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Kulturnachrichten

Donnerstag, 13. November 2014

Wowereit verteidigt Gelder für umstrittenes Kunstkollektiv

Berlins Regierungschef Klaus Wowereit hat die Landesförderung für die umstrittene Aktionskunst-Gruppe 'Zentrum für politische Schönheit' verteidigt

Ein Projekt der Aktivisten, die die Mauer-Gedenkkreuze gestohlen hatten, war mit 10 000 Euro aus dem Hauptstadtkulturfonds gefördert worden. "Diese Entscheidung ist aus Sicht von Freiheit von Kunst und Kultur nicht zu beanstanden", sagte Wowereit heute im Abgeordnetenhaus. Die Aktionskünstler hatten vor dem Mauerfall-Jubiläum die 14 Gedenkkreuze für die Maueropfer am Spreeufer neben dem Reichstag abgeschraubt. Sie wollten damit gegen die 'Mauertoten' an den heutigen EU-Außengrenzen protestieren. Am Abend des 9. November wurden die Kreuze zurückgebracht. Wowereit kritisierte die Aktion, betonte aber auch, es sei ehrenwert, im Zusammenhang mit dem 9. November auf die heutige Situation von Flüchtlingen aufmerksam zu machen.

Bund bewilligt 200 Millionen Euro für Museum der Moderne in Berlin

Mit knapp 300 Millionen Euro unterstützt der Bund die Kultur der Hauptstadt in den kommenden Jahren

Davon seien 200 Millionen Euro für ein Museum der Moderne bestimmt, teilte der Berliner SPD-Haushaltsexperte im Bundestag, Swen Schulz, mit. Außerdem sei in der Sitzung des Haushaltsausschusses beschlossen worden, 26 Millionen Euro der Stiftung Preußischer Kulturbesitz zur Verfügung zu stellen. Vorgesehen seien die Gelder für Baumaßnahmen vorwiegend in Berlin. Gefördert werden weiterhin das Jüdische Museum mit etwa 22 Millionen Euro sowie das Bauhaus Berlin mit rund 28 Millionen Euro.

Bund beteiligt sich an Kosten von Bauhausmuseum

Der Weg für das neue Bauhaus-Museum in Dessau-Roßlau ist frei

Der Bund beteiligt sich mit 12,5 Millionen Euro an dem Projekt, wie die Stiftung Bauhaus am Donnerstag in Dessau-Roßlau mitteilte. Das habe der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages entschieden. Damit übernimmt der Bund die Hälfte der auf insgesamt 25 Millionen Euro veranschlagten Kosten für das neue Ausstellungszentrum, das bis 2019 im Dessauer Stadtpark entstehen soll. Die anderen 12,5 Millionen werden vom Land Sachsen-Anhalt getragen. Das Museum soll 2019 fertig sein. Dann jährt sich die Gründung des Bauhauses zum 100. Mal.

Benefiz-Auktion zugunsten der klammen Kunsthalle Emden

Im Schloss Herrenhausen in Hannover werden am Freitag unter anderem Werke von Pablo Picasso, Gerhard Richter und Georg Baselitz versteigert

Eine ungewöhnliche Benefiz-Auktion soll die in finanzielle Schwierigkeiten geratene Kunsthalle Emden stützen. Die Bilder stammen von privaten Spendern, der Erlös der Auktion kommt ausschließlich dem von Eske und Henri Nannen gegründeten Museum zugute. Die Kunsthalle in Niedersachsen hat derzeit ein Defizit von 500 000 Euro. Für die Versteigerung haben sich mehr als 400 Kunstinteressierte angemeldet. "Wir sind überwältigt von der Resonanz", sagte Kunsthallen-Sprecherin Ilka Erdwiens.

Kulturrat: Warhol-Verkauf hat "Büchse der Pandora» geöffnet

Der Deutsche Kulturrat, die Vertretung von mehr als 200 Bundeskulturverbänden, hat die gestrige Versteigerung von Warhol-Bildern als "schwarze Stunde" für die Kultur bezeichnet

"Nordrhein-Westfalen hat uns einen Bärendienst erwiesen, jetzt ist die Büchse der Pandora geöffnet", sagte Kulturrats-Geschäftsführer Olaf Zimmermann. "Wir haben große Sorge, dass jetzt andere notleidende Kommunen oder Länder diesem Beispiel folgen könnten." Die Versteigerung der beiden Warhol-Bilder durch den nordrhein-westfälischen Casinobetreiber Westspiel hatte in Nacht zu Donnerstag in New York umgerechnet 120 Millionen Euro gebracht - davon dürften rund 108 Millionen Euro nach Deutschland gehen. Westspiel ist eine 100-prozentige Tochter der landeseigenen NRW Bank. Damit sei das Tabu gebrochen, Kunst aus öffentlichem Besitz nicht zu verkaufen, kritisierte Zimmermann. "Wir wissen, dass seit einiger Zeit immer mehr Kämmerer und Finanzminister hinter vorgehaltener Hand eine solche Diskussion führen. Jetzt wissen sie: Es bringt zwar Ärger, aber man kann die Sache durchstehen. Und es bringt sehr viel Geld. Da werden viele leuchtende Augen bekommen."

