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Kulturnachrichten

Montag, 31. Oktober 2016

Schlüsselübergabe der Elbphilharmonie

Neuneinhalb Jahre Bauzeit

Rund neuneinhalb Jahre nach der Grundsteinlegung hat der Baukonzern Hochtief die Elbphilharmonie an die Stadt Hamburg übergeben. "Hamburg hat mit der Elbphilharmonie ein beeindruckendes Gebäude bekommen, dessen Architektur schon heute nicht mehr aus dem Stadtbild wegzudenken ist", erklärte Bürgermeister Scholz. Am Freitag soll die Plaza der Elbphilharmonie - die Aussichtsplattform zwischen dem historischen Kaispeicher und dem gläsernen Neubau - mit einem Festakt der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Der Musikbetrieb im neuen Konzerthaus am Hafen beginnt am 11. Januar 2017.

Parzinger: Zwischenlösung am Pergamonmuseum

Interimsbau, der nicht mit öffentlichen Mitteln finanziert wird

Nachdem am Wochenende bekannt geworden ist, dass das Pergamonmuseum nicht nur doppelt so teuer, sondern auch deutlich später fertig wird, hat der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz heute im Deutschlandradio Kultur eine Interimslösung angekündigt. Danach gibt es die Finanzierung eines Interimsbaus, der nicht aus öffentlichen Mitteln betrieben wird. Der Bau soll vor dem Bode-Museum neben der S-Bahn, schräg gegenüber dem Pergamonmuseum errichtet werden. Nach Angaben Parzingers wird dort das Panorama von Assisi zu sehen sein, das kleine Fries des Pergamonaltars, das ausgebaut ist, wird begleitet durch weitere Ausstellungen mit Originalen. Die Lösung soll in ein paar Tagen öffentlich gemacht werden. Das Bundesbau-ministerium hatte am Samstag bestätigt, dass der erste Sanierungsabschnitt des Pergamonmuseums statt 261 bis zu 477 Millionen Euro kosten wird. Die Wiedereröffnung verzögert sich ebenfalls um Jahre. Der neue Öffnungstermin soll jetzt frühestens 2023 sein.

Erdbeben in Italien beschädigt 5.000 Baudenkmäler

Auch in Rom entstanden Schäden

Rund 5.000 Kulturgüter, Kirchen, Türme und historische Gebäude, sind nach Angaben der italienischen Regierung durch die jüngsten Erdbeben im Zentrum des Landes zerstört oder beschädigt worden. Das Beben im August habe rund 3.000 Denkmäler beschädigt; durch die Erdstöße vom Donnerstag und vor allem vom Sonntag seien 2.000 weitere hinzugekommen. Die Kirche des heiligen Benedikt im umbrischen Norcia war am Sonntag bis auf die Fassade komplett eingestürzt. In Rom waren die Kirchen Sankt Paul vor den Mauern, Maria Maggiore und San Lorenzo aus Sicherheitsgründen geschlossen worden. In der antiken Laurentius-Basilika fielen kleinere Stein- und Verputzstücke von der Decke auf das Kirchenschiff. Am schwersten getroffen unter den römischen Kirchen wurde die von Francesco Borromini (1599-1667) gestaltete Kirche Sant'Ivo alla Sapienza unweit der Piazza Navona. Hier fielen Stücke aus der Kuppel und auch Fragmente der Gemälde von großer Höhe auf den Boden.

Rund 260 römische Bestattungen in Trier

Archäologen stoßen auf seinernes Grabdenkmal

Bei der Grabung auf einem römischen Friedhof in Trier sind Archäologen auf die Reste eines steinernen Grabdenkmals mitsamt dazugehöriger Brandbestattungen gestoßen. "Das ist für Trier wirklich ein außergewöhnlicher Befund", sagte ein Grabungsleiter. In der Regel gebe es auf dem Gräberfeld nur "isolierte Bestattungen". Jetzt gebe es einen Zusammenhang von Grabmal und den im Umfeld des Denkmals eingebrachten Bestattungen. Die fünf Toten, die um das Denkmal gruppiert seien, sollten nun auf Verwandtschaftsverhältnisse untersucht werden. Insgesamt haben die Archäologen bei der neunmonatigen Grabung 260 römische Gräber aus der Zeit zwischen 30 bis 40 und 250 bis 260 nach Christus erfasst. Ein Drittel waren Körperbestattungen, zwei Drittel seien in Urnen beigesetzt worden. Trier zählte in der Antike zeitweise mit rund 50 000 Einwohnern zu den zehn größten Städten des Römischen Reiches.

