Seit 19:30 Uhr Zeitfragen. Feature

Donnerstag, 14.11.2019
 
Seit 19:30 Uhr Zeitfragen. Feature

Kulturnachrichten

Montag, 11. November 2013

Naumann: Forschung zum Münchner Kunstfund professionalisieren

Der Münchner Kunstfund gehört sofort veröffentlicht.

Das hat jetzt auch der frühere Kulturstaatsminister Bernd Naumann gefordert. Er sagte dem "Art"-Magazin, alle 1.400 entdeckten Werke müssten ins Internet gestellt werden. Außerdem müsse die Herkunftsforschung sofort professionalisiert werden. Es könne nicht sein, dass die zuständige Staatsanwaltschaft nur eine einzige Kunsthistorikerin beauftragt habe. Auch der Präsident des Jüdischen Weltkongresses, Ronald S. Lauder, hatte darauf gedrängt, alle Bilder ins Internet zu stellen. Außenminister Guido Westerwelle mahnte einen offeneren Umgang mit den Kunstwerken an. Er sagte der Deutschen Presse-Agentur, man dürfe die Sensibilität des Themas in der Welt nicht unterschätzen.

Der Münchner Kunstfund war von Staatsanwaltschaft und Steuerfahndung anderthalb Jahre lang unter Verschluss gehalten worden. Vermutet wird, dass sich unter den Werken auch Nazi-Raubkunst befindet.

Istanbul: Künstler überkleben Werke aus Protest gegen Polizei-Aktion

Der Eingriff in die Kunstfreiheit ist für sie nicht akzeptabel.

Auf der Istanbuler Kunstmesse "Artist" haben mehrere Künstler ihre Werke mit schwarzen Folien überklebt, um damit gegen eine Polizei-Aktion zu demonstrieren. Die Beamten hatten auf Anweisung der Staatsanwaltschaft den Kurator und den Messe-Chef befragt, nachdem ein Besucher sich über eine Arbeit des Künstlers Nova Kozmikova beschwert hatte. Bei dem Werk handelt es sich um ein verfremdetes Foto von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan, aus dessen Augen Öl quillt. Kozmikova erklärte, das Bild sei seine persönliche Kritik am Umgang mit den Protesten im Gezi-Park vor einigen Monaten. Eine Beleidigung könne er nicht erkennen.

Litauens Präsidentin kritisiert Angriff auf Pressefreiheit

"Die Pressefreiheit muss respektiert und gewährleistet werden - denn eine freie Presse ist der Garant für einen demokratischen Staat".

Mit diesen Worten hat Litauens Staatspräsidentin Dalia Grybauskaitë einen Einsatz der nationalen Sicherheitsbehörde gegen Journalisten verurteilt. Die Beamten hatten Wohnungen von Mitarbeitern einer lokalen Nachrichtenagentur durchsucht und Computer beschlagnahmt. Sechs Journalisten wurden zu Vernehmungen einbestellt, um sie zur Preisgabe einer Quelle zu bewegen. Auslöser der Aktion war ein Bericht der Agentur, der litauische Geheimdienst verfüge über Informationen, wonach Russland eine Informationskampagne gegen Grybauskaitë plane. Der Direktor der Sicherheitsbehörde hat sich inzwischen bei den Betroffenen entschuldigt.

Nordkorea: Offenbar 80 Häftlinge wegen ausländischer Serien hingerichtet

Ausländische Serien und Filme sind in Nordkorea strengstens verboten.

Wer sie trotzdem schaut, muss mit der Todesstrafe rechnen - wie jetzt etwa 80 nordkoreanische Häftlinge. Nach Angaben einer südkoreanische Zeitung, die sich auf einen anonymen Informanten beruft, sollen die Gefangenen Anfang November öffentlich hingerichtet worden sein. Nordkoreanische Flüchtlinge, die eine Webseite betreiben, stuften die Berichte als glaubwürdig ein. Ein Mitarbeiter des Online-Portals sagte, die Regierung in Pjöngjang habe offenbar Angst vor einem gesellschaftlichen Wandel und wolle die Bevölkerung einschüchtern.

UN-Gericht spricht Kambodscha Region um umstrittene Tempelanlage zu

Um diesen Tempel streiten Thailand und Kambodscha seit Jahrzehnten.

