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Kulturnachrichten

Donnerstag, 21. November 2013

Gurlitt muss bei einer Rückgabe seine Sammlung schützen

Im Streit um den Münchner Kunstfund zeichnet sich für rund 300 Bilder eine Klärung ab:

Sie sollen an ihren bisherigen Besitzer Cornelius Gurlitt zurückgegeben werden. Dagegen hat der Zentralrat der Juden in Deutschland bereits protestiert. Die Augsburger Staatsanwaltschaft geht jedoch davon aus, dass Gurlitt der rechtmäßige Besitzer ist. Er steht nun vor dem Problem, die Kunstwerke richtig zu lagern und zu versichern. Weil seine Sammlung mittlerweile international bekannt ist, muss er sie zudem vor Diebstahl besser schützen. Nur wenn er nachweisen kann, dass das Land Bayern den Fund zu Unrecht öffentlich gemacht hat, könnte er darauf klagen, dass sich der Freistaat an den Kosten beteiligt.

Russland will Nachlass von Rachmaninow kaufen

Für Russlands Kulturminister ist es eine "gute, aber auch eine teure Idee".

Die Rede ist vom Nachlass und dem Wohnhaus des Komponisten Sergej Rachmaninow. Sie sollen derzeit in der Schweiz zum Verkauf stehen. Russlands Präsident Putin hat nun das Außen-und Kulturministerium angewiesen, den Kauf aus Staatsvermögen zu prüfen. Experten gehen von einem Preis von umgerechnet knapp 15 Millionen Euro aus. Rachmaninow war im Zuge der bolschewistischen Revolution 1917 aus Russland geflohen und nie in seine Heimat zurückgekehrt. Er starb 1943. Russland versucht seit Jahren, mit dem Ankauf von Archiven, Kunst und Nachlässen, Teile seiner verloren gegangenen Kulturschätze zurückzuholen. Zuletzt hatte der Staat das Archiv des Regisseurs Andrej Tarkowski aufgekauft.

Chinesischer Regisseur verschwunden

Die Pekinger Behörden suchen mittlerweile mit Sonderkommandos nach Zhang Yimou.

Nach Medienberichten ist Chinas bekanntester Regisseur offenbar untergetaucht. Grund sollen Verstöße gegen die Ein-Kind-Politik sein. Im Frühjahr hatte es Berichte darüber gegeben, dass der Künstler mit seiner Exfrau und seiner jetzigen Partnerin insgesamt sieben Kinder gezeugt hat. Sollte das stimmen, müsste er umgerechnet rund 19 Millionen Euro Strafe zahlen. Doch die Untersuchungen der Behörden seien bislang ins Leere gelaufen. Zhang Yimou sei weder in seiner Wohnung in Peking, noch in der Heimatstadt seiner Ehefrau anzutreffen.

Konstanzer Intendant will Jan Hus rehabilitieren

Vor knapp 600 Jahren wurde der böhmische Reformator Jan Hus vom Konstanzer Konzil als Ketzer zum Tode verurteilt.

Nun will sich der Theaterintendant der Stadt am Bodensee bei Papst Franziskus für die Rehabilitierung des Theologen einsetzen. In einem Schreiben an den Vatikan hat Christoph Nix um eine Audienz am 6. Juli 2014 dem Todesdatum von Jan Hus gebeten. Mit einer Gruppe Gleichgesinnter will er sich im Sommer zu Fuß auf den Weg nach Rom machen. Der Intendant forderte Angela Merkel und weitere Bundespolitiker auf, sein Anliegen zu unterstützen. Jan Hus gilt als einer der wichtigsten Vordenker der Reformation.

Gurlitt soll gut 300 Bilder zurückbekommen - Kritik des Zentralrats

Ein Schnellschuss ist der falsche Weg.

