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Kulturnachrichten

Donnerstag, 20. Oktober 2016

Älteste Moschee in Deutschland wird saniert

Spenden sollen Renovierungsarbeiten finanzieren

Die Berliner Lahore-Ahmadiyya-Moschee, Deutschlands ältestes islamisches Gotteshaus, soll renoviert werden. Das im Zweiten Weltkrieg beschädigte Gebäude in Berlin-Wilmersdorf war nach 1945 nur notdürftig repariert worden. Nun sollen die Moschee, das Imamhaus und die Minarette Schritt für Schritt saniert werden. Die Renovierungskosten werden auf mindestens 1,5 Millionen Euro beziffert. Die weltweite Lahore-Gemeinschaft bemüht sich, diesen Betrag unter ihren Mitgliedsgemeinden zu sammeln. Die Wilmersdorfer Moschee wurde 1924 bis 1928 von der islamischen Lahore Ahmadiyya Bewegung gebaut. Die Bewegung hat ihren Sitz in Pakistan. Der Berliner Architekt Karl Alfred Herrmann entwarf den Bau im Mogulstil, der sich an orientalische Vorbilder anlehnt.

Berlin prüft Vorwurf der Anti-Israel-Hetze

Kritik an Veranstaltern eines Kulturfestivals

Die Berliner Kulturverwaltung will prüfen, ob auf einem von Bund und Land geförderten palästinensischen Kulturfestival in der Bundeshauptstadt gegen Israel gehetzt wurde. Die Haltung der Senatskanzlei sei bei diesem Thema eindeutig, erklärte die Kulturverwaltung in Berlin: "Weder tolerieren wir Rassismus oder Antisemitismus, noch dass das Existenzrecht Israels infrage gestellt wird." Der Veranstalter des Festivals «After The Last Sky», die Kultursprünge im Ballhaus Naunynstraße, sei aufgefordert worden, sich zu Vorwürfen zu äußern. Das Festival wurde vom Bund mit 100.000 Euro aus dem Hauptstadtkulturfonds und vom Land Berlin mit 45.000 Euro gefördert. Nach einem Bericht des Berliner "Tagesspiegels" wurde Israel auf dem vierwöchigen Kulturfestival in verschiedenen Veranstaltungen wiederholt als "Apartheid-Staat" und "kolonialistisches Gebilde" bezeichnet, das in den Palästinensergebieten "ethnische Säuberungen" vornehme. Zudem seien Gewalttaten und Attentate gegen Israelis gutgeheißen worden.

Madonna für Songwriters Hall of Fame nominiert

Jay Z könnte als erster Rapper aufgenommen werden

Madonna könnte in die Songwriters Hall of Fame gewählt werden. Die Sängerin ist unter den Nominierten für die anerkannte Ruhmeshalle. Als erster Rapper überhaupt könnte Jay Z im kommenden Jahr aufgenommen werden. Der 46 Jahre alte Musiker ist einer der Nominierten, neben ihm sind unter anderen auch Bryan Adams, George Michael, Cat Stevens und Kool & the Gang aufgestellt, wie die Organisation auf ihrer Webseite mitteilte. Wahlberechtigte Mitglieder der Hall of Fame können bis zum 16. Dezember für insgesamt fünf Liederschreiber ihre Stimme abgeben. Fünf Songwriter oder Songwriter-Gruppen werden dann am 15. Juni 2017 auf einer Gala in New York offiziell aufgenommen.

Verfassungsgericht kippt katalonisches Stierkampfverbot

Richter verweisen auf kulturelles Erbe Spaniens

Spaniens Verfassungsgericht hat das seit bald fünf Jahren geltende Stierkampfverbot in Katalonien wieder aufgehoben. In der Urteilsbegründung hieß es, der Stierkampf gehöre zum kulturellen Erbe Spaniens, eine Entscheidung über sein Verbot stehe damit nur der Zentralregierung in Madrid zu. Deshalb sei der von der Region verfügte Bann "verfassungswidrig und damit auch ungültig".
Kataloniens Parlament hatte im Juli 2010 aufgrund einer Petition von 180.000 Tierschützern ein Verbot der Stierkämpfe beschlossen, Anfang 2012 trat es in Kraft. Damit war Katalonien die erste Region auf dem spanischen Festland, die mit der jahrhundertealten Tradition brach - den Anfang hatten die Kanarischen Inseln 1991 gemacht. 2015 erklärte Madrid den Stierkampf zum "immateriellen Kulturerbe" des Landes. Die jetzige Entscheidung dürfte Tierschutzaktivisten auf die Barrikaden treiben, sondern auch Kataloniens Unabhängigkeitsbefürworter. Sie sehen das Verbot auch als Symbol für die Trennung zwischen Madrid und ihrer Region an.