Jetzt hat der Internationale Gerichtshof in Den Haag die Region um die Tempel-Anlage Kambodscha zugesprochen. Das Heiligtum selbst gehört nach einer Entscheidung des Gerichts schon seit 1962 zu Kambodscha. Thailand akzeptierte das Urteil damals grundsätzlich, forderte aber das angrenzende 4,6 Quadratkilometer große Gelände um die Tempelanlage für sich. Im Jahr 2011 kam es deshalb zu Kämpfen zwischen beiden Ländern, bei denen 28 Menschen getötet wurden.

Stiftungsrat berät erneut über Dessauer Bauhaus-Direktor

An der Entscheidung hatte es Kritik gegeben - jetzt wird sie nochmals debattiert.

Es geht um die Zukunft des Dessauer Bauhaus-Direktors Philipp Oswalt. Der Stiftungsrat hatte in einem schriftlichen Abstimmungsverfahren einstimmig beschlossen, seinen Vertrag nicht zu verlängern und die Stelle neu auszuschreiben. Jetzt teilte ein Sprecher mit, der Stiftungsratsvorsitzende und Kultusminister von Sachsen-Anhalt, Stephan Dorgerloh, werde das Thema Ende des Monats erneut aufrufen. - Der Architekt Oswalt ist seit 2009 im Amt. Sein Vertrag läuft bis Februar 2014.

Spektakuläre Textfunde von Euripides und Aristoteles werden untersucht

Einen solchen Fund bekommen Wissenschaftler nicht alle Tage zu sehen.

Die Universitäten Göttingen und Bologna und die Kulturstiftung der griechischen Nationalbank untersuchen gemeinsam zwei neu entdeckte Handschriften aus dem Mittelalter. Dabei handelt es sich um Texte von Euripides und Aristoteles. Die Pergamente stammen aus der Bibliothek des Heiligen Grabes zu Jerusalem. Dass die Schriften nicht früher entdeckt wurden, liegt daran, dass das Material im Mittelalter abgewaschen und neu beschrieben wurde. Mithilfe neuer Bilderfassungsmethoden können jetzt auch die unteren Textschichten sichtbar gemacht werden.

Neue Bibliothek für Menschen mit geringer Lesekompetenz

Das Angebot richtet sich an Menschen mit geringer Lesekompetenz oder wenig Deutschkenntnissen.

In Berlin wird die erste Bibliothek mit Medien in "leichter Sprache" eröffnet. Wie der Verein Lebenshilfe mitteilte, können Nutzer mehr als 250 Bücher, Filme und andere Medien ausleihen. Die Bücherei ist in den Räumen der Pablo-Neruda-Bibliothek in Berlin-Friedrichshain untergebracht.

Forscher erstellen Datenbank deutscher Oratorien seit 1800

Die Forscher sprechen von einem vergessenen Schatz der Musikgeschichte.

An der Universität Münster werden Oratorien des 19. und 20. Jahrhunderts untersucht. Die Werke sollen in einer Datenbank erfasst und langfristig ins Internet gestellt werden. Der Musikwissenschaftler Dominik Höink erklärte, Oratorien seien im Gegensatz zur Oper bisher kaum erforscht worden. Das Augenmerk habe sich auf wenige Werke von Joseph Haydn und Felix Mendelssohn Bartholdy gerichtet. Besonders bei deutschen Werken dieser Gattung gebe es aber ansonsten eine immense Forschungslücke.

Griechische Altertümer verzeichnen deutliches Besucherplus

Von der Krise ist hier wenig zu spüren.

Griechenlands archäologische Stätten haben in den ersten sieben Monaten des Jahres ein Besucherplus verzeichnet - und zwar von knapp 29 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das berichtet ein griechisches Nachrichtenportal unter Berufung auf das Statistikamt des Landes. Die Zahl der Besucher in griechischen Museen sei um gut 17 Prozent gestiegen. Sie verzeichneten auch ein deutliches Umsatzplus. Ob es sich bei den zusätzlichen Besuchern um Touristen oder Einheimische handelte, wurde nicht mitgeteilt.

Henning Mankell würde gerne "Faust" treffen

Wer würde nicht davon träumen, Goethes "Faust" zu treffen?

