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Kulturnachrichten

Dienstag, 11. November 2014

Von der Leyen bei Einweihung von Weltkriegs-Denkmal in Frankreich

Im "Ring der Erinnerung" sind die einstigen Kriegsgegner vereint

Am Denkmal, dem "Ring der Erinnerung" spielt die einstige Feindschaft keine Rolle: Die Namen von fast 580.000 im Ersten Weltkrieg getöteten Soldaten aus Großbritannien, Deutschland und Frankreich sind in dem neuen Denkmal neben dem nordfranzösischen Soldatenfriedhof Notre-Dame-de-Lorette eingraviert. Die Namen der Toten erscheinen in alphabetischer Reihenfolge unabhängig von der Nationalität. Eingeweiht wurde das Denkmal nun am Jahrestag des Waffenstillstands vom 11. November 1918 von Frankreichs Staatschef François Hollande im Beisein von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU). Die Einweihung erfolgte im Gedenkjahr in Erinnerung an den Beginn des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren. Laut den Schöpfern des "Rings der Erinnerung" handelt es sich um das weltgrößte Denkmal mit eingravierten Namen. Der ellipsenförmige Ring aus dunkelgrauem Beton hat an seiner weitesten Stelle einen Durchmesser von 327 Metern. An der Innenseite sind knapp 500 drei Meter hohe Gedenktafeln aus Stahl angebracht, in welche die Namen von 579.606 bei den blutigen Schlachten in der Region getöteten Soldaten eingraviert wurden. Rund 241.000 Soldaten stammten aus dem britischen Commonwealth, 174.000 aus dem Deutschen Reich und 106.000 aus Frankreich und seinen Kolonien. "Bislang gab es nationale Denkmäler. Hier werden die Gegner von früher vereint, in alphabetischer Reihenfolge", sagt der Historiker Yves Le Maner, der das Projekt zusammen mit dem Architekten Philippe Prost entwarf. Prost dachte bei der Ringform nach eigenen Worten "an einen Kreis wie ihn jene bilden, die sich an den Händen halten". Zugleich soll das Denkmal daran erinnern, wie "zerbrechlich der Frieden" ist: An einer Stelle schwebt der Ring in der Luft. Die Kosten für das Denkmal in der Gemeinde Ablain-Saint-Nazaire nahe der Stadt Lens im äußersten Norden Frankreichs lagen bei acht Millionen Euro. Fertiggestellt wurde es 100 Jahre nach dem Beginn des Ersten Weltkriegs 1914, an den in diesem Jahr bereits mit zahlreichen Gedenkveranstaltungen erinnert wurde.

Hans Magnus Enzensberger wird 85

Deutschlands wichtigster Intellektueller lässt sich nie auf ein literarisches Genre festlegen

Gleich sein erstes Buch machte ihn bekannt: "Die Verteidigung der Wölfe" erschien 1957, ein eher schmaler Lyrikband. Doch der Tonfall der Gedichte ließ aufhorchen: Da meldete sich einer zu Wort, der mit Sprache zaubern konnte, Lyrik aber nicht für Zauberei hielt, der kein Loblied auf die blaue Blume sang, aber eine Vorliebe für starke Metaphern und spottreiche Anspielungen zeigte.
Seitdem hat Hans Magnus Enzensberger oft von sich reden gemacht, als Intellektueller von Format, politischer Denker, als eine Stimme von Gewicht in vielen Debatten. Heute wird er 85 Jahre alt.
Die Liste seiner Veröffentlichungen ist lang. Etliche Gedichtbände waren darunter, Kinderreime und Balladen inklusive, aber auch Essays und politische Betrachtungen. Nicht zuletzt mit Literatur hat er sich immer wieder beschäftigt - mit Clemens Brentano beispielsweise, über den er schon seine Doktorarbeit geschrieben hatte. Ab Mitte der 1960er Jahre gab er das "Kursbuch" heraus, ein Leitmedium der intellektuellen Linken und der Studentenbewegung. Mitte der 80er Jahre startete er "Die Andere Bibliothek", eine Buchreihe für Bibliophile mit Werken abseits des Mainstreams. Auch solchem Engagement verdankt Enzensberger seine Rolle als einer der wichtigsten deutschen Intellektuellen der Nachkriegszeit. Hans Magnus Enzensberger lebt in München. Zur Ruhe gesetzt hat er sich nicht, das war auch nicht zu erwarten. Gerade ist eine neue Anthologie erschienen: "Gedichte 1950-2015" und fast zeitgleich sein jüngstes Werk mit dem bezeichnenden Titel "Tumult". Es ist ein Rückblick auf die 1960er Jahre, aber keine Autobiografie.

