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Montag, 14.10.2019
 
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Kulturnachrichten

Montag, 14. Oktober 2019

Norwegens Prinzessin reist im Zug zur Buchmesse

Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit hat sich mit einem Literaturzug auf den Weg zur Frankfurter Buchmesse gemacht. Im Sonder-ICE brach sie gemeinsam mit ihrem Mann, dem norwegischen Thronfolger Haakon, am Montag in einer ersten Etappe von Berlin nach Köln auf. Mette-Marit ist Botschafterin für norwegische Literatur im Ausland. Wenn man lese, lerne man viel über die Gesellschaft, über andere und sich selbst, sagte Mette-Marit. Norwegen ist in diesem Jahr Ehrengast der Frankfurter Buchmesse. An Bord des Literaturzugs waren mehrere Schüler und auch norwegische Schriftsteller wie Jostein Gaarder und Maria Parr. In Köln sind ein Auftritt in einer Buchhandlung und ein Empfang geplant. Am Dienstag fährt der Zug dann weiter zur Frankfurter Buchmesse, die dann am Abend eröffnet wird.

Heinrich Schütz Musikfest mit positiver Bilanz

Rund 5000 Fans für Alte Musik haben die 20. Ausgabe des Heinrich Schütz Musikfestes in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen besucht. Dies entspreche einer Auslastung von 87 Prozent und sei einer der besten Jahrgänge gewesen, teilte der Veranstalter mit. "Wir hatten den Mut, uns unter dem Aspekt der Moderne an ungewöhnliche Programmkonzepte zu wagen, Grenzüberschreitungen zu vollziehen und moderne Kontrapunkte zu setzen", erklärte Intendantin Christina Siegfried. Bei 39 Veranstaltungen in Bad Köstritz, Gera, Weißenfels und Dresden traten unter anderen der Rias Kammerchor, das französische Barockensemble La Tempeté und die Sopranistin Dorothee Mields auf. Mit dem Internationalen Heinrich-Schütz-Preis wurde der britische Dirigent Sir Roger Norrington geehrt. Heinrich Schütz (1585-1672) wurde in Thüringen geboren und gilt als erster deutscher Komponist von europäischem Rang. Unter seiner Führung erlebte auch die heutige Staatskapelle Dresden ihre erste Blütezeit.

Kulturrat verteidigt Computerspiele-Szene

Nach dem Attentat von Halle hat der Deutsche Kulturrat Äußerungen von Bundesinnenminister Seehofer zurückgewiesen. Seehofer hatte gesagt, viele potenziellen Täter kämen aus der Computerspiele-Szene und würden sich Simulationen als Vorbild nehmen. Nicht Games seien das Problem, sondern der Rechtsextremismus, erklärte der Geschäftsführer des Spitzenverbands der Kulturverbände, Olaf Zimmermann. Der Verband der deutschen Games-Branche, Game, sprach von einem Generalverdacht durch den Bundesinnenminister. Dies zeuge vor allem von Unkenntnis und Hilflosigkeit und lenke von den wirklichen gesellschaftlichen und politischen Ursachen für solche Taten ab.

25.000 Besucher kommen zur "lit.RUHR"

Das Literatur-Festival "lit.RUHR" hat erneut Tausende Bücherfans ins Ruhrgebiet gelockt. Nach Angaben der Veranstalter kamen bis zum Abschluss am Sonntagabend rund 25.000 Besucher. Das waren etwa ähnlich viele Gäste wie im Vorjahr. Zwar gab es weniger Veranstaltungen, deren Auslastung war aber mit durchschnittlich 82 Prozent höher als im Vorjahr. Das Publikum habe große Begeisterung erkennen lassen, erklärte Festivalleiter Rainer Osnowski. Die "lit.RUHR" fand 2017 erstmals statt und wird vor allem von verschiedenen Stiftungen finanziert, darunter die RAG-Stiftung und die Stiftung Mercator GmbH.

JU-Chef Kuban will Upload-Filter abschaffen

Der Chef der Jungen Union, Tilman Kuban, hat einen neuen Anlauf zu einer Reform des europäischen Urheberrechts ohne sogenannte Upload-Filter gefordert. Natürlich stehe die JU für Urheberrechtsschutz, dieser dürfe aber keine Zensurkeule werden, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Es müsse eine Freiheit im Netz geben. Mit diesen Filtern würden aber auch Dinge aus dem Netz gezogen wie Satire oder Parodien, die aus seiner Sicht auch im Netz eine Selbstverständlichkeit seien. Das Europaparlament hatte im Frühjahr eine Reform des Urheberrechts gebilligt. Diese sieht vor, kommerzielle Plattformen wie Youtube beim Urheberrecht stärker in die Pflicht zu nehmen. Upload-Filter prüfen bereits beim Hochladen, ob Bilder, Videos oder Musik urheberrechtlich geschützt sind.

Hans-Ehrenberg-Preis an Norbert Lammert verliehen

Der frühere Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) ist in Bochum mit dem diesjährigen Hans-Ehrenberg-Preis ausgezeichnet worden. Die von der Evangelischen Kirche Bochum verliehene Auszeichnung gehe an den 70-jährigen Politiker, weil er mit Leidenschaft, Esprit und Stil die demokratische Kultur Deutschlands geprägt habe, erklärte der Bochumer Superintendent und Vorsitzende der Findungskommission, Gerald Hagmann. Der Preis erinnert an den Theologen und Philosophen Hans Ehrenberg (1883-1958). Er wirkte als Pfarrer in Bochum, gehörte zu den herausragenden Persönlichkeiten des kirchlichen Widerstands gegen den Nationalsozialismus und wandte sich vehement gegen Antisemitismus.

Heinrich-Schütz-Preis für Dirigent Roger Norrington

Der britische Dirigent Sir Roger Norrington ist mit dem Heinrich-Schütz-Preis geehrt worden. Der 85-Jährige Brite wird damit für seine Verdienste um die Pflege und Verbreitung der Musik des deutschen Frühbarock-Komponisten ausgezeichnet. Norrington sei "einer der wichtigsten Pioniere der historisch-informierten Aufführungspraxis", hieß es zur Begründung. Die Verleihung fand im Rahmen des diesjährigen Heinrich Schütz Musikfestes in Dresden statt.

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