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Kulturnachrichten

Samstag, 1. Oktober 2016

Jugendangebot von ARD und ZDF geht online

Schwerpunkte sind Information, Orientierung und Unterhaltung

Das neue multimediale Angebot für Jugendliche von ARD und ZDF, "funk", ist gestartet. Die ersten Beiträge sind abrufbar. Zunächst soll es nach Ankündigung der Programmgeschäftsführer Florian Hager und Sophie Burkhardt 40 Formate geben, von denen allerdings nicht alle gleich vom ersten Tag an zu sehen sind. Die neuen Online-Formate für 14- bis 29-Jährige haben mit klassischem linearen Fernsehen wenig zu tun. Ein Schwerpunkt des neuen Angebots sind Webvideos. Im Internet lassen sich die Beiträge auf der "funk"-Homepage unter www.funk.net abrufen, vor allem aber auf Plattformen wie YouTube und Facebook. Sämtliche Beiträge sind werbefrei. Inhaltlich gibt es die Schwerpunkte Information, Orientierung und Unterhaltung.

Van Morrison kritisiert Musikgeschäft

Seinen Job und sein Leben würde er niemandem empfehlen

Der irische Singer/Songwriter Van Morrison hat die Zustände in der Musikindustrie kritisiert. Seit etwa zehn, fünfzehn Jahren seien die Vertragsverhandlungen "richtig schwierig" geworden, sagte er der Süddeutschen Zeitung. "Die Labels wollen immer mehr für immer weniger", so der Sänger, der gerade sein neues Album "Keep Me Singing" veröffentlicht hat. Trotzdem nehme er immer noch neue Musik auf, weil er nicht nur seinen Katalog überarbeiten will. "Deswegen halte ich es mit dem Jazz und nicht mit Rock oder Pop", so der 71-Jährige. "Im Jazz kann man in Würde alt werden und muss nicht gegen diesen verfluchten Jugendwahn ankämpfen." Seinen Plan, als Tierarzt zu arbeiten, hat der Musiker inzwischen wieder verworfen. Er habe alles hinschmeißen wollen, weil es so grausam war. "Das Musikgeschäft besteht aus einem Haufen Verbrecher, die die Künstler nach allen Regeln der Kunst ausnehmen." Diesen Job und dieses Leben würde er niemandem empfehlen, so der Musiker.

Filmregisseurin Haifaa al Mansour erhält Kant-Preis

"Bedeutende Hoffnungsträgerin für den arabischen Film"

Die saudi-arabische Filmregisseurin Haifaa al Mansour ("Das Mädchen Wadjda") ist vier Jahre nach ihrem Kinodebüt mit dem 6. Immanuel-Kant-Weltbürger-Preis ausgezeichnet worden. Die 42-Jährige nahm den mit 15 000 Euro dotierten Preis in Freiburg entgegen. Als erste Filmregisseurin Saudi-Arabiens habe sie mit dem 2012 vorgestellten Kinofilm "Das Mädchen Wadjda" weltweit großen Zuspruch gefunden, teilte die in Freiburg ansässige Kantstiftung mit. Sie gelte als bedeutende Hoffnungsträgerin für den arabischen Film. Ein weiterer, ebenfalls mit 15 000 Euro dotierter Preis, ging an den iranischen Filmregisseur Jafar Panahi.

Könige eröffnen Pavillon auf der Buchmesse

Die Niederlande und Flandern sind Ehrengast der Buchmesse

Die Könige Philippe von Belgien und Willem-Alexander der Niederlande werden am 18. Oktober den niederländisch-flämischen Pavillon auf der Frankfurter Buchmesse eröffnen. Das teilte der Hof in Den Haag mit. Die Niederlande und Flandern sind in diesem Jahr Ehrengast der Buchmesse und präsentieren sich dort unter dem Motto "Dies ist, was wir teilen." König Philippe wird von seiner Frau Mathilde begleitet. Der Pavillon wurde von dem niederländischen Büro The Cloud Collective entworfen und soll die Weite und offene Landschaft von Flandern und der Niederlande repräsentieren. Auf einer Fläche von rund 2300 Quadratmetern sollen ein Theater, Kino, Ausstellungsräume und ein Atelier untergebracht werden.