Scharfe Kritik an ARD-Werbung für Themenwoche "Toleranz"

Paritätischer hält Werbung für "sehr unglücklich"

Die Werbekampagne der ARD für ihre Themenwoche "Toleranz" ist auf scharfe Kritik gestoßen. Der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands, Ulrich Schneider, nannte die Kampagne im Gespräch mit dem "Handelsblatt Online" am Dienstag "sehr unglücklich und wenig reflektiert". Der Grünen-Politiker Volker Beck sagte, die Kampagne fühle sich an wie "kalter Wind aus Russland" - die ARD stelle die Existenz von Minderheiten in Frage. Die ARD wies die Kritik zurück. Die ARD wirbt mit Bild-Motiven für die am Samstag beginnende Themenwoche. Eines der Bilder zeigt einen Mann, der einen anderen auf die Stirn küsst, dazu die Überschrift "Normal oder nicht normal?". Auf einem anderen Bild ist ein schwarzer Mann zu sehen, darüber steht die Frage: "Belastung oder Bereicherung?". Über einem Rollstuhlfahrer steht "Außenseiter oder Freund?" und über einem schreienden Kind "Nervensäge oder Zukunft?".
Schneider sagte, beim Toleranzbegriff müsse der Mensch im Mittelpunkt stehen, und es müsse um bedingungslosen Respekt gehen. Bei der ARD-Werbung für die Themenwoche werde aber "nicht nach dem Menschen, sondern nur nach seiner Nützlichkeit gefragt". "Ich halte die Poster-Serie daher für sehr unglücklich und wenig reflektiert. Die Toleranzdebatte wird eine solche Kampagne nicht befördern." Beck forderte die ARD auf, die Kampagne zu überdenken. "Die öffentlich-rechtlichen Medien verlassen ihren gesetzlichen Auftrag, wenn sie Minderheiten in ihrer Existenz infrage stellen." Dass er sich als Homosexueller im Jahr 2014 in seiner Existenz infrage stellen lassen müsse, "hätte ich höchstens noch von einem unverbesserlichen rechten Rand erwartet. Muss ich mich wirklich fragen lassen, ob ich normal bin, muss sich ein Schwarzer die Frage gefallen lassen, ob er Belastung oder Bereicherung ist, ein Behinderter, ob er Freund oder Außenseiter ist?", sagte Beck dem "Handelsblatt Online". Der verantwortliche Koordinator der ARD-Themenwoche, Hans-Martin Schmidt, erklärte, offenbar habe die ARD einen Nerv getroffen. Der Betrachter solle sich an den Aussagen auf den Plakaten reiben. "Intolerantes Verhalten wird oft von Äußerlichkeiten und Vorurteilen geprägt. Genau damit spielt die Kampagne." Eine gewisse Provokation habe die ARD in Kauf genommen, es solle sich aber niemand persönlich verletzt fühlen. "Wir greifen mit der Plakatkampagne existierende Themen und Debatten auf, beziehen aber keine Position, sondern wollen Denkanstöße geben", erklärte Schmidt weiter. So habe sich die ARD im Vorfeld mit Vertretern der gesellschaftlich relevanten Gruppen zum Austausch getroffen. Und dabei sei gerade bemängelt worden, dass es etwa im Umgang mit dem Thema Homosexualität keine vollkommene Normalität in Deutschland gebe. "Insofern greifen wir eine bestehende Debatte auf."