Documenta sammelt auf der Buchmesse verbotene Texte

Künstlerin Marta Minujin will damit Parthenon-Tempel nachbauen

Die Kunstausstellung documenta sammelt auf der Frankfurter Buchmesse verbotene Bücher. Die argentinische Künstlerin Marta Minujin will damit 2017 in Kassel den griechischen Parthenon-Tempel nachbauen. Der künstlerische Leiter, Adam Szymczyk, stellte das Projekt in Frankfurt vor. Bis zum Beginn der Kunstausstellung im Juni 2017 sollen 100 000 Bücher aus aller Welt gesammelt werden, die von Verboten betroffen waren. Szymczyk legte zum Start der Sammelaktion die Tagebücher von Witold Gombrowicz, der bis zur Wende in Polen verboten war, in den auf der Messe aufgestellten Sammelkorb. Boos übergab ein Buch von Milan Kundera, sein Kollege Holger Volland eines von Klaus Mann. Viele Verlage haben sich laut Buchmesse bereits mit Spenden beteiligt. Die Universität Kassel arbeitet an einer Liste verbotener Bücher, die laut documenta aktuell 60 000 Titel umfasst und kontinuierlich erweitert wird.

Alter Mosaikboden bei Jericho wird restauriert

Historische Stätte ab 2018 in neuer Pracht zu sehen

Nach zwei Jahrzehnten ist ein Mosaikboden in Palastruinen der historischen Stadt Jericho im Westjordanland erstmals wieder sichtbar geworden. Das 825 Quadratmeter große Mosaik stammt aus dem 8. Jahrhundert und soll bis 2018 restauriert werden, wie die palästinensische Tourismusministerin Rula Maaja mitteilte. Die Steinbilder waren zu ihrem Schutz 20 Jahre von Sand und Erde bedeckt gewesen. "Dieser Mosaikboden ist ein Zeugnis unserer stolzen historischen Präsenz auf diesem Land und einer der wichtigsten Pfeiler in unserer Geschichte", sagte Maaja. Der Mosaikboden bestehe aus 38 Teppichen mit mehr als 21 Farben. Die Fläche entspricht fast zwei Basketballfeldern. Das Mosaik bedeckte den Boden im Hauptbad des Winterpalastes von Kalif Hischam, der von 723 bis 743 in Damaskus regierte. Das Gebäude in Jericho wurde allerdings bei einem Erdbeben zerstört. Jericho liegt in der Nähe des Toten Meeres im östlichen Westjordanland. Die Restaurierungsarbeiten sollen 2018 abgeschlossen sein.

Monopolkommissions-Chef: Ende der Buchpreisbindung?

Nach Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs zu Arzneimitteln

Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zur Preisbindung für verschreibungspflichtige Medikamente erwartet der Chef der Monopolkommission, Achim Wambach, auch ein Ende der Buchpreisbindung in Deutschland. "Die Buchpreisbindung beschränkt den freien Warenverkehr in ähnlicher Weise wie die Preisbindung für Arzneimittel", sagte Wambach der "Rheinischen Post". "Die Entscheidung des EuGH deutet darauf hin, dass auch die von der Monopolkommission kritisierte und kürzlich auf E-Books erweiterte gesetzliche Buchpreisbindung nicht mehr ohne Weiteres zu halten sein dürfte", sagte der Wettbewerbsexperte. Allerdings hatte der EuGH zuletzt im Jahr 2009 geurteilt, dass Festpreise für Bücher zulässig seien. Bücher seien ein Kulturgut, dessen Schutz Eingriffe in den freien Handel rechtfertige, hieß es in der Begründung der Luxemburger Richter. Geklagt hatte damals ein Verband aus Österreich.