Neue Leitung für Kunsthalle Scuderie

Roms Kulturangebot soll damit ausgebaut werden

Die Scuderie del Quirinale in Rom, Ort teils herausragender Kunstausstellungen, wechselt unter die Leitung des italienischen Kultur- und Tourismusministeriums. Damit verbunden sei der Wille zum Erhalt und Ausbau des Kulturangebots in Rom, erklärten das Ministerium und die Stadt Rom anlässlich der Vertragsunterzeichnung. Den Mitarbeitern der Betreibergesellschaft Palaexpo entstünden keine Nachteile. Der Palast der Scuderie gegenüber dem früheren Papst-Palast und jetzigen Sitz des italienischen Staatspräsidenten stammt aus dem frühen 18. Jahrhundert. 1997 bis 1999 wurde er zu einer Kunsthalle mit 1.500 Quadratmetern Ausstellungsfläche umgebaut. Mit dem Management wurde die Firma Palaexpo betraut. Das von der Stadt Rom getragene, aber nach privatwirtschaftlichen Grundsätzen arbeitende Unternehmen verwaltet auch den Palazzo delle Esposizioni und die Casa del Jazz in der italienischen Hauptstadt.

Streik beim Pittsburgh Symphony Orchester

Die Gehälter der Musiker sollen um 15 Prozent gekürzt werden

Wegen geplanter Gehalts- und Stellenkürzungen sind die Musiker des Pittsburgh Symphony Orchesters in den Ausstand getreten. Die zuständige Gewerkschaft teilte mit, die Folgen dieser Einschnitte würden schwerwiegend sein. Musiker würden das Orchester verlassen und es könnten keine erstklassigen Künstler mehr verpflichtet werden. Zuvor hatten die Orchestermitglieder einstimmig gegen Pläne gestimmt, nach denen die Gehälter um 15 Prozent gekürzt werden sollen und es auch Änderungen bei der Rente geben soll. Die Musiker hatten bereits in der Vergangenheit Zugeständnisse gemacht und 2011 Lohneinbußen von fast elf Prozent akzeptiert. Die angekündigte sofortige neuerliche Kürzung würde das jährliche Grundgehalt der Musiker von umgerechnet rund 95 400 Euro auf 81 100 Euro reduzieren.

Tenor Jonas Kaufmann sagt weitere Opernauftritte ab

Seine Stimmbänder müssen heilen

Star-Tenor Jonas Kaufmann hat nun auch Auftritte an der Pariser Bastille-Oper wegen Krankheit abgesagt. Er sollte dort im November in der Oper "Hoffmanns Erzählungen" von Jacques Offenbach auftreten, teilte die Oper in Paris mit. Die Oper veröffentlichte einen Brief des Tenors, in dem er die Absage ausdrücklich bedauert. Nebeneffekte eines Medikaments hätten dazu geführt, dass eine kleine Ader auf seinen Stimmbändern geplatzt sei. "Ich muss deshalb aufhören zu singen, bis dieses Hämatom völlig beseitigt ist, um nicht mehr rückgängig zu machende Beschädigungen zu vermeiden", schrieb der Sänger. Kaufmann hatte bereits Auftritte in Deutschland abgesagt, unter anderem in München und Berlin.

RBB reformiert sein TV-Programm

Das kündigte die neue Intendantin Patricia Schlesinger an

"Wir haben mit dem Fernsehen zuletzt eine Durststrecke erlebt. Die möchten wir überwinden". Mit diesen Worten hat RBB-Chefin Schlesinger den Grund für die Änderung des Fernsehprogramms benannt. Ab Frühjahr nächsten Jahres solle "mit neuen Akzenten am Hauptabend unser Profil" geschärft werden. Programmdirektorin Claudia Nothelle erläuterte, dass dazu "zwei völlig neue Sendungen" produziert und im Laufe des nächsten Jahres acht weitere Formate überarbeitet würden. Die Kosten bezifferte der RBB mit fünf Millionen Euro. Außerdem will der Sender zusätzlich rund 1,7 Millionen Euro ins TV-Programm investieren. Dass das regionale Fernsehprogramm zwischen der Metropole Berlin und dem ländlichen Brandenburg Probleme hat, ist schon länger bekannt. Der Rundfunk Berlin-Brandenburg liegt im Vergleich der Marktanteile mit den anderen Dritten auf dem letzten Platz.

Deutsche Welle will online Geflüchteten helfen

Projekt ist eine Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit

Die Deutsche Welle will Geflüchteten Orientierung bieten. Der Sender stellte dazu unter dem Titel "Mach dein Herz auf - Deutschland für Einsteiger" ein erstes Modul mit Videos, Info-Texten und einem Sprachlernprogramm vor. Gezielt soll das Projekt bei der Integration in den Arbeitsmarkt helfen und Ehrenamtliche unterstützen. Die Themenauswahl basiere auf Erfahrungen aus der praktischen Flüchtlingsarbeit in den vergangenen Monaten. Die Videos werden über die Webseite der Deutschen Welle und Soziale Medien verbreitet. Das neue multimediale Angebot funktioniert auch auf dem Smartphone.

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