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Kulturnachrichten

Dienstag, 17. Oktober 2017

Trainer Christian Streich ist "Bücherfreund" 2017

Coach des SC Freiburg wirbt für das Lesen

Fußballtrainer Christian Streich wird vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels als "Bücherfreund" des Jahres 2017 ausgezeichnet. Der Coach des SC Freiburg sei dafür bekannt, nicht nur im Fußball, sondern auch bei gesellschaftlichen Themen engagiert Position zu beziehen, heißt es in der Begründung der Jury. Außerdem werbe der 52-Jährige in der Öffentlichkeit für das Lesen. Streich wird der Preis am 26. November im Freiburger Literaturhaus verliehen. Das Preisgeld in Höhe von 5000 Euro soll auf Wunsch des SC Freiburg Schulen zur Förderung von Buch- und Leseprojekten zukommen. Der Landesverband Baden-Württemberg des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels hatte den Preis ins Leben gerufen, Streich ist der erste Preisträger.

Joachim Gauck und Siemens-Chef werden geehrt

Sie bekommen den „Preis für Verständigung und Toleranz"

Der „Preis für Verständigung und Toleranz wird in diesem Jahr Joe Kaeser, Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG, und Joachim Gauck, Bundespräsident a.D., verliehen. Die Jury würdigt Joe Kaesers „Engagement zur Förderung von Toleranz, Respekt und Vielfalt bei Siemens; Werte, für die er auch in seinem privaten Umfeld einsteht. Diese Glaubwürdigkeit ist für ihn ein hohes Gut.", heißt es in der Begründung. Joachim Gauck habe sein ganzes öffentliches Wirken unter die Prämisse der Toleranz gestellt, schrieb die Jury. "Dass eine gemeinsame Zukunft durch jeden Einzelnen von uns gestaltet werden muss, dafür sind Sie Beispiel und Vorbild zugleich." Mit dem "Preis für Verständigung und Toleranz" werden seit 2002 Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Kultur und Politik ausgezeichnet. In diesem Jahr wird er am 11. November verliehen.

Dresden erhält Kollwitz-Werke zurück

Sie wurden vor wenigen Wochen in Finnland in einem Konvolut identifiziert

Das Dresdner Kupferstich-Kabinett erhält drei seit Kriegsende verschwundene Werke von Käthe Kollwitz (1867-1945) zurück. Sie wurden vor wenigen Wochen in einem 1984 vom finnischen Zoll sichergestellten Konvolut identifiziert und werden nun durch das National Board of Antiquities aus Helsinki zurückgegeben, wie die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden mitteilten. Konkret handelt es sich um Arbeiten, die das Kupferstich-Kabinett von Kollwitz erwarb oder geschenkt bekam: die Lithografie eines Frauenkopfes, einen Frauenkopf als Radierung und ein Selbstbildnis (Radierung). Dresden hatte frühzeitig Werke der Künstlerin angekauft.

Gutachten zu Kölner Archiveinsturz verzögert sich

Der Strafprozess beginnt wie geplant im Januar

Ein zentrales Gutachten zur Einsturzursache des Kölner Stadtarchivs verzögert sich voraussichtlich bis 2020. Ob das Auswirkungen auf das im Januar beginnende Starfverfahren haben werde, sei derzeit noch nicht zu beantworten, sagte ein Sprecher des Kölner Landgerichts. Das Gutachten ist für eine zivilrechtliche Aufarbeitung gedacht, die unabhängig von der Strafverfolgung läuft. Das Stadtarchiv war am 3. März 2009 völlig zerstört worden. Zwei Menschen starben. Als Ursache vermutet die Staatsanwaltschaft Fehler beim Bau einer nahegelegenen U-Bahn-Linie.

Bestseller von Mariana Lekys ist Lieblingsroman

Die Buchhandlungen haben gewählt

Mariana Lekys Bestseller "Was man von hier aus sehen kann" wurde von Buchhandlungen zu ihrem Lieblingsroman gekürt. Das Buch sei "ein Fest für alle Menschen, die die leisen Töne lieben und die vielen Möglichkeiten, die Worte und Text der Phantasie zu bieten haben", sagte der Initiator der Aktion, David Mesche. An der Wahl haben sich dieses Mal mehr als 600 "unabhängige Buchhandlungen" in Deutschland beteiligt. Dazu zählen kleinere Läden, die keine Filialen haben. Insgesamt wurden 188 Romane vorgeschlagen. Neben Leky standen vier weitere Titel auf der Shortlist: Isabelle Autissier ("Herz auf Eis"), Kent Haruf ("Unsere Seelen bei Nacht"), Maja Lunde ("Die Geschichte der Bienen") und Takis Würger ("Der Club"). Im vergangenen Jahr gewann Benedict Wells mit "Vom Ende der Einsamkeit".

