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Kulturnachrichten

Freitag, 31. Oktober 2014

Forscher wollen Goethes Gesamtwerk online stellen

Erste Werke sollen ab 2018 online stehen

Das kommentierte Wirken und Werk des Dichters Johann Wolfgang von Goethe soll in Zukunft für jedermann online zur Verfügung stehen. Ein entsprechendes Projekt der Klassik Stiftung Weimar und der Akademien der Wissenschaften in Mainz und Leipzig werde in den kommenden 25 Jahren mit mehr als 14 Millionen Euro gefördert, teilte die Klassik Stiftung mit. Das Projekt gehöre zu einem Programm der Union der Deutschen Akademien der Wissenschaften, das die Wissenschaftsminister von Bund und Ländern am Donnerstag beschlossen hätten. Erste kommentierte Werke des jungen Goethes sollen voraussichtlich ab 2018 online stehen, sagte der Direktor des Weimarer Goethe- und Schiller-Archivs, Bernhard Fischer. Zuvor werde das Forscherteam an den Erläuterungen von Goethes Werken, Briefen und Tagebüchern arbeiten. Allein Goethes Briefe fassten 36 Bände, von denen bisher 5 kommentiert veröffentlicht worden seien. Nach Ablauf bestimmter Verlagsrechte sollen die Arbeiten online stehen und thematisch oder nach Datum durchsuchbar sein.

Orsons Welles' letzter Film soll nach 40 Jahren erscheinen

Streit um Rechte blockierte die Fertigstellung

Jahrzehntelang lagen die mehr als 1800 Filmrollen im Tresor. Jetzt soll das Spätwerk "The Other Side of the Wind" doch noch ins Kino kommen. "Wir wollen den Film zu seinem 100. Geburtstag im Mai kommenden Jahres herausbringen", sagte der Berliner Produzent Jens Koethner Kaul. Er will den Film zusammen mit der US-Produktionsfirma Royal Road Entertainment herausbringen. "Wir haben in Absprache mit allen Beteiligten die jahrelangen Rechtsprobleme lösen können. Die juristischen Grundlagen stehen, alles ist sattelfest", sagte er.

Suche nach Garcia Lorca und anderen spanischen Bürgerkriegsopfern

Spanische Archäologen wollen neue Suche nach den sterblichen Überresten des Dichters Federico Garcia Lorca und anderen Bürgerkriegsopfern von 1936 starten

Ein Sprecher der andalusischen Regionalregierung, Luis Naranjo, teilte am Freitag mit, die Grabungen sollten am 17. November auf einem 300 Quadratmeter großen Areal in der Nähe von Granada beginnen. Eine Suche in der Nähe vor fünf Jahren war erfolglos. Es wird vermutet, dass der berühmte Dichter von Milizen des späteren Diktators Francisco Franco in der Region erschossen und zusammen mit anderen exekutierten Zivilisten verscharrt wurde. Naranjo sagte, bei der Suche gehe es nicht nur um die sterblichen Überreste García Lorcas, sondern auch um die anderer Bürgerkriegsopfer. Zehntausende Zivilisten wurden zu Beginn des Kriegs von Truppen Francos erschossen und in Massengräbern begraben.

Steffen Grimberg neuer Referatsleiter für Grimme-Preis

Grimberg tritt zum 1. Januar die Nachfolge von Ulrich Spieß an

Steffen Grimberg wechselt vom NDR-Medienmagazin "Zapp" zum Grimme-Preis. Der Medienjournalist werde mit seiner journalistischen Expertise und seinen Branchenkontakten "den Mediendiskurs des Grimme-Instituts stärken und fördern", sagte Institutsdirektorin Frauke Gerlach. Dem Grimme-Preis sei Grimberg vor seinem Wechsel zum NDR als Mitglied verschiedener Jurys und Nominierungskommissionen verbunden gewesen, teilte das Institut mit. Das Grimme-Institut vergibt unter anderem den renommierten Grimme-Preis für Fernsehproduktionen in den Kategorien Fiktion, Information & Kultur und Unterhaltung.

