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Kulturnachrichten

Freitag, 2. Oktober 2015

Aus für Gurlitt-Taskforce 2015

Bestätigung von Kulturstaatsministerin Grütters

Die Taskforce "Schwabinger Kunstfund" zur Erforschung der umstrittenen Kunstsammlung von Cornelius Gurlitt soll Ende 2015 ihre Arbeit beenden. Das bestätigte ein Sprecher von Kulturstaatsministerin Grütters. Das sei von Anfang an vorgesehen gewesen, betonte er. Vom bayerischen Kunstministerium hieß es gestern noch, dass über das weitere Vorgehen bei der Provenienzrecherche noch nicht entschieden wurde: "Ob und in welcher Form die Recherche nach dem 31.12. fortzusetzen ist, wird zu gegebener Zeit gemeinsam von der Bundesregierung und der Staatsregierung beraten und entschieden werden, hieß es. Die Taskforce war 2013 eingesetzt worden, um die Gurlitt-Sammlung auf NS-Raubkunst hin zu untersuchen. In Gurlitts Münchner Wohnung waren 2012 rund 1280 Kunstwerke beschlagnahmt worden, zwei Jahre später tauchten weitere 238 Gemälde in seinem Haus in Salzburg auf.

Brian Friel gestorben

Er galt als wichtigster irischer Dramatiker seiner Generation

Brian Friel ist im Alter von 86 Jahren gestorben. "Die irische Theater- und Kunstwelt ist zutiefst bestürzt über diesen traurigen Verlust", sagte die Vorsitzende des irischen Kunstbeirats, Sheila Pratschke. Friel war mit Stücken wie "Philadelphia, Here I Come!" und "Dancing At Lughnasa" auch international bekannt geworden. Zunächst hatte sich der Sohn eines Lehrers für das Priesteramt ausbilden lassen, dann arbeitete er ebenfalls als Lehrer und schrieb Kurzgeschichten. 1960 entschied er sich schließlich, nur noch als Autor zu arbeiten. Friel war bekannt für seine Schüchternheit und galt als wichtigster irischer Dramatiker seiner Generation.

Clemens J. Setz erhält Wilhelm-Raabe-Literaturpreis

Renommierter Literaturpreis geht an Österreicher

Der Schriftsteller Clemens J. Setz erhält den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis. Er wird für seinen Roman "Die Stunde zwischen Frau und Gitarre" ausgezeichnet, wie die Stadt Braunschweig mitteilte. Der 33-jährige Autor entwerfe eine neue, verstörende und zugleich hochkomische Dimension der Realität, hieß es zur Begründung. In dem Buch, das auch auf der Longlist für den diesjährigen Deutschen Buchpreis stand, geht es um eine junge Frau, die sich um einen Rollstuhlfahrer kümmert. Der mit 30 000 Euro dotierte Wilhelm-Raabe-Literaturpreis wird von der Stadt Braunschweig und dem Deutschlandfunk gestiftet und zählt zu den angesehensten literarischen Auszeichnungen in Deutschland. Er wird am 1. November in Braunschweig vergeben.

Asisi-Panorama in Wittenberg ab Herbst 2016

Erinnerung zum 500. Jubiläum

Ein großes Panoramabild des Künstlers Yadegar Asisi in Wittenberg soll vom Herbst 2016 an die Reformation zum 500. Jubiläum erlebbar machen. Asisi wolle nicht nur den Moment von Luthers Thesenanschlag 1517 zeigen, sondern auch die Entwicklung, die dazu führte, teilte der Verein Reformation 2017 in Berlin mit. Das 360-Grad-Panorama werde voraussichtlich fünf Jahre lang in Wittenberg auf dem Gelände des früheren Kultur- und Tagungszentrums gezeigt. Asisi ist berühmt für seine riesigen Werke, in deren Mitte der Betrachter steht. Morgen eröffnet in Leipzig ein neues Asisi-Werk mit Blick auf das Great Barrier Reef.

Holtzbrinck-Preis 2015 für Deutschlandfunk-Autorin

Autorin der Sendung "Forschung aktuell" ausgezeichnet

Stefanie Kara wurde in der Kategorie elektronische Medien mit dem Holtzbrinck-Preis 2015 für Wissenschaftsjournalismus ausgezeichnet. Sie erhielt den Preis für ihre im Deutschlandfunk ausgestrahlten Reportagen wie „Die Menschenversteher – Computer als Stimmanalytiker über die Chancen und Risiken einer verbesserten Mensch-Maschine-Kommunikation, oder „Biss in die Zukunft -– die dritten Zähne von Morgen über Stammzellforschung an Zähnen und die Entwicklung neuer Zahnprothesen. " Stefanie Kara gibt dem Hörer mit umfangreicher Recherche und tiefgründiger Analyse lehrreiche Einblicke in interne Prozesse der Forschung, heißt es zur Begründung der Jury. Der Preis wurde 1995 von der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck anlässlich des 150-jährigen Bestehens der Zeitschrift „Scientific American" ins Leben gerufen.

