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Kulturnachrichten

Samstag, 24. Oktober 2015

Hollywood-Star Maureen O'Hara im Alter von 95 Jahren gestorben

Oscar-Preisträgerin gelangte an der Seite John Waynes zu Weltruhm

Wie ihr Manager Johnny Nicoletti mitteilte, starb O'Hara in ihrem Haus in Boise/Idaho im Schlaf. O'Hara kam 1939 nach Hollywood, um die Hauptrolle der Esmeralda in "Der Glöckner von Notre Dame" zu spielen. Danach war sie oft als Hauptdarstellerin neben Western-Legende John Wayne zu sehen, etwa in "Rio Grande". Aber auch in anderen Filmen John Fords wirkte die rothaarige Schauspielerin in großen Rollen mit, darunter "Schlagende Wetter", aber auch "So grün war mein Tal" von 1941, der fünf Oscars gewann. O'Hara erhielt mehrere Auszeichnungen, darunter 2014 einen Ehren-Oscar für ihr Lebenswerk.

Politiker verteidigen Kulturgutschutzgesetz

Kunstschätze sind keine Gartenmöbel, sagt Staatsministerin Grütters

Bundestagspräsident Norbert Lammert und Kulturstaatsministerin Monika Grütters (beide CDU) haben das geplante Gesetz zum Schutz des Kulturgutes vehement gegen Kritik von Kunsthandel und Galeristen verteidigt. "Es geht nicht darum, in Zukunft den Kunsthandel genehmigungspflichtig zu machen», schreibt Lammert in einem Beitrag für die "Welt". Offensichtlich habe der Kunsthandel andere Interessen als den Schutz des kulturellen Erbes, heißt in einem Beitrag von Grütters im "Tagesspiegel". "Wo wir von Kunst reden, geht es dort um Geld." Der Kunsthandel hatte das Gesetz mehrfach heftig kritisiert. Die neuen Vorschriften offenbarten ein "schwer nachvollziehbares Misstrauen" gegenüber dem Handel und würden ihn ohne Not erschweren, hieß es unter anderem vom Bundesverband Deutscher Galerien und Kunsthändler.

Barenboim unterstützt Merkels Flüchtlingspolitik

Dirigent plädiert für stärkere Unterstützung durch kulturelle Bildung

Der Pianist und Dirigent Daniel Barenboim (72) unterstützt den Kurs von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Flüchtlingspolitik. "Ich bin ein großer Bewunderer der Aktion von Frau Merkel", sagte der Generalmusikdirektor der Berliner Staatsoper. Merkel habe sich mit ihrem Bekenntnis "Wir schaffen das" sehr weit aus dem Fenster gelehnt, jetzt müsse sie Kurs halten: "Und ich glaube, sie wird sich durchsetzen." Aufgenommene Flüchtlinge sollten seiner Ansicht nach stärker mit kultureller Bildung unterstützt werden. "Deutschland hat sich mit seiner Vergangenheit in der NS-Zeit auf vorbildliche Weise auseinandergesetzt", sagte er. "Aber jetzt ist der nächste Schritt nötig: Die Deutschen sollten auch bereit sein, ihre großartige deutsche Kultur mit den Neuankömmlingen zu teilen. (...) Das wäre die beste Verteidigung der europäischen Werte."

Neo-Avantgardist Stano Filko ist tot

Der Gegenwartskünstler starb im Alter von 78 Jahren

Der slowakische Maler und Konzeptkünstler Stanislav "Stano" Filko ist im Alter von 78 Jahren gestorben. Das teilte die Nationalgalerie in Bratislava mit. Sie würdigte den Künstler als einen der bedeutendsten internationalen Gegenwartskünstler. In seinen Werken spiegelten sich alle wichtigen zeitgenössischen Trends von Pop-Art, neuem Realismus und Fluxus hin zu Konzeptkunst, Installationen und "wilder Malerei" wider. Filko hatte an der Hochschule für bildende Kunst in Bratislava studiert und ab Mitte der 60er mit internationalen Ausstellungen auf sich aufmerksam gemacht, unter anderem schon 1968 in Köln und Paris. 1981 emigrierte er aus der kommunistischen Tschechoslowakei nach Deutschland, lebte zeitweise auch in Kanada und den USA. 1990 kehrte er nach Bratislava zurück.