David Bowie thematisiert Horror des Ersten Weltkriegs

Neues Lied hundert Jahre nach Beginn des Konflikts

Hundert Jahre nach Beginn des Ersten Weltkriegs hat der britische Rockmusiker David Bowie den Horror des Konflikts in einem neuen Lied thematisiert. "'Tis a Pity She Was a Whore", dessen Titel auf ein umstrittenes Theaterstück von John Ford aus dem 17. Jahrhundert Bezug nimmt, beginnt mit einer an Artilleriebeschuss erinnernden Schlagzeugeinlage, die anschließend in einen Rock-Rhythmus mündet. Während Saxophone mit zunehmender Dringlichkeit schrillen, singt Bowie davon, was ein Mann empfindet, der im Ersten Weltkrieg von einer Frau geschlagen wird. "Hätten die Vortizisten Rock-Musik geschrieben, könnte es so geklungen haben", schrieb Bowie in einer Erklärung zu dem Stück mit Blick auf die britische Kunstbewegung des Vortizismus während des Ersten Weltkriegs. Das Lied ist im Internet zu kaufen und erscheint auch als B-Seite des Stücks "Sue (or In a Season of Crime)", das Teil von Bowies neuer Sammlung "Nothing Has Changed" ist. Der Glam-Rock-Pionier hatte zuletzt im März 2013 das Album "The Next Day" herausgebracht.

Umstrittener Kunstverkauf aus Landesvermögen : Auch NRW.Bank wollte Bilder verkaufen

Beabsichtigt war die Veräußerung von zwei Polke-Werken

Erneut ist ein geplanter Verkauf von hochwertiger Kunst aus einem landeseigenen Unternehmen in Nordrhein-Westfalen bekanntgeworden. Die NRW.Bank wollte zwei Bilder des Künstlers Sigmar Polke (1941-2010) verkaufen, nachdem NRW-Museen zunächst kein Interesse an den Objekten als Dauerleihgabe geäußert hätten, sagte heute eine Sprecherin des landeseigenen Förderinstituts. Sie bestätigte damit einen Bericht der heutigen Ausgabe der "Rheinischen Post" . Inzwischen hätten sich aber zwei Museen - die Kunstsammlung NRW sowie das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster - bereiterklärt, die Bilder zu übernehmen.
Der Fall unterscheidet sich von dem umstrittenen Verkauf von zwei millionenschweren Warhol-Bildern aus dem Besitz der angeschlagenen NRW-Bank-Tochter Westspiel. Morgen sollen die Werke in New York versteigert werden. In die Verkaufspläne waren weder NRW-Museen noch die Kulturpolitik einbezogen worden. Eine Übernahme der Bilder durch Museen stand nicht zur Debatte.

Rolling Stones: Versicherungen wollen nicht für Konzert-Ausfälle zahlen

Rockband trat nicht in Neuseeland und Australien auf

Auf die Rolling Stones könnte ein Rechtsstreit um Entschädigungen in Millionenhöhe wegen ausgefallener Konzerte zukommen. Nach dem Tod von Mick Jaggers Freundin L'Wren Scott im März hatten die Rock'n'Roll-Urgesteine eine Tour durch Australien und Neuseeland aus gesundheitlichen Gründen abgesagt. Einem Bericht der US-Zeitung "Salt Lake Tribune" zufolge wollen mehrere Versicherer ihnen die ausgefallenen Einnahmen aber nicht ersetzen, weil die US-Modedesignerin psychisch krank gewesen sein soll - deshalb decke die Police ihren Tod nicht ab. Die Stones sollen die Versicherer in London verklagt haben. Der Sprecher der Band sagte heute, er könne den Bericht nicht kommentieren, da es um eine rechtliche Angelegenheit gehe. Die Versicherer dürfen dem Bericht zufolge nun Scotts Bruder zu möglichen Krankheiten, Behandlungen und den Todesumständen seiner Schwester befragen. Jagger und Scott waren 13 Jahre lang ein Paar.

