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Donnerstag, 23.05.2019
 
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Kulturnachrichten

Donnerstag, 23. Mai 2019

Metropolitan Museum of Art will bald auch draußen ausstellen

Das New Yorker Museum will im Herbst erstmals Kunstwerke vor seinem Gebäude ausstellen. Vom 9. September bis 12. Januar sollen Skulpturen der in Kenia geborenen Künstlerin Wangechi Mutu zwischen den Säulen im Eingangsbereich des Hauses stehen. Mutu lebt und arbeitet in New York. Sie bschäftigt sich unter anderem mit der Darstellung von Frauen in den Medien, Sexualität oder sozialer Ungleichheit.

Ruslan Kotsaba verzichtet auf den Aachener Friedenspreis

Der ukrainische Journalist Ruslan Kotsaba verzichtet auf die Auszeichnung mit dem Aachener Friedenspreis 2019. Dem 52 Jährigen war der Preis zunächst Anfang Mai zuerkannt worden, weil er sich als einziger Journalist der Ukraine um eine objektive Berichterstattung über den Konflikt im Osten des Landes bemühe. Als ein Video mit antisemitischen Äußerungen auftauchte, entschied der Vorstand sich für die Rücknahme der Ehrung. Hierüber hätte aber endgültig nur eine Außerordentliche Mitgliederversammlung entscheiden können. Dies ist mit Kotsabas Verzicht nun nicht mehr notwendig. Die Versammlung am 14. Juni soll aber trotzdem stattfinden, um den Fall aufzuarbeiten. Der mit 2.000 Euro Preis wird wie in den Vorjahren am 1.September, dem Antikriegstag in Aachen verliehen.

Remarque-Friedenspreis für Ngugi wa Thiongo

Der Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis der Stadt Osnabrück geht in diesem Jahr an den kenianischen Schriftsteller und Kulturwissenschaftler Ngugi wa Thiongo. Der 81-Jährige bekommt die Auszeichnung vor allem für seinen Essayband "Dekolonisierung des Denkens", dessen Texte sich hauptsächlich mit den kulturellen Folgen des Kolonialismus in Afrika beschäftigen. Die Jury teilte mit, sie wolle mit der Preisvergabe den Blick auf die tiefer liegenden Ursachen von Flucht und Migration heute lenken. Es sei wichtig, in der Diskussion um das Erbe der Kolonisation und Migration auch Betroffene zu Wort kommen zu lassen. Der Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis der Stadt Osnabrück ist mit 25.000 Euro dotiert. Den mit 5.000 Euro dotierten Sonderpreis verleiht die Jury der Organisation Sea-Watch. Der Verein setze sich mit den aktuellen Folgen der Flucht aus Afrika auseinander und rette Flüchtende aus Seenot, so die Jury. Die Auszeichnung würdige dieses Engagement und wolle es wieder stärker in die Öffentlichkeit rücken.

Leonard-Cohen-Briefe an Geliebte werden versteigert

Zweieinhalb Jahre nach dem Tod von Leonard Cohen werden mehr als 50 Briefe des kanadischen Sängers und Songpoeten an seine Muse Marianne Ihlen in New York versteigert. Die Briefe seien unter anderem aus Montreal, New York, Tel Aviv und von der griechischen Insel Hydra abgeschickt worden, teilte das Auktionshaus Christie's mit. Die einzelnen Briefe könnten nach Schätzungen des Auktionshauses bei der Versteigerung im Juni zwischen 300 und 12 000 Dollar bringen. Die Norwegerin Ihlen und Cohen hatten sich in den 60er Jahren auf Hydra kennengelernt und ineinander verliebt. Sie inspirierte ihn unter anderem zu dem Song "So Long Marianne".

Testamente von Aretha Franklin aufgetaucht

Mehr als ein halbes Jahr nach dem Tod von Aretha Franklin sind drei handgeschriebene Testamente der Soulsängerin aufgetaucht. Eines der Papiere sei vor wenigen Wochen in einem Notizbuch unter einem Sofakissen aufgetaucht, zwei weitere waren in einem abgeschlossenen Schrank im Anwesen der Sängerin entdeckt worden, berichtete die "New York Times". Die Nachlassverwalter hätten nun ein Gericht im US-Bundesstaat Michigan gebeten, zu prüfen, ob die Dokumente als Testamente anerkannt werden können. Es geht darin vor allem um die Verteilung ihres Nachlasses an ihre vier Söhne, andere Familienmitglieder und Freunde. Wieviel Franklins Nachlass wert ist, war zunächst nicht klar. Beobachter gehen aber von mehreren Millionen Dollar aus.

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