Kesten-Preis für Snowden-Helfer Kaleck

Die renommierte Auszeichnung der Schriftstellervereinigung PEN-Zentrum Deutschland ist mit 10 000 Euro dotiert

Dem Menschenrechtsanwalt und Snowden-Helfer Wolfgang Kaleck wird der Kesten Preis für sein Engagement für Opfer staatlicher Gewalt heute in Darmstadt überreicht. Kaleck hilft laut PEN Menschen in Argentinien, Tschetschenien, Kolumbien, Pakistan, Mexiko, Usbekistan und im Irak. Er ist auch der deutsche Anwalt des US-Geheimdienstenthüllers Edward Snowden. Als Laudator bei der Verleihung wird der frühere Bundesinnenminister Gerhart Baum erwartet. Zu den bisherigen Preisträgern gehören Günter Grass, Anna Politkowskaja und Liu Xiaobo.

Leipzig zeigt Sexualmoral im Wandel der Zeit

Unter dem Titel 'Schamlos? Sexualmoral im Wandel' ist ab morgen eine neue Ausstellung im Zeitgeschichtlichen Forum in Leipzig zu sehen

Mit rund 900 Objekten werde die Veränderung der Vorstellung von 'Sitte und Anstand' seit dem Zweiten Weltkrieg beleuchtet, sagte Museumsdirektor Rainer Eckert. Dabei würden die jeweiligen Positionen in DDR und BRD gegenübergestellt, sowie das vereinte Deutschland betrachtet. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen verschiedene Themenkomplexe, die nur lose chronologisch aufgebaut sind. Behandelt wird beispielsweise der Wandel vom Gehorsamkeitsgebot der Ehefrau in den 1950er Jahren hin zur Feminismus-Bewegung. Homosexualität kommt ebenso zur Sprache wie die Aufklärung von Kindern, die Sexualisierung von Werbung oder der Umgang mit Pornografie und Prostitution. Partnerschaft und Sexualität gehörten zu den intimsten Bereichen eines Menschen, unterlägen aber gleichwohl den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, hieß es. Damit seien sie Spiegelbild ihrer Zeit.Trotz scheinbar unaufhaltsamer Liberalisierung sei die Zukunft von Sexualmoral noch offen, sagte Direktor Eckert. Die Jugend zeige derzeit eher eine Rückbesinnung auf traditionelle Werte.
Die Schau ist bis zum 6. April 2015 zu sehen.

"Mosaik"-Schöpfer Hannes Hegen gestorben

Er starb bereits am Samstag im Alter von 89 Jahren in Berlin, wie der Leipziger Lehmstedt Verlag mitteilte

Der Zeitschriftengründer hieß eigentlich Johannes Hegenbarth. Von 1948 bis 1951 studierte Hegenbarth an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Das Studium schloss er jedoch nicht ab, sondern begann für Satire-Zeitschriften zu arbeiten, ehe er 1955 unter seinem Künstlernamen Hannes Hegen "Das Mosaik" mit den drei Hauptfiguren Dig, Dag und Digedag ins Leben rief. Die Hefte erfreuen sich bis heute einer riesigen Fangemeinde.

Berlin: kein Verkauf öffentlicher Kunst

Trotz der einträglichen Versteigerung von zwei Warhol-Bildern aus Nordrhein-Westfalen

Berlin denkt nicht an einen Verkauf landeseigener Kunst. Denn: "Kunst und Kultur prägen Berlin", sagte ein Sprecher der Kulturverwaltung. "Deshalb werden weder das Land noch seine Institutionen auf die Idee kommen, zu Konsolidierungszwecken das zu verkaufen, was unsere Stadt so wertvoll macht."

Tage Alter Musik in Herne

Unter dem Motto "Seelentöne" werden bis Sonntag elf Konzerte internationaler Ensembles präsentiert

Das Festival wird von WDR 3 und der Stadt Herne veranstaltet. Ein Höhepunkt dürfte die Aufführung von Christoph Willibald Glucks Oper "Le Feste d'Apollo: Atto D'Orfeo" mit der Hofkapelle München sein. Das Stück wird erstmals in Deutschland in der Fassung zu hören sein, die vor 245 Jahren im italienischen Parma uraufgeführt wurde. Die Tage zählen zu den weltweit bedeutendsten Festivals für Alte Musik. Es ist auch Treffpunkt für Instrumentenbauer und Wissenschaftler. Im Mittelpunkt der Instrumentenmesse 14. bis 16.11.14) stehen Blas- und Saiteninstrumente sowie deren Nachbauten. Spielorte sind das Kulturzentrum, die Künstlerzeche „Unser Fritz“und die Akademie Mont-Cenis.

Pariser Weltmesse für Fotografie eröffnet mit Rekord

Die Pariser Weltmesse für Fotografie befindet sich auf Wachstumskurs

Mit 141 Ausstellern aus 35 Ländern sei Paris Photo, die am Donnerstag im Grand Palais öffnete, so gut aufgestellt wie nie, hieß es. "Die Anzahl der Bewerber nimmt jedes Jahr zu", sagte Julien Frydman, der Leiter der Messe. Dieses Jahr habe er aus rund 250 Galeristen, die ihre Werke zeigen wollten, eine Auswahl treffen müssen. Gezeigt werden Klassiker wie Man Ray (1890-1976), Henri Cartier-Bresson (1908-2004) sowie zeitgenössische Stars wie der Deutsche Thomas Ruff und die Französin Bettina Rheims. Die vor 18 Jahren gegründete Paris Photo dauert bis zum 16. November. Im vergangenen Jahr zog das internationale Branchentreffen rund 60 000 Besucher an.

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