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Kulturnachrichten

Montag, 20. Januar 2020

Max Ophüls Preis mit Praunheim-Premiere gestartet

Das Filmfestival Max Ophüls Preis ist am Montagabend in Saarbrücken mit der Premiere des Films "Darkroom - Tödliche Tropfen" von Rosa von Praunheim eröffnet worden. Dabei wurde dem 77-jährigen Filmregisseur und Autor der Ehrenpreis für Verdienste um den jungen deutschsprachigen Film verliehen. Von Praunheim stelle für die jungen Talente, aber auch für unsere Gesellschaft in seinem vielschichtigen Schaffen ein unbedingtes Vorbild dar, erklärte die Festivalleiterin Svenja Böttger. Insgesamt werden in der Festivalwoche mehr als 150 Filme gezeigt, 63 starten in den Wettbewerben. Dafür werden wieder 16 Auszeichnungen mit Preisgeldern in einer Gesamthöhe von rund 120 000 Euro verliehen.

TV-Schauspieler Christoph Quest gestorben

Der Schauspieler und Autor Christoph Quest ist tot. Er erlag am Samstag im Alter von 79 Jahren in der Berliner Charité einem Herzleiden, wie der Deutschen Presse-Agentur aus Familienkreisen bestätigt wurde. Erst zwei Wochen zuvor war seine Frau, die Malerin Doris Quest, gestorben. Nun sollen beide gemeinsam an diesem Freitag beerdigt werden. Quest wurde vor allem als TV-Schauspieler bekannt. So drehte er Folgen für "Tatort", "Pfarrer Braun", "SK Kölsch" oder "Soko Leipzig". Im Theater wirkte er an Bühnen unter anderem in Berlin und Hamburg. Außerdem veröffentlichte Quest Gedichtbände.

Ibiza-Video ausgezeichnet

Das Ibiza-Video, das Heinz-Christian Strache als Chef der FPÖ stürzte, ist in Wien ausgezeichnet worden. Mit einem Preis, den der Verband der österreichischen Filmregie und das Magazin "Dossier" neu erfunden haben. Dieser "Ibiza-Preis" soll auch zukünftig Videos würdigen, "die einen Beitrag zum demokratiepolitischen Diskurs leisten, eine positive Debatte zu einem öffentlich relevanten Thema auslösen oder ein gesellschaftspolitisches Tabu brechen". So steht es in der dazugehörigen Presseerklärung.

Prominente Unterstützung für linke Berliner Kulturprojekte

Elfriede Jelinek, Didier Eribon, Thomas Oberender, Nina Hagen, Leander Haußmann, Marc-Uwe Kling und an die 80 weitere Prominente aus der Kulturszene machen sich für Hausbesetzer und alternative Kulturprojekte in der deutschen Hauptstadt stark. Ohne sie wäre Berlin lediglich die Stadt, in der mal die Mauer stand, heißt es in der im Berliner Ensemble am Schiffbauerdamm vorgestellten Kampagne. 140 Projekte und Organisationen stehen nach Angaben der Initiatoren auf der Liste von "Kein Haus weniger", darunter Wohnprojekte, Jugendclubs, Kollektivkneipen, Off-Bühnen und Clubs. Die Geschichte der Hausbesetzungen in Berlin sei immer schon eine Erfolgsgeschichte gewesen, heißt es weiter.

Birgit Jooss verlässt documenta Archiv

Nur dreieinhalb Jahre war sie Direktorin des Documenta Archivs in Kassel: Nächsten Monat verlässt die Kunsthistorikerin Birgit Jooss die Stadt und tritt eine Stelle am Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München an - aus familiären Gründe, wie mitgeteilt wurde. Generaldirektorin Sabine Schormann würdigte die Leistung der Archivarin. Kommissarisch folgt ihr Martin Groh, der Leiter der wissenschaftlichen Abteilung des 1961 gegründeten Archivs mit mehr als 1,4 Millionen Dokumenten.

Lars Eidingers Foto mit Luxustasche polarisiert

In den sozialen Medien reagiert Schauspieler Lars Eidinger nicht auf einen Shitstorm. Viel Kritik im Netz bringt ihm ein, dass er mit einer Ledertasche im Design des Discounters Aldi augenscheinlich vor Obdachlosen posiert, um für die Kooperation mit dem Unternehmen Bree Werbung zu machen. Einer der wenigen, der die Aktion für ein Designerprodukt zum Preis für 550 Euro mit Humor nimmt, ist Eidingers Kollege Marcus Mittermeier, der twittert: "Verstehe den Tütenhype von #Eidinger schon deshalb nicht, weil ich Aldi Süd Kunde bin."

Generaldirektor der BBC geht

Nach sieben Jahren wird Lord Tony Hall im Sommer seinen Platz als oberster Chef der BBC in London räumen. Die Suche nach einem Nachfolger werde in den kommenden Wochen beginnen. Der 68 Jahre alte Hall begründete seinen Rückzug mit den anstehenden Verhandlungen, die der britische Rundfunk mit der Regierung über die finanzielle Zukunft der BBC von 2022 bis 2027 zu führen habe. Dabei unterstrich er, wie wichtig der Sender, der der Unparteilichkeit und Wahrheit verpflichtet sei, in Zeiten von Fake News ist.

