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Kulturnachrichten

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Frank Haubitz wird neuer Kultusminister in Sachsen

Dresdner Gymnasiallehrer als Nachfolger von Kurth

Der Dresdener Gymnasiallehrer und Chef des sächsischen Philologenverbands, Frank Haubitz, soll neuer Kultusminister des Freistaats werden. Der scheidende Ministerpräsident Stanislaw Tillich stellte ihn in Dresden vor. Er bringe hohe Glaubwürdigkeit und langjährigen Praxisbezug als Lehrer und Schulleiter mit. Haubitz folgt auf Brunhild Kurth, die das Amt aus privaten Gründen abgegeben hatte. Amtsübergabe ist am Montag. Tillich hatte gestern angekündigt, seine Regierungs- und Parteiämter im Dezember abzugeben. Er zog damit die Konsequenz aus dem Bundestagswahldebakel, bei dem die AfD am 24. September in Sachsen mit 27,0 Prozent vor der seit der Wende regierenden CDU stärkste politische Kraft geworden war.

Filmregisseur Umberto Lenzi gestorben

Er prägte das Genre italienischer Polizeifilme

Der italienische Regisseur Umberto Lenzi ist im Alter von 86 Jahren gestorben. Das berichtete die Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf das Krankenhaus Grassi di Ostia, in dem Lenzi seit längerer Zeit in Behandlung war. Umberto Lenzi prägte das Genre italienischer Polizeifilme in den 1970er Jahren, die sogenannten Poliziotteschi. Bekannt sind seine Filme "Camorra - Ein Bulle räumt auf" (1976) und "Die Rache der Kannibalen" (1981). Lenzis Werk inspirierte auch Regisseure wie Quentin Tarantino. Der Italiener lebte zuletzt in einem Seniorenheim in Rom an der Küste bei Ostia.

Ärger um Sodomisten-Installation auf Kunstmesse

Kunstskandal zum Auftakt der Pariser FIAC

Eine zwölf Meter hohe Installation hat zum Auftakt der Pariser Kunstmesse FIAC für Aufsehen gesorgt. Die Riesen-Plastik "Domestikator" zeigt eine Figur, die Sex mit einem Tier zu haben scheint. Sie hätte in den Tuilerien nahe dem Louvre stehen sollen, wo die an der FIAC teilnehmenden Galeristen ihre monumentalen Werke präsentieren. Der Louvre, der in der Auswahlkommission der Messe für zeitgenössische Kunst sitzt, hat die Holzplastik aber als "brutale Vision" verboten. Jean-Luc Martinez, der Direktor des Museums, begründete das Verbot auch damit, dass das Werk von den Besuchern der Tuilerien negativ wahrgenommen werden könnte. Nun steht die Holzplastik vor dem Centre Pompidou. Die Großinstallation war erst vor wenigen Wochen auf der Ruhrtriennale in Bochum gezeigt worden. Weder dort noch auf der Weltmesse Art Basel 2007 hatte jemand Anstoß genommen. Das Werk des niederländischen Kollektivs Atelier van Lieshout soll die Macht des Menschen über die Natur symbolisieren.

Geschichte von Berlins Riesen-Dino erforscht

Überführung des Saurierskeletts zwiespältig

Nach mehrjähriger Forschungsarbeit gibt es jetzt mehr Klarheit, wie der berühmte Riesendinosaurier im Berliner Museum für Naturkunde zu Kolonialzeiten in deutschen Besitz kam. Laut Holger Stoecker, Historiker und Afrika-Experte, ist die Überführung des Saurierskeletts aus dem damaligen Deutsch-Ostafrika nach Berlin sei zwar konform zu den damaligen Rechtsordnungen des Kaiserreichs geschehen. Dennoch erfolgte die Entscheidung zu Lasten der afrikanischen Befölkerung, da die indigene Vorstellung von Recht, Eigentum und Landbesitz nicht berücksichtigt wurden. Stoecker ist Mitglied eines vom Bundesbildungsministerium geförderten Forschungsverbunds, der seit 2015 der Herkunftsgeschichte der Dinosaurier in Berlin nachgeht. Nach einem Zwischenbericht drängten Vertreter aus der Ausgrabungsregion in Tansania in der Vergangenheit auf Rückgabe. Die Regierung in Tansania lehnte dies aber ab, weil das Land nicht genügend Kapazitäten hätte, um die Fossilien selbst sachgerecht aufzubewahren und auszustellen.