Entwurf für Museumsbau neben Kölner Dom vorgestellt

Berliner Architektenbüro gewinnt Wettbewerb

Die Stadt Köln stellte heute den Siegerentwurf vor. Das Vorhaben läuft unter der Bezeichnung "Historische Mitte". Die Stadt plant einen Neubau für das Kölnische Stadtmuseum, das die Geschichte der Stadt seit dem Mittelalter zeigt. Unmittelbar daneben steht das Römisch-Germanische Museum, das die Kölner Antike behandelt. Auf engstem Raum soll die 2000-jährige Geschichte der Stadt gleich neben dem Dom dargestellt werden. Eine Jury entschied sich aus 31 Ideen für den Entwurf von "Staab Architekten". Dieser sieht ein Ensemble aus drei eigenständigen Gebäuden vor: das bereits bestehende Römisch-Germanische Museum wird saniert. Daneben erhält das ebenfalls renovierungsbedürftige Stadtmuseum einen Neubau. In einem weiteren Neubau entstehen Büro- und Verwaltungsräume der Museen und des Doms.

Hehlerei-Prozess mit Picasso-Werken wieder aufgerollt

Früherer Elektriker soll Picasso-Werke unterschlagen haben

Picassos früherer Elektriker und seine Frau stehen erneut wegen der Hehlerei mit Kunstwerken vor Gericht. Im südfranzösischen Aix-en-Provence begann am Montag das Berufungsverfahren gegen das Paar, in dessen Garage 271 Werke des spanischen Malers gefunden worden waren. Den beiden drohen fünf Jahre Haft und eine Geldstrafe von 375.000 Euro. Die Staatsanwaltschaft hatte Berufung eingelegt, weil ihr das ursprüngliche Urteil von zwei Jahren Gefängnis auf Bewährung zu milde erschien. Die heute mehr als 70 Jahre alten Angeklagten sollen mit kriminellen Kunsthändlern kooperiert und die Werke heimlich beiseite geschafft haben. Der Fall war bekannt geworden, nachdem der Elektriker Claude Ruiz-Picasso im Jahr 2010 darum gebeten hatte, die Authentizität der 271 Werke prüfen zu lassen. Unter den nicht signierten Werken sind kubistische Kollagen und Zeichnungen von Frauen und Pferden.

Grütters würdigt de Bruyn zum 90. Geburtstag

Günter de Bruyn zählt zu den bedeutendsten Autoren

Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat den Schriftsteller Günter de Bruyn zu seinem 90. Geburtstag als einen der "bedeutendsten Autoren der deutschen Kulturnation" gewürdigt. "Nie moralisierend, immer mit der Ihnen eigenen, leisen Beharrlichkeit erzählen Sie von den Einschnitten und Brüchen in der deutschen Geschichte, die auch in Ihrem Leben Spuren hinterlassen haben", erklärte Grütters. "Dass Sie stets die Kraft hatten, Ihre Integrität zu bewahren und Ihre Stimme zu erheben, verdient Respekt und Anerkennung." De Bruyn gehörte zu den wichtigsten Autoren der früheren DDR. Morgen (1. November) wird er 90 Jahre alt.

Kythera-Preis für Soziologen Wolf Lepenies

Ehrung für Publizisten von eurpäischem Rang

Der Soziologe Wolf Lepenies erhält den mit 25 000 Euro dotierten Kythera-Preis. Lepenies setze sich in seinen Werken mit einem kulturphilosophisch inspiriertem und weit gefächerten Themenspektrum auseinander, "das die engeren Grenzen der soziologischen Wissenschaft stets mit intellektuellem Zugewinn überspielt", teilte die Kythera-Kulturstiftung in Düsseldorf mit. Das verschaffe Lepenies, der Professor an der Freien Universität Berlin war, das Ansehen eines Publizisten von europäischem Rang. Zu Lepenies' Werken zählen die Studie "Die drei Kulturen" (1985) über England, Frankreich und Deutschland und die "Die Macht am Mittelmeer: Französische Träume von einem anderen Europa" (2016). Der Preis wird am 15. Dezember in Berlin verliehen. Die Auszeichnung würdigt Persönlichkeiten, die sich um die Vermittlung der romanischen Kultur verdient gemacht haben. Preisträger waren unter anderem der Verleger Klaus Wagenbach, der Dirigent Claudio Abbado und der Regisseur Volker Schlöndorff.

