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Kulturnachrichten

Mittwoch, 28. Oktober 2015

Naumburger Dom: optimistisch bei zweitem Welterbe-Antrag

Antrag werde "verfeinert und anders akzentuiert"

Der Kunsthistoriker Holger Kunde vom Naumburger Welterbe-Vorbereitungskomitee ist optimistisch, dass der Naumburger Dom im zweiten Anlauf UNESCO-Weltkulturerbe werden könnte. "So Gott will, gibt es diesmal keine größeren Probleme", erklärte Kunde in Naumburg. Der Antrag werde bis zum 1. Februar 2016 "verfeinert und anders akzentuiert" eingereicht. Dazu habe auch ein Treffen mit dem Internationalen Rat für Denkmalschutz (Icomos) in Paris beigetragen. So würden vor allem der Dom selbst, sein Westchor mit den weltberühmten Stifterfiguren und die Beziehungen des Bauwerks zu seinem Umfeld stärker in den Vordergrund gestellt. Dazu gehörten etwa die Weinberge, die nachweislich aus der Zeit des Hochmittelalters stammten. Mit dem Titel "Der Naumburger Dom und die hochmittelalterliche Herrschaftslandschaft an Saale und Unstrut" hatte sich die Saale- Unstrut-Region im Sommer bereits einmal erfolglos um Aufnahme in die Welterbe-Liste beworben. Das UNESCO-Welterbe-Komitee reichte den Antrag zum Zweck der Überarbeitung zurück und räumte dem Naumburger Dom damit eine zweite Chance ein.

Friedhöfe sollen Unesco-Kulturerbe werden

Antrag in Hamburg vorgestellt

Die deutsche Friedhofskultur soll besser geschützt werden. Eine Initiative von Friedhofsverbänden will erreichen, dass die Friedhofskultur in die Unesco-Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen wird. Friedhöfe seien Orte der Erinnerung, Begegnung und kulturellen Vielfalt, sagte Tobias Pehle, Sprecher der Initiative bei der Präsentation in Hamburg. Sie seien Ausdruck der Gartenkultur und bildeten den größten Skulpturenpark Deutschlands. "Es gibt keinen besseren Ort, um über das Leben nachzudenken." Offiziell wird der Antrag am Freitag der Hamburger Kulturbehörde übergeben, die den Antrag weiterreichen wird. Die Entscheidung der Unesco wird in zwei Jahren erwartet. Zum immateriellen Kulturerbe zählen unter anderem das Köhlerhandwerk, das Niederdeutsche Theater, der Rheinische Karneval und das deutsche Brot.

Türkei: Polizei stürmt Zentrale von Medienkonzern

Kontrolle über zwei TV-Sender vor laufender Kamera übernommen

Wenige Tage vor der Parlamentswahl in der Türkei hat die Polizei vor laufenden Kameras die Zentrale eines regierungskritischen Medienkonzerns in Istanbul gestürmt und die Kontrolle über zwei Fernsehsender übernommen. Die Sicherheitskräfte verschafften sich mit Kettensägen Zugang zum Sitz der Unternehmensgruppe Koza-Ipek, wie auf im Internet verbreiteten Live-Bildern zu sehen war. Die Polizisten gingen zudem mit Tränengas und Wasserwerfern gegen Angestellte vor, die sich ihnen entgegenstellten. Schließlich besetzten die Einsatzkräfte die Regieräume der beiden Sender Kanaltürk und Bugün. Diese stehen nun unter Kontrolle eines von der Justiz eingesetzten Zwangsverwalters. Der Koza-Ipek-Konzern, der auch im Bergbau und im Energiesektor aktiv ist, steht der Bewegung des islamischen Predigers Fethullah Gülen nahe. Die Justiz hatte die Unternehmensgruppe am Montag unter Zwangsverwaltung gestellt. Die Staatsanwaltschaft begründete die Maßnahme mit Ermittlungen wegen des Verdachts der "Terrorfinanzierung" und "Propaganda".

Intendant Khuon würdigt Katholische Akademie

"Zugewandte Klugheit"

Der Intendant des Deutschen Theaters, Ulrich Khuon, hat die Arbeit der Katholischen Akademie in Berlin gewürdigt. "Die Begegnungen mit ihnen sind geprägt von sanfter Dringlichkeit und zugewandter Klugheit und einer einnehmenden Freundlichkeit. Sie sind in einer sehr spürbaren Weise anwesend in dieser Stadt", sagte Khuon bei der Feier zum 25-jährigen Bestehen der Akademie. In seiner Festrede hob der Intendant auf die wechselseitige Ergänzung von Theater und Kirche ab. "Sinnstiftende Gemeinschaften wie die Kirchen und sinnbefragende Gemeinschaften wie die Theater unterstützen Individuen beim Gebrauch ihrer Freiheit", so Khuon. Zugleich pflegten diese Institutionen das kulturelle Gedächtnis der Gesellschaft. Träger der Berliner Akademie sind die katholischen Bischöfe in Ostdeutschland. Ihre erste Veranstaltung hatte sie am 27. Oktober 1990. Seither zählte sie rund 250.000 Besucher.

Theater machen Angebote für Flüchtlinge

"Flüchtlinge willkommen"

Die Theater in Sachsen-Anhalt haben auf die steigenden Flüchtlingszahlen reagiert und bieten Asylsuchenden verschiedene Projekte an. So will das Theater Magdeburg mit der Inszenierung "Über leben" auf die Situation von Menschen aufmerksam machen, die ihre Heimat verloren haben. In Halle gestalten Mitglieder des Theaterklubs des Neuen Theaters gemeinsam mit Schülern mit Migrationshintergrund das Stück "Fluchtwege". Beide Inszenierungen werden im kommenden Jahr Premiere haben. "In Verbindung mit literarischen Texten wollen wir gemeinsam Geschichten von Menschen auf die Bühne bringen, die von der Energie, der Raffinesse und dem Mut beim Überwinden von Grenzen erzählen", erläuterte Theaterpädagogin Annette Kuß vom Theater Magdeburg. "Die Idee für das Projekt gab es schon, bevor immer mehr Flüchtlinge kamen", so Kuß. Neben solchen Angeboten gibt es aber auch nach außen deutlich wahrnehmbare Botschaften der Theater. "Flüchtlinge willkommen" - so positioniert sich etwa das Anhaltische Theater in Dessau auf einem schon von weitem sichtbaren Banner.

Schlagersänger Karel Gott im Krankenhaus

Er leidet an Herzproblemen

Schlagerstar Karel Gott wird weiter mit Herzproblemen in einer Prager Spezialklinik behandelt. Der 76-Jährige habe alle Konzerte in der nächsten Zeit abgesagt. Nach übereinstimmenden Berichten mehrerer Zeitungen wurde er kurz nach seiner Einlieferung am Dienstagabend in den Operationssaal gebracht. Seine Frau Ivana und seine älteste Tochter Dominika seien bei ihm. Im Sommer empfahlen Ärzte Gott, sein Arbeitstempo zu verlangsamen. Dennoch gab er weiter Konzerte und präsentierte ein neues tschechisches Duett-Album. Noch zu seinem 76. Geburtstag im Juli sagte Gott: "Ich fühle mich ausgezeichnet, ich bin absolut in Form." Gegen Ende des Jahres wollte er sich eine mehrmonatige Auszeit gönnen. Er steht seit knapp sechs Jahrzehnten auf der Bühne und hat Schätzungen zufolge mehr als 30 Millionen Tonträger verkauft.

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