"Der Einsiedler" im Rennen um Europäischen Filmpreis

Die Produktion ist als Spielfilmdebüt dabei

Das deutsche Drama "Der Einsiedler" von Ronny Trocker hat beim Europäischen Filmpreis Chancen auf eine Auszeichnung. Die Produktion ist als Spielfilmdebüt im Rennen dabei. Ebenfalls nominiert sind "Sommer 1993" (Spanien), "Lady Macbeth" (Großbritannien), "Bezbog" (Bulgarien/Dänemark/Frankreich) und "Petit Paysan" (Frankreich), wie der Veranstalter mitteilte. Über die Gewinner entscheiden die 3000 Mitglieder der Europäischen Filmakademie. Die Verleihung ist am 9. Dezember in Berlin. "Die Einsiedler" erzählt vom Leben in Südtirol und feierte 2016 beim Filmfestival Venedig in der Nebenreihe Orizzonti seine Premiere.

Wedekind-Briefe in Online-Datenbank

Die Korrespondenz des Dramatikers wird digitalisiert

Die Korrespondenz des Dramatikers und Lyrikers Frank Wedekind wird digitalisiert und in einer Online-Datenbank zugänglich gemacht. 3.200 bislang größtenteils unveröffentlichte Briefe von und an Wedekind hat die Editions- und Forschungsstelle Frank Wedekind in Darmstadt und Mainz zusammengetragen. Die beteiligten Literaturwissenschaftler und Informatiker wollen eine digitale "Kritische Edition der Briefe von und an Frank Wedekind" aufbauen. Inhalte seien Briefe, Postkarten und Telegramme, die transkribiert und kommentiert würden. So könnten Beziehungen zwischen Wedekinds literarischem Schaffen und seiner Korrespondenz aufgespürt werden. Wedekind sei als bedeutender Autor der literarischen Moderne bestens vernetzt gewesen mit den Avantgarde-Schauspielern und -Autoren seiner Zeit, etwa mit Heinrich und Thomas Mann. Das Projekt startet 2018 zum hundertsten Todesjahr des Autors.

Neuer Chefdirigent des Stuttgarter Kammerorchesters

Thomas Zehetmair übernimmt die Leitung 2019

Der Violinist und Dirigent Thomas Zehetmair übernimmt 2019 die musikalische Leitung des renommierten Stuttgarter Kammerorchesters. Heute wurde der 55-jährige Österreicher als Nachfolger von Matthias Foremny in der Stuttgarter Bachakademie vorgestellt. Zehetmair war von 2002 bis 2014 Chefdirigent der Royal Northern Sinfonia in England. Von 2012 bis 2015 war er in gleicher Funktion auch beim Orchestre de chambre in Paris tätig. Seit 2016 ist der Salzburger musikalischer Leiter beim Musikkollegium Winterthur in der Schweiz. Sein Vertrag läuft über drei Jahre und sieht mindestens sieben Wochen pro Jahr Arbeit in Stuttgart vor.

Letzter Teil von Mandela-Memoiren erschienen

"Wage nicht zu zögern" behandelt 1994 bis 1999

Knapp vier Jahre nach seinem Tod ist heute der letzte Teil von Nelson Mandelas Memoiren erschienen. "Dare not linger" ("Wage nicht zu zögern") behandelt seine Zeit als erster schwarzer Präsident Südafrikas nach dem Ende der Apartheid zwischen 1994 und 1999. Der Friedensnobelpreisträger starb im Dezember 2013. Aus gesundheitlichen Gründen konnte Mandela das Buch vor seinem Tod nicht mehr selbst fertigstellen. Der südafrikanische Autor Mandla Langa schrieb es auf Basis von Mandelas Aufzeichnungen und mit Unterstützung von dessen Witwe Graca Machel und der Mandela-Stiftung. "Wage nicht zu zögern" schließt an die früher erschienene Autobiografie "Der lange Weg zur Freiheit" an. Die deutsche Übersetzung erscheint am 26. Oktober.