Neues Netzwerk will für Meinungsfreiheit kämpfen

Elf Organisationen schließen sich zusammen

Vertreter von Kultur, Medien und Menschenrechtsorganisationen aus ganz Europa wollen gemeinsam für die Presse- und Meinungsfreiheit kämpfen. Auf der Frankfurter Buchmesse gab es auf Einladung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels ein erstes Treffen, wie der Dachverband der Buchbranche mitteilte. Das Netzwerk gab sich den Namen "Free Words Alliance". Insgesamt elf Organisationen nahmen teil, darunter Amnesty International, der Norwegische Verlegerverband, der Verlegerverband Federation of European Publishers (FEP), das PEN-Zentrum Deutschland, Reporter ohne Grenzen und die türkische Verlegerorganisation Turkish Publishers Association. "Die Verteidigung der Meinungsfreiheit ist eine immer virulentere Aufgabe. In einem starken Netzwerk können wir diese noch wirksamer und schlagkräftiger wahrnehmen", sagte Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins.

E-Book-Preis für Fantasy-Roman

Autorin Halo Summer erhält auch einen Verlagsvertrag

Die Autorin Halo Summer hat für ihren Fantasy-Roman "Aschenkindel - Das wahre Märchen" auf der Frankfurter Buchmesse den "Kindle Storyteller Award" gewonnen. Die mit 30 000 Euro dotierte Auszeichnung für Self Publishing wird von dem Onlinehändler Amazon verliehen. Die Autorin erhält zudem einen Verlagsvertrag für das gedruckte Buch. Mehr als 1900 Bücher seien als E-Book eingereicht worden, teilte Amazon am Donnerstag mit. Deutschsprachige Autoren aus 32 Ländern hätten teilgenommen. Die 1970 geborene Summer lebt bei Stuttgart, wo sie Kinder- und Jugendmagazine betreut, Comics übersetzt und Bücher schreibt.

Regie-Wechsel bei "Unterwerfung" an den Kammerspielen

Französische Regisseur Julien Gosselin steigt aus

Der französische Regisseur Julien Gosselin will Michel Houellebecqs umstrittenen Roman "Unterwerfung" nun doch nicht in den Münchner Kammerspielen auf die Bühne bringen. Nach drei Wochen Probenzeit habe er hingeschmissen, wie die Kammerspiele mitteilten. Grund sei eine "Krise", hervorgerufen durch technische Unstimmigkeiten, sagte Intendant Matthias Lilienthal. Um inhaltliche Fragen sei es dabei "null, überhaupt nicht" gegangen. Hausregisseur Nicolas Stemann, der im April Elfriede Jelinkes Stück "Wut" über den Terroranschlag auf die Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" an den Kammerspielen uraufgeführt hat, soll das Projekt nun übernehmen. Er werde Gosselins Konzept bis zur geplanten Premiere fortführen.

Frühere Schindler-Fabrik unter Denkmalschutz

Tschechisches Kulturministerium stimmt Kulturdenkmal zu

Das tschechische Kulturministerium hat die einstige Fabrik des deutsch-mährischen Unternehmers Oskar Schindler im ostböhmischen Brnenec (Brünnlitz) unter Denkmalschutz gestellt, wie der Oskar-Schindler-Stiftungsfonds mitteilte. Das dem NS-Konzentrationslager Groß-Rosen zugeordnete Gelände des Außenlagers Brünnlitz ist mit der weltbekannten Geschichte der Rettung von rund 1200 jüdischen Zwangsarbeitern durch Oskar Schindler (1908-1974) verbunden, der aus dem nahe gelegenen Svitavy (Zwittau) stammte. "Inzwischen haben wir bei der tschechischen Regierung beantragt, dem ehemaligen KZ-Außenlager den Status eines nationalen Kulturdenkmals zu verleihen", sagte der Vorsitzende des Oskar-Schindler-Stiftungsfonds, Jaroslav Novak. Brünnlitz sei das einzige erhaltene nationalsozialistische Konzentrationslager auf dem Gebiet der Tschechischen Republik und dank des mit sieben Oscars prämierten Films "Schindlers Liste" weltweit bekannt.