Münchner Kammerspiele sagen Premiere ab

Inszenierung des Houllebecq-Romans "Unterwerfung" litt unter Regiewechsel

Nach einem Regisseurwechsel mitten in den Proben haben die Münchner Kammerspiele die Aufführung zu Michel Houellebecqs umstrittenen Roman "Unterwerfung" komplett abgesagt. Die Produktion habe sich nicht aus der durch die Absage des Regisseurs Julien Gosselin verursachten Krise befreien können, teilte das Haus am Montag mit. Die für den 19. November vorgesehene Premiere entfalle ersatzlos. Für weitere Vorstellungstage sei Ersatz geplant. Gosselin hatte nach drei Wochen Proben kürzlich hingeschmissen. Grund seien technische Unstimmigkeiten, sagte Intendant Matthias Lilienthal damals. Um inhaltliche Fragen sei es dabei "überhaupt nicht" gegangen. Ursprünglich sollte Hausregisseur Nicolas Stemann das Projekt übernehmen.

Israel weist Zweifel an Echtheit von Sensationsfund zurück

Jahrtausende alter Papyrus-Fund in der Kritik

Die israelische Antikenbehörde IAA hat Zweifel an der Echtheit eines Jahrtausende alten Papyrus mit der frühesten außerbiblischen Nennung Jerusalems zurückgewiesen. Der Fund aus der vergangenen Woche hatte über die Landesgrenzen hinaus für Schlagzeilen gesorgt. Namhafte Archäologen hatten anschließend Zweifel an der Echtheit vorgebracht. Der Papyrus aus der Zeit des ersten jüdischen Tempels stammt aus einer Höhle in der judäischen Wüste und wurde bei der Vereitelung eines Antikenraubs sichergestellt. Zwei Archäologen hatten laut "Jerusalem Post" die Echtheit des Fundes angezweifelt und der Behörde mangelnde Sorgfalt bei der Untersuchung des Fundes vorgeworfen. Notwendig seien weitere Tests. Möglicherweise hätten die Diebe einen echten Papyrus beschrieben, um damit auf dem Schwarzmarkt einen höheren Preis erzielen zu können. Für den Fälschungsverdacht der beiden Archäologen gebe es keinerlei Belege, sagte der Chef der archäologischen Abteilung der IAA, Gideon Avny. Der Fund befinde sich nun jedoch in staatlicher Hand; dies gebe allen Forschern die Möglichkeit, seine Echtheit zu untersuchen.

Erfolgreiche Besucherbilanz der Berliner Gemäldegalerie

ehr als 150 000 Besucher bei Ausstellung zur Ära Velázquez

Die Ausstellung über das Goldene Zeitalter der spanischen Kunst in der Berliner Gemäldegalerie hat mehr als 150 000 Besucher angezogen. Am Sonntag ging die Schau "El Siglo de Oro. Die Ära Velázquez" nach 104 Tagen zu Ende. "Ich freue mich, dass wir mit dieser in Deutschland einmaligen Ausstellung einem breiten Publikum eine wahrlich goldene Ära der Malerei und Bildhauerkunst näher bringen konnten", sagte Museen-Generaldirektor Michael Eissenhauer heute in Berlin. Vom 25. November an wird die Ausstellung in der Kunsthalle München zu sehen sein. Sie steht unter der Schirmherrschaft von König Felipe VI. und Bundespräsident Joachim Gauck.

Ehrung für ehemalige Rbb-Intendantin Reim

Die Gründungs-Intendantin des RBB, Dagmar Reim, erhält das Bundesverdienstkreuz.

Die Auszeichnung werde der Journalistin morgen im Roten Rathaus im Auftrag des Bundespräsidenten vom Regierenden Bürgermeister Müller übergeben, wie die Berliner Senatskanzlei mitteilte. Dagmar Reim habe für das Zusammenwachsen Berlins und Brandenburgs viel geleistet, erklärte Müller zur Begründung. Sie übernahm 2003 die Leitung des RBB, der aus dem Sender Freies Berlin und dem Ostdeutschen Rundfunk Brandenburg hervorging. Sie war die erste Frau an der Spitze einer öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt in Deutschland. Ende Juni dieses Jahres gab Reim das Amt aus persönlichen Gründen auf.

Repressionen gegen türkische Oppositions-Zeitung

Journalisten von "Cumhuriyet" festgenommen

Nach der Schließung zahlreicher kritischer Medien seit dem Putschversuch vom Juli gehen die türkischen Behörden nun gegen die wichtigste verbliebene Oppositionszeitung "Cumhuriyet" vor: Chefredakteur Murat Sabuncu und zahlreiche weitere Journalisten wurden am Montag festgenommen, wie die Zeitung berichtete. Insgesamt 14 Mitarbeitern werde die Unterstützung terroristischer Organisationen vorgeworfen. Zwei von ihnen seien derzeit im Ausland. Außerdem sei Ex-Chefredakteur Can Dündar, der im deutschen Exil lebt, zur Fahndung ausgeschrieben worden, schrieb das Blatt. Dündars Haus in Istanbul sei durchsucht worden. Unter den Festgenommenen sei Bülent Utku, einer der Anwälte Dündars.

Häftling will Lektüre von "Mein Kampf" erstreiten

JVA befürchtet "Fehlinterpretation" durch Häftling

Ein Häftling der Justizvollzugsanstalt Werl in Nordrhein-Westfalen klagt vor dem Landgericht Arnsberg, weil ihm das Lesen von Hitlers "Mein Kampf" nicht erlaubt wird. Das bestätigte ein Gerichtssprecher dem "Westfalen-Blatt". Der wegen Raubes verurteilte Mann hatte vor einigen Wochen beantragt , die im Januar erschienene kommentierte Neuauflage von "Mein Kampf" kaufen zu dürfen. Das lehnte die Haftanstalt ab. Zu den konkreten Gründen wollte sich Anstaltsleiterin Maria Look nicht öffentlich äußern. Es bestehe aber "die Gefahr einer Fehlinterpretation", sagte sie der Zeitung. Der Häftling wandte sich an die Strafvollstreckungskammer des Landgerichts Arnsberg, weil er die Entscheidung der JVA-Chefin nicht hinnehmen möchte. Das Gericht hält die zu klärende Frage für nicht alltäglich und ordnete dem Häftling eine Rechtsanwältin bei.

Evangelische Kirche eröffnet Luther-Jahr

Zum Festakt in Berlin wird auch Bundespräsident Gauck erwartet

In Berlin beginnen heute die Feierlichkeiten zum 500. Jahrestag der Reformation. Den Auftakt macht am Nachmittag ein ökumenischer Gottesdienst in der Marienkirche. Daran nehmen der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, die Botschafterin des Reformationsjubiläums, Margot Käßmann, sowie Vertreter der katholischen Kirche teil. Anschließend ist im Konzerthaus am Gendarmenmarkt ein Festakt geplant, an dem auch Bundespräsident Joachim Gauck teilnehmen wird. In den kommenden zwölf Monaten wird die Evangelische Kirche mit hunderten von Veranstaltungen an den Thesenanschlag Martin Luthers im Jahr 1517 erinnern. Dieser gilt als Auftakt einer christlichen Erneuerungsbewegung und zugleich als Beginn der Kirchenspaltung. Auftakt und Endpunkt des Feierjahres ist der 31. Oktober, der in einigen Bundesländern auch gesetzlicher Feiertag ist. Im Jahr 2017 wird dieser einmalig auch bundesweit als Feiertag begangen.

Bergbau Museum rüstet sich für Steinkohleausstieg

Forschungsmuseum in Bochum wird bis 2018 komplett umgebaut

Das Deutsche Bergbau Museum in Bochum baut seine Ausstellungen um. Bis Ende 2018, wenn die Subventionierung der Steinkohleförderung in Deutschland eingestellt wird, soll das Forschungsmuseum mit seinem Anschauungsbergwerk und seinem Fördergerüst laut Museumsangaben neu aufgestellt sein. Der gesamte Umbau geschehe bei laufendem Betrieb. Derzeit werden 350.000 Exponate von der Grubenlampe bis zum Schrämlader verpackt und aus dem Museum geholt. Ab Februar 2017 werden die Räume saniert und anschließend mit vier Dauerausstellungen über den Steinkohlenbergbau, seine Menschen, die Kultur und die weltweit abbaubaren Ressourcen bestückt. Als Forschungsmuseum aus dem Leibnizverbund wollen die Wissenschaftler auch Bergbaumaterial, zu denen Unter-Tage-Aufnahmen zählen, in ein 3-D-Format digitalisieren.

Thierse verteidigt Einheitsdenkmal

Gegner des Denkmals seien vor allem Westdeutsche

Wolfgang Thierse hat die Idee eines Einheitsdenkmals verteidigt. Ein "Verbot, jeglichen Pathos, jeglichen Stolzes, jeglicher Feier des historischen Glücks von 1989/90? Was sollte damit gewonnen sein?", schreibt der SPD-Politiker im Berliner "Tagesspiegel. Die Skepsis gegenüber dem Einheitsdenkmal entspringe einer Geringschätzung des Umbruchs von 1980/90. Die aktive Gegnerschaft gegen ein Denkmal, das die historische Leistung der Ostdeutschen würdige, komme vor allem von Westdeutschen, so Thierse. Er ist Mitinitiator des Denkmals. Sein Gastartikel ist eine Antwort auf einen Beitrag von Martin Sabrow, Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung in Potsdam. Der Haushaltsausschuss hatte im April aus Kostengründen das Freiheits- und Einheitsdenkmal gekippt. Geplant war eine gigantische begehbare "Bürgerwippe" nach einem Entwurf der Stuttgarter Architekten Johannes Milla und Sebastian Letz.

Maler Otto Möhwald gestorben

Er wurde bei einem Verkehrsunfall tödlich verletzt

Der Maler Otto Möhwald ist bei einem Verkehrsunfall in Halle tödlich verletzt worden. Nach Polizeiangaben erfasste ein Auto den 83-Jährigen am vergangenen Freitagabend in der nördlichen Innenstadt. Der bekannte Maler und Grafiker war an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein lange Zeit Professor für Malerei. An der Burg hatte er einst selbst studiert, war aber exmatrikuliert worden. 1987 erhielt er den Kunstpreis der DDR, 2011 den Halleschen Kunstpreis. Sein Enkelsohn ist der Schriftsteller Clemens Meyer. Laut Polizei erlag der 83-Jährige am Freitagabend in einem Krankenhaus in Halle seinen schweren Verletzungen. Der 44 Jahre alte Autofahrer blieb bei dem Unfall unverletzt.

Schwere Zerstörungen nach Erdbeben in Italien

Historische Basilica di San Benedetto in Norcia eingestürzt

Mittelitalien ist am Sonntagmorgen erneut von einem schweren Erdbeben erschüttert worden. Das Epizentrum lag offiziellen Angaben zufolge nahe der Kleinstadt Norcia, rund 70 Kilometer östlich von Perugia. Berichte über Todesopfer liegen laut Zivilschutz bislang nicht vor, es gebe aber einige Dutzend Verletzte und Verschüttete. Nach Behördenangaben stürzten in mehreren Orten Gebäude ein, darunter auch die historische Basilica di San Benedetto in Norcia. Laut italienischen Nachrichtenagenturen betrug die Stärke des Bebens zwischen 6,5 bis 6,7. Es gab mehrere Stöße, der stärkste um 7.41 Uhr war auch in Rom zu spüren. Nach dem Beben wurden die römischen Basiliken Sankt Paul vor den Mauern und San Lorenzo geschlossen. Die Sicherheitsdienste des Vatikan hätten auch den Petersdom untersucht; dort jedoch keine Schäden entdeckt, berichtete Radio Vatikan.

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