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Kulturnachrichten

Freitag, 3. Oktober 2014

Roms Oper kollektive Kündigung

Schock an Roms traditionsreicher Oper

Das notorisch unterfinanzierte Haus hat angekündigt, allen Mitgliedern des Orchesters und des Chors zu kündigen und die Arbeit der Künstler künftig auszugliedern. Die Alternative sei eine Schließung des Opernhauses. Das sagten Roms Bürgermeister Ignazio Marino und Intendant Carlo Fuortes nach einer Sitzung des Aufsichtsrats des Theaters der Nachrichtenagentur Ansa zufolge. Vorgesehen ist nun, dass die gekündigten Mitglieder eine eigene Vereinigung gründen, die dann künftig mit der Oper zusammenarbeitet, aber nicht mehr Bestandteil des Hauses ist. Von dem Stellenabbau, der mehr als 3,4 Millionen Euro an Einsparungen bringen soll, sind den Angaben zufolge über 180 der 460 Mitarbeiter betroffen. Arbeitnehmervertreter reagierten geschockt und kündigten Widerstand an.Erst vor kurzem hatte die Oper den Abgang von Stardirigent Riccardo Muti verkraften müssen und war in den vergangenen Monaten immer wieder von Streiks lahmgelegt worden.

Literaturpreis für Murakami

Der Schriftsteller Haruki Murakami erhält den «Welt»-Literaturpreis 2014

Der 65-jährige Japaner bekomme die mit 10.000 Euro dotierte Ehrung für sein literarisches Gesamtwerk, teilte der Springer-Konzern mit. Murakami verbinde in seinem Werk die große Tradition der europäischen und amerikanischen Moderne mit Einflüssen aus der Popkultur und der Genreliteratur, hieß es. Der Preis wird am 7. November im Berliner Axel-Springer-Haus übergeben. Die Laudatio hält der österreichische Autor Clemens J. Setz.Murakamis Bücher wurden den Angaben zufolge in rund 50 Sprachen übersetzt. Sein Durchbruch in Deutschland gelang ihm mit Romanen wie «Mister Aufziehvogel», «Gefährliche Geliebte» und «Naokos Lächeln». Der japanische Schriftsteller ist der 16. Preisträger. Vorgänger sind unter anderem Daniel Kehlmann , Amos Oz, Imre Kertész und Bernhard Schlink.

Jeff Koons Riesenballonaffe soll 30 Millionen Dollar bringen

Das New Yorker Auktionshaus Christie's will im November «Balloon Monkey (Orange)» von Jeff Koons für 30 Millionen Dollar versteigern

Das sind umgerechnet 24 Millionen Dollar.Die Chancen stehen nicht schlecht, denn Koons ist der derzeit teuerste lebende Künstler. Ein Jahr zuvor war, ebenfalls bei Christie's, sein 'Balloon Dog (Orange)' für 58,4 Millionen Dollar versteigert worden - der höchste Betrag, der je in einer Auktion für das Werk eines lebenden Künstlers gezahlt wurde.Der Ballon-Hund und der Ballon-Affe sehen so aus, wie ihr Titel verspricht: Aus langen Luftballons geknotete Tiere, wie sie Kleinkünstler im Stadtpark anbieten. Bei Koons sind sie allerdings metallisch glänzend, aus Edelstahl - und so groß wie ein Auto. Der jetzt zur Versteigerung stehende Affe ist fast sechs Meter lang und 3,81 Meter hoch.

Joachim Gauck verleiht Bundesverdienstkreuze

Zum Tag der deutschen Einheit verleiht Bundespräsident Joachim Gauck 37 Verdienstorden

Acht davon gehen an Berliner Bürger. Ausgezeichnet werden unter anderem auch der Schauspieler Götz George und der Schriftsteller Hans Joachim Schädlich. Beide erhalten ein Großes Verdienstkreuz.George wird nicht nur für seine Verdienste als Schauspieler, sondern auch für sein soziales Engagement geehrt. Er hat sich unter anderem für die Deutsche Krebshilfe eingesetzt und an einer Kampagne des Weißen Rings gegen Kindesmissbrauch teilgenommen.Hans Joachim Schädlich wird für seine Leistungen als Schriftsteller ausgezeichnet. Obwohl Schädlich unter der Zensur in der DDR litt, habe er sich "mutig für seine Ideale eingesetzt und dafür große Nachteile in Kauf genommen". So heißt es in der Begründung. Auch der Dokumentarfilmer Volker Koepp, der Schriftsteller und Bürgerrechtler Lutz Rathenow, sowie Jürgen Litfin ausgezeichnet, der Bruder des ersten erschossenen Flüchtlings an der Berliner Mauer.Bundespräsident Gauck überreicht die Verdienstorden am Montag im Schloss Bellevue.

