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Kulturnachrichten

Dienstag, 25. Oktober 2016

Paisley-Park-Studio von Prince wird zum Museum

600 000 Besucher im Jahr werden erwartet

Das Aufnahmestudio der verstorbenen Musiklegende Prince wird zum Museum. Der Stadtrat von Chanhassen im US-Staat Minnesota stimmte einem Antrag auf eine entsprechende Umwidmung des Anwesens Paisley Park zu. Allerdings wurde noch eine Studie zur Sicherheit von Fußgängern, Verkehr und Parken angefordert, wie die Zeitung "Star Tribune" berichtete. Es wird erwartet, dass das Museum bis zu 600 000 Besucher im Jahr nach Chanhassen lockt. Ausgestellt werden Gitarren des Musikers, sein "Purple Rain"-Motorrad und die reich verzierte Urne mit seiner Asche.

Auswärtiges Amt sagt Armenier-Aufführung ab

Keine Aufführung von "Aghet" in Istanbuler Vertretung

Das Auswärtige Amt hat die für den kommenden Monat geplante Aufführung der Dresdner Sinfoniker im deutschen Generalkonsulat in Istanbul zu den Massakern an den Armeniern abgesagt. "Die Räumlichkeiten des Generalkonsulats in Istanbul stehen am 13. November nicht zur Verfügung", hieß es aus dem Auswärtigen Amt in Berlin.

Hip-Hop-Star Dr. Dre mit Mordvorwürfen konfrontiert

Kläger: Dr. Dre hat Auftragskiller engagiert

Hip-Hop-Superstar Dr. Dre muss sich gegen Mordvorwürfe wehren. Der frühere Rap-Platten-Boss Marion "Suge" Knight wirft dem Sänger vor, Auftragskiller engagiert zu haben, um ihn umzubringen. In der vor einem Gericht in Los Angeles eingereichten Klage wird Dr. Dre für zwei Tötungsversuche verantwortlich gemacht: Im Jahr 2014 war Knight bei einer Party in einem Nachtclub von mehreren Kugeln getroffen worden. Der zweite Fall ereignete sich im Jahr 2015, als Knight auf einem Parkplatz zwei Männer überfuhr und einen dabei tödlich verletzte. Knight argumentiert, dass einer der beiden Männer ihn zuvor mit einer Waffe bedroht habe - im Auftrag von Dr. Dre. Dr. Dre sei "für beide Verbrechen verantwortlich", heißt es in der Klage. Knight fordert darin hohen Schadenersatz. Wegen des tödlichen Vorfalls auf dem Parkplatz sitzt er derzeit selbst in Haft. Dr. Dre, der mit bürgerlichem Namen Andre Young heißt, äußerte sich zunächst nicht selbst zu den Beschuldigungen. Sein Anwalt wies die Klage laut Medienberichten rundweg zurück.

Emcke wird Gastgeberin von "ABC der Demokratie"

Gesprächsreihe im Schauspiel Hannover ab Oktober 2017

Friedenspreisträgerin Carolin Emcke wird im kommenden Jahr eine neue Gesprächsreihe im Schauspiel Hannover präsentieren. Unter dem Titel "ABC der Demokratie. Eine Begriffserklärung mit Carolin Emcke und Gästen" suche sie ab Oktober 2017 die inhaltliche Auseinandersetzung mit renommierten Gästen aus dem In- und Ausland, teilte die Stiftung Niedersachsen mit. Bezugspunkte seien dabei Begriffe wie Identität, Hass, Demut oder Erbe. Die Stiftung unterstützt die Reihe mit 60 000 Euro. Die in Berlin lebende Emcke wurde in Frankfurt mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geehrt. In ihrem neuen Buch "Gegen den Hass" wendet sich die promovierte Philosophin gegen den nationalistischen und religiösen Fanatismus und setzt dagegen die Kultur der Vielfalt.

Pop-Exzentriker Pete Burns gestorben

Sänger wurde in den Achtzigern mit der Band "Dead Or Alive" berühmt

Eine der schillerndsten Gestalten der britischen Popmusik ist tot: Pete Burns, der Sänger der Achtzigerjahre-Band "Dead Or Alive", starb mit 57 Jahren an einem "massiven Herzinfarkt", wie sein Management mitteilte. Burns sei ein "ganz besonderer Star" gewesen: "Er war ein wahrer Visionär, eine schöne und begabte Seele." Sein Tod sei völlig unerwartet gekommen, erklärte das Management. Popstar Boy George würdigte Burns in einer ersten Reaktion auf Twitter als "einen unserer größten Exzentriker". Die Todesnachricht rühre ihn zu Tränen, schrieb Boy George in dem Kurznachrichtendienst. Burns' Band "Dead Or Alive" wurde in den 1980-er Jahren mit dem Hit "You Spin Me Round" bekannt.

