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Dienstag, 03.08.2021
 
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Kulturnachrichten

Samstag, 16. Januar 2021

Ronaldinho macht Musik mit Rap-Gruppe

Der ehemalige brasilianische Fußballstar Ronaldinho hat einen weiteren Rapsong herausgebracht. Der zweimalige Weltfußballer und Weltmeister von 2002 singt und reimt in dem Song "Rolê Aleatório" der Gruppe "Recayd Mob" zwar nicht, erscheint aber in dem Video. "Was mich zu dem Projekt motiviert hat, ist die Wirkung, die Musik auf Menschen hat", sagte er der Zeitung "O Globo". In dem Videoclip stellen der Ex-Profi und die Rapper von "Recayd" eine Privatparty mit viel nackter Haut nach, bei der die Gäste ihre Mobiltelefone an der Tür abgeben müssen. Der Text handelt von Drogen, Sex und der Verehrung Ronaldinhos als Idol. "Oclin e Evoque", der erste Clip des Projekts "Tropa do Bruxo" (Truppe des Zauberers, Spitzname Ronaldinhos als Spieler), der im Dezember herausgekommen war, wurde mehr als 2,5 Millionen Mal angeschaut.

Marcel Beyer erhält den Peter Huchel-Preis 2021

Marcel Beyer erhält den Peter Huchel-Preis 2021. Der Lyrik-Preis wird alljährlich vom Südwestrundfunk und dem Land Baden-Württemberg für eine herausragende Neuerscheinung in der deutschsprachigen Lyrik vergeben. Marcel Beyer bekommt die renommierte Auszeichnung für seinen Gedichtband „Dämonen-Räumdienst“, der im Suhrkamp Verlag erschienen ist. Die Gedichte folgen einem strengen formalen Muster: Fast alle bestehen aus zehn Strophen à vier Zeilen. Beyers Gedichte seien "Abenteuerexpeditionen in vertrautes Gelände, das plötzlich fremd und unheimlich erscheint", heißt es in der Begründung der Fachjury. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Er wird voraussichtlich am 23 Mai verliehen.

Whatsapp verschiebt Datenschutz-Änderungen um drei Monate

Nach Protesten hat der Messenger-Dienst Whatsapp seine Datenschutz-Änderungen verschoben. Nutzer außerhalb der Europäischen Union hätten nun bis zum 15. Mai Zeit, den neuen Regelungen zuzustimmen, teilte das Unternehmen mit. Für die EU und Großbritannien gelten andere Richtlinien, ohne eine Datenweitergabe etwa zu Werbezwecken. Es seien falsche Informationen verbreitet worden, die man nun ausräumen wolle. Laut WhatsApp geht es um die Verbesserung von Unternehmenskonten, nicht aber um eine erweiterte Datenweiterleitung an Facebook. An der sogenannten Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, mit der Chat-Inhalte nur für die teilnehmenden Nutzer sichtbar sind, werde nicht gerüttelt. Nach bisheriger Planung hätten Nutzerinnen und Nutzer außerhalb Europas den Bedingungen bis zum 8. Februar zustimmen müssen, um nicht von der App ausgeschlossen zu werden.

Julius Drake: Brexit-Visaregeln sind ein Alptraum

Der renommierte britische Pianist Julius Drake hat die neuen Brexit-Visaregeln für Kunstschaffende als Alptraumszenario kritisiert. "Wenn man nicht reisen kann, stirbt die internationale Karriere", sagte Drake der Nachrichtenagentur dpa. Niemand könne seinen Lebensunterhalt nur in Großbritannien verdienen. Es gebe zu wenige Auftrittsmöglichkeiten. Und auch der britischen Kulturlandschaft drohe ein Einbruch. Er könne sich keine Welt vorstellen, in der in Großbritannien nur britische Künstler zu sehen seien, sagte der 61-Jährige. Wenn sich Briten länger in der EU aufhalten und dort arbeiten wollen, sind gemäß dem neuen Handelsabkommen spezielle Erlaubnisse notwendig. Derzeit gibt es wegen Corona allerdings gar keine Auftrittsmöglichkeiten.