Das fragt sich der schwedische Schriftsteller Henning Mankell. Er sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Figur sei für ihn eine Art Freund geworden, weil er zu ihr über die Literatur eine Beziehung aufgebaut habe. Deshalb könne er verstehen, dass es manchen Lesern mit dem von ihm erfundenen Kommissar Wallander genau so gehe. Den vermisse er selbst allerdings nicht. - Mankell hat mit "Mord im Herbst" gerade einen bisher unveröffentlichten Fall der Krimi-Serie herausgegeben.

Klassenbucheinträge über John Lennon werden versteigert

Die Einträge reichen von "Schwätzen" und "Stören" bis hin zu Raufereien.

So steht es in alten Klassenbüchern über John Lennon. Die Einträge stammen aus den Jahren 1955 und 1956, als der spätere "Beatle" 15 Jahre alt war. Die Klassenbücher hat ein Lehrer aufgehoben. Zwei Seiten daraus werden demnächst von einem Online-Auktionshaus versteigert. Der erhoffte Preis pro Seite liegt bei rund 3.600 Euro.

Münchner Kunstfund: Jüdischer Weltkongress mahnt Bundesregierung zum Handeln

"Machen Sie die Bilder sichtbar."

Mit diesem Appell hat sich der Präsident des Jüdischen Weltkongresses, Ronald S. Lauder, nach dem spektakulären Münchner Kunstfund an die Bundesregierung gewandt. Er sagte der Zeitung "Die Welt", es müsse sofort eine Inventur gemacht und der gesamten Fundus ins Internet gestellt werden. Dann habe jeder die Möglichkeit zu sehen, was vorhanden sei. Es sei wertvolle Zeit vergeudet worden. Denn im Rückgabeverfahren würden weder die möglichen Anspruchsberechtigten noch etwaige Zeugen jünger, betonte Lauder.

Israel gibt 90 Antiquitäten zurück an Ägypten

Ägypten hat erreicht, 90 antike Werke zurückzubekommen, die eigentlich in Jerusalem versteigert werden sollten.

Das hat der ägpytische Antiquitäten-Minister in Kairo mitgeteilt. Demnach hatte er nach Bekanntgabe der geplanten Auktion verlangt, dass das Außenministerium bei den israelischen Behörden intervenieren soll. Versteigert werden sollten insgesamt 110 Stücke. Dafür konnte das zuständige Auktionshaus jedoch nicht alle notwendigen Zertifikate vorlegen. Deshalb musste es nun 90 Werke wieder an Ägypten zurückgeben. Der Antiquitäten-Minister erklärte weiter, Ägypten werden sich außerdem dafür einsetzen, bereits illegal versteigerte Stücke wieder zurückzuerhalten.

Politologe fordert Medienreformen für Lateinamerika

In Lateinamerika haben sich seit den 80er Jahren zwar die politischen Systeme demokratisiert, aber die Massenmedien sind nicht vielfältiger geworden.

Zu diesem Ergebnis kommt der Politikwissenschaftler Philip Kitzberger in einem Bericht des Hamburger Giga-Instituts. Kitzberger schreibt, seit den 80er Jahren habe sich die Medienkonzentration in Lateinamerika verstärkt. In zwölf von 16 Ländern dominierten zwei Ketten den Fernsehmarkt. Zwar stellten sich die Privatmedien als politisch unabhängig dar. Aber tatsächlich würden sie von ihren Inhabern häufig genutzt, um Lobbyarbeit zu machen - nämlich für die Interessen von traditionellen Eliten und neuen Großkonzernen. Aber dagegen protestierten inzwischen die Bürger in vielen Ländern.

Zum Beispiel in Brasilien, wo die großen Medien die jüngsten Straßenproteste als Bandenaufstand diskreditiert hätten. Dieser Aspekt geht laut dem Giga-Bericht in europäischen Medien fast unter - der Konflikt um Medienreformen in Lateinamerika werde oft nur als Kampf von autoritären Regierungschefs gegen Privatsender missverstanden. - Den Bericht des Giga-Institut lesen Sie hier.

Tarifverhandlungen für Zeitungen gehen weiter

Es geht um mehr Lohn für Redakteure bei Tageszeitungen.

