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Kulturnachrichten

Sonntag, 24. November 2013

Schauspieler am Krakauer Theater brechen Proben ab

Im Dezember sollte am Krakauer "Teatr Stary" die "Un-Göttliche Komödie" vom Zygmunt Krasinski aufgeführt werden.

Ob es dazu kommt, ist aber völlig unklar. Ein Drittel der Schauspieler hat die Proben abgebrochen. Sie fühlten sich gezwungen, an einer textfremden, improvisierten Darbietung über den polnischen Antisemitismus mitzuwiken. Mit Krasinski habe das alles nichts zu tun, lautete die Begründung der Verweigerer. Der Direktor des "Teatr Stary", Jan Klata, hatte dem Bosnier Oliver Frljic die Regie übertragen. Ob das Stück aufgeführt werde, wolle man bei der Generalprobe im Dezember entscheiden. Bereits vor zehn Tagen war es zu einem Eklat am "Teatr Stary" in Krakau gekommen. Wegen einer Sexszene im Drama "Nach Damaskus" hatten Zuschauer die Aufführung mit Sprechchören unterbrochen.

In der Berliner Gedächtniskirche wird an Zerstörung vor 70 Jahren erinnert

Es war einer der schwersten Luftangriffe auf Berlin, der im November 1943 nicht nur die berühmte Gedächtniskirche in Berlin zerstörte.

Auch die Neue Synagoge in der Oranienburger Straße und das Schloss Charlottenburg wurden von Bomben getroffen. Mit einem Gottesdienst will die evangelische Gemeinde heute der Opfer des Angriffs und des Zweiten Weltkriegs gedenken. Auch wolle man ein Zeichen für Frieden und Versöhnung setzen. Zu der Feier ist auch Bischof Christopher Cocksworth aus dem britischen Coventry eingeladen. Die englische Stadt war 1940 durch Bombenangriffe der Nazis zerstört worden.

Bischof Fürst will "barmherzige Lösung" für Geschiedene

Geschiedene und neu verheiratete Katholiken sind von den zentralen Sakramenten, wie Beichte und Kommunion, ausgeschlossen.

Doch Katholiken in Deutschland schöpfen nun erneut Hoffnung, dass das nicht ewig so bleibt. Auf der Vollversammlung des Zentralkomittees der deutschen Katholiken sprach sich Bischof Gebhard Fürst für Barmherzigkeit aus. Eine pastorale Lösung werde intensiv beraten und vorangetrieben, sagte er in Bonn. Die liberale Haltung deutscher Bischöfe gegenüber geschiedenen und neu verheirateten Katholiken wird im Vatikan jedoch kritisch gesehen.

Ägypter empören sich über entnommene Proben aus der Cheops-Pyramide

Es sei unerhört, sich einfach so an einem der sieben Weltwunder der Alten Welt zu schaffen zu machen.

Damit verurteilte der ägyptische Minister Mohammed Ibrahim das Vorgehen mehrerer Deutscher, die Proben aus der Kammer der Cheops-Pyramide entnommen haben. Ein erster Bericht über den Zustand der betroffenen Innenwand liege bereits vor. Nach dem Abschlussbericht wolle Ibrahim die Bundesregierung auffordern, rechtliche Schritt gegen die Täter einzuleiten. Der Chemnitzer Naturwissenschaftler Dominique Görlitz war nach eigener Aussage bereits im vergangenen April mit den Proben nach Deutschland zurückgekehrt. Sie wurden in der Zwischenzeit dem Institut Fresenius in Dresden übergeben.

Die Ägypter wollen ihr Sicherheitskonzept auf dem Pyramiden-Plateau in Giseh zukünftig überarbeiten.

Gauck besucht Jüdischen Gemeindetag in Berlin

Religiöse Spannungen in Israel und alltäglicher Antisemitismus:

Über diese Themen will Bundespräsident Gauck auf dem Jüdischen Gemeindetag mit Teilnehmern diskutieren. Zum Kongress sind rund 700 Juden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Berlin gereist. Der Präsident des Zentralrats der Juden, Dieter Graumann, sagte, Gaucks Besuch beim Gemeindetag verdeutliche seine Verbundenheit mit der jüdischen Gemeinschaft.

Vergessene "Zauberflöte" wieder in Paris auf der Bühne

Anfang des 19. Jahrhunderts war es das meistgespielte Stück auf den Pariser Bühnen: eine Bearbeitung von Mozarts "Zauberflöte".

