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Kulturnachrichten

Montag, 28. Oktober 2019

Der US-Filmproduzent Robert Evans ist tot

Der Filmproduzent Robert Evans ist tot. Nach Angaben seiner Sprecherin starb der langjährige Produktionschef von Paramount Pictures bereits am Samstag im Alter von 89 Jahren. Erfolge feierte Evans vor allem in den späten 1960er- und 1970er-Jahren. Damals produzierte er Blockbuster wie "Rosemaries Baby", "Love Story" und "Der Pate". Zu seinen Produktionen zählen auch Klassiker wie "Chinatown", "Der Marathon-Mann" und "Cotton Club". In Hollywood war der aus New York stammende frühere Schauspieler auch als sogenannter Frauenheld bekannt. So war er sieben Mal verheiratet, darunter mit "Love Story"-Star Ali MacGraw. In einer Mitteilung, die dem "Hollywood Reporter" vorliegt, reagierte MacGraw auf den Tod von Evans. "Unser Sohn Joshua und ich werden Bob sehr vermissen", schrieb die Schauspielerin. Sie seien sehr stolz auf Evans' "enormen Beitrag" für die Filmindustrie.

Julia Bönisch verlässt "Süddeutsche Zeitung"

Digital-Chefredakteurin Julia Bönisch und die "Süddeutsche Zeitung" gehen getrennte Wege. Die Trennung erfolge in gegenseitigem Einvernehmen und mit sofortiger Wirkung, teilte die Südwestdeutsche Medienholding SWMH, zu der die überregionale Tageszeitung gehört, mit. Die 39 Jahre alte Journalistin kam im Jahre 2007 zu "SZ.de". Anfang 2017 wurde Bönisch dort als Chefredakteurin berufen und im Jahre darauf wurde sie zudem Mitglied der Chefredaktion der "Süddeutschen Zeitung", die sowohl Print, Online als auch das Digitalangebot des Blattes verantwortet. Mit dem Gastbeitrag im "Journalist" hatte Bönisch im Mai Debatten in der Branche und im eigenen Haus ausgelöst. Sie stellte darin gewohnte Hierarchien in Frage, sowie die Trennung von Redaktion und Verlag.

Mario Adorf bekommt Herbert-Strate-Preis

Mario Adorf wird mit dem Herbert-Strate-Preis 2019 ausgezeichnet. Der Schauspieler werde für seine herausragenden Verdienste um Film und Kino geehrt, teilte die Film- und Medienstiftung NRW in Düsseldorf mit. Der Preis wird am 5. November beim Kinoprogrammpreis NRW in Köln übergeben. Die Auszeichnung ist mit 20.000 Euro dotiert. Die Geschäftsführerin der Stiftung, Petra Müller, bezeichnete Adorf als "Ausnahmeschauspieler, der dem deutschen und internationalen Kinofilm und auch dem Fernsehen seit mehr als sechs Jahrzehnten unvergessliche Figuren und Geschichten geschenkt hat". Adorf wirkte unter anderem in Filmen wie "Winnetou" (1963), "Die Blechtrommel" (1979), und "Enigma" (2005) mit.

700.000 Euro für Erforschung kolonialer Kunst

Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste hat rund 700.000 Euro bewilligt, um die Provenienz und damit den Verbleib von Gegenständen aus kolonialen Kontexten in deutschen Museen zu klären. Das Geld sei für sieben Forschungsprojekte vorgesehen, teilte die Stiftung in Magdeburg mit. Die Anträge wurden den Angaben zufolge von Museen, universitären Sammlungen und Universitäten gestellt, teils mit Kooperationspartnern im In- und Ausland. Es gehe beispielsweise um die Herkunft von 30 menschlichen Schädeln und Knochen der anthropologischen Sammlung des Museums Natur und Mensch in Oldenburg oder um Masken, Ahnenfiguren, Waffen, Musikinstrumente und Schmuck im Völkerkundemuseum Lübeck, die vor mehr als 100 Jahren in Afrika gesammelt wurden.