Bulgarischer Filmemacher Marran Gosov gestorben

Der bulgarische Filmemacher, Musiker und Dichter Marran Gosov ist gestorben. Das teilte der Leiter des Marran-Gosov-Archivs in Deutschland, Bernhard Marsch, mit. In einem Facebook-Eintrag schrieb er, Gosov sei mit 87 Jahren am 12.1.2021 in Bulgarien gestorben. Gosov drehte in den 60er bis 80er Jahren Filme und Serien in Deutschland, darunter zahlreiche "Gammlerkomödien", unter anderem mit Gila von Weitershausen und Uschi Glas.

Marianne Faithfull kann womöglich nicht mehr singen

Die britische Sängerin und Schauspielerin Marianne Faithfull kann nach ihrer schweren Covid-19-Erkrankung womöglich nie mehr singen. Monate nach ihrer Infektion leide sie noch immer an den Auswirkungen der Krankheit, sagte die 74-Jährige dem "Guardian". Ihre Lunge funktioniere noch immer nicht richtig, sie müsse regelmäßig ans Sauerstoffgerät. Faithfull war im April mehrere Wochen im Krankenhaus behandelt worden. Eine Ärztin habe gesagt, dass ihre Lunge womöglich nie wieder richtig funktionieren werde. Faithful sagte, sie hoffen auf ein Wunder, um wieder singen zu können. Faithfull war eine der bekanntesten Sängerinnen der 60er Jahre, auch wegen ihrer Beziehung zu Mick Jagger von den Rolling Stones.

Bong Joon Ho wird Jury-Chef beim Filmfest in Venedig

Der südkoreanische Regisseur Bong Joon Ho wird im September die Jury des Filmfests von Venedig leiten. Das gaben die Organisatoren der Kinofestspiele in der italienischen Lagunenstadt am Freitag bekannt. Der 51-Jährige wird an der Spitze einer internationalen Jury über die Preise, darunter den Goldenen Löwen für den besten Film, entscheiden. Bong Joon Ho selbst räumte zuletzt zahlreiche Preise für seine Gesellschaftssatire "Parasite" ab, darunter vier Oscar-Trophäen. Der Filmemacher habe "begeistert zugestimmt", die Jury zu leiten, schrieb Filmfest-Direktor Alberto Barbera. Der koreanische Regisseur sei aktuell eine der ehrlichsten und originellsten Stimmen des Weltkinos. Die Kino-Biennale soll vom 1.bis zum 11. September laufen.

Keine neuen Gesetze für Minderheitenschutz

Für den Schutz von Minderheiten und ihren Sprachen in der Europäischen Union sind aus Sicht der EU-Kommission keine neuen Gesetze nötig. "Die Achtung der Rechte von Personen, die einer Minderheit angehören, ist einer der zentralen Werte der Union", sagte Vizepräsidentin Vera Jourova am Freitag. Sie reagierte damit auf eine EU-Bürgerinitiative, die auf mehr rechtlichen Schutz für sprachliche und nationale Minderheiten pocht - etwa die dänische Minderheit in Schleswig-Holstein oder Bretonen in Frankreich. "Die Kommission ist entschlossen, diese Agenda zu fördern", erklärte Jourova. Mit Umsetzung der vorhandenen Regeln würden "die Ziele der Initiative jedoch bereits stark unterstützt".

Der Dirigent Simon Rattle beantragt deutschen Pass

Der Dirigent Sir Simon Rattle will deutscher Staatsbürger werden. Der Pass sei bereits beantragt, sagte der Wahl-Berliner wenige Tage nach seiner Ernennung zum neuen Chefdirigenten des Symphonieorchesters des Bayrischen Rundfunks in München. Seine britische Staatsbürgerschaft will der 65-Jährige aber behalten, sonst wäre das "emotional unmöglich", sagte Rattle. Bis Mitte 2023 bleibt Rattle als Musikdirektor beim London Symphony Orchestra, dann will er zur Konzertsaison 2023/2024 in München starten. Simon Rattle war von 2002 bis 2016 Chefdirigent der Berliner Philharmoniker und lebt mit seiner Familie in Berlin.

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