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Kulturnachrichten

Donnerstag, 19. November 2015

Xavier Naidoo singt für Deutschland beim ESC

Wachsende Kritik an ARD-Entscheidung im Internet

Xavier Naidoo soll Deutschland beim Eurovision Song Contest wieder in die Erfolgsspur bringen. Ein "Ausnahmekünstler" sei der 44-Jährige, schwärmt ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber. Aber Naidoo ist auch so streitbar wie derzeit wohl kein zweiter deutscher Star - das zu erwartende negative Echo scheint die ARD bewusst in Kauf genommen zu haben. In der Vorab-Show am 18. Februar darf das Publikum nicht den Künstler, sondern nur noch das Lied auswählen, mit dem der Mannheimer am 14. Mai in Stockholm im ESC-Finale antreten soll. In den sozialen Netzwerken führt die ARD Entscheidung teilweise zu heftiger Kritik. Um den Vorwurf der Homophobie und des Rechtspopulismus geht es dort und auch um manche wirr wirkende Verschwörungstheorie, die Naidoo geäußert haben soll.

Sammler Alfred Gunzenhauser gestorben

Sein Museum beherbergt Werke von Dix, Kirchner und Beckmann

Der Galerist und Sammler Alfred Gunzenhauser ist tot. Er sei am Montag im Alter von 89 Jahren gestorben, teilte die Stadt Chemnitz am Donnerstag mit. Dort war 2007 das Museum Gunzenhauser als Einrichtung der Kunstsammlungen Chemnitz eröffnet worden. Es beherbergt den Großteil der privaten Sammlung deutscher Kunst des 20. Jahrhunderts des Galeristen. Gunzenhauser hatte seine Werke - etwa von Dix, Kirchner, Beckmann, Heckel und Schmidt-Rottluff - 2003 in eine Stiftung mit Sitz in der sächsischen Stadt überführt. Ein früheres Bankgebäude wurde zum Kunstmuseum umgebaut. Mit dem eigenen Museum war für ihn ein Traum erfüllt worden.

Neue Nachrichtenagentur in Libyen

Unterstützung durch Deutsche Welle Akademie

Im krisengeschüttelten Libyen ist mit deutscher Aufbauhilfe eine neue Nachrichtenagentur gestartet. "Libyer brauchen Informationen über Libyen", erklärte der Chefredakteur der Libyan Cloud News Agency, Tarek Al Huni, bei der Vorstellung in Brüssel. Der Direktor der Deutsche Welle Akademie, Christian Gramsch, sagte, die LCNA sei auch "sehr wichtig, um wieder ein differenziertes Bild von Libyen zu erhalten". Die DW Akademie war federführend am Aufbau der Nachrichtenagentur beteiligt. Sie bildete etwa 100 Journalisten aus allen Teilen Libyens aus, die von nun an unabhängig über die Geschehnisse in dem Bürgerkriegsland berichten sollen. Als besondere Herausforderung gilt, dass Teile des Landes mittlerweile von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) kontrolliert werden.

Möglicherweise Vergleich im Achenbach-Berufungsprozess

Schadensersatz könnte auf 15 Millionen Euro gesenkt werden

Im Verfahren um ein millionenschweres Schadensersatzurteil gegen den inhaftierten Kunstberater Helge Achenbach zeichnet sich ein Vergleich ab. Die Anwälte Achenbachs und der Familie des gestorbenen Aldi-Erben Berthold Albrecht wollen einen Vergleich auf 15 Millionen Euro prüfen. Das vereinbarten sie am Donnerstag in einer Berufungsverhandlung am Oberlandesgericht Düsseldorf. Ein Zivilgericht hatte Achenbach im Januar wegen Betrugs beim Verkauf von Kunst und Oldtimern zur Zahlung von 19,4 Millionen Euro Schadensersatz verurteilt. Eine Entscheidung will das OLG am 14. Januar verkünden. Für einen Vergleich spreche die wirtschaftliche Situation Achenbachs, sagte der Anwalt der Aldi-Familie, Andreas Urban. Achenbach ist zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt worden, seine Firmen sind insolvent, seine Kunstsammlung wurde zwangsversteigert.