Dieter Graumann, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, hat kritisiert, dass die Augsburger Staatsanwalt schon kommende Woche gut 300 Bilder aus dem beschlagnahmten Münchner Kunstschatz an Cornelius Gurlitt zurückgeben will. Oberstaatsanwalt Reinhard Nemetz hatte der "Süddeutschen Zeitung" gesagt, so viele Bilder dürften zweifelsfrei Eigentum des Beschuldigten und keine Raubkunst sein. Graumann ist mit dieser, wie er sagte, pauschalen Rückgabe nicht einverstanden. Er sagte der "SZ", es gehe nicht nur um den Rechtsanspruch auf Restitution, sondern die Sache besitze auch eine moralische und historische Dimension.

Bundesjustizministerin Sabine Leutheuser-Schnarrenberger plädierte für rasche Gespräche zwischen dem Kunsthändlersohn und den Behörden. Sie sagte dem Hessischen Rundfunk, es sei wirklich verwunderlich, dass der Beschuldigte anderthalb Jahre lang nicht vernommen worden sei.

Berliner Kunstfälscher: Betroffene melden sich bei der Polizei

Bei der Polizei haben sich die ersten Geschädigten gemeldet.

Es geht um mehrere gefälschte Gemälde der französischen Künstlerin Lou Albert-Lasard. Mehrere Dutzend Menschen sollen bereits angegeben haben, vermeintlich echte Bilder der Expressionistin gekauft zu haben. Nach Angaben des Auktionshauses Villa Grisebach wurden zwei Käufe bereits rückgängig gemacht. Gefälscht wurden die Werke von einem 73-jährigen ehemaligen Kunstlehrer. Er war kurz nach seinem Geständnis gestorben. Betroffen ist wohl auch die Berliner Landeskirche. Bei ihren alljährlichen Wohltätigkeitsversteigerungen soll der Täter als Auktionator einige seiner Fälschungen platziert haben.

Alte Pinakothek wird saniert

Besucher der alten Pinakothek in München müssen in den nächsten Jahren mit Einschränkungen rechnen.

Denn das Museum soll ab 2014 gründlich saniert werden. Wie das Haus mitteilte, müssen vor allem das Lichtkonzept und die Energiebilanz verbessert werden. Ziel sei es, das Tageslicht intensiver zu nutzen und durch den Einbau von Isolierglas und eine bessere Dämmung des Dachstuhls die Kosten für Strom und Heizung langfristig zu senken. Bis 2017 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, die Kosten werden mit 12 Millionen Euro veranschlagt.

Berliner Straße: Deutschlands bekannteste Filmkulisse verschwindet

Deutschlands berühmteste Kulisse wird nun endgültig abgerissen.

Bis Jahresende sollen die Stahlträger der "Berliner Straße" abgetragen sein. Die Reihe aus falschen Häuserfassaden unmittelbar neben den Filmstudios Babelsberg wurde vor 15 Jahren gebaut. Bis heute war sie in 350 deutschen und internationalen Produktionen zu sehen. Es falle dem Studio nicht leicht, sich von der "Berliner Straße" zu trennen, erklärte ein Sprecher. Der Abriss sei aber auch eine Chance für die Filmstudios: Bis zu fünf Millionen Euro wolle man in den Neubau einer Kulisse investieren. Für den bisherigen Standort hatte Potsdam schon vor Jahren den Bau von Wohnungen vorgesehen.

Ägypten fahndet nach Deutschen, die Proben von Pyramide genommen haben

Mit einem internationalen Haftbefehl will das ägyptische Ministerium für Altertümer nach drei deutschen Wissenschaftlern fahnden.

Sie werfen den Männern vor, ohne Genehmigung Baustoff-Proben an der Cheops-Pyramide genommen zu haben, um sie in einem Labor in Deutschland untersuchen zu lassen. Bei einem der Gesuchten soll es sich um den Autor Stefan Erdmann handeln. Viele seiner Veröffentlichungen gelten als Verschwörungstheorien.

Zeitungsbericht: Kirchen beschäftigen zu wenige Menschen mit Behinderung

Deutschlandweit waren im Oktober 176.000 Menschen mit Behinderung arbeitslos gemeldet.

