handschriften des Mittelalters soll in einer frei zugänglichen Datenbank erfasst werden. Der sogenannte "Handschriftencensus" sichere einen bedeutenden Schatz des kulturellen Erbes und biete ein wichtiges Fundament zum Verständnis der Vormoderne, hieß es in einer Mitteilung der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz. Die Datenbank entsteht am Institut für Deutsche Philologie des Mittelalters an der Philipps-Universität Marburg, das gesamte Projekt läuft unter dem Dach der Akademie in Mainz. Die Datenbank soll alle weltweit handschriftlich überlieferten volkssprachig-deutschen Textzeugen des Mittelalters erfassen. Dazu gehören etwa 26 000 Handschriften in mehr als 1500 Bibliotheken, Sammlungen und Archiven. Das Vorhaben ist den Angaben zufolge eines der größten geisteswissenschaftlichen Forschungsprogramme der Bundesrepublik. Es ist auf 20 Jahre angelegt.

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