Pariser Gericht spricht Mona-Lisa-Exhibitionistin frei

Performance-Künstlerin zeigte sich nackt im Louvre

Nach einem Nackt-Auftritt vor der berühmten Mona Lisa im Pariser Louvre ist die Performance-Künstlerin Déborah de Robertis von einem Gericht in Paris freigesprochen worden. Die Richter befanden, es habe sich um einen "militanten und künstlerischen Akt" gehandelt und nicht um Exhibitionismus. Es seien keine Genitalien zu sehen gewesen, sondern nur Schamhaare. Allerdings wurde die Künstlerin zu 35 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt, weil sie einen Museumswärter in den Arm gebissen hatte. Die Luxemburgerin hatte am 24. September ihre Vagina vor dem berühmten Frauenbildnis Leonardo Da Vincis entblößt. Dazu rief sie: "Mona Lisa, meine Muschi, mein Copyright". Die Künstlerin wurde daraufhin festgenommen und saß zwei Tage in Untersuchungshaft. De Robertis wollte mit ihrer Darbietung nach eigenen Angaben auf ein berühmtes Foto der österreichischen Performance-Künstlerin Valie Export anspielen. Export war vor allem in den 70er Jahren für ihre sexuelle Freizügigkeit bekannt.

Restaurierung der Anna Amalia Bibliothek kommt voran

Immer mehr "Aschebücher" erneuert

Die Beseitigung der Brandschäden im Bestand der Weimarer Herzogin Anna Amalia Bibliothek kommt weiter voran. 56.000 mit Ruß und Rauchgasen kontaminierte Bände sowie weitere 37.000 mit Wasser- und Brandschäden konnten inzwischen gereinigt und restauriert werden, sagte Direktor Reinhard Laube. Dafür habe die Bibliothek mit 27 Auftragswerkstätten zusammengearbeitet. Auch die 50.000 Bücher, die am 2. September 2004 verbrannten, seien in großen Teilen kompensiert worden. Langwieriger gestalte sich die Rettung der 25.000 sogenannten "Aschebücher". Sie waren durch das Großfeuer deutlich schwerer in Mitleidenschaft gezogen worden. Etwa ein Fünftel davon hätten die Experten als restaurierungsfähig eingeschätzt. Diese Bücher würden mit einem Spezialverfahren, das eigens in Weimar entwickelt wurde, in der eigenen Werkstatt in Legefeld behandelt. Die Kosten für die gesammte Restaurierung sind mit 20 Millionen Euro veranschlagt worden.

Kinoprogrammpreise des Bundes vergeben

214 Filmtheater ausgezeichnet

Mit dem Kinoprogrammpreis des Bundes sind in diesem Jahr 214 Lichtspielhäuser mit Preisgeldern in Höhe von insgesamt 1,8 Millionen Euro ausgezeichnet worden. Der Spitzenpreis für das beste Jahresfilmprogramm 2016 in Höhe von 20.000 Euro ging an das Filmtheater "Cinema & Kurbelkiste" in Münster. Die Auszeichnungen wurden gestern Abend von Kulturstaatsministerin Grütters in Potsdam überreicht. Den mit 10.000 Euro dotierten Hauptpreis für das beste Kurzfilmprogramm erhielt das "Union-Studio für Filmkunst" in Kaiserlautern. Das "Universum Filmtheater" aus Braunschweig wurde für das beste Dokumentarfilmprogramm und das "Moviemento Kino" aus Berlin für das beste Kinder- und Jugendfilmprogramm mit jeweils 10.000 Euro ausgezeichnet. Kinos mit einem anspruchsvollen Programm stärkten die Fähigkeit einer Gesellschaft zur Reflexion und leisteten damit auch einen Beitrag zur "gesellschaftlichen Immunabwehr gegen populistische Vereinfacher", sagte Grütters bei der Preisverleihung.