Plädoyer im Berliner Goldmünzen-Prozess

Die Staatsanwaltschaft fordert für den Diebstahl einer hundert Kilogramm schweren Goldmünze aus dem Bode-Museum zwischen fünf und sieben Jahre Gefängnis. Das sagte eine Sprecherin des Berliner Landgerichts. Angeklagt sind vier Männer zwischen 21 und 25 Jahren. Sie sollen im März 2017 die bis heute verschwundene "Big Maple Leaf" entwendet haben. Der Materialwert liegt bei 3,75 Millionen Euro. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft sprach demnach von der spektakulärsten Straftat in Berlin seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Plädoyers der Verteidigung werden ab Donnerstag erwartet.

"Rosenheim-Cop" Joseph Hannesschläger ist tot

Der 57 Jahre alte Schauspieler Joseph Hannesschläger hat seinen Kampf gegen den Krebs verloren. Er starb in einem Hospiz in München. Seit 2002 spielte er Kommissar Korbinian Hofer in der ZDF-Serie "Die Rosenheim-Cops". Erst im Herbst hatte er seine unheilbare Krankheit öffentlich gemacht und bekanntgegeben, dass er nicht mehr in der Erfolgsserie mitspielen kann.

Auszeichnung für Lyriker Henning Ziebritzki

Der Peter-Huchel-Preis für deutschsprachige Lyrik geht in diesem Jahr an Henning Ziebritzki. Sein Buch „Vogelwerk“ ist für die Jury die herausragende Neuerscheinung 2019.Der Dichter im Nebenberuf, der zudem Geschäftsführer im Mohr Siebeck Verlag ist, habe mit 52 Gedichten, die jeweils mit einem Vogelnamen überschrieben sind, ein lyrisches Kalendarium sinnlicher Grenzerfahrungen und Überwältigungsmomente geschaffen, heißt es zur Begründung. Der vom Land Baden-Württemberg und dem Südwestrundfunk gestiftete Preis wird seit 1984 vergeben und ist mit 10.000 Euro dotiert.

Jazzlegende Jimmy Heath gestorben

Im Alter von 93 Jahren ist der amerikanische Saxophonist, Komponist und Bandleader Jimmy Heath im Kreis seiner Familie friedlich eingeschlafen. Die Karriere von Heath währte sieben Jahrzehnte, in denen er unter anderem mit Miles Davis, Dizzy Gillespie und John Coltrane zusammenarbeitete. 1926 in einer musikalischen Familie in Philadelphia geboren, gründete Jimmy Heath 1946 seine eigene Band und brachte den bebop auf den Weg. Im "Jimmy Heath Orchestra" spielte damals auch John Coltrane.

"Parasite" rückt näher an einen Oscar

Die amerikanische Schauspielergewerkschaft SAG hat zum erstenmal einen nicht-englischsprachigen Film ausgezeichnet: Der südkoreanische Film "Parasite" von Bong Joon Ho erhielt den Hauptpreis für das beste Ensemble. Die Auszeichnung untermauert jedes Jahr, wer auf einen Oscar hoffen darf. "Parasite" setzte sich unter anderem gegen "Bombshell", "The Irishman" und "Once Upon a Time... in Hollywood" durch. Als beste Hauptdarsteller zeichnete die SAG Joaquin Phoenix für "Joker" und Renée Zellweger als Verkörperung von Judy Garland aus.

Barbara Honigmann ausgezeichnet

Der Bremer Literaturpreis wird seit 1954 vergeben. Heute hat ihn Barbara Honigmann erhalten. Für ihren Roman "Georg", das "in poetischer Prosa gezeichnete Porträt eines Bonvivant, Kommunisten und deutschen Juden", dessen Abgründe die Geschichte des 20. Jahrhunderts vergegenwärtigen. Die 70-Jährige wurde in Ost-Berlin geboren, arbeitete als Dramaturgin und ist seit 1975 freie Schriftstellerin. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert.

Harry ist traurig über Entscheidung der Queen

Prinz Harry bedauert zutiefst, wie seine Großmutter ein eigenständiges Leben interpretiert. "Meghan und ich hatten gehofft, der Queen und dem Commonwealth weiter dienen zu dürfen. Leider ist das nicht mehr möglich", erklärte er in einer Rede bei einer Charity-Veranstaltung. Elizabeth II hatte entschieden, ihrem Enkel und dessen Frau alle royalen Verpflichtungen sowie ein Einkommen als Mitglied der königlichen Familie kompeltt zu entziehen. Was nach der Ankündigung, mit seiner Frau Meghan ein eigenständiges Leben führen zu wollen, passierte, sei nicht das, was er sich gewünscht hätte, so Harry. Es sei sehr traurig. Aber er würde die Konsequenzen tragen, um ein "friedliches Leben" führen zu können. Großbritannien sei seine Heimat, die er liebe. Daran werde sich nie etwas ändern.

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