Bei den Kirchen sind jedoch gleichzeitig 3.500 Stellen für Behinderte nicht besetzt. Das berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Für jeden dieser Arbeitsplätze müssen die Kirchen demnach eine sogenannte Ausgleichsabgabe von 115 Euro pro Monat bezahlen.

Die wird für Unternehmen mit 20 oder mehr Mitarbeitern fällig, bei denen der Anteil der Arbeitnehmer mit Behinderung unter fünf Prozent liegt. Für die Kirchen gilt eine Quote von 4,8 Prozent.

Bonn war schon zur Merowingerzeit besiedelt

Eine der größten Siedlungen der Merowingerzeit stand offenbar in Bonn.

Archäologen haben in der früheren Bundeshauptstadt auf einem 17 Hektar großen Gelände 94 Grundrisse von Gebäuden nachgewiesen und ausgegraben. Nach Angaben der Experten vom Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland sind die Funde aus dem sechsten bis achten Jahrhundert für die Forschung von großer Bedeutung. Einzelne Gräberfelder habe man zwar schon untersucht, ganze Siedlungen aus der Zeit seien aber sehr selten. Die Merowinger waren eine fränkische Monarchie des frühen Mittelalters.

Augsburger Puppen gegen Schwarzarbeit

Im Kampf gegen die Schwarzarbeit werden nun auch die Marionetten der Augsburger Puppenkiste auftreten.

Für eine Werbekampagne der Minijob-Zentrale sollen sie in mehreren kleinen Märchenfilmen auftreten. Die Zuschauer sollen damit aufgefordert werden, ihre Haushaltshilfen anzumelden. Diese Aktion könne man vorbehaltlos unterstützten, sagte der Leiter der Puppenkiste, Klaus Marschall. Man setze damit ein Zeichen gegen Schwarzarbeit und fordere Respekt für die Rechte von Arbeitnehmern. Nach Schätzungen arbeiten in Deutschen Haushalten drei bis vier Millionen Menschen beispielsweise als Putzhilfen. Davon sind aber nur gut eine Viertelmillion angemeldet.

Kunsträuber in Griechenland verurteilt

Mehr als ein Jahr nach ihrem spektakulären Kunstraub sind in der griechischen Stadt Patras sieben Männer verurteilt worden.

Sie hatten im Februar 2012 bei einem bewaffneten Überfall auf das Antikeb-Museum in Olympia rund 80 Objekte gestohlen. Die Polizei kam ihnen auf die Schliche, als sie versuchten, einen Teil der Beute zu verkaufen. Die drei Anführer der Bande wurden zu jeweils sieben Jahren Haft verurteilt, die vier anderen erhielten leichtere Strafen.

Theater-Initiative hofft auf Genscher

Die Theater-Szene in Sachsen-Anhalt hofft auf Hans-Dietrich Genscher.

Wie die "Mitteldeutsche Zeitung" aus Halle berichtet, soll der frühere Außenminister im Landtag für die Volksinitiative "Kulturland Sachsen-Anhalt" das Wort ergreifen. Hintergrund ist die geplante Kürzung der Theaterförderung um fast sieben Millionen Euro. Die FDP-Landesvorsitzende Pieper - sie gehört zu den Organisatoren der Initiative - sagte, Genschers Herz schlage für Sachsen-Anhalt. Deshalb sei es Wunsch der Initiative, dass er deren Anliegen vortrage. Genscher hat schon die Sammlung von 30.000 Unterschriften unterstützt, mit der die Initiative ein Rederecht im Landtag erhalten könnte.

Tierschützer empört über ferngesteuerte Kakerlaken für Schüler

Die Firma "Backyard Brains" will Jugendliche für die Neurowissenschaften begeistern -

und scheut dabei nicht vor drastischen Methoden zurück: Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, bietet das Unternehmen Kakerlaken zum Kauf an, die sich per Smartphone fernsteuern lassen. Dafür müssen die Tiere unter anderem betäubt und mit Schleifpapier bearbeitet werden. Außerdem werden ihnen die Flügel zerschnitten und mit Heißkleber eine Elektrode angebracht.