"Prix Europa" in Berlin vergeben

Fünf deutsche Gewinner beim Medienfestival

Beim diesjährigen Medienfestival Prix Europa in Berlin hat es gleich fünf deutsche Gewinner gegeben. Darunter sind Produktionen des ZDF, des WDR und SWR. Prämiert wurden das Fernsehdrama "Im Spinnwebhaus" (Tellux-Film/SWR), das Hörspiel "Orpheus in der Oberwelt: Eine Schlepperoper" (WDR) und das investigative Radiofeature "Wie Terror entsteht" (WDR). Der Nachwuchspreis für Drehbuchautoren ging an Nicole Armbruster und Marc Brummond für "Freistatt" (SWR). Das ZDF erhielt für seine interaktive Datenplattform "ZDFLobbyradar" die Auszeichnung als bestes Online-Projekt. Die Jury musste unter über 200  europäischen Programmen für Fernsehen, Radio und Online auswählen. Der Prix Europa wird seit 1987 verliehen.

"Beltracchi" unter 124 Oscar-Dokus

Neben "Die Kunst der Fälschung" gehen auch Dokus über Amy Winehouse und Steve Jobs ins Rennen

Der Dokumentarfilm "Beltracchi - Die Kunst der Fälschung" des deutschen Regisseurs Arne Birkenstock ist unter den 124 Filmen, die sich um den Doku-Oscar 2016 bewerben. Wie die Filmakademie in Beverly Hills mitteilte, soll im Dezember eine Auswahl von 15 Kandidaten bekanntgegeben werden. Unter den 124 Anwärtern ist auch US-Regisseur Michael Moore mit "Where to Invade Next", Davis Guggenheim mit "Malala - Ihr Recht auf Bildung" und Joshua Oppenheimer mit "The Look of Silence" über die Opfer des Militärputsches im Indonesien der 1960er Jahre. Weitere Kandidaten: "Cartel Land" über den mexikanischen Drogenkrieg, "Amy" über die Sängerin Amy Winehouse und "Steve Jobs: Man in the Machine" von US-Regisseur Alex Gibney.

"Tim und Struppi"-Zeichnung kostet 1,5 Millionen Euro

Die Tuschezeichnung war zuvor auf 600 000 bis 800 000 Euro geschätzt worden

Eine "Tim und Struppi"-Originalzeichnung hat in Paris für mehr als 1,5 Millionen Euro den Besitzer gewechselt. Die Tuschezeichnung des berühmten belgischen Comic-Künstlers Hergé aus "König Ottokars Zepter", seinem achten "Tim und Struppi"-Album, wurde bei Sotheby's versteigert. Die doppelte Bildtafel war zuvor auf 600 000 bis 800 000 Euro geschätzt worden. Bei der Auktion kam die Sammlung von Jean-Arnold Schoofs unter den Hammer, die als eine der bedeutendsten Sammlungen weltweit gilt.

Archäologen: Arm und Reich kam mit der Metallurgie

240 Experten und Studenten trafen sich zum 8. Mitteldeutschen Archäologentag

Mit der Sesshaftigkeit der ersten Menschen vor rund 10 000 Jahren und der Erfindung der Metallverarbeitung kamen auch die ersten sozialen Unterschiede. Das ist das Fazit des 8. Mitteldeutschen Archäologentages. "Den Wissenschaftlern ging es um Nachweise von Arm und Reich in prähistorischen Gesellschaften", sagte Landesarchäologe Harald Meller. "Wichtig waren die fachübergreifenden Überlegungen, denn die Funktionsweisen der damaligen Gesellschaften können nicht komplett aus Funden geschlussfolgert werden." Zum 8. Mitteldeutschen Archäologentag in Halle waren von Donnerstag bis Samstag 240 Experten und Studenten zusammengekommen.

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