Chefdirigent Bramall verlängert am Gärtnerplatztheater

Anthony Bramall bleibt weitere vier Jahre Chefdirigent des Gärtnerplatztheaters in München. Gemeinsam mit dem Intendanten Josef E. Köpplinger habe er die Vertragsverlängerung bis 2023 unterzeichnet, teilte das Staatstheater mit. Bramall ist seit September 2017 im Amt. Schon in seinen ersten beiden Spielzeiten habe der Brite ganz eigene künstlerische Akzente gesetzt. Bramall sei ein wunderbarer Dirigent, der es verstehe, sowohl sein Orchester als auch sein Publikum mitzureißen, sagte Bayerns Kunstminister Bernd Sibler (CSU). Daher sei der Orchesterchef für das Gärtnerplatztheater eine Idealbesetzung.

Frankfurt gibt mehr Geld für Museen

Die Stadt Frankfurt am Main erhöht die Ausgaben für ihre Museen. Die städtischen Museen erhielten künftig einen jährlichen Ankaufetat von 600.000 Euro, kündigte Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) an. Eigens für das Museum für Moderne Kunst sei ein entsprechender Etat in Höhe von jährlich 500.000 Euro bereits eingeführt worden. Der Ankaufetat sei 2004 weggefallen. Außerdem stellt Frankfurt nach den Worten der Kulturdezernentin pro Jahr 1,3 Millionen Euro mehr für Betriebskosten bereit. Für die Programmarbeit gebe es künftig zusätzlich 400.000 Euro im Jahr, für die Digitalisierung 300.000 Euro. Im Entwurf des kommenden Doppelhaushalts 2020/21 seien zusätzlich zwölf neue Personalstellen für die Museen vorgesehen. Außerdem soll der freie Eintritt für Kinder ausgeweitet werden.

Heinz Sielmann Ehrenpreis für Dirk Steffens

Der vor allem als Moderator der ZDF-Reihe "Terra X" bekannt gewordene Journalist Dirk Steffens wird für sein Engagement gegen das Artensterben mit dem Heinz Sielmann Ehrenpreis ausgezeichnet. Die Heinz Sielmann Stiftung teilte mit, die von Steffens und seiner Frau im Jahr 2017 gegründete Stiftung habe zum Ziel, Wissen über die biologische Vielfalt und deren Verlust zu vermitteln. Die Preisverleihung findet am 14. November im Museum für Kommunikation in Frankfurt/Main statt. Der Heinz Sielmann Ehrenpreis wird seit 1994 an Einzelpersonen, Institutionen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen verliehen.

Carl Laemmle Produzentenpreis für Nico Hofmann

Ufa-Chef Nico Hofmann erhält für sein bisheriges Lebenswerk den Carl Laemmle Produzentenpreis 2020. Damit werde der 59-Jährige "für sein herausragendes, bisheriges produzentisches Gesamtschaffen geehrt", teilten die Produzentenallianz und die Stadt Laupheim gemeinsam in Berlin mit. Die nach dem Filmpionier und Gründervater Hollywoods, Carl Laemmle, benannte Auszeichnung werde Hofmann im März 2020 in Laupheim, dem schwäbischen Geburtsort Laemmles, übergeben. Die Auszeichnung ist mit 40.000 Euro dotiert. Nico Hofmann beendete 1998 seine Karriere als Regisseur und gründete die Produktionsfirma Teamworx. Zu seinen zahlreichen TV-Produktionen gehören "Der Tunnel", "Der Turm" und "Nackt unter Wölfen". Die Miniserie "Unsere Mütter, unsere Väter" und die Eventserie "Deutschland 83" gewannen den International Emmy Award.

Historische Auktions-Kataloge online gestellt

Rund 9. 000 Kataloge, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts von Auktionshäusern heraus gegeben woren sind, sind jetzt online einsehbar. Die Übersichten stammen auf fast 400 Auktionshäusern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Erschlossen wurden sie von der Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin, der Universitätsbibliothek Heidelberg und dem Getty Research Institute erschlossen. Damit sind die für die Provenienz- und Kunstmarktforschung wichtigen Quellen erstmals open access verfügbar. Bislang wurden bereits 10,6 Mio. Seitenzugriffe auf die digitalisierten Auktionskataloge gezählt.