DOK Leipzig mit Rekordzahl an Premieren

113 Filme feiern ihre Welt- oder internationale Premiere

Beim diesjährigen Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm, dem DOK Leipzig, feiern 113 Streifen ihre Welt- oder internationale Premiere. Das ist Rekord. Insgesamt kommen 340 Werke aus 57 Ländern zur Aufführung, wie die Veranstalter mitteilten. Das Filmfest steht unter dem Motto "Nach der Angst". Themenschwerpunkte sind unter anderem die Entwicklung der USA unter Präsident Donald Trump, die Bildsprache des Kommunismus und die Realitätsflucht junger Menschen. Schwerpunktland ist Georgien. Festivalleiterin Leni Paasanen bezeichnete das diesjährige Programm als eine "großartige Kombination" aus Rückschau und Aktualität. Das Festival findet zum 60.Mal statt und dauert vom 30. Oktober bis 5. November.

Ruf gibt Direktorenposten im Stedelijk Museum ab

Ihre Position war wegen umstrittener Nebentätigkeit unhaltbar geworden

Direktorin des renommierten Amsterdamer Stedelijk Museums, Beatrix Ruf, tritt wegen umstrittener Nebentätigkeiten zurück. Ruf gebe ihren Posten mit sofortiger Wirkung auf, teilte das Museum für moderne Kunst mit. Ihre Position war unhaltbar geworden, nachdem Medien über unerlaubte Nebentätigkeiten berichtet hatten. Die Direktorin hatte verschwiegen, dass sie auch ein eigenes Beratungsunternehmen für Kunstsammler leitet. Zu ihren Kunden gehörten Leihgeber des Museums. Ruf war seit 2014 Direktorin des Stedelijk Museums, das sich mit Schwerpunkt auf Avantgarde europaweit ein Renommee erarbeitet hat. Zuvor war die aus Singen stammende Kunsthistorikerin seit 2001 Leiterin der Kunsthalle in Zürich. Sie gilt als eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der internationalen Kunstwelt.

Pianist Gottfried Böttger gestorben

Mit der Talkshow "3nach9" wurde er bekannt

Der Pianist Gottfried Böttger (67), der mit der Talkshow «3nach9» bundesweit bekannt wurde, ist tot. Er starb am Montag in Hamburg an einer Krebserkrankung. "Er war und ist ein Stück Radio Bremen-Geschichte", sagte der zuständige Redaktionsleiter Thomas von Bötticher. Der Musiker zählte in den 1970er Jahren mit zur sogenannten "Hamburger Szene". Zusammen mit Udo Lindenberg, Marius Müller-Westernhagen und Otto Waalkes wohnte er in der "Villa Kunterbunt" in Winterhude. Genau 40 Jahre lang begleitete Böttger als Pianist die Talkshow "3 nach 9" von Radio Bremen - kurz vor seinem 65. Geburtstag hatte er Abschied von der Sendung genommen.

Archäologischer "Sensationsfund" in Jerusalem

Forscher sind auf die möglichen Überreste eines römischen Theaters gestoßen

Seit Jahrzehnten suchen Archäologen nach antiken Orten Jerusalems, die in der Bibel oder alten Schriften erwähnt werden. Nun sind israelische Forscher auf die möglichen Überreste eines römischen Theaters gestoßen. Die Archäologen sprechen von einem Sensationsfund, denn bereits seit rund 150 Jahren suchen Forscher nach dem "verlorenen Theater" von Jerusalem. Der Fund befindet sich direkt neben der Klagemauer, 15 Meter unter der heutigen Oberfläche. Archäologie in der Altstadt von Jerusalem ist immer auch hochpolitisch: Israel sucht nach Überresten der jüdischen Tempel, um die Verbindung zur "ungeteilten Hauptstadt" zu untermauern. Die Palästinenser lehnen die Grabungen im von Israel annektierten Ostjerusalem ab und werfen Israel vor, die islamischen Stätten zu beschädigen.

Maler Helmut Maletzke gestorben

Der Greifswalder wurde 97 Jahre alt

Der Maler Helmut Maletzke ist tot. Wie eine Sprecherin des Greifswalder Kunstvereins Pommernhus bestätigte, starb Maletzke am Sonntag im Alter von 97 Jahren. Der Greifswalder schuf zu DDR-Zeiten große Wandgemälde, Ölbilder und Grafiken. 1972 erhielt er eigenen Angaben zufolge durch den Verband Bildender Künstler ein Verbot, baugebundene Arbeiten auszuführen. 2010 stellte sich heraus, dass Maletzke zwischen 1961 und 1989 für die Stasi unter dem Decknamen Erwin Schreiber über den Verband der Bildenden Künstler, über Malerkollegen und -kolleginnen sowie über seine Auslandsreisen berichtet hatte.