Leipziger Gewandhausorchester in New York gefeiert

Das zweite und letzte Konzert zum Tourabschluss fand im Lincoln Center statt

Die Gäste spendeten frenetisch Applaus und würdigten die Musiker mit Bravorufen. Die Sachsen hatten in den USA sechs Konzerte gegeben, so auch in Boston, Washington und Leipzigs Partnerstadt Houston. Zuletzt gaben die Musiker zwei Stücke von Felix Mendelssohn Bartholdy, der bis 1843 selbst zwölf Jahre Gewandhauskapellmeister war. Sein Nachfolger Riccardo Chailly ging begeistert durch die Partitur und feuerte seine Musiker mit hochgereckter Faust wie ein Revolutionär an. Star des Abends war der Geiger Nikolaj Znaider, der die Zuschauer mit Beethovens Violinkonzert in D-Moll zu begeisterten Rufen hinriss. Die Tournee stand auch im Zeichen des Mauerfall-Jubiläums.

Achenbach: Verhandlung beginnt

Der Skandal um den Düsseldorfer Kunstberater Helge Achenbach wird heute vor Gericht erstmals verhandelt

Die Familie des 2012 gestorbenen Aldi-Erben Berthold Albrecht fordert in einem Zivilprozess am Düsseldorfer Landgericht 19,4 Millionen Euro Schadenersatz von Achenbach und zwei seiner insolventen Unternehmen. Achenbach sitzt seit fünf Monaten in Untersuchungshaft. Der prominente Kunsthändler hatte Albrecht laut Klageschrift Oldtimer und Kunstwerke für insgesamt gut 120 Millionen Euro verkauft. Dabei soll Achenbach dem Aldi-Erben höhere Einkaufssummen berechnet haben, als er tatsächlich gezahlt habe. Somit habe Achenbach auch höhere Provisionen kassiert. Achenbachs Ehefrau hingegen fordert als Klägerin vier gesperrte Kunstwerke im Gesamtwert von 530 000 Euro zurück. Achenbach selbst wird wohl nicht im Landgericht erscheinen, sondern nur seine Anwälte. Ihm droht inzwischen auch ein Strafverfahren. Die Staatsanwaltschaft Essen hat wegen mutmaßlichen Betruges an drei Kunden Anklage gegen ihn erhoben.

Sorge um Kulturerbe in Nahost

Die Archäologin Margareta van Ess zeichnet ein dramatisches Bild der historisch und kulturell bedeutsamen Stätten im Nahen Osten zeichnet

Vor allem in Syrien und dem Irak gingen wichtige Zeugnisse früher Zivilisationen verloren, schreibt die wissenschaftliche Leiterin der Orient-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts, Margareta van Ess, in einem Gastbeitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". "Was Bomben und Gewalt verschonten, vernichtet fanatischer Vandalismus", so van Ess. Für viele Extremisten biete der Handel mit archäologischen Objekten und Kunstwerken eine lukrative Einnahmequelle. Aber auch die Zivilbevölkerung beteilige sich beispielsweise an Raubgrabungen. Für die von Krieg und Terror gepeinigten Menschen sei der Antikenhandel oft eine der wenigen Möglichkeiten, überhaupt an Geld zu kommen. Internationale Kontrollen und die Gesetzgebung etwa in Deutschland müssten verschärft werden, um einen kompletten Ausverkauf zu verhindern. Um die Dimensionen zu veranschaulichen, verweist van Ess auf die Situation in Nordsyrien und im assyrischen Kernland zwischen Erbil, Euphrat, Takrit und der türkischen Grenze im heutigen Irak. Allein in Nordsyrien hätten bis vor drei Jahren mehrere hundert ausländische und Dutzende syrischer Ausgrabungsteams gearbeitet. Im Kernland Assyriens seien etwa 1.800 archäologische Stätten bekannt. Durch den Zusammenbruch staatlicher Ordnungen gebe es kaum noch Kontrollen. Mitverantwortlich für die Zerstörungen macht van Ess das westliche Wirtschaftsembargo gegen den Irak in den 1990er-Jahren und die Irak-Kriege. In dem Zug seien die Bevölkerung verarmt und das Bildungswesen zusammengebrochen. Zugleich habe eine "Radikalisierung aus Unbildung" zugenommen. So habe die Universität Mossul kürzlich ihre geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächer abgeschafft.