Start der Hofer Filmtage mit Deutschlandpremieren

Erstmals ohne Gründer Badewitz

Mit dem Film "Die Blumen von gestern" von Chris Kraus starten die Hofer Filmtage. In den Hauptrollen spielen Lars Eidinger und Hannah Herzsprung. Deutschlandpremiere feiert in Hof der neue Film von Jim Jarmusch, "Paterson". Jarmusch hat außerdem "Porto" mitproduziert: Der erste Spielfilm des amerikanisch-brasilianischen Regisseurs Gabe Klinger wird auf dem Festival ebenfalls Deutschlandpremiere haben. Die Filmtage gehen bereits in ihr 50. Jahr. Es ist zugleich das erste Festival in der oberfränkischen Stadt nach dem Tod des Gründers und Filmfest-Chefs Heinz Badewitz. Er war am 10. März im Alter von 74 Jahren während des Besuchs eines Filmfestivals im österreichischen Graz gestorben. Die Hofer Filmtage dauern bis zum 30. Oktober.

Dresdner Sinfoniker laden Erdogan ein

Streit um die Aufführung von "Aghet" in Istanbul

Zur Aufführung ihres Stückes über die Massaker an den Armeniern haben die Dresdner Sinfoniker den türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan ins deutsche Generalkonsulat in Istanbul eingeladen. Persönliche Einladungen gingen außerdem an Ministerpräsident Binali Yildirim, Außenminister Mevlüt Cavusoglu und Kulturminister Nabi Avci. Das Stück "Aghet" handelt vom "Völkermord an den Armeniern" im Osmanischen Reich vor gut 100 Jahren und soll am 13. November im Generalkonsulat aufgeführt werden. Bei der Gala soll außerdem eine armenisch-türkisch-deutsche Freundschaftsgesellschaft gegründet werden. Ankara wehrt sich vehement gegen die Einstufung der Massaker als Völkermord. Im Juni hatte die Völkermordresolution des Bundestages zu einem schweren Zerwürfnis zwischen der Türkei und Deutschland geführt. Mit der Aufführung droht nun neuer Streit.

Neuer Unesco-Lehrstuhl zum Schutz von Welterbestätten

Internationale Zusammenarbeit soll gefördert werden

Ein neuer Lehrstuhl an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg soll helfen, die weltweit mehr als 1.000 Welterbestätten und rund 670 Biosphärenreservate zu beobachten und zu schützen. Die am Institut für Geografie angesiedelte Forschungsstelle wurde mit einem Festakt eröffnet. Ziel ist es, moderne geografische Methoden wie beispielsweise Satellitendaten zu nutzen, um vor allem in Entwicklungsländern ein genaues Bild der schützenswerten Stätten zu erhalten. Zudem soll die internationale Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern und für den Schutz der Welterbestätten Verantwortlichen gefördert werden.

New Yorker Philharmoniker spielen für Ban Ki Moon

Beethovens 5. zur Verabschiedung des UN-Generalsekretärs

Der scheidende UN-Generalsekretär Ban Ki Moon wird nach seiner zehnjährigen Amtszeit mit einem Konzert der New Yorker Philharmoniker bei den Vereinten Nationen verabschiedet. Chefdirigent Alan Gilbert, der den Posten als musikalischer Direktor kommenden Sommer abgibt, werde damit auch Bans Nachfolger António Guterres begrüßen, der sein neues Amt zum 1. Januar 2017 antritt. Das Konzert soll Mitte Dezember im Plenarsaal der UN-Vollversammlung stattfinden. Auf dem Programm stehen Ludwig van Beethovens 5. Sinfonie und seine Overtüre zu Johann Wolfgang von Goethes Drama "Egmont" sowie das Klarinettenkonzert von Wolfgang Amadeus Mozart.

Shakespeare schrieb Werke mit Hilfe von Co-Autoren

Das finden Forscher dank eines speziellen Computerprogramms heraus

William Shakespeare hatte neuen Forschungen zufolge bei mehr als einem Drittel seiner Werke Unterstützung von anderen Autoren. An 17 von 44 Stücken, die dem englischen Dramatiker zugerechnet werden, hätten auch andere mitgearbeitet, teilten die Forscher mit. Auf Grundlage ihrer Untersuchung wird in der neuen Ausgabe von William Shakespeares gesammelten Werken einer dieser Künstler, Christopher Marlowe, sogar als Co-Autor von "Henry VI." geführt. Um seinen und den Einfluss anderer Zeitgenossen auf Shakespeares Werke herauszufinden, nutzte ein Team aus 23 international renommierten Forschern ein spezielles Computerprogramm, mit dem sie in Texten Shakespeares und anderer nach Mustern suchten.

Museumsverband Sachsen-Anhalt: Kristin Otto bleibt

Otto für vier weitere Jahre mit großer Mehrheit gewählt

Kristin Otto bleibt Chefin des Museumsverbandes Sachsen-Anhalt. Die Direktorin des Museums Schloss Moritzburg Zeitz wurde von den Mitgliedern des Verbandes großer Mehrheit wiedergewählt, wie die Vereinigung in Bernburg mitteilte. In den kommenden vier Jahren wolle sich der Vorstand verstärkt für eine ausgewogene Entwicklung der Museen im Land einsetzen. Für die neue Förderperiode des Landes lägen aus vier Landkreisen noch keine Anträge auf Museumsförderung vor. Aus anderen seien nur sehr wenige Museen gemeldet worden. "Stillstand aber bedeutet Rückschritt und mit Auswirkungen vor Ort und im Land, wenn die erforderlichen Investitionen nicht rechtzeitig getätigt werden", hieß es weiter.

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