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Dienstag, 25.02.2020
 
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Kulturnachrichten

Dienstag, 25. Februar 2020

Besucher-Rekord für Leonardo im Louvre

Mit der Rekordzahl von 1,1 Millionen Besuchern ist die Leonardo-Schau im Pariser Louvre zu Ende gegangen. Nie zuvor habe eine Ausstellung im Haus so viel Kunstinteressierte angezogen, teilte das Museum mit. Es sei ein historischer Rekord. Die viermonatige Schau zum 500. Todestag des Universalkünstlers Leonardo da Vinci hatte mehr als 160 Exponate vereint, darunter elf Gemälde und über 70 Zeichnungen des italienischen Renaissance-Meisters. Ein Besuch war nur mit Reservierung möglich. Der Rekord sei auch auf die zahlreichen zusätzlichen Abend-Öffnungen zurückzuführen, hieß es.

"Mission: Impossible"-Dreharbeiten ausgesetzt

Wegen des Coronavirus sind geplante Dreharbeiten in Venedig für den siebten Kinofilm der Action-Reihe "Mission: Impossible" ausgesetzt worden. Es handle sich um eine Vorsichtsmaßnahme für die Crew, teilte die Produktionsgesellschaft Paramount Pictures mit. Die Dreharbeiten in der Lagunenstadt sollten demnach drei Wochen lang dauern. Laut Paramount reiste Hauptdarsteller Tom Cruise noch nicht nach Italien.

Linden-Museum will eigene Geschichte aufarbeiten

Das Stuttgarter Linden-Museum will sich in seiner nächsten Ausstellung der umstrittenen eigenen Vergangenheit stellen. Ab Mitte Oktober widmet sich das Völkerkundemuseum den ersten Jahrzehnten seiner Geschichte und den Spuren, die der Kolonialismus auch in Württemberg und den Sammlungen hinterlassen hat. Damals habe das Museum Kulturen Europas von denen außerhalb des Kontinents getrennt und diese Trennung etabliert, sagte Direktorin Inés de Castro: "Wir werden mit Sicherheit unschöne Seiten des Museums aufdecken." Das Linden-Museum wurde 1911 eingeweiht. Heute beherbergt das Haus mehr als 160 000 Objekte aus allen Erdteilen außerhalb Europas.

Rademann verlängert Vertrag bei Bachakademie

Der Akademieleiter der Internationalen Bachakademie Stuttgart, Hans-Christoph Rademann, hat seinen Vertrag bis 2024 verlängert.

Der Dirigent und Spezialist für Alte Musik leitet die Akademie seit 2013. Rademann ein eigenes Barockorchester und einem nach aufführungspraktischen Kriterien zusammengestellten Chor sei ein neuer Weg eingeschlagen worden, heißt es zur Begründung der Entscheidung.

Bauherrenpreis für Wohnanlage für Flüchtlinge

Die 2017 eröffnete Wohnanlage für Flüchtlinge und Einheimische im ehemaligen Klarissenkloster in Köln ist mit dem Deutschen Bauherrenpreis 2020 ausgezeichnet worden. Das teilte das Erzbistum Köln als Projektträger mit. Die Erzdiözese hat im Rahmen der "Aktion Neue Nachbarn" auf dem Klostergelände für 10 Millionen Euro eine Anlage mit 2.500 Quadratmetern Wohnfläche errichtet. In den 43 Wohnungen wohnen rund 100 Geflüchtete und Kölner Bürger. Weitere 26 Plätze stehen in Wohngruppen für Jugendliche zur Verfügung.

Mehr Kinobesucher in Deutschland

In Deutschland gehen wieder mehr Menschen ins Kino. Bundesweit seien 2019 ersten Schätzungen zufolge insgesamt 118,6 Millionen Kinotickets verkauft worden, teilte die Europäische Audiovisuelle Informationsstelle anlässlich der 70.
Berlinale mit. Das waren 13,3 Millionen Tickets oder 12,6 Prozent mehr als im Jahr davor.

Bremer Uni koordiniert EU-Projekt zur Arktisforschung

Die Universität Bremen koordiniert ein EU-Projekt zur Erforschung der Arktis. Es soll Veränderungen in Fjordsystemen und angrenzenden Küstengebieten erfassen. Im Zentrum stünden verschiedene Stadien des Rückgangs von Gletschereinfluss und Meereis in Grönland, Spitzbergen und der norwegischen Küste, so die Uni. Angelegt sei das Projekt auf vier Jahre. Beteiligt seien international anerkannte Experten aus acht Nationen. Eingebunden werde auch jeweils die indigene Bevölkerung, um Wissen und Sorgen dieser Zielgruppe zu berücksichtigen.

MeToo-Bewegung begrüßt Weinstein-Schuldspruch

Mitglieder der MeToo-Bewegung haben den Schuldspruch der Geschworenen am Obersten New Yorker Gericht gegen den früheren Hollywood-Produzenten Weinstein als großen Erfolg gefeiert. Damit sei eine neue Ära der Justiz eingeleitet worden, hieß es seitens der Stiftung "Time's Up", die gegen sexuelle Belästigung kämpft. Weinstein war wegen Vergewaltigung und schwerer sexueller Nötigung schuldig gesprochen worden. Ihm wurde in dem in New York geführten Prozess vorgeworfen, 2006 einer Produktionsassistentin Oralsex aufgezwungen und 2013 eine Jungschauspielerin vergewaltigt zu haben. Weinstein wies alle Vorwürfe zurück und sprach von einvernehmlichen sexuellen Beziehungen. Seine Anwälte kündigten Berufung an.