In Berlin hat die fünfte Runde der Verhandlungen über einen neuen Gehalts- und Manteltarifvertrag begonnen. Dabei verhandelt der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger mit Gewerkschaftlern vom Deutschen Journalisten-Verband und der dju von verdi. Die Gewerkschaften fordern für die 14.000 Redakteure bei Tageszeitungen 5,5 beziehungsweise 6 Prozent mehr Lohn. Außerdem sollen Online-Redakteure in die Regelung miteinbezogen werden. Die Verleger wollen einen neuen Flächentarif, bei dem die Gehälter an die Kaufkraft der jeweiligen Region angepasst werden. Außerdem wollen sie Weihnachts- und Urlaubsgeld erfolgsabhängig zahlen.

Grünen-Politikerin Gerlach soll Grimme-Chefin werden

Die nordrhein-westfälische Grünen-Politikerin und Medienexpertin Frauke Gerlach soll neue Chefin des Grimme-Instituts werden.

Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Einflussreiche Gesellschafter hätten sich auf Gerlach als Kandidatin verständigt. Das Grimme-Institut in Marl beobachtet und bewertet Medienangebote und zeichnet hochwertige Fernsehsendungen aus. Frauke Gerlach ist Justiziarin der Grünen-Landtagsfraktion im Düsseldorfer Landtag und seit Mai 2011 schon Aufsichtsratsvorsitzende des Grimme-Instituts. - Aktueller Geschäftsführer des Instituts ist der 64-jährige Uwe Kammann.

MTV European Music Awards: Eminem räumt ab

Gewinner des Abends war der Rapper Eminem.

Bei den "MTV European Music Awards" in Amsterdam hat Eminem zwei Preise abgeräumt: Er wurde zum Besten Hip-Hop-Künstler 2013 gekürt und erhielt außerdem den Sonderpreis Global Icon Award. Damit hat der US-Rapper inzwischen 13 der Preise eingeheimst und ist der erfolgreichste Musiker in der 20-jährigen Geschichte der European Music Awards. Ausgezeichnet wurde gestern auch der kanadische Teenie-Star Justin Bieber - und zwar zum vierten Mal in Folge als Bester Männlicher Künstler. US-Popsängerin Katy Perry wurde Beste weibliche Künstlerin des Jahres 2013.

Britische Atheisten wollen Krönungseid anfechten

Die britische Atheisten-Vereinigung will juristisch prüfen, ob der Krönungseid die europäische Menschenrechtskonvention verletzt.

Wie die Zeitung "Sunday Times" berichtete, untersuchen Anwälte, ob der Gottesbezug in der Schwurformel gegen den Artikel zur Glaubens- und Gewissensfreiheit sowie das Diskriminierungsverbot verstößt. Königin Elisabeth die Zweite hatte bei ihrer Krönung 1953 unter anderem gelobt, "die Gesetze Gottes und das wahre Bekenntnis des Evangeliums" zu schützen sowie den Status der anglikanischen Staatskirche zu erhalten. Ein Vertreter der britischen Atheisten kritisierte, die Krönungszeremonie müsse alle Teilnehmer einschließen und dürfe nicht "ein Gottesdienst einer einzigen Konfession sein, an dem an normalen Sonntagen weniger als zwei Prozent der Bevölkerung teilnehmen".

Ein Sprecher der Church of England nannte den Vorstoß der Atheisten einen "traurig verfehlten Werbegag einer zunehmend verzweifelten Aktionsgruppe von gerade einmal 10.000 Mitgliedern".

MDR-Tatort bekommt "Saure Gurke" als frauenfeindliche Sendung

"Auch ein junger 'Tatort' kann ziemlich gestrig sein."

Zu diesem Schluss kamen die Medienfrauen von ARD, ZDF, ORF und dem Schweizer Rundfunk. Auf ihrer Herbsttagung in Berlin verliehen sie die "Saure Gurke" für frauenfeindliche Sendungen an den MDR-Tatort "Kalter Engel" aus Erfurt. Darin, so die Jury ironisch, treffe man auf Frauenrollen, die man "in 40 Jahren Tatort kennen und lieben gelernt" habe: die Heilige, die Hure, die herrische Vorgesetzte und ein Mordopfer, das selbst schuld sei. Ein Sprecher des Mitteldeutschen Rundfunks zeigte sich auf Nachfrage erstaunt. Möglicherweise habe sich der Jury das Drehbuch nicht erschlossen. Schließlich trage zur Lösung des Falles entscheidend eine Praktikantin bei. Die Jury betonte allerdings, die Praktikantin habe in wichtigen Momenten männliche Hilfe gebraucht.