Zuckmayer-Medaille geht an Yoko Tawada

Deutsch-japanische Schriftstellerin ausgezeichnet

Die deutsch-japanische Schriftstellerin Yoko Tawada erhält für Verdienste um die deutsche Sprache die Carl-Zuckmayer-Medaille 2018 des Landes Rheinland-Pfalz. Das gab Ministerpräsidentin Malu Dreyer bekannt. Yoko Tawada, die in Tokio geboren wurde und seit über 30 Jahren in Deutschland lebt, mache seit vielen Jahren mit spielerischen und fantastischen Romanen, Erzählungen, Gedichten und Theaterstücken auf sich aufmerksam, betonte Dreyer. Durch ihre Bi-Kulturalität habe sie eine ganz originäre Sprachweise entwickelt, mit der sie immer wieder Grenzen überschreite und insbesondere ein jüngeres Publikum begeistere. Mit dem Preis wolle man im Sinne Carl Zuckmayers ein Zeichen für Weltoffenheit setzen. Die 57-jährige Tawada schreibt auf Deutsch und Japanisch. In deutscher Sprache erschienen unter anderem die Romane "Schwager in Bordeaux" und "Etüden im Schnee". Die Auszeichnung wird jeweils am 18. Januar als dem Todestag Zuckmayers verliehen.

Schauspielerin Danielle Darrieux gestorben

Sie wurde 100 Jahre alt

Die französische Schauspielerin Danielle Darrieux ist tot. Sie starb bereits am Dienstag im Alter von 100 Jahren, wie die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf ihren Lebensgefährten berichtete. Mit Filmen wie "Der Reigen" und "Madame de..." wurde sie in den 50er Jahren zum internationalen Filmstar. Danielle Darrieux spielte in wichtigen Werken des französischen Kinos. In "Mayerling" bezaubert sie 1936 als junge Bürgerliche, die dem Kronprinz Rudolf von Österreich-Ungarn den Kopf verdreht. Darrieux spielte auch in Hollywood. Dort drehte sie "The Rage of Paris", eine Komödie, in der sie versucht, sich einen Millionär zu angeln. Noch bis vor wenigen Jahren stand Darrieux vor der Kamera. 2002 neben Catherine Deneuve und Isabelle Huppert in "8 Frauen".

Yves-Saint-Laurent-Museum in Marrakesch

Offizielle Eröffnung

Nach rund vierjähriger Bauzeit hat in Marrakesch das Yves-Saint-Laurent-Museum offiziell seine Türen geöffnet. Auf 4000 Quadratmetern werden die schönsten Haute-Couture-Kreationen des französischen Modeschöpfers gezeigt. Die Kosten des Baus werden auf etwa 15 Millionen Euro beziffert. Das Museum liegt neben dem berühmten Garten Jardin Majorelle, den Yves Saint Laurent 1980 erworben hat. Eingeweiht wurde das "mYSLm" am Samstag von Prinzessin Lalla Salma, der Ehefrau des marokkanischen Königs Mohammed VI. Neben der Dauerausstellung mit Luxuskleidern aus der umfangreichen Sammlung des Designers werden auch Sonderausstellungen präsentiert. Die Eröffnungswerkschau ist dem französischen Maler Jacques Majorelle gewidmet, dessen Garten und Anwesen Yves Saint Laurent jahrelang renoviert hatte. Das Museum ist eine Initiative des vor wenigen Wochen verstorbenen Geschäftsmanns Pierre Bergé. Er war der Lebensgefährte und Manager des Designers.

Gord Downie von The Tragically Hip gestorben

Kanadische Musik-Ikone erliegt Hirntumor

Der kanadische Musiker und Mitglied der Band The Tragically Hip, Gord Downie, ist im Alter von 53 Jahren an einem Hirntumor gestorben. 2015 wurde bei Downie Krebs diagnostiziert. Die Diagnose hielt er bis zum Mai 2016 vor der Öffentlichkeit unter Verschluss. The Tragically Hip veröffentlichten in ihrer dreißigjährigen Karriere 14 Studioalben, die meisten davon landeten in Kanada an der Spitze der Charts. Außerdem wurde die Band mit zahlreichen "Juno Awards" ausgezeichnet. 2005 wurden sie in die kanadische Music Hall Of Fame aufgenommen. Außerdem veröffentlichte Downie fünf Solo-Alben und engagierte sich für die Umwelt und die indigene Community in Kanada.