Catherine Deneuve beim Hamburger Filmfest

"Alle lieben die Deneuve"

Mit Frankreichs Leinwandikone Catherine Deneuve hat am Abend das Hamburger Filmfest begonnen. Die 71-Jährige kam zur Deutschlandpremiere von Jaco Van Dormaels Werk "Das brandneue Testament", mit dem das zehntägige Festival eröffnet wurde. Zuvor nahm die Filmdiva den Douglas-Sirk-Preis entgegen. "Kein Stern am französischen, ja europäischen Filmhimmel strahlt so stark wie der Stern Catherine Deneuve", sagte Festivalchef Albert Wiederspiel. ... Alle kennen die Deneuve und alle lieben die Deneuve." Die wichtigste Auszeichnung der Hamburger Festivalmacher ehrt Menschen, die sich um Filmkultur und -branche verdient gemacht haben.

Nachdenken über die Welt

Gursky-Schau in Baden-Baden

Die unbekannte Seite eines der bekanntesten Gegenwartskünstler will eine Schau in Baden-Baden zeigen: Unter dem Titel "Andreas Gursky" präsentiert das Museum Frieder Burda von diesem Wochenende an einen Überblick über den vielseitigen Bildkosmos des Düsseldorfer Künstlers: von älteren ikonischen Werken bis zu jüngsten Bilderfindungen. Kurator Udo Kittelmann, auch Direktor der Nationalgalerie in Berlin, will diesen anderen, "subversiven" Gursky sichtbar machen. Demonstriert werden soll das an dem erstmals öffentlich gezeigten Bild "Rückblick", das vier Bundeskanzler vereint. Die Ausstellung ist nach ihrer Eröffnung heute Abend ab morgen bis 24. Januar zu sehen.

Geplantes Bauhausmuseum ist großer Gewinn

Das sagt Bauhaus-Chefin im Hinblick auf Neubau

Die Direktorin der Stiftung Bauhaus Dessau, Claudia Perren, sieht das geplante Bauhausmuseum als großen Gewinn für Deutschland und die Stadt. Damit eröffne sich eine ganz besondere Perspektive auf das Bauhauserbe. Das Ausstellungskonzept werde Menschen aus der ganzen Welt immer wieder nach Dessau locken, sagte sie. Bis Jahresende soll klar sein, nach welchem Architektenentwurf das Museum gebaut wird. Es soll 25 Millionen Euro kosten. Eine Jury hatte sich bei einem internationalen Wettbewerb für zwei Sieger entschieden. Das Museum soll 2019 fertig sein. Der Bund der Steuerzahler geht indes von höheren Baukosten als geplant aus.

Chopin-Klavierwettbewerb in Polen

Vor dem Start

In der Warschauer Nationalphilharmonie beginnt morgen der Internationale Chopin-Klavierwettbewerb, in dem 78 Pianisten aus 20 Ländern starten. Der Wettbewerb, der nur alle fünf Jahre ausgetragen wird, gilt als einer der renommiertesten und ist einer der wenigen Musikwettbewerbe, in denen ausschließlich die Werke eines einzigen Künstlers gespielt werden. "Für Pianisten ist der Chopin Wettbewerb, was die Olympischen Spiele für Leichtathleten sind", sagte die polnische Kulturministerin Malgorzate Omilanowska vor dem Eröffnungskonzert gestern Abend. Nach drei Auswahlrunden gelangen zehn Wettbewerbsteilnehmer voraussichtlich vom 18. Oktober an in den Endausscheid. Die Jury gibt in der Nacht zum 21. Oktober bekannt, wer Sieger des 17. Wettbewerbs ist.

Grundsteinlegung Folkwang Universität

Der Neubau soll im Sommer 2017 fertig sein

Auf dem Gelände der Zeche Zollverein in Essen ist der Grundstein für die neue Folkwang Universität der Künste gelegt worden. Der geplante 19.000 Quadratmeter große Neubau für den Fachbereich Gestaltung soll im Sommer 2017 fertiggestellt sein, heißt es vom nordrhein-westfälische Bauministerium in Düsseldorf. Damit werde Platz für 500 Studierende und 70 Mitarbeiter geschaffen. Der Neubau wird nach den Plänen des Stuttgarter Büros MGF-Architekten errichtet, die 2010 den Architektenwettbewerb gewonnen hatten. Die Folkwang Universität der Künste mietet den Neubau für 20 Jahre an.

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