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Dienstag, 03.08.2021
 
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Kulturnachrichten

Samstag, 30. Januar 2021

Musikproduzentin Sophie Xeon gestorben

Die schottische Musikproduzentin Sophie Xeon ist bei einem Kletterunfall ums Leben gekommen. Das teilte das Plattenlabel Transgressive auf seiner Webseite mit. "Sie war getreu ihrer Spiritualität in die Höhe geklettert, um den Vollmond zu sehen, und rutschte versehentlich aus und fiel", hieß es dort. Dem "Guardian" zufolge passierte das Unglück in Athen , wo die 34 Jahre alte Künstlerin lebte. Die meist nur als Sophie bekannte Musikproduzentin war für ihre intensiven Elektro-Pop-Kreationen bekannt. Für ihr 2018 erschienenes Album "Oil of Every Pearl's Un-Insides" war sie für den Grammy-Award nominiert worden.

Vatikanische Museen ab Montag wieder geöffnet

Die Vatikanischen Museen öffnen ab Montag wieder, nachdem sie wegen der Corona-Pandemie monatelang geschlossen waren. Der Besuch ist dann mit einer Online-Registrierung möglich. Die Direktorin Barbara Jatta hatte den Schritt vor zwei Wochen bereits angekündigt. Angesichts der geringen Besucherzahlen, die in den nächsten Monaten zu erwarten seien, sehe sie keinerlei Ansteckungsgefahr. Die italienische Regierung hatte vor kurzem erlaubt, Museen und Ausstellungen in Regionen mit niedrigem Ansteckungsrisiko wieder zu öffnen. Ab Montag gilt auch Latium mit der Hauptstadt Rom als sogenannte gelbe Zone mit geringer Corona-Gefahr.

Coachella-Musikfestival erneut abgesagt

Das für April geplante Coachella-Musikfestival in Kalifornien ist wegen der Corona-Pandemie erneut abgesagt worden. Grund sei der Anstieg der Infektionszahlen sowohl in der Region als auch weltweit, teilten die Gesundheitsbehörden von Riverside County mit. Zu dem Festival strömten jährlich hunderttausende Menschen aus zahlreichen Ländern und auch aus Regionen, die besonders von der Pandemie betroffen seien. Die Organisatoren teilten zunächst nicht mit, ob das Festival in diesem Jahr zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden soll. Im vergangenen Jahr war die Großveranstaltung ausgefallen. Das Coachella-Festival in der kalifornischen Wüste hat sich in den vergangenen 20 Jahren zu einem der wichtigsten Musikereignisse der Welt entwickelt.

Missbrauchsbeauftragter kritisiert Kardinal Woelki

Der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, ist nach eigenen Worten "erschüttert" über das Verhalten des Kölner Erzbischofs Woelki. Der Kardinal steht seit Monaten in der Kritik, weil er ein selbst in Auftrag gegebenes Gutachten zurückhält, das die Rolle hochrangiger Kirchenvertreter bei der Verfolgung von Fällen sexuellen Missbrauchs beleuchtet. Rörig sagte dem "Spiegel", das Verhalten Woelkis diskreditiere den Aufarbeitungsprozess in der katholischen Kirche insgesamt und zerstöre Vertrauen, das eigentlich zurückgewonnen werden müsste. All jene, die zur Vertuschung von sexualisierter Gewalt in der Kirche beigetragen hätten, müssten benannt werden, genauso wie ihre Taten, so der Missbrauchsbeauftragte. Am Freitag hatte sich in Köln der Diözesanrat, die Vertretung der katholischen Laienvertreter, offen gegen Kardinal Woelki gestellt.

Grütters wünscht sich baldmöglichst offene Museen

Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat dazu aufgerufen, im Fall von Corona-Lockerungen als erstes die Museen wieder zu öffnen. Kultureinrichtungen seien als erste geschlossen worden und dürften nicht die letzten sein, die wieder aufmachen - sagte die CDU-Politikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Das gelte ganz besonders für die Museen. Diese böten mit ihren Angeboten "geistige Anregungen" und könnten "viele vereinsamte und verstörte Menschen wieder ins Leben zurückholen", so Grütters. Mit ihren vorbildlichen Hygiene-Konzepten seien die Häuser zudem "bestens auf einen Corona-gerechten Publikumsverkehr vorbereitet", betonte die Kulturstaatsministerin.

Heinrich-Mann-Preis geht an Kathrin Passig

Die Sachbuchautorin, Essayistin, Journalistin und Übersetzerin Kathrin Passig erhält den diesjährigen Heinrich-Mann-Preis der Berliner Akademie der Künste. Die in Berlin lebende Niederbayerin sei "eine der wichtigsten und treffsichersten Diagnostikerinnen der Gegenwart", heißt es in der Begründung der Jury. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis für Essayistik soll am 27. März, dem 150. Geburtstag Heinrich Manns, verliehen werden. Mit ihrem literarischen Debüt, einer Erzählung, gewann Passig 2006 den Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurt. Außerdem wurde sie mit dem Johann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik und Essay und dem Grimme Online Award ausgezeichnet.

Bester Bau des Jahres steht in München

Das Gebäude "Werk 12" im Münchner Werksviertel ist in Frankfurt am Main mit dem DAM Preis 2021 als bestes Bauwerk des Jahres ausgezeichnet worden. Es stammt von MVRDV und N-V-O Nuyken von Oefele Architekten. Der Preis wird jährlich seit 2007 für herausragende Bauten in Deutschland vergeben. "Werk 12" steht auf dem ehemaligen Pfanni-Gelände in der Nähe des Münchner Ostbahnhofs. Seine Glasfassade zieren riesige Buchstaben. Umlaufende breite Balkonstege und Kaskadentreppen charakterisieren das Gebäude. Perfekt für den Aufenthalt draußen in der Corona-Pandemie, wie die Jury anmerkte.

Dokumentarhörspiel über NSU-Prozess in ARD und DLF

Der Prozess gegen den rechtsterroristischen "NSU" von 2013 bis 2018 ist als Dokumentarhörspiel aufbereitet worden. Unter dem Titel "Saal 101" entstand eine 12-stündige Produktion, wie der Bayerische Rundfunk in München mitteilte. Ab 19. Februar werden die 24 Teile in den Kultur- und Informationsradios der ARD und im Deutschlandfunk bundesweit zeitgleich ausgestrahlt. Alle Folgen sind dann auch in der ARD-Audiothek abrufbar. Benannt ist die Produktion nach dem Gerichtssaal des Oberlandesgerichts München, in dem das Verfahren gegen den Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) von Mai 2013 bis Juli 2018 stattfand. Präsentiert werden der Podcast sowie die Radioausstrahlung von dem Musiker, Moderator, DJ und Autor David Mayonga.

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