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Kulturnachrichten

Samstag, 30. November 2013

Erste Einzelausstellung zu Fragonard in Deutschland

Jean-Honoré Fragonard gehört zu den herausragenden Meistern des 18. Jahrhunderts und ist in Deutschland trotzdem kaum bekannt.

Mit dieser Begründung hat die Staatliche Kunsthalle in Karlsruhe eine umfangreiche Ausstellung über den französischen Rokoko-Künstler zusammengestellt. Ab heute werden rund 80 seiner Werke gezeigt. Wie die Kunsthalle mitteilte, sind überwiegend Zeichnungen zu sehen, ergänzt durch Ölstudien und Gemälden.

Die erste Einzelausstellung über Fragonard soll Einblicke in die Vielfältigkeit des Malers geben: Er brachte gesellig-heitere Szenen ebenso zu Papier wie Landschaften und intime Darstellungen.

Schriftsteller Frido Mann sieht keinen Reformwillen in der katholischen Kirche

Der Schriftsteller Frido Mann hält die katholische Kirche für reformunfähig.

Der Enkel von Thomas Mann sagte dem Evangelischen Pressedienst, er glaube nicht, dass der neue Papst Franziskus daran etwas ändern wolle. Auch in dem neuen Dokument "Evangelii gaudium" könne er keinen Willen zu grundlegenden Veränderungen sehen. So sei eine Ordination von Frauen nach wie vor ausgeschlossen. Frido Mann betonte, sobald es um traditionelle Glaubensinhalte gehe, sei bei Franziskus Schluss. Seiner Meinung nach wendet sich der Papst vom liberalen Europa ab und der Dritten Welt zu, wo der Glaube noch konservativ ist.

Von Frido Mann ist zuletzt das Buch "Das Versagen der Religion. Betrachtungen eines Gläubigen" erschienen.

Zeitungen würdigen Regisseur Malick zum 70. Geburtstag

"Er ist eine mythische Figur des Kinos. Er hat sich unsichtbar gemacht über Jahrzehnte, Interviews gewährt er sowieso keine."

Mit diesen Worten beschreibt der "Berliner Tagesspiegel" den zurückgezogenen amerikanischen Regisseur Terrence Malick. Er wird heute 70 Jahre alt. In den vergangenen 40 Jahren habe er nur sechs Filme gedreht, doch jeder sei ein Ereignis gewesen. Die "Süddeutsche Zeitung" findet, sein Thema sei die Philosophie. Auch sei Malick ein unvergleichlicher Synästhet, der alle Verbindungen zwischen den Sinnen erforschen wolle. Der Schauspieler Sean Penn zeigte sich fasziniert von Malicks unbeirrter Suche nach dem Spontanen. Er sagte der "Neuen Zürcher Zeitung", der Regisseur habe die Vorgaben von Drehbuch und Drehplan dafür oft ignoriert.

Malicks erster Film "Badlands" erschien 1974, zuletzt war "The Tree of Life" in den Kinos. Seine nächste Produktion "Voyage of Time" soll im kommenden Jahr zu sehen sein.

Russische Dissidentin Gorbanewskaja gestorben

In der Sowjetunion war sie eine der wenigen, die gegen das kommunistische Regime aufbegehrten.

Die russische Dichterin und Dissidentin Natalja Gorbanewskaja ist im Alter von 77 Jahren in Paris gestorben, wie die Nachrichtenagentur AFP meldet. Gorbanewskaja erlangte internationale Bekannheit, als sie im August 1968 zusammen mit sechs weiteren Dissidenten auf dem Roten Platz in Moskau gegen den Einmarsch der Truppen des Warschauer Pakts in die Tschechoslowakei demonstrierte. Sie wurde deswegen festgenommen und in einem psychiatrischen Krankenhaus zweieinhalb jahre lang medikamentös gegen Schizophrenie zwangsbehandelt. 1975 zwang die Regierung sie, nach Paris ins Exil zu gehen. Dort wirkte sie weiter bei mehreren russischen Exilzeitschriften mit.

Valencia schließt TV-Sender wegen finanzieller Krise

Valencia war besonders stark von der Finanzkrise betroffen.

Aus finanziellen Gründen hat die spanische Region nun ihren staatlichen Sender RTVV abgeschaltet. Das Fernsehprogramm wurde gestern trotz Protesten der Mitarbeiter eingestellt. Auch Radiosender von RTVV werden nicht weiter zu hören sein. Die regionalen Behörden wollten zunächst 1.000 der rund 1.700 Mitarbeiter des Senders entlassen. Als diese vor Gericht zogen und Recht erhielten, beschlossen die Behörden, den Sender komplett zu schließen.

Coen-Brüder : "Inside Llewyn Davis" ist ein filmischer Song

Der neue Film der Coen-Brüder, "Inside Llewyn Davis", ist aufgebaut wie ein Folksong, in dem alles immer schlimmer wird.

Das sagten die beiden Filmemacher der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Sie hätten besonders an einige Zeilen aus "Take It With Me" von Tom Waits gedacht, in dem ein Musiker kurz vor seinem Tod sein Leben reflektiert. Der Film über einen scheiternden Folksänger sei ein Sinnbild für all die Musiker, die es in der Szene nicht geschafft hätten. Das sei auch ein großes Problem bei der Recherche gewesen, sagten die Coen-Brüder. Weil sich vor Bob Dylan kaum jemand für Folkmusik interessiert habe, gebe es wenig Archivmaterial. - "Inside Llewyn Davis" kommt am 5. Dezember in die deutschen Kinos.