Tierschützer und Neurowissenschaftler sind entsetzt. Andreas Vilcinskas, Insektenforscher an der Uni Gießen, betonte in der SZ, auch Insekten empfänden Schmerzen. Er bezweifelt zudem den Nutzen der "Cyber-Kakerlaken". Die Firma verteidigte ihr Produkt - und betonte, man bringe Kindern bei, dass Kakerlaken ganz wie der Mensch ein Nervensystem hätten.

Schwedische Kaufhauskette lässt aus 650.000 Weihnachtskatalogen eine Seite ausreißen

Die Angestellten der schwedischen Kaufhauskette Åhléns sind zurzeit mit einer ziemlich monotonen Aufgabe beschäftigt:

Sie müssen aus jedem einzelnen der 650.000 Exemplare des Weihnachtskatalogs eine Seite herausreißen. Bei den darauf abgebildeten Bastelvorschlägen sind zwei Figuren aus dunklen Perlen zu sehen, die entfernt an Lebkuchenmännchen erinnern. Mitarbeiter empfanden diese Abbildung als Diskrimierung gegenüber dunkelhäutigen Menschen. Auch in den sozialen Netzwerken wurde die Firma für die Darstellung kritisiert. Das Unternehmen hat mittlerweile um Entschuldigung gebeten und erklärt, das Bild hätte nicht im Katalog erscheinen dürfen.

Hier können Sie sich selbst ein Bild machen.

Bärtiger Sikh erhält Entschädigung wegen Nichtanstellung

Ging es um ungepflegtes Aussehen oder doch um Diskriminierung wegen der Religionszugehörigkeit?

Weil er wegen seines Bartes in einem Bewerbungsverfahren abgelehnt wurde, erhält ein indisch-amerikanischer Sikh in den USA eine Entschädigung von 50.000 Dollar. Das berichtet die Online-Zeitung "India Today". Demnach hatte sich der Mann 2008 bei einem Autohaus beworben, das zwar von seinen fachlichen Qualifikationen angetan war, den Vollbart aber nicht akzeptieren wollte. Für Sikhs ist der Bart jedoch ein Zeichen ihrer Religionszugehörigkeit. Der Streit wurde jetzt unter Beteiligung des religiösen Verbandes der Sikh Coalition außergerichtlich beigelegt.

"Widerlicher Club": Schriftstellerin Lewitscharoff greift Versandhändler Amazon an

"Wenn ich eine Firma hasse, dann diese."

Mit harschen Worten hat die Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff den Online-Versandhändler Amazon angegriffen. In ihrer Rede zur Eröffnung der Wiener Buchmesse bezeichnete die Büchner-Preisträgerin das Unternehmen laut Redemanuskript als "widerlichen Club", der seine Angestellten empörend schlecht bezahle, die Buchhändler und zunehmend auch die Verlage ruiniere. Überdies zahle die Firma in den Ländern, in denen sie viel Geld verdiene, keine Steuern.

Lewitscharoff sagte weiter: "Sollte es mir vergönnt sein, den Tod dieser verhassten Firma noch zu erleben - was leider nicht sehr wahrscheinlich ist - werde ich mit einem Jubelruf auf den Lippen ins Grab sinken".

US-Schriftsteller James McBride mit dem "National Book Award" ausgezeichnet

Die "New York Times" bezeichnet ihn als "Überraschungssieger".

Der Schriftsteller James McBride ist in New York mit dem "National Book Award" ausgezeichnet worden. Er erhielt den Preis für seinen Roman "The Good Lord Bird" über die Identitätssuche eines jungen Sklaven, der aus der Gefangenschaft flieht.

Der Preis für das beste Sachbuch ging an einen Autor des Magazins "The New Yorker": George Packer wurde für seine Geschichte der USA seit 1978 ausgezeichnet. Der "National Book Award" wird seit 1950 vergeben und gilt neben dem Pulitzer-Preis als bedeutendste Literaturauszeichnung der USA.

Hier der Bericht der "New York Times über die Preisverleihung.