Ausgezeichnet Komponist Ludger Vollmer

Der Komponist Ludger Vollmer ist mit dem Weimar-Preis 2014 geehrt worden

Die Stadt würdige damit das Werk des Künstlers, der zu den produktivsten und anerkanntesten deutschen Opern-Komponisten zähle. Seine Genrevielfalt von Opern- und Kammermusik bis zu Kompositionen für Tanztheater, Chor und elektroakustische Filmmusiken beeindruckten. Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert und wird seit 1990 an Menschen verliehen, die sich besonders um das geistig-kulturelle Leben in der Klassikerstadt verdient gemacht haben.Vollmer nahm den Preis heute entgegen.Für seine bekannteste Oper «Gegen die Wand» nach dem gleichnamigen Film des deutsch-türkischen Regisseurs Fatih Akin hatte Vollmer 2009 den Europäischen Toleranzpreis erhalten.Der gebürtige Berliner lebt seit 1992 mit seiner Familie in Weimar und unterrichtet dort an der Musikhochschule.

Einheitsfeier mit Versprecher

Mit einem Versprecher hat Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil zum Tag der Deutschen Einheit für Heiterkeit gesorgt

In seiner Begrüßungsrede zu Beginn des offiziellen Festaktes erinnerte der SPD-Politiker in Hannover an den Herbst 1989 und die Situation in den bundesrepublikanischen Botschaften unter anderem in Prag, in die sich viele DDR-Bürger geflüchtet hatten. "Ihr Ziel war die Ausreise in den Osten", sagte Weil unter dem sofort einsetzenden Gelächter der Gäste. Darunter auch Kanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Joachim Gauck. Der amtierende Bundesratspräsident korrigierte sich aber sofort: Nach 25 Jahren Einheit könne man Osten und Westen schonmal verwechseln.

Genesis-Filmdoku feiert Premiere

Peter Gabriel, Phil Collins und die drei anderen von Genesis waren nach Jahren der Trennung für einen Abend wieder vereint

Die Filmdoku 'Sum of the Parts' - 'Summe der Einzelteile' der BBC zeigt die Karriere der britischen Kultband. Dafür kamen sie gestern abend für die Premiere von in London zusammen. Die 90-minütige Dokumentation zeigt die Entwicklung der Band von ihrer Entstehung in den 1960ern, über die turbulente Zeit der Trennung von Sänger Peter Gabriel und Gitarrist Steve Hackett, bis zu Konzerten des Trios in ausverkauften Stadien. Mit 60 ihrer bekanntesten Songs, wie 'The Lamb', 'That's All' und 'Invisible Touch', beschreibt 'Sum of the Parts' auch die Entstehung des typischen Genesis-Sounds. "Der Film zeigt alles, vom ersten Mal, als die Bandmitglieder in einem Raum waren, bis zu dem Moment unserer Trennung", sagte Phil Collins. "Die Produktion hat mir viel Spaß gemacht, besonders weil wir uns alle immer noch mögen. "Bis heute hat Genesis mehr als 100 Millionen Alben verkauft. Ihre letzte Tournee war 2007. Der Film läuft morgen im BBC-Fernsehen und erscheint am 17.November auf DVD.

Kardinal Ouellet keine 'Bischofs-Parteien'

Der Präfekt der vatikanischen Bischofskongregation, Kardinal Marc Ouellet, hat sich gegen das Bild einer in Fraktionen gespaltenen Bischofssynode ausgesprochen

Der Eindruck von 'Bischofs-Parteien' sei der Kirche nicht angemessen und müsse daher bei der am Sonntag beginnenden 'Familiensynode' im Vatikan nach Kräften vermieden werden. Durch die mediale Berichterstattung wäre der Eindruck entstanden, als seien Kardinäle und Bischöfe in zwei Fraktionen gespalten und als ließe sich auch der Papst mit einer davon identifizieren. Das sagte der kanadische Kardinal vor der Vollversammlung des Rates der europäischen Bischofskonferenzen in Rom.Die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen Europas stimmen sich dort auf das Thema der Weltbischofssynode ein. Die Diskussionen widmen sich dem Thema 'Die Familie und die Zukunft Europas'.

Muslime beten am Berg Arafat

Am zweiten Tag der diesjährigen islamischen Pilgerfahrt Hadsch haben sich hunderttausende Muslime versammelt

Die Gläubigen kamen aus dem sechs Kilometer entfernten Ort Mina zum Berg Arafat, nahe der Stadt Mekka, wo mit der traditionellen Reinigung von allen Sünden der Höhepunkt der Pilgerfahrt stattfindet. Im Laufe des Tages sollten die Pilger zum gemeinsamen Gebet bei der Moschee Namera zusammenkommen. Dort soll der Prophet Mohammed vor 14 Jahrhunderten seine letzte Predigt gehalten haben. Morgen, zum Beginn des islamischen Opferfests, steinigen die Pilger symbolisch den Teufel und kommen zum Gebet an der Kaaba in der großen Moschee von Mekka zusammen. Die saudiarabischen Behörden schätzen die Anzahl der ausländischen Pilger auf 1,3 Millionen. Hinzukommen hunderttausende saudiarabische Pilger. Insgesamt nehmen Menschen aus 164 Ländern teil.Die diesjährige Hadsch findet unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen statt. Die Behörden befürchten ein erhöhtes Anschlagsrisiko wegen der Konflikte in Syrien und Irak, sowie eine Ausbreitung des Ebola-Virus. Zudem grassiert in Saudi-Arabien das Coronavirus MERS, an dem bereits mehr als 300 Menschen gestorben sind.

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