"Wer die Nachtigall stört" von Lehrplan gestrichen

Bezirk Biloxi in Mississippi verbannt mit Pulitzerpreis ausgezeichneten Roman

Ein Schulbezirk im US-Bundesstaat Mississippi hat den mit einem Pulitzerpreis ausgezeichneten Roman "Wer die Nachtigall stört" vom Lehrplan gestrichen. Der 1960 veröffentlichte Klassiker der verstorbenen Schriftstellerin Harper Lee habe zu Beschwerden geführt, teilte der Schulvorstand im Bezirk Biloxi im Süden von Mississippi der Zeitung "Sun Herald" mit. Das Buch befasst sich mit Rassismus gegenüber Afroamerikanern sowie deren Bürgerrechten. Nach Angaben der US-Büchereivereinigung ALA gehört der Roman zu den Büchern, die Schulen am häufigsten anfechten oder aus ihren Lehrplänen streichen. Vergangenes Jahr wurde das Werk bereits zusammen mit Mark Twains "Die Abenteuer des Huckleberry Finn" aus den Büchereien eines Schulbezirks in Virginia verbannt. Seinerzeit hatten sich Eltern eines Schülers über den ihrer Ansicht nach "spalterischen" Inhalt beschwert, hieß es in einem Bericht der New York Times.

Römische Höhlen in Galiläa geplündert

Laut "Jerusalem Post" wurden zwei Verdächtige festgenommen

Antikenräuber haben offenbar ein 2000 Jahre altes Höhlensystem in Galiläa geplündert. Entdeckt wurde der Raub bei einer Routineinspektion am Wochenende, wie die Zeitung "Jerusalem Post" unter Berufung auf eine Mitteilung der Israelischen Antikenbehörde berichtete. Das verzweigte Höhlennetz aus der Römerzeit war unter einem Privathaus in dem Dorf Illabun entdeckt worden. In ihm fanden sich laut Bericht Futtertröge sowie Reste von Wasserbecken, Kochgeschirr und Vorratsbehältnissen. Die Diebe erbeuteten demnach mehrere Funde und richteten großen Schaden in den Höhlen an. Laut Bericht wurden zwei Verdächtige festgenommen.

Neue Sammlung für TU-Antisemitismusforschung

Zudem wurde eine zweijährige Gastprofessur bewilligt

Der belgische Holocaust-Überlebende Arthur Langerman stellt seine einzigartige Sammlung judenfeindlicher Plakate, Postkarten und Bilder der TU Berlin zur exklusiven wissenschaftlichen Erforschung zur Verfügung. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, vor allem junge Menschen über Antisemitismus zu informieren und gegen Vorurteile und Fremdenhass zu wappnen, wie der 75-Jährige in Berlin sagte. Das Zentrum für Antisemitismusforschung der TU bekommt dafür zwei neue Professuren. Wissenschaftsstaatssekretär Steffen Krach sagte, Berlin habe wegen seiner Geschichte eine besondere Verantwortung für das Thema. "Wenn auf den Schulhöfen unserer Stadt das Wort Jude wieder als Schimpfwort verwendet wird, macht uns das Sorge", sagte er.

Twitter will stärker gegen sexuelle Belästigung vorgehen

Benutzerkonten von Tätern sollen künftig gesperrt werden

Twitter will seine Nutzungsbedingungen verschärfen, um gegen die Verbreitung von Nacktfotos und gegen sexuelle Belästigung in dem sozialen Netzwerk vorzugehen. Künftig werde Twitter "mit sofortiger und endgültiger Wirkung Konten sperren, die es als die Quelle oder den Ursprung von Mitteilungen identifiziert, die nicht genehmigte Nacktheit zeigen", erklärte das Unternehmen. Der Begriff der "nicht genehmigten Nacktheit" wird laut Twitter erweitert und umfasst künftig voyeuristische Fotos sowie Bilder, bei denen Frauen unter den Rock fotografiert wird ("upskirt imagery"). "In Anbetracht der Tatsache, dass die abgebildeten Menschen im Allgemeinen nicht von der Existenz der Bilder wissen, werden wir nicht verlangen, dass sich die Zielperson meldet, um die Beiträge zu löschen", erklärte der Konzern. Allerdings sei es fast unmöglich, in jedem Fall zu bestimmen, ob die Inhalte mit der Zustimmung der gezeigten Menschen verbreitet würden. Das soziale Netzwerk habe sich daher dazu entschieden, die entsprechenden Beiträge zu löschen, "um die Opfer zu schützen".

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