Kirchner-Gemälde im Städel zufällig neu entdeckt

Freude im Museum über weiteres Exponat des Expressionisten

Im Frankfurter Städel Museum ist ein bisher unbekanntes Gemälde des Expressionisten Ernst Ludwig Kirchner (1880-1938) entdeckt worden. Bei einer technologischen Untersuchung seines Werkes "Schlittenfahrt im Schnee" (1927-1929) wurde unter der Leinwand das Gemälde "Szene im Cafe" gefunden. Nach eingehender Analyse werden beide Gemälde zunächst gemeinsam ausgestellt. Der Sammlungsleiter für die Kunst der Moderne, Felix Krämer, freute sich über den Fund: "Szene im Café" sei eine bedeutende Bereicherung der Expressionismus-Sammlung, da das Museum bisher nur über "wenige repräsentative Gemälde aus dem Spätwerk Kirchners" verfügt habe. Der Zufallsfund sei nicht der einzige Fall, in dem Kirchner mehrere Leinwände auf den selben Keilrahmen aufspannte. So seien unter anderem bereits unter seinen Werken "Bergwald" (1937) und "Augustfeuer" (1933-35) Leinwände mit früheren Kompositionen gefunden worden.

Nachlass der Brüder Grimm bald online

Weltweiter Zugriff auf Kasseler Sammlung wird möglich

Stadt und Universität Kassel wollen Bestände aus dem Nachlass der Brüder Grimm für die Forschung besser zugänglich machen. Dafür unterzeichneten Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) und Universitätspräsident Reiner Finkeldey einen Vertrag zur Übergabe umfangreicher Grimm-Bestände aus der Kasseler Grimm-Sammlung an die Universitätsbibliothek. Die wertvollsten Teile sollen digitalisiert und im Onlinearchiv der Universität kostenfrei bereitgestellt werden. Durch die Präsentation im Onlinearchiv und die Aufnahme der bibliographischen Daten in den Online-Katalog der Universität seien wichtige Exemplare künftig weltweit recherchierbar. Dazu gehöre die Korrespondenz der Grimms mit ihrem Verleger, aber auch Zeichnungen. Exemplarisch wurde bei der Vertragsunterzeichnung die digitalisierte, von Ludwig Emil Grimm illustrierte kleine Ausgabe der «Kinder- und Hausmärchen» aus dem Jahr 1825 vorgestellt. Sie ist bereits online verfügbar.

Französische Kulturoffensive angekündigt

Premierminister Manuel Valls will junge Leute ansprechen

Frankreich will im kommenden Jahr den Ehrengast-Auftritt auf der Frankfurter Buchmesse zu einer großen Kulturoffensive in Deutschland nutzen. Ziel müsse es sein, auch für die junge Generation ein gemeinsames Kulturerbe zu schaffen, sagte der französische Premierminister Manuel Valls in Frankfurt am Main. Angesichts der weltweiten Krisen müsse der europäische Kulturraum verteidigt werden. Für Deutschland und Frankreich sei dies eine große Chance, da wirtschaftliche und politische Kooperation allein nicht ausreichten. Frankreich will sich 2017 auf der Buchmesse als innovatives Land zeigen, um damit auch junge Leute anzusprechen. Die gesamte frankophone Welt soll in den Auftritt miteingebunden werden. 2017 will Frankreich mit Hilfe seiner Kulturinstitute in zahlreichen deutschen Städten mit Literatur, Musik und Kunst präsent sein. Rund 250 französische Autoren werden in Deutschland erwartet. Hunderte von französischen Werken sollen ins Deutsche übersetzt werden.