"taz" über neue kritische Degeto-Chefin

Christine Strobl will hart durchgreifen.

Das schreibt die Zeitung "taz" über die neue Geschäftsführerin der ARD-Gesellschaft Degeto, die Filme einkauft. Auf einem jährlichen Branchentreffen am Wochenende habe Strobl ihr neues Konzept erklärt. Demnach, so die "taz", sei nun Schluss mit dem "jahrzehntelangen Schnulzenschnitzen und Geldverbraten". Die neue Degeto-Geschäftsführerin habe betont, ARD-Produktionen sollten künftigt Klischees vermeiden, innovative Geschichten zulassen und dabei gesellschaftlich relevante Themen und die Schauspielerriege ganz ausschöpfen. Allerdings zweifelt die "taz" daran, wie schnell und umfassend diese Änderungen durchgesetzt werden können.

Lutherfinder begleiten Touristen zu Reformations-Schauplätzen

Touristen, die sich für Martin Luther und Themen der Reformation interessieren, können dafür in Thüringen Lutherfinder buchen.

Das sind speziell dafür ausgebildete Begleiter, die Zusammenhänge zwischen Geschichte, Theologie, Schauplätze und Zeugnissen der Reformation sowie deren Wirkung erklären. Wie die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland mitteilte, können die Lutherfinder übers Internet gebucht werden; von 2014 an auch für Sachsen-Anhalt. Das Projekt ist eine Kooperation von Partnern aus Kirche, Schule, Erwachsenenbildung und Tourismus.

- Hier geht es zur Homepage des Lutherfinder-Angebots.

Nürnberger Kaiserburg zieht mehr als 120.000 Besucher an

Die wiedereröffnete Kaiserburg in Nürnberg hat sich mit ihrer Sonderausstellung als Publikumsmagnet erwiesen.

In knapp vier Monaten kamen 120.000 Besucher in die Schau, wie das Bayerische Finanzministerium mitteilte. Zusätzlich zu regulären Führungen seien 600 Sonderführungen gebucht worden. Zwar endete die Sonderausstellung "Kaiser-Reich-Stadt" gestern, aber nun wird sie zur Dauerschau umgebaut. Darin werden unter anderem die Funktionsweise des Alten Reichs erklärt, sowie die besondere Rolle Nürnbergs in der Goldenen Bulle, dem wichtigsten Verfassungsdokument des Reichs. - Die Kaiserburg war Mitte Juli nach einer Generalsanierung und einer musealen Umgestaltung neu eröffnet worden.

Hier geht es zur Homepage der Nürnberger Kaiserburg.

Rabbiner verbietet Kamellen-Werfen

Bonbons werfen - das ist ein jüdischer Brauch bei freudigen Anlässen und Zeremonien, zum Beispiel wenn Jugendliche religionsmündig werden.

Ein israelischer Rabbiner hat das nun verboten, wie der israelische Sender Arutz Scheva berichtete. Efraim Zalmanovich, oberster jüdischer Geistlicher in der Stadt Mazkeret Batya bei Tel Aviv, habe erklärte, zu viele Süßigkeiten hätten gesundheitsschädliche Folgen. In Israel seien Diabetes-Erkrankungen jedes Jahr für 2.500 Tote und 1.400 Amputationen verantwortlich. Der Rabbiner betonte, früher seien bei dem jüdischen Brauch gesündere Lebensmittel geworfen worden, zum Beispiel Nüsse.

Linguisten über "Hä" als universelles Wort

Die Äußerung "Hä?" hat eine wichtige Funktion in der Kommunikation und sollte deshalb nicht unterschätzt werden.

Das meinen niederländische Sprachwissenschaftler. Sie analysieren im Fachjournal "PLOS ONE", dass "Hä" ein universelles Wort sei um einem Gegenüber zu signalisieren, dass man etwas nicht verstanden habe. Daraufhin könne der Gesprächspartner die Kommunikation dann sozusagen "reparieren". Die Forscher haben zehn Sprachen auf fünf Kontinenten untersucht und dabei in allen eine Form von "Hä" gefunden. Die Äußerungen waren dabei fast identisch aufgebaut - nämlich mit einem Vokal ähnlich "e" oder "a" in Frage-Intonation, der manchmal wie im Deutschen vorne noch von einer Art Konsonant begleitet wurde. Die Linguisten vermuten, dass sich das "Hä" in allen Sprachen parallel entwickelt hat.

