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Kulturnachrichten

Samstag, 25. Oktober 2014

Georg-Büchner-Preis an Jürgen Becker: Festakt im Staatstheater Darmstadt

«In seinem über Jahrzehnte gewachsenen Werk hat er die Gattungsgrenzen von Lyrik und Prosa beharrlich neu vermessen und verändert», heißt es in der Begründung der Jury.

Der Kölner Schriftsteller erhält die mit 50 000 Euro dotierte literarische Auszeichnung am Samstag Nachmittag. Der 82-jährige Becker wurde bereits vielfach als Lyriker, Hörspiel- und Prosaautor ausgezeichnet. Neben dem Büchner-Preis hat er der Preis der Gruppe 47 bekommen, Literaturpreise der Städte Köln, Bremen, Berlin und Düsseldorf, den Bayerischen sowie den Thüringer Literaturpreis, den Heinrich-Böll-Preis, den Uwe-Johnson-Preis, den Schiller-Ring sowie den Günter-Eich-Preis.
«Ich weiß, dass dieser Preis ein sehr wichtiger Preis ist. Wenn er jetzt im Alter kommt, dann kann man sagen, dass es sich gelohnt hat, so alt zu werden», so Becker nach Bekanntgabe der Auszeichnung im Mai.

Jürgen Becker wurde vor allem mit experimenteller Literatur bekannt. Dazu gehört sein erster Prosaband "Felder" aus dem Jahr 1964. Er arbeitete als Lektor im Rowohlt Verlag, war Leiter des Suhrkamp Theaterverlags und von 1974 bis 1994 Leiter der Hörspielredaktion des Deutschlandfunks.

Pariser Picasso-Museum: Wiedereröffnung mit Festakt

Am 133. Geburtstag Picassos hat Frankreichs Staatspräsident François Hollande das Musée Picasso im Marais-Viertel heute Vormittag wiedereröffnet.

Fünf Jahre war das Haus wegen Sanierungsarbeiten geschlossen. Mit rund 5000 Gemälden, Papierarbeiten, Skulpturen und dem Archiv des Kubisten besitzt es die größte Picasso-Sammlung. Mit dem 52 Millionen Euro teuren Ausbau kann das Museum seine Ausstellungsfläche auf etwa 3700 Quadratmeter vergrößern. Somit können jetzt 450 Werke ausgestellt werden - mehr als doppelt soviel wie vorher.

Das Musée Picasso im Marais-Viertel besitzt mit rund 5000 Gemälden, Papierarbeiten und Skulpturen sowie dem Archiv des Kubisten die größte Sammlung des spanischen Künstlers. Dank des 52 Millionen Euro teuren Ausbaus konnte das Museum seine Ausstellungsfläche auf etwa 3700 Quadratmeter vergrößern. Statt vorher rund 200 Werken sind nun mehr als 450 zu sehen.

Hollande sprach sich bei der Zeremonie für eine tägliche Öffnung aller Museen aus. «Touristen wissen nicht, dass Museen unter der Woche geschlossen sein können. Sie wollen während ihres begrenzten Aufenthalts auch Zugang zu den Kunstwerken haben», sagte der Staatschef. Zahlreiche Museen in Frankreich sind am Montag oder Dienstag geschlossen.

Wegen Missmanagementvorwürfen und mehrmaliger Verzögerungen bei der Wiedereröffnung war das Haus in den vergangenen Monaten wiederholt in die Schlagzeilen gekommen.

Zwangsräumung: Französischer Maler Alain Le Yaouanc muss sein Studio nach 50 Jahren verlassen

Während heute Vormittag unter großem Pomp das Pariser Musée Picasso wiedereröffnet wurde, muss der Maler Alain Le Yaouanc sein Pariser Studio räumen. Dabei wurden seine Werke einst zusammen mit Picasso ausgestellt – auch mit Miró, Max Ernst und Giacometti.

Fast 50 Jahre lang hat Le Yaouanc völlig isoliert gelebt und gearbeitet – in Räumen, die bis unter die Decke vollgestopft sind mit einem großen Sammelsurium aus seinem 74-jährigen Leben. Die angekündigte Zwangsräumung haben die Behörden aufgeschoben, damit Le Yaouanc sein Werk noch katalogisieren und verpacken kann. Gegenüber der New York Times sagte er, er hoffe noch immer, in seinem Studio bleiben zu können, um in Frieden zu arbeiten. "Ich habe mein Leben noch gar nicht richtig begonnen. Ich habe noch so viel zu schaffen."

Wiedereröffnung Filmmuseum Potsdam: Neue Familienausstellung zu Marco Polo

Der venezianische Händler, der im 14. Jahrhundert lebte, ist vor allem durch die Berichte über seine China-Reisen bekannt geworden.

Die Museumsbesucher können Marco Polos Abenteuer erleben und sich gleichzeitig von Filmen verzaubern lassen. Zu sehen sind ein nachgebauter Schiffsrumpf, ein venezianischer Palazzo und ein Stück Wüste. Einbezogen sind auch die originalen Tore aus der DDR-Märchenverfilmung «Der kleine Muck».

Daneben gibt es im Filmmuseum Potsdam auch die ständige Ausstellung «Traumfabrik. 100 Jahre Film in Babelsberg».

Das Museum wurde bereits 1981 in der DDR gegründet. Im März 2013 war es wegen Umbau- und Sanierungsarbeiten geschlossen worden. Vor allem wurde der Brandschutz verbessert. Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg investierte als Eigentümerin des ehemaligen Marstalls rund 2,5 Millionen Euro.

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