US-Medienunternehmen Tribune streicht 700 Stellen

Harte Zeiten für Zeitungsmacher in den USA.

Der Medienkonzern Tribune will weitere 700 Stellen abbauen. Das entspreche sechs Prozent der Belegschaft, teilte das Unternehmen mit, zu dem Zeitungen wie der "Chicago Tribune", die "Los Angeles Times" und "The Baltimore Sun" gehören. Angesichts der schwierigen Lage auf dem Zeitungsmarkt hatte Tribune im Sommer eine größere Umstrukturierung angekündigt. Das Verlagsgeschäft soll ausgegliedert werden; künftig will man sich mehr auf die Fernsehsparte konzentrieren. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen 800 Jobs gestrichen.

Ehrung für "Indianer-Geheimsprache"

Die Sprachen von Indianer-Völkern dienten den US-Truppen im Ersten und Zweiten Weltkrieg als Geheimsprachen.

Darum hat der US-Kongress jetzt 200 Indianer für ihre Verschlüsselungskünste mit der Goldmedaille geehrt, das ist die höchste zivile Auszeichnung des Parlaments. Zur Verleihung kamen Angehörige von 20 Völkern, darunter zum Beispiel Komantschen. Bislang waren vor allem die Navajo-Indianer für ihre Dienste im Weltkrieg bekannt gewesen und auch schon geehrt worden. Nun wurden auch die anderen Indianervölker für ihre Leistungen ausgezeichnet.

Kollegen über den verstorbenen Kabarettisten Dieter Hildebrandt

"Dieter hat Nach-Rufe nicht nötig, er hat einen Ruf, der nicht vergeht."

Mit diesen Worten zum Tod des Kabarettisten Dieter Hildebrandt zitiert die "Süddeutsche Zeitung" den Filmemacher Helmut Dietl. Dietl betont: "Ich habe ihn verehrt und geliebt. Mit ihm ist eine ganze Epoche gestorben". Der Maler und Cartoonist Hans Traxler sagte der "SZ", Hildebrandt sei ein Frontal-Kabarettist gewesen, wie es keinen zweiten gegeben habe. In der flockigen Schar der Comedians und Entertainer sei er der Aufklärer gewesen. Hildebrandts Kollege Ottfried Fischer erklärte, dieser habe den Boden für eine öffentlich-rechtliche Satire bereitet. Aufgrund seines Beispiels seien viele Kabarettisten erst solche geworden, so Fischer. - Und der frühere Münchner Intendant Dieter Dorn würdigte den Verstorbenen als "Solitär in der Geschichte der Bundesrepublik".

Libération-Überfall: Pariser Polizei nimmt Verdächtigen fest

Die Pariser Polizei meldet einen Fahndungserfolg.

Nach zwei Überfällen auf französische Medien in der französischen Hauptstadt ist in einem Vorort von Paris ein Verdächtiger festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft teilte in der Nacht mit, ein DNA-Test habe bestätigt, dass es sich bei dem Festgenommenen um den gesuchten Schützen handle.

Ein bewaffneter Mann hatte am Montag die Redaktion der linksliberalen Zeitung "Libération" gestürmt und mit Schüssen einen Fotoassistenten lebensgefährlich verletzt. Zuvor soll er die Mitarbeiter des privaten Nachrichtensenders "BFMTV" in Paris mit einem Gewehr bedroht haben.

Verleumdungsklage in Polen gegen ZDF-Serie

Der ZDF-Dreiteiler "Unsere Mütter, unsere Väter" hatte im Sommer für Verärgerung in Polen gesorgt.

Denn darin waren Angehörige der polnischen Heimatarmee AK als Antisemiten dargestellt worden. Jetzt hat der Fall ein gerichtliches Nachspiel. Wie polnische Medien berichten, reichte der Weltverband der ehemaligen AK-Soldaten vor einem Gericht in Krakau Klage gegen die Produzenten und das ZDF ein. Wegen Verleumdung fordern die Kläger rund 11.000 Euro Schmerzensgeld. Vor allem wollen sie aber erreichen, dass jeder künftigen Ausstrahlung eine Entschuldigung vorangestellt wird - und die ausdrückliche Feststellung, dass Deutschland die Alleinschuld für den Holocaust trage.