Benefiz-Auktion für Kunsthalle Emden

Rund 40 Kunstwerke aus Privatbesitz kommen unter den Hammer

Pablo Picasso, Heinz Mack und Georg Baselitz - das sind drei der namhaften Künstler, deren Werke am 14. November bei einer Benefiz-Auktion im Schloss Herrenhausen in Hannover versteigert werden. Noch einmal dieselbe Anzahl wird gegen schriftliche Gebote verkauft. Nach Angaben der Kunsthalle Emden sind die 300 Plätze für die Live-Versteigerung bereits ausgebucht. Die Werke können vorab an diesem Wochenende in Hannover besichtigt werden. Die Kunsthalle Emden, die 1986 von dem früheren "Stern"-Chefredakteur Henri Nannen gegründet wurde, hat finanzielle Schwierigkeiten. Seine Witwe Eske Nannen ist die Gastgeberin der Benefiz-Auktion.

Kuratorium Preußischer Kulturbesitz gegründet: Führende Unternehmen fördern Arbeit der Stiftung

Führende deutsche Unternehmen wie Bertelsmann, Daimler und Siemens wollen die Arbeit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz in neuer Form unterstützen

Sie gründeten ein Kuratorium Preußischer Kulturbesitz, das Projekte finanziell fördern und ausgewählte Aktivitäten mit anschieben soll, wie die Stiftung am Freitag mitteilte. Das Gremium löst das Kuratorium Museumsinsel ab, das von 2001 bis 2013 gezielt Projekte dort unterstützte. Jetzt soll sich das Engagement auf alle Aktivitäten der Stiftung beziehen. Neu dabei sind der Pharmakonzern Bayer und der Software-Hersteller SAP. Schon bisher vertreten waren auch die Deutsche Bank, die Linde AG, die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG, die Würth-Gruppe und das ZDF.

Graumann gibt Präsidentenamt des Zentralrats der Juden ab

Zum Jahresende steht an der Spitze des Zentralrats der Juden in Deutschland ein Wechsel an

In einem Brief an das Direktorium des Zentralrats gab Präsident Dieter Graumann bekannt, dass er bei der satzungsgemäß anstehenden Neuwahl am 30. November nicht noch einmal für das Amt des Präsidenten kandidieren werde. Die Entscheidung sei ihm schwergefallen, erklärt Graumann. "Die Aufgabe im Zentralrat war mir immer absolute Herzenssache, der ich mich stets mit großer Hingabe und Leidenschaft gestellt habe. Es ist aber auch ein Ehrenamt, das mir außergewöhnlich viel an Kraft und Zeit abgefordert hat". Er freue sich nun darauf, mehr Zeit für Familie und Privatleben zu haben. Der Vizepräsident des Zentralrats, Josef Schuster, erklärte, das Präsidium bedauere die Entscheidung sehr. Graumann habe "ganz Außerordentliches" geleistet und stets "den Zusammenhalt der pluralen, jüdischen Gemeinschaft im Sinn und im Herzen" gehabt. Zudem habe er den Zentralrat neu aufgestellt und positioniert und ihn damit zum jüdischen Kompetenzzentrum in Deutschland gemacht. Er selbst, so Schuster, werde für das Amt des Präsidenten kandidieren.

Cartoons von Klaus Stuttmann - Ausstellung wird eröffnet

Stuttmanns Arbeiten erscheinen täglich in mehr als 20 deutschen Tages- und Wochenzeitungen, Magazinen und Zeitschriften

Zeitungs-Karikaturen von Klaus Stuttmann sind im Cartoonmuseum Brandenburg in Luckau zu sehen. Die Schau mit dem Titel "Endlich Weltmeisterin! - Politische Karikaturen 2014" wird an diesem Samstag eröffnet. Gezeigt werden rund 100 Zeichnungen, darunter auch frühere Arbeiten, wie Skizzen, Entwürfe und Plakate des 65-Jährigen, wie das Museum mitteilte. Sammlungsschwerpunkt des Museums ist das künstlerische Erbe von Karikaturisten und Zeichnern aus Ostdeutschland.