Die Adaption "Les Mystères d'Isis" wurde 1801 uraufgeführt. Einige Jahre später geriet sie allerdings aus der Mode und damit in Vergessenheit. Jetzt ist das Stück nach fast 200 Jahren wieder in Paris zu sehen - im Konzertsaal Pleyel. Die Kulturstiftung Palazzetto Bru Zane plant im kommenden Jahr auch eine CD-Aufnahme.

Erinnern an politische Häftlinge: Bautzener Gräberfeld wird erweitert

In Bautzen haben die Sowjets früher ein Internierungslager betrieben: das Speziallager 4.

Es war eines von zehn Internierungslagern in der DDR. Nach Angaben des Bautzen-Komitees kamen dort zwischen 1945 und 1956 mehr als 3.000 Menschen um. Es waren vor allem politisch Verfolgte, die in einem Massengrab verscharrt wurden. Die Gedenkstätte für die Opfer wird heute um ein vergrößertes Gräberfeld erweitert. Im Anschluss an einen ökumenischen Gottesdienst mit Sachsen Ministerpräsident Stanislaw Tillich und Justizminister Jürgen Martens soll das neue Gräberfeld gesegnet werden.

Sorbische Bräuche sollen UNESCO-Welterbe werden

Die Vogelhochzeit zählt zu den bekanntesten sorbischen Bräuchen.

Sie wird jedes Jahr am 25. Januar gefeiert. Einen Tag vorher stellen die Kinder einen Teller auf ihr Fensterbrett und finden dort am nächsten Morgen Süßigkeiten und als Vögel geformtes Gebäck. Es heißt, dass die Vögel sich auf diese Weise für das Füttern im Winter bedanken würden. Dieser Brauch soll nach dem Willen der Sorben bald zum immateriellen UNESCO-Kulturerbe gehören. Der sorbische Dachverband Domowina bewarb sich mit rund 30 Bräuchen für eine entsprechende Anerkennung des Brauchtums - darunter ist auch das Osterreiten oder Eierschieben. In der Lausitz leben etwa 60.000 Sorben.

Papst warnt Bach-Delegation vor Kommerzialisierung des Sports

Sport ist Harmonie - das zumindest findet Papst Franziskus.

Wenn aber nur Geld und Erfolg die Ziele seien, dann zerbreche sie, mahnte das Oberhaupt der katholische Kirche eine Delegation mit IOC-Präsident Thomas Bach. Die Delegierten waren zu einer Audienz im Vatikan geladen. Bei dem Treffen forderte der Papst, die pädagogische Funktion des Sports zu fördern. Sport könne Brücken zwischen Menschen bauen, seine Sprache sei universell.

Martina Gedeck schätzt Freiheit beim Schauspielern

In der Theater-Welt findet die Schauspielerin Martina Gedeck viel Freiheit.

Gedeck sagte der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", das habe mit der Narrenfreiheit zu tun. Sie sei jedoch nicht damit zu verwechseln, im Mittelpunkt stehen zu wollen. Dieses Ziel habe Gedeck nicht verfolgt. Wenn sie auf der Bühne stehe, spiele sie immer aus ihrem Inneren heraus. Gedeck sagte, zeitweise nehme sie sich dabei gar nicht wahr. Sie brauche dann das Feedback der Regisseure - als Rückmeldung, wie sie beim Spielen wirke.

Flüchtlinge in Berlin ziehen in ehemaliges Seniorenheim

"Zum Guten Hirten" heißt ein ehemaliges Seniorenheim in Berlin, das heute von Flüchtlingen bezogen wird.

Die "Caritas" stellt es ihnen zur Verfügung. Ein Sprecher des katholischen Verbandes sagte, die Betroffenen hätten sich das Haus bereits angesehen. Es ist bereits das zweite Gebäude, das die Kirche für Flüchtlinge in diesem Winter bereitstellt. Viele von ihnen sind unter anderem über die italienische Insel Lampedusa in die EU gekommen. Deswegen haben die meisten keinen Anspruch auf Asyl. Nach langen Diskussionen hatte sich der Senat Mitte Oktober aber bereiterklärt, die Flüchtlinge als humanitäre Geste für die Wintermonate in einem festen Haus unterzubringen. Dafür stellte er auch 136.000 Euro zur Verfügung.

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