Google-Chef sieht Ende der Zensur in zehn Jahren

"Die Zensoren werden den Kampf um die Meinungsfreiheit verlieren."

Der Google-Verwaltungsratschef Eric Schmidt glaubt, dass die weltweite Zensur und Internet-Überwachung innerhalb von zehn Jahren ein Ende finden werden. Zwar werde es immer Versuche der Regierenden geben, Meinungsaustausch zu überwachen oder gar zu unterdrücken, sagte Schmidt in einer Rede an der Johns Hopkins Universität im US-Bundesstaat Maryland. Doch gleichzeitig gebe es immer bessere Möglichkeiten zur Verschlüsselung privater Daten. Dies ermögliche den Internet-Nutzern, das Katz-und-Maus-Spiel gegen die Regierungen zu gewinnen. - Schmidt äußerte sich nicht zu mehreren Fälllen, in denen Google selbst vorgeworfen wurde, verbotenerweise Daten von Usern gesammelt zu haben.

Illinois erlaubt als 16. US-Bundesstaat die gleichgeschlechtliche Ehe

In 16 der 50 US-Bundesstaaten können Schwule und Lesben jetzt offiziell heiraten.

In Chicago hat der Gouverneur von Illinois, Patrick Joseph Quinn, ein Gesetz unterzeichnet, das es homosexuellen Paaren ab Juni 2014 erlaubt, die Ehe einzugehen. In Illinois waren eingetragene Lebenspartnerschaften seit 2011 möglich, gegen die Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe hatte es aber zunächst Widerstände gegeben. Quinn betonte, das neue Gesetz sei ein bedeutender Sieg für die Gleichberechtigung.

Kölner Intendant: Religion muss auf die Bühne

Religion muss unbedingt auf der Bühne verhandelt werden.

Das fordert der Intendant des Schauspiels Köln, Stefan Bachmann. Der Regisseur sagte der "Zeit"-Beilage "Christ & Welt", er finde es ein bisschen merkwürdig, dass er sich offenbar als einer der wenigen in der Theater-Welt mit solchen Themen ernsthaft auseinandersetze. Bachmann selbst ist konfessionslos, hat aber Religionswissenschaften studiert. Am Schauspiel Köln inszeniert er derzeit die "Genesis", das erste Buch des Alten Testaments.

Papst beichtet alle zwei Wochen

Papst Franziskus geht nach eigenen Worten alle zwei Wochen zur Beichte.

Denn schließlich, so verriet er bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz, sei auch der Papst ein Sünder. Und nicht nur er. Das Gebot zur Beichte gelte auch für alle Priester und Bischöfe. Denn sie seien ebenfalls Sünder, so der Papst. Dabei verwies Franziskus auch auf die positiven Effekte der Beichte. Das "Geheimnis der Vergebung" sei ein großes Geschenk Gottes und Quelle von Frieden und Segen.

Nach Charles Darwin benannte Frosch-Art offenbar ausgestorben

Das Überleben des Stärkeren ist eine zentrale These in Charles Darwins Evolutionstheorie.

Ein nach dem Naturforscher benannter Frosch war offenbar nicht stark genug: Wissenschaftler vermuten, dass eine der beiden Arten des Darwin-Frosches ausgestorben ist. Die Forscher aus Chile und Großbritannien gehen davon aus, dass ein Pilz der Grund ist, der die Haut des Tieres befallen hat. Untersuchungen an toten Fröschen stützten diese Theorie. Vollständig erklären lasse sich das Aussterben damit aber nicht.

Charles Darwin hatte die Frösche 1834 in Chile entdecket. Die Tiere sind gut vor Räubern getarnt, weil sie aussehen wie trockenes Laub. Bekannt sind die Frösche auch deshalb, weil die Männchen die Kaulquappen in ihrer Schallblase an der Kehle tragen.

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