Thomas Hettche erhält Wilhelm-Raabe-Literaturpreis

Hettche erhält die mit 30 000 Euro verbundene Auszeichnung für seinen Roman "Pfaueninsel", der auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis stand

"Pfaueninsel" ist ein Zeitporträt des 19. Jahrhunderts aus Sicht der kleinwüchsigen Marie. Sie lebt und überlebt auf der Havel-Insel 70 Jahre als Schlossfräulein. Die Jury schwärmte von der "sinnlich aufgeladenen Sprache" des Autors. Hettche erzähle sowohl distanziert klug als auch menschlich einfühlsam. Der Wilhelm-Raabe-Literaturpreis wird von der Stadt Braunschweig und dem Deutschlandfunk gestiftet und zählt zu den renommiertesten literarischen Auszeichnungen in Deutschland. Im vergangenen Jahr bekam die Schriftstellerin Marion Poschmann den Preis.

Sixtinische Kapelle mit neuem Licht und neuer Belüftung

Nach dreijährigen Arbeiten präsentierten die Vatikanischen Museen die neue Beleuchtungs- und Klimaanlage

Die weltberühmte Sixtinische Kapelle im Vatikan erstrahlt in einem völlig neuen Licht: Rund 7000 LED-Lampen erleuchten nun die Kapelle mit den einzigartigen Fresken Michelangelos, in der beim Konklave der Papst gewählt wird. Museumsdirektor Antonio Paolucci sagte, er sei stolz, in dieser Art und Weise an Michelangelo anlässlich dessen 450. Todestags zu erinnern. Nach Museumsangaben besuchen jährlich rund sechs Millionen Menschen die Kapelle. Mitunter sind es mehr als 20 000 an einem Tag. Die alte Belüftungsanlage, die vor 20 Jahren das letzte Mal erneuert wurde, war für deutlich weniger Besucher ausgelegt. Nun fliege kein Staub mehr auf und die Temperatur bleibe auch bei großem Andrang stabil, erläuterten die Verantwortlichen. Das rund drei Millionen Euro teure Projekt wurde zum Teil von der Europäischen Union gefördert.

Prunk um Preußen und Sachsen - Schau mit Besucherrekord

Mehr als 90 000 Besucher sahen sich die Schau "Preußen und Sachsen - Szenen einer Nachbarschaft" im Schloss Doberlug-Kirchhain seit ihrer Eröffnung am 6. Juni an

Sogar die Organisatoren der Landesausstellung sind überrascht. Dass sich so viele Besucher für die wechselvollen Beziehungen zwischen Sachsen und Brandenburg interessieren, hätten sie nicht gedacht.
"Es ist ein rundherum gelungenes Unternehmen", bilanzierte Kuratorin Anne-Katrin Ziesak.
Anlass der Ausstellung war der Wiener Kongress vor 200 Jahren. Er beschloss, dass große Teile Sachsens an Preußen fielen. So zeichnete die Präsentation das Verhältnis der beiden Nachbarstaaten vom 17. bis zum 19. Jahrhundert nach. Hinterfragt wurden Klischees von Sachsens Glanz und Preußens Gloria. Durch die Landesschau war das Schloss erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich. Zum Abschluss der Landesausstellung schließt sich das Tor zum Schloss Doberlug und der Hausherr, Bürgermeister Bodo Broszinski (FDP), erhält den Schlüssel zurück. Broszinski sagte der Nachrichtenagentur dpa, die Ausstellung habe einen gewissen Schwung in die etwa 8800 Einwohner zählende Kommune gebracht.

Tierheim in Ungarn muss zu Halloween schwarze Katzen schützen

Budapester Tierheim verzeichnet regelmäßig von Mitte Oktober an eine verstärkte Nachfrage nach schwarzen Katzen

Grund dafür ist aber nicht etwa Tierliebe. „Es handelt sich bei den meisten Anrufern um Satanisten, die unsere Tiere bei ihren Schwarzen Messen rund um Halloween opfern möchten", sagt Kinga Schneider, die Leiterin der Budapester Arche-Noah-Stiftung. Ihre Mitarbeiter sagten dann in der Regel, dass zwischen Mitte Oktober und Mitte November keine Katzen zu haben seien. "Danach hören wir nie mehr etwas von ihnen".

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