Nationalbibliothek in Wien setzt auf Crowdfunding

15 500 Euro sind für Restaurierung eines Prachtbandes nötig

Die Restaurierung eines Prachtbandes über den Regierungsantritt Maria Theresias im Jahr 1740 will die Österreichische Nationalbibliothek mit Crowdfunding finanzieren.15 500 Euro seien nötig, um die Schäden des über lange Zeit unsachgemäß gelagerten Bandes zu reparieren und dessen Inhalt zu digitalisieren, teilte die Nationalbibliothek mit. Der wertvolle Textileinband sei in schlechtem Zustand, die Gold- und Seidenfäden seien gerissen, der Buchrücken sei gebrochen und die Bindung defekt. Das Dankeschön reiche von eigens angefertigten Lesezeichen bis zum Champagner-Empfang mit Besuch im Institut für Restaurierung, wirbt das Museum um Spender. Die Nationalbibliothek will 2017 den 300. Geburtstag von Maria Theresia (1717-1780) mit einer Jubiläumsausstellung feiern und dabei den Prachtband präsentieren.

Förderung für Fotografin Stephanie Kiwitt

Ellen-Auerbach-Stipendium geht an Bonner Künstlerin

Die 1972 in Bonn geborene Fotografin Stephanie Kiwitt wird mit dem Ellen-Auerbach-Stipendium der Berliner Akademie der Künste auszeichnet. Die Künstlerin erhalte die mit 20 000 Euro dotierte Förderung für ihre scharfe und zugleich subtile Beobachtung der städtischen Lebenswelt, teilte die Akademie mit.
«Ihre Bilder sind keine statischen, kritischen Statements, sondern fließende Entdeckungen in der bunten Bilderwelt heutiger Urbanität», befand die Jury. Das Stipendium aus dem Nachlass der deutsch-amerikanischen Fotografin Ellen Auerbach wird alle zwei Jahre vergeben. Die letzten Stipendiaten waren Julian Röder, Natalie Czech und Anastasia Khoroshilova. ge

Pariser Kunstmesse in Zeiten der Krise

Veranstalter fürchten Besucherrückgang wegen Terrorangst

Überschattet von Terrorangst hat die Pariser Kunstmesse für moderne und zeitgenössische Kunst (FIAC) begonnen. Man starte in einer Zeit der Krise, deshalb habe man noch mehr Wert auf Qualität und ein neues Angebot gelegt, sagte die Leiterin der Messe, Jennifer Flay. Die Veranstalter befürchten, dass nach den Anschlägen in Frankreich vor allem US-amerikanische Sammler wegbleiben. Unter der riesigen Glaskuppel des Grand Palais stellen mehr als 180 Galerien aus 27 Ländern aus. Nach den Terroranschlägen in Paris ist die Zahl ausländischer Besucher in den Museen der Stadt bis zu 40 Prozent zurückgegangen.

Eminem rappt in neuem Song gegen Donald Trump

Trump sei eine tickende Zeitbombe, so Eminem

US-Rapper Eminem hat überraschend einen neuen Song veröffentlicht, in dem er auch Donald Trump angreift. In dem acht Minuten langen Track "Campaign Speech" bezeichnet der Musiker den Präsidentschaftskandidaten der Republikaner als "tickende Zeitbombe", der die Macht habe, Atomraketen abzufeuern. "Ist es das, was ihr wollt?". Eminem kündigte in einem Tweet außerdem ein neues Album an. Der 44-Jährige steht in einer Reihe anderer Künstler, die musikalisch gegen Trump mobilmachen. In dem Projekt "30 Days, 30 Songs" präsentieren derzeit Bands wie R.E.M. und Franz Ferdinand jeden Tag einen neuen Anti-Trump-Song im Internet.

ArtReview: Kurator Obrist der Wichtigste in der Kunst

Auch deutsche Künstler in der Top Ten

Der Schweizer Kurator Hans-Ulrich Obrist ist nach Ansicht des britischen Kunstmagazins "ArtReview" die derzeit einflussreichste Person im internationalen Kunstbetrieb. Eine internationale Jury wählte Obrist dieses Jahr in der Rangliste "Power 100" auf Platz eins. Obrist vernetze Künstler, Kuratoren und Wissenschaftler weltweit und sein Einfluss gehe weit über die Kunstwelt hinaus, sagte "ArtReview"-Chefredakteur Mark Rappolt. Auf Platz zwei folgt der Leiter der kommenden documenta 14, Adam Szymczyk. Auf Platz drei kamen die Vorjahres-Ersten - die Schweizer Galeristen Iwan und Manuela Wirth. Überraschend ist die gestiegene Bedeutung von zwei deutschen Künstlern: Die Video-Künstlerin Hito Steyerl kletterte von Rang 18 auf Platz 7, Fotokünstler Wolfgang Tillmans stieg von 11 auf Rang 9.