- Mehr dazu lesen Sie hier bei "PLOS One.

Loriots Sofa in Bronze vor Bremer Funkhaus

Das Fernseh-Original ist mit grünem Samt bezogen - nun steht Loriots Sofa in Bronze gegossen vor dem Funkhaus von Radio Bremen.

Das wetterbeständig nachempfundene Möbel wurde gestern pünktlich zum 90. Geburtstag des 2011 gestorbenen Künstlers Vicco von Bülow als Hommage an ihn enthüllt. Getreu dem Loriot-Motto "Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos" sitzt auf dem neuen Bronze-Sofa auch ein zerknautschter Hund - ebenfalls aus Edelmetall. - Vicco von Bülow hatte in den 70er Jahren bei Radio Bremen seine mehrteilige Fernsehserie "Loriot" mit Cartoons und Sketchen produziert, die ihn berühmt machte. Er moderierte die Sendung stets vom grünen Samtsofa aus, das heute im Eingangsbereich des Funkhauses in Bremen steht.

Röntgenbilder von Marilyn Monroe in Hollywood versteigert

Es kommt nicht oft vor, dass Röntgenbilder und ärztliche Diagnosen eine breite Öffentlichkeit interessieren.

Im Fall der 1962 gestorbenen Hollywood-Ikone Marilyn Monroe ist das anders. Ihre medizinischen Unterlagen sind nun in Los Angeles versteigert worden. Dafür zahlte der neue Besitzer, über den zunächst nichts bekannt wurde, umgerechnet rund 19.000 Euro. Das Auktionshaus hatte mitgeteilt, aus den Dokumenten gehe eindeutig hervor, dass die Schauspiel-Diva sich Schönheitsoperationen unterzogen habe, beispielsweise am Kinn. - Marilyn Monroe war durch ihr Aussehen und Filme wie "Das verflixte 7. Jahr" weltberühmt geworden. 1962 starb sie im Alter von nur 36 Jahren an einer Überdosis Schlaf- und Betäubungsmitteln.

ISS-Raumfahrer bringen olympische Fackel wieder auf die Erde

Die olympische Fackel ist zurück von einem Ausflug ins Weltall.

Dort war sie erstmals unterwegs auf ihrer Reise vor den Olympischen Spielen 2014. Zwei russische Kosmonauten nahmen die Fackel auch auf einen Spaziergang außerhalb der Internationalen Raumstation mit - allerdings war sie während der gesamten Mission nicht angezündet. Heute Morgen um kurz vor Vier landeten drei ISS-Astronauten wieder mit der Fackel auf der Erde. - Die Olympischen Spiele im russischen Sotschi beginnen am 7. Februar. Bis dahin reist die Fackel um die Welt: Dabei war sie schon am Nordpol und soll später auch noch auf den Grund des Baikal-Sees getragen werden.

Popmusik regt Solarzellen an

Wer will, dass Solarzellen besonders viel Energie gewinnen, der sollte sie mit Popmusik beschallen.

Denn darauf reagieren sie positiv, wie zwei Londoner Forscher in einem Fachmagazin berichten. Sie schreiben, dass die Solarzellen bis zu 50 Prozent effizienter waren, wenn sie mit Pop oder Rockmusik beschallt wurden. Dagegen zeigten sie bei klassischer Musik keine Leistungssteigerung. Die Forscher vermuten, dass die höhere Effizienz auf mechanischen Stress zurückzuführen ist, der durch die Schallwellen verursacht wird. Die Forscher regen an, dass ihre Erkenntnisse dafür genutzt werden können, Solarzellen an Orten mit hoher Lärmbelästigung leistungsfähriger zu machen.

Den Forschungsbericht aus dem Fachmagazin "Advanced Materials" lesen Sie hier.

Kulturnachrichten hören

November 2013
MO DI MI DO FR SA SO
28 29 30 31 1 2 3
4 5 6 7 8 9 10
11 12 13 14 15 16 17
18 19 20 21 22 23 24
25 26 27 28 29 30 1

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur