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Kulturnachrichten

Freitag, 28. Oktober 2016

Politiker für Manfred-Krug-Straße in Berlin

Der populäre Schauspieler war am 21.Oktober gestorben

Nach dem Tod von Manfred Krug (79) haben Berliner Politiker vorgeschlagen, eine Straße oder einen Platz nach ihm zu benennen. CDU-Generalsekretär Kai Wegner sagte der "B.Z.": "Es wäre sicherlich gut, wenn Liebling Kreuzberg vor allem im Bezirk Kreuzberg entsprechend gewürdigt wird." Auch die FDP setzt sich für eine Manfred-Krug-Straße oder einen Manfred-Krug-Platz ein. "Manfred Krug ist einer der ersten erfolgreichen gesamtdeutschen Schauspieler. Er stand stellvertretend für den etwas knorrigen, bulligen Berlin-Brandenburger: Nach außen rau, nach innen sensibel", sagte der stellvertretende FDP-Fraktionschef Holger Krestel. Die Grünen-Kulturexpertin Sabine Bangert ergänzte: "Manfred Krug war ein Botschafter für Berlin. Er sollte mindestens ein Ehrengrab bekommen." Für ein Ehrengrab ist der Senat zuständig, für eine Umbenennung einer Straße oder eines Platzes der jeweilige Bezirk.

Wallfahrt Kevelaer soll Weltkulturerbe werden

Pilgerort bewirbt sich um Aufnahme in die internationale Liste der Unesco

Die Marienwallfahrt im niederrheinischen Kevelaer soll nach dem Willen von Kirche und Stadt Weltkulturerbe werden. Die Stadt und die Pfarrei St. Marien wollen in den nächsten Tagen eine Bewerbung für die Einstufung als immaterielles Kulturerbe ans nordrhein-westfälischen Kultusministerium schicken, wie das Bistum Münster mitteilte. Mit rund einer Million Pilger gilt die Marienwallfahrt in Kevelaer als die zweitgrößte in Deutschland. Nach einer Vorentscheidung in den Bundesländern erstellt die Kultusministerkonferenz eine Vorschlagsliste, die an die Deutsche Unesco-Kommission geht. Ein unabhängiges Expertenkomitee dort prüft und bewertet die Dossiers. Die Kultusministerkonferenz bestätigt im Benehmen mit der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien abschließend die Auswahlempfehlungen des Expertenkomitees.

Rattenfänger-Literaturpreis 2016 vergeben

Matthias Morgenroth und Regina Kehn wurden in Hameln geehrt

Der Münchner Autor Matthias Morgenroth und die Hamburger Illustratorin Regina Kehn sind mit dem Rattenfänger-Literaturpreis 2016 der Stadt Hameln ausgezeichnet worden. Sie erhielten den mit 5.000 Euro dotierten Preis nach Angaben der Stadt für ihr Kinderbuch "Freunde der Nacht". Die Jury habe das Buch aus mehr als 200 Einsendungen ausgewählt. Die Geschichte "Freunde der Nacht" handelt von den Kindern Lea und Jojo. Die beiden schleichen sich aus dem Haus, um die Mittsommernacht im Wald zu verbringen. Dort begegnen sie fantastischen Wesen, die sie in ihre Welt hinein locken. Die Jury zeigte sich beeindruckt von der dramaturgischen Gestaltung des Buches: Die anfangs weißen Seiten werden immer dunkler und schließlich schwarz, am Ende kehrt sich dieser Prozess um. Der Rattenfänger-Literaturpreis wird seit 1984 alle zwei Jahre für herausragende Märchen- und Sagenbücher, fantastische Erzählungen oder Erzählungen aus dem Mittelalter für Kinder und Jugendliche vergeben.

Bamberg bekommt erste Kirchenfenster von Lüpertz

Die ersten zwei Fenster werden in der Sankt Elisabethkirche angebracht

Die Bamberger Sankt Elisabethkirche bekommt die ersten zwei von insgesamt acht Fenstern des Künstlers Markus Lüpertz. Möglich sei dies durch die hohe Spendenbereitschaft von Privatleuten, teilte die Stadt mit. Derzeit werden die acht Entwürfe maßstabsgetreu in der mittelalterlichen Kirche ausgestellt, die Teil des UNESCO-Weltkulturerbes ist. Lüpertz stellt auf 1,5 mal 5 Meter Szenen aus dem Leben der Kirchenpatronin Elisabeth dar, denen jeweils Werke der Barmherzigkeit zugeordnet werden. Das Projekt soll komplett durch Stiftungen, Spenden und Sponsoren finanziert werden.

Bühnenverein: Schauspielhaus muss erhalten bleiben

Auch Architektenkammer NRW erinnert an Bedeutung des Bauwerks

Der Deutsche Bühnenverein hat die Debatte um eine mögliche Schließung des Düsseldorfer Schauspielhauses kritisiert. "Es ist unvorstellbar, dieses städtebauliche Denkmal nicht als Theater zu erhalten", sagte der Direktor des Bühnenvereins, Rolf Bolwin. An seinem Standort in der Innenstadt boome der Kommerz, "da muss es auch einen Ort der Reflexion und des Innehaltens geben". Für den neuen Intendanten Wilfried Schulz und seine Mitarbeiter sei die Debatte eine Zumutung, kritisierte Bolwin. Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel hatte angesichts millionenschwerer Kosten für die Sanierung des fast 50 Jahre alten Gebäudes Alternativen ins Spiel gebracht, die von der Übergabe an einen privaten Investor bis zur Aufgabe des Hauses reichen. Dagegen hat es bereits heftige Proteste gegeben. Den Erhalt des Schauspielhauses fordert auch die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen. Deren Präsident Ernst Uhing sagte, dass von Bernhard Pfau erbaute Gebäude gehöre "zweifellos zu den wichtigsten Bauwerken der Nachkriegszeit in Nordrhein-Westfalen und zum gebauten Gedächtnis dieses Landes".

Senkung des Rundfunkbeitrags abgelehnt

Ministerpräsidenten stimmen gegen Vorschlag der Expertenkommission KEF

Der Rundfunkbeitrag für ARD, ZDF und Deutschlandradio wird nicht gesenkt und bleibt auch im kommenden Jahr bei 17,50 Euro im Monat. Die Ministerpräsidenten der Länder kamen bei ihrem Treffen in Rostock überein, die von der Expertenkommission KEF vorgeschlagene Senkung um 30 Cent nicht umzusetzen. Die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten sollen Vorschläge vorlegen, wie die Beiträge langfristig stabil gehalten werden können. Für eine Senkung hatten sich nur die Ministerpräsidenten von Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt ausgesprochen. Die Mehrheit der Länder-Chefs plädierte dafür, lieber Rücklagen zu bilden, um für künftige Kostensteigerungen gewappnet zu sein.

Grundsteinlegung für Neues Bauhaus-Museum in Weimar

Geplante Fertigstellung zum Jubiläumsjahr 2019

In Weimar wurde der Grundstein für das Neue Bauhaus-Museum gelegt. Der 22 Millionen Euro teure Bau soll Ende 2018 übergeben werden. Kulturstaatsministerin Monika Grütters sagte in ihrer Rede zur Grundsteinlegung: "Das Bauhaus ist weltweit eine Art Synonym für die Moderne an sich geworden und zeigt, wie stark Ideen Maßstäbe setzen können." Bis zum Gründungsjubiläum der Architektur- und Designschule 2019 soll der Beton-Kubus mit Glasbändern stehen. Auf rund 2250 Quadratmetern sollen dann ausgewählte Objekte Vorgeschichte, Entwicklung und Nachwirkungen des Bauhauses erzählen.

Twitter schließt Video-App Vine

Inhalte bleiben zunächst online

Twitter macht seine Video-App Vine nach rund vier Jahren dicht. Sie werde "in den kommenden Monaten" eingestellt, kündigte der Kurznachrichtendienst ohne Nennung von Gründen an. Mit der App kann man kurze Videoclips in Endlosschleifen verbinden und online stellen. Twitter hatte Vine wenige Monate nach dem Start im Herbst 2012 gekauft. Die Vine-Inhalte sollen zunächst online bleiben, hieß es.

Original-Emojis im New Yorker MoMA

176 Emojis sollen ab Dezember gezeigt werden

Das New Yorker Museum of Modern Art (MoMA) hat die Original-Emojis in seine renommierte Sammlung aufgenommen. Die 176 Symbole - darunter beispielsweise ein Smiley, ein Herz und ein Blitz- seien von der japanischen Firma NTT DoCoMo lizenziert worden, teilte das MoMA mit. Die zwölf mal zwölf Pixel großen Emojis waren 1999 zuerst in Schwarz, dann in sechs verschiedenen Farben für Handys herausgegeben worden. Erst einige Jahre später vor allem mit dem iPhone wurden sie zum internationalen Standard. Heute gibt es Tausende. Zuvor hatte das MoMA bereits mehrere Videospiele und das @-Symbol in seine Sammlung aufgenommen. Auch weitere Emojis sollen folgen, teilte das Museum mit. Die ursprünglichen 176 sollen ab Dezember in der Lobby des Museums in Manhattan gezeigt werden.

Philip Roth vermacht Bücher seiner Heimatbibliothek

Roths Büchersammlung umfasst rund 4000 Werke

Der US-Bestsellerautor Philip Roth hat seine privaten Bücher der Bibliothek seiner Heimatstadt Newark gespendet. Die rund 4000 Werke, die bislang in Regalen in seinem Haus im US-Bundesstaat Connecticut stünden, bekämen an ihrem neuen Ort einen eigenen Raum, kündigte die Bibliothek von Newark an. Dort sollen sie genauso angeordnet werden wie bisher. "Ich bin 83 und habe keine Erben», sage Roth, der vor einigen Jahren seinen Ruhestand verkündet hatte, der "New York Times". "Wenn ich Kinder hätte, wäre es vielleicht eine andere Sache. Es ist keine große Büchersammlung, aber sie bedeutet mir etwas, und ich wollte, dass sie so aufgehoben wird, wie sie ist."

Jennifer Lopez spielt in Musical mit

Lopez übernimmt Hauptrolle in "Bye Bye Birdie"

Schauspielerin und Sängerin Jennifer Lopez kommt ihrem Traum vom Broadway einen Schritt näher: Die 47-Jährige wird eine der Hauptrollen im 60er-Jahre-Musical "Bye Bye Birdie" für den US-Fernsehsender NBC übernehmen. Das Musical soll im kommenden Jahr im Fernsehen gesendet werden. Das Musical rund um einen an Elvis Presley angelehnten Teenie-Star gehört in den USA zu den bekanntesten Bühnenstücken. NBC-Entertainment-Chef Robert Greenblatt sagte Berichten zufolge, Lopez selbst habe den Film und ihre Wunschrolle vorgeschlagen. Lopez, die derzeit unter anderem eine Show in Las Vegas hat und in einer Fernsehserie des Senders spielt, hat schon mehrfach ihre Liebe für die Bühne betont. Im Sommer hatte es Gerüchte gegeben, dass sie ein eigenes Broadway-Musical plane.

Mäzen Curt Engelhorn gestorben

Engelhorn war Namensgeber für Museum in Mannheim

Der Unternehmer und Mäzen Curt Engelhorn ist tot. Er starb bereits am 13. Oktober im Alter von 90 Jahren, wie die nach ihm benannten Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim mitteilten. Zuvor hatten der "Mannheimer Morgen" und der SWR darüber berichtet. Engelhorn war der Urenkel des BASF-Gründers Friedrich Engelhorn und bis zum Verkauf 1997 Miteigentümer und Chef des Pharmaunternehmens Boehringer Mannheim. Mit der mit mehr als 25 Millionen Euro ausgestattete Curt-Engelhorn-Stiftung unterstützte er seit 2001 die Mannheimer Museen.

Bronze-Goethe für Seoul

Sechs Meter hohe Figur aus Berliner Skulpturengießerei

Eine sechs Meter hohe Bronze-Skulptur des deutschen Dichterfürsten Goethe wird künftig vor dem Firmensitz des Mischkonzerns Lotte in Seoul stehen. Es ist eine Nachbildung des Dichter-Denkmals aus dem Berliner Tiergarten, das der Bildhauer Fritz Schaper 1880 aus Carrara-Marmor schuf. Die Berliner Skulpturengießerei Knaak erhielt den Auftrag eigenen Angaben zufolge von dem 94-jährigen koreanischen Firmengründer Shin Kyuk-Ho, der mit dem neuen Konzernsitz sein Lebenswerk krönen will. Der langjährige Goethe-Fan hatte sein Unternehmen schon 1948 nach der Hauptfigur Lotte aus dem Briefroman "Die Leiden des jungen Werthers" benannt.

"Arche Nebra"-Ausstellung freut sich über Besucher-Plus

Playmobil-Figuren veranschaulichen Geschichte der berühmten Himmelsscheibe

Das Erlebniszentrum "Arche Nebra" erfreut sich wachsender Beliebtheit. Bereits 60.000 Menschen wollten sich in diesem Jahr über die Himmelsscheibe von Nebra informieren. "Das sind gegenüber 2015 etwa 8.000 Besucher mehr", sagte die Geschäftsführerin des Dokumentationszentrums im Burgenlandkreis, Bettina Pfaff, der Nachrichtenagentur dpa. Eine Ausstellung mit historischen Playmobil-Szenen habe vor allem Familien angezogen. Die Himmelsscheibe ist eine kreisförmige Bronzeplatte, die den Sternenhimmel und religiöse Symbole darstellt. Gefunden wurde sie am 4. Juli 1999 nahe der Stadt Nebra in Sachsen-Anhalt. Ihr Alter wird auf 3.700 bis 4.100 Jahre geschätzt. Zum zehnjährigen Bestehen der "Arche" 2017 sei eine Ausstellung mit dem Titel "Aus der Tiefe geboren - die Himmelsscheibe von Nebra" geplant, sagte Pfaff. Vom 7. April bis 5. November solle diese die Entstehung des wertvollen Fundes beleuchten.

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