Prozess gegen Mesale Tolu erneut vertagt

Der Prozess gegen die deutsche Journalistin Mesale Tolu in der Türkei ist auf den 14. Juli vertagt worden. Die Staatsanwaltschaft benötige mehr Zeit, um die Verkündung ihrer Strafmaß-Forderung vorzubereiten, teilte Tolu im sozialen Netzwerk Twitter mit. Der aus Ulm stammenden Journalistin werden "Terrorpropaganda" und "Mitgliedschaft in einer Terrororganisation" vorgeworfen. Tolu war Ende April 2017 in Istanbul festgenommen worden und anschließend mehr als sieben Monate in Haft. Der Prozess gegen sie begann im Oktober 2017, rund zwei Monate später wurde die Journalistin unter Auflagen aus der Untersuchungshaft entlassen. Im August 2018 durfte sie nach Aufhebung der Ausreisesperre in ihre Heimat Deutschland zurückkehren.

Plácido Domingo gibt sexuelles Fehlverhalten zu

Nach den Vorwürfen sexueller Übergriffe gegen Plácido Domingo hat der spanische Opernstar Fehlverhalten eingestanden und sich dafür bei den betroffenen Frauen entschuldigt. "Ich möchte, dass sie wissen, dass mir der Schmerz, den ich ihnen zugefügt habe, ehrlich leid tut", erklärte Domingo mit Blick auf die Frauen, die ihm Übergriffe wie aufgezwungene Küsse und Begrapschen vorgeworfen haben. "Ich erkenne die volle Verantwortung für meine Taten an", hieß es weiter in der Erklärung, die der 79-Jährige an die spanische Nachrichtenagentur Europa Press schickte.

Justin Bieber bricht Charts-Rekord von Elvis

Justin Bieber hat einen Charts-Rekord von Elvis Presley gebrochen. Der Sänger ist mit 25 Jahren der jüngste Solo-Künstler, der in den USA sieben Alben auf Platz eins der Charts hatte. Elvis Presley war bei seiner siebten Album-Veröffentlichung im Jahr 1961 bereits 26 Jahre alt, wie das US-Branchen-Magazin "Billboard" berichtete, das auch die Charts veröffentlicht.

Buchhändler Gui Minhai zu zehn Jahren Haft verurteilt

Ein Gericht im Osten Chinas hat gegen den Buchhändler Gui Minhai wegen der Weitergabe von Staatsgeheimnissen ans Ausland zehn Jahre Haft verhängt. Gui ist Schriftsteller und inzwischen schwedischer Staatsbürger. Über Jahre hinweg war er Mitinhaber eines Hongkonger Ladens, in dem Bücher mit Klatschgeschichten über chinesische Anführer angeboten wurden. Erstmals verschwand er im Jahr 2015. Damals soll er von chinesischen Agenten im Urlaub aus seinem Strandhaus in Thailand verschleppt worden sein. Nachdem Gui später in seiner Geburtsstadt Ningbo in den Hausarrest entlassen wurde, verhaftete ihn die Polizei 2018 erneut, als er in Begleitung zweier schwedischer Diplomaten auf dem Weg nach Peking war.

Studie: Etablierte Medien polarisieren stärker

Rund 28 Prozent der Bundesbürger empfinden mittlerweile ein grundsätzliches Misstrauen gegen die Berichterstattung etablierter Medien. Zahlen einer Langzeitstudie der Mainzer Johannes-Gutenberg-Universität belegen, dass der Anteil der skeptisch eingestellten Menschen 2019 im Vergleich zum Vorjahr noch einmal um sechs Prozentpunkte angestiegen ist. Der Anteil der Deutschen, die Medien bei wichtigen Themen grundsätzlich vertrauen, blieb mit 43 Prozent stabil, 29 Prozent wollten sich nicht eindeutig festlegen. Unter allen Medien genießen das öffentlich-rechtliche Fernsehen und regionale Zeitungen nach wie vor das höchste Vertrauen bei den Deutschen, Privatfernsehen, Nachrichten aus sozialen Netzwerken und alternative Nachrichtenseiten schnitten deutlich schlechter ab. Am geringsten ist das Vertrauen der Deutschen in Boulevardzeitungen.

"Wintermärchen" als bester Spielfilm ausgezeichnet

Die beklemmende Neonazi-Studie "Wintermärchen" von Regisseur Jan Bonny ist vom Verband der deutschen Filmkritik zum besten Spielfilm des vergangenen Jahres gekürt worden. Der Film verfolgt die Blutspur dreier junger Rechtsradikaler in Deutschland und zieht dabei immer wieder Parallelen zur Terrorgruppe "Nationalsozialistischer Untergrund". Als beste Darstellerin wurde Corinna Harfouch ("Lara") geehrt. Bester Schauspieler wurde Alexander Fehling ("Das Ende der Wahrheit"). Mit dem Preis der deutschen Filmkritik werden seit 1956 Filme ausgezeichnet, die laut Verband "nicht nach wirtschaftlichen, länderspezifischen oder politischen Kriterien bewertet werden, sondern ausschließlich nach künstlerischen".

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