Museen suchen Wege ins Netz

Über das Internet können Museen dem Publikum ganz neue Einblicke in die Kunst bieten

Mit der Computer-Maus ein Gemälde scrollen oder Bilder mit der virtuellen Lupe auf dem Bildschirm bewundern: Die digitale Welt bietet Kunstinteressierten viele Möglichkeiten. Doch von Geldknappheit bis zur Rechtslage - die Museen stoßen immer wieder auf große Hindernisse, wenn sie ihre Sammlungen ins Internet stellen wollen. Auf einer Konferenz in Berlin wollen Experten aus Kulturinstitutionen und der digitalen Wirtschaft an diesem Donnerstag und Freitag über die Wege der Sammlungen ins Netz beraten. Das Internet spiele für die Museen eine zunehmend wichtigere Rolle, sagt Börries von Notz, Alleinvorstand der Stiftung Historische Museen Hamburg und einer der Initiatoren der seit 2011 bestehenden Expertenrunde 'Zugang gestalten! Mehr Verantwortung für das kulturelle Erbe'. Internet sei für viele Menschen oft der erste Kontakt mit den großen Werken. "Die Digitalisierung hilft uns, darauf aufmerksam zu machen und unser Wissen mit anderen zu verknüpfen und sichtbar zu machen", sagt von Notz, bis vor einem Jahr Geschäftsführer des Jüdischen Museums Berlin. Auch die Wissenschaftler seien zunehmend auf die Digitalisierung der Bestände angewiesen. Deswegen fordern die Museen, Archive und Bibliotheken, das Urheberrecht für sie zu lockern.

Experten erwarten App-Fälschungen

IT-Sicherheitsexperten warnen vor einem neuen Angriffsszenario auf Apples iPhones

Dabei könnten unter Umständen Apps durch gefährliche Doppelgänger-Anwendungen ausgetauscht werden. Bei dem beschriebenen Angriffsversuch bekämen Nutzer allerdings Warnungen angezeigt, die sie stutzig machen sollten. Der Austausch sei nicht über den App Store von Apple möglich, sondern über eine Funktion, die es Unternehmen erlaubt, eigene Anwendungen direkt auf die Geräte zu bringen, erläuterte die Sicherheitsfirma FireEye in einem Blogeintrag. In dem beschriebenen Angriffsszenario bekomme der Nutzer etwa über eine Website die Aufforderung, eine App zu installieren. Er werde dabei vom iPhone gewarnt, dass die Anwendung aus einer potenziell unsicheren Quelle stamme. Stimme er dennoch zu, könne sich eine präparierte App an die Stelle einer echten Anwendung setzen.Besonders gefährlich werde es, wenn zum Beispiel Apps von Banken oder Online-Händlern ersetzt würden, in denen der Nutzer seine Login-Daten eintragen könne, warnte FireEye. In einem Test sei es ihnen gelungen, eine App für Googles E-Mail-Dienst Gmail durch eine eigene Anwendung zu ersetzen. Apple äußerte sich zunächst nicht zu dem FireEye-Bericht.

Friedensethik: ein wichtiges Thema für die EKD

"Wir werden auch mit unseren Friedensbewegungen und pazifistischen Freunden das Gespräch suchen"

Das sagte Nikolaus Schneider, scheidender Vorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Er betrachte die Bemühungen um den Frieden auch künftig als zentrales kirchliches Thema.Seine Befürwortung für Waffenlieferungen habe hier zu Verstimmungen geführt. "Hier will ich im Gespräch bleiben, obwohl ich meine Haltung für richtig halte", so Schneider. Ein weiteres Thema der nächsten Jahre werde für die EKD die Schaffung eines gerechten Europas sein. Seinen überraschenden Rücktritt von der EKD-Spitze im Juni hatte Schneider mit der Krebserkrankung seiner Frau erklärt. Seine Äußerung, er würde sie entgegen seiner persönlichen Haltung und entgegen der offiziellen Haltung der Kirche bei beim assistierten Sterben begleiten, hatte für Diskussionen gesorgt. Seine Frau wolle einen Zugang zur Selbsttötung finden und diesen auch theologisch begründen, erklärte Schneider jetzt. Er sei anderer Meinung: Sterbehilfe bedeute für ihn, das Sterben als letzte Lebensphase zu betrachten und diese möglichst angenehm zu gestalten.Heute Nachmittag wählt die in Dresden tagende EKD-Synode einen Nachfolger für Schneider.

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