Gauck übernimmt Gastprofessur in Bochum

Altbundespräsident Joachim Gauck übernimmt im Wintersemester 2019/2020 die Max-Imdahl-Gastprofessur an der Ruhr-Universität Bochum (RUB). Wie der Namensgeber der Professur stehe Gauck "für Interdisziplinarität und den Dialog zwischen den Generationen, Kulturen und Milieus", sagte RUB-Rektor Axel Schölmerich zu Begründung. Die Gastprofessur umfasst laut RUB mehrere Termine Gaucks, darunter eine öffentliche Vorlesung am 27. November über "Die plurale Gesellschaft - Gewinn und Verunsicherung". Mit der nach dem früheren Bochumer Kunsthistoriker Max Imdahl (1925-1988) benannten Gastprofessur ehrt die Hochschule Persönlichkeiten der Zeit, "die Maßgebliches für die Einheit unseres Wissens und unserer Gesellschaft geleistet haben".

Pressefreiehit in Tansania unter Beschuss

Der tansanische Präsident John Magufuli hat laut Menschenrechtlern die Presse- und Meinungsfreiheit in seinem Land stark eingeschränkt. Seit seinem Amtsantritt im Jahr 2015 habe seine Regierung eine Reihe repressiver Gesetze erlassen, um gegen Journalisten, Nichtregierungsorganisationen und Oppositionsparteien vorzugehen, erklärten Amnesty International und "Human Rights Watch" in Daressalam als Ergebnis zweier unabhängiger Studien. Den Studien zufolge geht die Regierung mit Gesetzen und Zensur gegen kritische Journalistinnen und Journalisten vor. Auch Politiker und nichtstaatliche Organisationen sind den Menschenrechtlern zufolge unter Beschuss. Insgesamt wurden für die beiden Studien 148 Journalisten, Anwälte, Aktivisten, Regierungsmitarbeiter und Diplomaten interviewt sowie Gesetze und Gerichtsbeschlüsse ausgewertet.

Weltpremiere eröffnet Filmfestival Dok Leipzig

Das 62. Dokumentarfilm-Festival Dok Leipzig beginnt heute mit einer Weltpremiere. "Das Forum" von Marcus Vetter wirft einen Blick hinter die Kulissen des Weltwirtschaftsforums im schweizerischen Davos. Bis zum 3. November werden 310 Filme aus 63 Ländern auf dem Dok-Filmfestival präsentiert, wie die Veranstalter mitteilten. 152 Filme aus dem Programm werden erstmals in Deutschland, Europa oder weltweit zu sehen sein. Die diesjährigen Festival-Preisträger dürfen sich über gestiegene Prämien freuen. Nach Angaben der Festivalleitung werden Preisgelder in Höhe von mehr als 82 000 Euro vergeben sowie 24 Preise.

Cimabue-Bild für mehr als 24 Millionen versteigert

Das Werk "Der verspottete Christus" des italienischen Vorrenaissance-Malers Cimabue ist in Frankreich für mehr als 24 Millionen Euro versteigert worden. Das berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf das Auktionshaus Actéon. Der Schätzpreis von vier bis sechs Millionen Euro wurde damit um ein Mehrfaches übertroffen. Das Bild stammt laut französischen Medien aus dem Haus einer älteren Frau in der Nähe der nordfranzösischen Stadt Compiègne - die frühere Besitzerin war sich demnach des Millionenwerts nicht im Klaren. Das kleine Gemälde zeigt auf einem Goldgrund Christus inmitten einer Menschenmenge. Die Werke von Cenni di Pepo (circa 1240 bis 1302), wie Cimabue eigentlich hieß, sind sehr selten. Der Florentiner Maler und Mosaikkünstler gilt als eine der größten Figuren der italienischen Vorrenaissance.

NS-Zwangsarbeiterin und Autorin Vera Friedländer tot

Die Schriftstellerin Vera Friedländer, die sich als Mädchen an einer erfolgreichen Protestaktion gegen die Nazis beteiligte und später als Zwangsarbeiterin in einer Schuhfabrik versklavt wurde, ist tot. Die Autorin starb im Alter von 91 Jahren, wie der Verlag "Das Neue Berlin" unter Berufung auf ihren Sohn bestätigte. Die Mitbegründerin des Jüdischen Kulturvereins Berlin hatte in ihrem 2016 erschienenen autobiografischen Werk "Ich war Zwangsarbeiterin bei Salamander" über ihr Schicksal berichtet. Als 15-Jährige forderte sie im März 1943 zusammen mit ihrem Vater und anderen Beteiligten bei den Protesten in der Berliner Rosenstraße die Freilassung ihrer Mutter und anderer jüdischer Frauen. Zahlreiche Mitglieder der Familie wurden in Konzentrationslagern ermordet.

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