Impuls-Festival für Neue Musik will "Löwen wecken"

Veranstaltungen in Sachsen-Anhalt, Brüssel, Berlin und Leipzig

Das MDR Sinfonieorchester unter der Leitung von Kristjan Järvi eröffnet in Halle das diesjährige Impuls-Festival für Neue Musik Sachsen-Anhalt. In den kommenden fünf Wochen sind 22 Veranstaltungen in sieben Städten des Landes sowie in Brüssel, Berlin und Leipzig geplant. Die Konzerte, Dirigentenworkshops und Komponistenwerkstätten stehen unter dem Motto "Löwen wecken". Auf dem Programm stehen unter anderem elf Uraufführungen, darunter zehn Auftragskompositionen. Ein Höhepunkt ist die Doppelkomposition des 23-jährigen Sebastian Schwab und des 91-jährigen Griechen Mikis Theodorakis. Schwab greift frühe Lieder aus der Militärdiktatur in Griechenland auf und denkt sie gemeinsam mit Theodorakis neu. Das neunte Festival endet am 22. November.

Insider: Google überträgt CBS über YouTube

Auch Football-Spiele sollen gezeigt werden

Der US-Medienkonzern Google hat mit dem Fernsehsender CBS eine Vereinbarung zur Übertragung von dessen TV-Programm im Internet geschlossen. Entsprechende Verhandlungen befänden sich in einem fortgeschrittenen Stadium, meldete die Nachrichtenagentur Reuters. Der neue TV-Dienst soll 2017 über YouTube starten und auch die Live-Übertragung von Spielen der American-Football-Liga NFL umfassen. Es gebe auch Verhandlungen mit Walt Disney statt. Stellungnahmen der Unternehmen lagen zunächst nicht vor.

Scarlett Johansson eröffnet Popcorn-Geschäft in Paris

Die Schauspielerin will sich auch selbst als Bedienung betätigen

Hollywood-Star Scarlett Johansson wendet sich einem neuen Geschäftsfeld zu und eröffnet in Paris einen Popcorn-Laden. Es soll sich eher um eine Adresse für Feinschmecker handeln als um eine einfache Popcorn-Bude, wie ihr Sprecher sagte. Angeboten werden demnach Geschmacksrichtungen wie Trüffel, Parmesan und - Johanssons persönlicher Favorit - Salbei. Die 31-jährige Schauspielerin und Sängerin, die mit dem Film "Lost in Translation" berühmt wurde, will sich auch selbst als Bedienung betätigen. Einen ersten Eindruck können Popcorn- und Johansson-Fans am kommenden Samstag bekommen, wenn das Geschäft im Pariser Ausgehviertel Marais erstmals seine Pforten öffnet. Offizielle Geschäftseröffnung soll nach Angaben von Johanssons Sprecher aber erst zum Jahresende sein.

Stadt Stuttgart will Weissenhofsiedlung kaufen

2017 soll die gesamte Siedlung "Kulturerbe" werden

Die Stadt Stuttgart will die - teilweise zum Unesco-Weltkulturerbe ernannte - Weissenhofsiedlung kaufen. Die Stadt und der Bund als Eigentümer versuchten, eine Einigung dafür zu schaffen, wie "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten" unter Berufung auf Stuttgarts Finanzbürgermeister Michael Föll berichteten. Föll zeigte sich demnach zuversichtlich, dass 2017 eine entsprechende Lösung erzielt werde. Ein Sprecher der Stadt bestätigte die Kaufabsicht auf Anfrage. Zwei Häuser der Weissenhofsiedlung waren im Sommer in das Unesco-Weltkulturerbe aufgenommen worden. In der Unteren Denkmalbehörde im Rathaus werden den Zeitungen zufolge auch die Weichen dafür gestellt, dass die gesamte Weissenhofsiedlung ausgezeichnet wird. 2017 solle die Würdigung durch die Europäische Union als "Kulturerbe" beantragt werden.

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