Zehnmillionste Besucherin im Jüdischen Museum

Berliner Museum kündigt neue Dauerausstellung und Kindermuseum an

Das Jüdische Museum Berlin hat rund 14 Jahre nach der Eröffnung die zehnmillionste Besucherin begrüßt. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) nahm am Donnerstag zusammen mit dem Gründungsdirektor Michael Blumenthal und seinem Nachfolger Peter Schäfer die 33-jährige Berlinerin Paula Konga als Jubiläumsgast in Empfang. Grütters nannte das Jüdische Museum "eine einzigartige Erfolgsgeschichte". Als ein Ort der Kunst, der Wissenschaft und des gesellschaftlichen Dialogs stehe das Haus für das lebendige Miteinander von Juden und Nicht-Juden in Deutschland. Direktor Schäfer kündigte eine neue Dauerausstellung an. Daran werde zurzeit mit Hochdruck gearbeitet, ebenso wie an der Gestaltung eines Kindermuseums. Das Jüdische Museum Berlin wird nach eigenen Angaben jährlich von durchschnittlich 700.000 Besuchern besucht. Zwei Drittel der Gäste kommen aus dem Ausland.

Michael Lang wird neuer Chef im Ohnsorg-Theater

Neue Akzente aber auch Fortführung der bekannten Mischung "op platt" angekündigt

Wechsel an der Spitze des Hamburger Ohnsorg-Theaters: Zum 1. August 2017 wird Michael Lang, Nachfolger des derzeitigen Intendanten Christian Seeler, der die niederdeutsche Volksbühne seit 1995 führt. Michael Lang, der die Komödie Winterhuder Fährhaus in Hamburg verläßt, will am Ohnsorg-Theater einige neue Akzente setzen. Insgesamt wolle er jedoch das Konzept einer Mischung aus Volksstücken, klassischen und modernen Dramen sowie Musicals «op platt» fortführen.

National Book Award verliehen

US-Bestseller-Autor Don DeLillo für Lebenswerk geehrt

Die Autoren Adam Johnson und Ta-Nehisi Coates haben die begehrten National Book Awards der USA gewonnen. Johnson wurde in New York in der Kategorie Belletristik für die Kurzgeschichtensammlung "Fortune Smiles" geehrt. Er hatte für sein vorheriges Buch "Das geraubte Leben des Waisen Jun Do" vor zwei Jahren bereits den Pulitzer-Preis bekommen. Coates gewann in der Kategorie Sachbuch für "Between the World and Me", einen Brief an seinen Sohn über Rassismus, der in den USA für viel Aufsehen gesorgt hatte. Der Bestseller-Autor Don DeLillo wurde zudem für sein Lebenswerk geehrt. Der mit 10 000 Dollar dotierte National Book Award gilt neben dem Pulitzer-Preis als bedeutendster Buchpreis der USA.

Anna-Seghers-Preis für georgische Autorin Haratischwili

Preisverleihung in Berliner Akademie der Künste

Die aus Georgien stammende und in Hamburg lebende deutschsprachige Autorin Nino Haratischwili ist neue Trägerin des Anna-Seghers-Preises. Die 32-Jährige sei eine "vielversprechende und hinreißende Erzählerin", die mit Anna Seghers' poetischer Kraft durchaus mithalten könne, erklärte Jurorin Annett Gröschner vor der heutigen Preisverleihung in Berlin. Haratischwili, die auch als Theaterregisseurin und Dramatikerin arbeitet, stand schon mit ihrem Romandebüt "Juja" (2010) auf der Longlist des Deutschen Buchpreises. Ihr dritter Roman, das Familienepos "Das achte Leben (Für Brilka)", wurde im vergangenen Jahr von der Literaturkritik gefeiert. Die mit 8000 Euro dotierte Auszeichnung erinnert an die DDR-Schriftstellerin Anna Seghers (1900-1983). Sie wird von der nach ihr benannten Stiftung gemeinsam mit der Berliner Akademie der Künste verliehen.

Opern-Sanierung beschädigt Hedwigs-Kathedrale

Erzbistum will Land Berlin haftbar machen

Die Sanierungsarbeiten an der Berliner Staatsoper haben Schäden in der benachbarten St. Hedwigs-Kathedrale angerichtet. Gutachter sollen bereits im Januar 2015 unter anderem kleine Risse in der Kuppel-Verglasung, Putzschäden an der Spindeltreppe sowie Setzungen im Natursteinboden des katholischen Gotteshauses festgestellt haben, berichtet die "Berliner Morgenpost". Die Zeitung beruft sich auf Angaben von Senatsbaudirektorin Regula Lüscher. Sie stufe die Schäden als sehr gering ein. Über die Kosten könne die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung keine Angaben machen. Sie würden derzeit vom Erzbistum ermittelt, das das Land Berlin für die Schadensbeseitigung haften lassen will. Der geplante, umstrittene Umbau der St. Hedwigs-Kathedrale soll nach Angaben von Erzbischof Heiner Koch voraussichtlich 43 Millionen Euro kosten. Die Kathedrale wurde am 1. November 1773 geweiht und war die erste katholische Kirche, die in Berlin nach der Reformation gebaut werden durfte.

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