Filmproduzenten wollen Weinstein ausschließen

Reaktion auf Missbrauchsvorwürfe

Nach den Missbrauchsvorwürfen gegen den Hollywood-Produzenten Weinstein hat die US-amerikanische Filmproduzenten-Vereinigung ein Ausschlussverfahren gegen den 65-Jährigen eingeleitet. Vor der endgültigen Entscheidung Anfang November dürfe sich Weinstein aber zu den Vorwürfen äußern, hieß es. Erst am Samstag schloss die Oscar-Akademie den Filmproduzenten aus dem renommierten Verband aus. Zuvor hatten sich zahlreiche Schauspielerinnen, Models und Mitarbeiterinnen von Weinstein mit gegen ihn gerichteten Vorwürfen an die Öffentlichkeit gewandt.

Diskussion über muslimische Feiertage in Deutschland

ZdK unterstützt de Maizieres Vorstoß, Mehrheit der Deutschen dagegen

Für Überlegungen zu einem muslimischen Feiertag in Teilen Deutschlands bekommt Bundesinnenminister de Maizière Unterstützung vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken. In einer multi-religiösen Gesellschaft könne in Gegenden mit hohem Anteil an frommen Muslimen ein islamischer Feiertag hinzukommen, ohne dass die christliche Tradition unseres Landes verraten werde, sagte ZdK-Präsident Sternberg der «Passauer Neuen Presse». Der Festkalender sei weder museal noch eine bloße Abfolge arbeitsfreier Tage, sondern Zeichen des Reichtums europäischer Traditionen.- Die Deutschen lehnen die Einführung islamischer Feiertage hierzulande mehrheitlich ab. In einer Umfrage im Auftrag der Bild sprachen sich sieben von zehn Befragten dagegen aus.

Staatsoperette Dresden soll Intendantin bekommen

Kondaurow ist noch Musiktheater-Dramaturgin am Nationaltheater Weimar

Kathrin Kondaurow soll neue Intendantin der Staatsoperette Dresden werden. Eine vom Stadtrat eingesetzte Findungskommission habe sich auf sie verständigt, teilte das Rathaus mit. Der Wechsel vom derzeitigen Intendanten Wolfgang Schaller zu Kondaurow soll zu Beginn der Spielzeit 2019/2020 erfolgen. Momentan ist die designierte Intendantin als Musiktheater-Dramaturgin am Nationaltheater Weimar tätig. "Mit Kathrin Kondaurow wird nicht nur die Zukunft der Staatsoperette Dresden als renommiertes Musiktheater-Ensemble gesichert, sondern auch der Erwartung in Dresden und außerhalb nach einer künstlerischen Weiterentwicklung des Hauses entsprochen", sagte Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch. Für die Stelle waren bei der Stadt Dresden 38 Bewerbungen eingegangen. Die Findungskommission lud neun Kandidaten zur Vorstellung ihrer Konzeption als Musiktheater für Operette, Musical und Oper ein.

Britischer "Amadeus"-Schauspieler gestorben

Roy Dotrice wurde 94 Jahre alt

Der britische Schauspieler Roy Dotrice ist tot. Der durch seine Rolle als Leopold Mozart in Milos Formans "Amadeus" bekannt gewordene Künstler sei mit 94 Jahren im Kreis seiner Töchter, Enkel und Urenkel in London gestorben, teilte die Familie mit. Der 1923 auf der Kanalinsel Guernsey geborene Dotrice diente im Zweiten Weltkrieg bei der britischen Luftwaffe. 1942 wurde sein Flugzeug abgeschossen. Während der Kriegsgefangenschaft bis 1945 trat er vor Mitgefangenen auf und schlug nach Kriegsende eine professionelle Schauspielerkarriere ein. Bekannt wurde er mit seiner Rolle in der CBS-Fernsehserie "Die Schöne und das Biest". 1969 erhielt er den britischen Bafta-Award als bester Fernsehschauspieler. Einen Namen machte er sich auch Erzähler in den Hörbuchausgaben der Fantasy-Saga "Das Lied von Eis und Feuer" von George Martin.

Bahnbrechende Beobachtung in der Astronomie

Forscher sprechen von "neuer Ära" der Weltraumforschung

Bahnbrechende neue Beobachtung im Weltraum: Forscher in Europa und den USA haben erstmals Gravitationswellen bei der Verschmelzung zweier Neutronensterne gemessen. Bei diesen Wellen handelt es sich um Verzerrungen der Raumzeit, die Albert Einstein bereits vor gut hundert Jahren im Rahmen seiner Relativitätstheorie vermutet hatte. Die in den vergangenen Jahren gemessenen Gravitationswellen stammten in allen Fällen von verschmelzenden Schwarzen Löchern - die Ereignisse dauerten nur ein paar Sekunden und blieben unsichtbar für Teleskope auf der Erde. Nun sei zum ersten Mal "im sichtbaren Licht eine Quelle von Gravitationswellen vermessen" worden, erklärten die ESO-Forscher. Aufgrund der Daten aus dem Zusammenstoß der Neutronensterne konnten die Wissenschaftler eine neue Messmethode für die Geschwindigkeit entwickeln, mit der sich das Universum ausdehnt.

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