Lutherhaus in Eisenach schließt bis 2015

Das Lutherhaus in Eisenach kann heute vorerst zum letzten Mal besichtigt werden.

Denn am Sonntag schließt es bis voraussichtlich Mitte 2015 seine Türen. Das verwinkelte Fachwerkhaus, in dem der spätere Reformator Martin Luther als Schüler gewohnt haben soll, wird für das Reformationsjubiläum 2017 saniert und erweitert. Nach Angaben der Stiftung Lutherhaus Eisenach sind dafür rund 1,3 Millionen Euro eingeplant. Noch einmal so viel Geld sind für die neue Dauerausstellung und die Ausstattung des Hauses veranschlagt.

Leipziger Projekt will Kunst erschwinglich machen

Kultur kann teuer sein - vor allem für Familien mit mehreren Kindern.

Diesem Problem will das Projekt "LabMoms" in Leipzig aus dem Weg gehen. Die Initiatorin Johanna Gundermann sagte der "taz", in dem Projekt sollten Mütter und Kinder gleichmaßen die Möglichkeit haben, sich künstlerisch auszudrücken oder an Veranstaltungen und Kursen teilzunehmen. Das "LabMoms" will Gundermann über erschwingliche Mitgliedsbeiträge finanzieren. Jedes Mitglied könne dann so viele Angebote nutzen, wie es will. Auch sollen die Erwachsenen und Kinder dazu ermutigt werden, eigene Kunstprojekte auf die Beine zu stellen.

Das Projekt startet, sobald sobald mindestens 50 Interessenten Mitglieder werden.

Angola : Regierung nicht islamfeindlich

Die Regierung Angolas wehrt sich gegen den Vorwurf der Islamfeindlichkeit.

Außenminister Georges Chikoti sagte gestern in der Hauptstadt Luanda, es handle sich um ein Missverständnis. Die Regierung habe lediglich eine Reihe von illegal betriebenen Moscheen geschlossen und islamischen Verbänden die offizielle Registrierung als Religionsgemeinschaft verwehrt. Diese hätten nicht die Voraussetzungen dafür erfüllt.

Mehrere Medien hatten berichtet, in Angola sei der Islam verboten worden. So zitierten britische Medien die Kulturministerin mit den Worten, bis auf weiteres würden alle Moscheen im Land geschlossen und der Islam sei als Sekte zu betrachten. - Es kommt immer wieder zu Zusammenstößen zwischen der christlichen Mehrheit und der muslimischen Minderheit im Lande.

Düsseldorfer Schauspielhaus: Sonderprüfung von Finanzen

Das Düsseldorfer Schauspielhaus braucht mehrere Millionen Euro mehr, als es in seinem Etat hat.

Wie die Stadt Düsseldorf bekannt gab, sollen jetzt externe Wirtschaftsprüfer mit dem Fall betraut werden. Die Geschäftsführung des Hauses habe "auf mehrfache Anfrage" keine Auskünfte über den Fehlbetrag oder zur Wirtschaftsplanung geben können. Daraufhin hätten Düsseldorf und das Land NRW, die das Theater gemeinsam finanzieren, eine Sonderprüfung veranlasst. - Laut Angaben der Deutschen Presse-Agentur fehlen dem Schauspielhaus 5,4 Millionen Euro bei einem Etat von rund 24 Millionen Euro.

Wuppertaler Schwebebahn soll von heute an wieder fahren

Das Wahrzeichen Wuppertals geht heute wieder in Betrieb.

Die dortige Schwebebahn fährt dann nach sechswöchiger Pause wieder Passagiere durch die nordrhein-westfälische Stadt. Ihre Stromabnehmer waren nach einem Unfall überarbeitet worden. Im Oktober war eine massive Stromschiene auf einer Länge von 260 Metern aus ihrer Verankerung gerissen worden und auf mehrere Autos gefallen. Zwei Menschen wurden verletzt, 76 Passagiere saßen in zwölf Metern Höhe über der Wupper in dem havarierten Zug fest. - Die Schwebebahn wurde im Jahr 1901 eröffnet und steht unter Denkmalschutz.

Kirchen in Brandenburg werden für Sakulärisierung entschädigt

Während der Säkularisierung im 19. Jahrhundert sind viele Klöster enteignet worden.

In Brandenburg ist das bis heute nicht ohne Folgen geblieben. Wie die Deutsche-Presse-Agentur mitteilte, werden die beiden großen Kirchen dafür immer noch vom Land entschädigt. Zusammen bekommen sie elf Millionen Euro pro Jahr. In den vergangenen Jahren forderten Politiker, vor allem der Linken, Grünen und FDP, immer wieder, die Zahlungen zu beenden. Die Evangelische Kirche hat schon ihre Bereitschaft gezeigt, über die Zahlungen noch einmal zu reden.

Transporter bringt Nahrung und Post zur ISS

An Board waren nicht nur sehnlichst erwartete Briefe:

Ein unbemannter russischer Transporter hat rund 2,4 Tonnen Nachschub zur Internationalen Raumstation ISS gebracht. Wie die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos in Moskau mitteilte, konnte die sechsköpfige Crew den Frachter in rund 418 Kilometern Höhe entladen. An Bord waren neben 187 Kilogramm Nahrung auch Treibstoff und Ersatzteile. Außerdem durften sich die Kosmonauten über 46 Kilogramm Post und DVDs freuen. Der russische Transporter war Anfang der Woche vom Weltraumbahnhof Baikonur in der kasachischen Steppe gestartet.

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