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Dienstag, 31.03.2020
 
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Kulturnachrichten

Montag, 13. Januar 2020

LKA übernimmt Ermittlungen zu Pöbeleien im Kabarett

Nach ausländerfeindlichen und verachtenden Zwischenrufen bei einer Vorstellung im Dresdner Kabarett "Die Herkuleskeule" hat das Landeskriminalamt Sachsen die Ermittlungen übernommen. Das Polizeiliche Extremismus- und Terrorismus-Abwehrzentrum prüfe eine politische Motivation, wie eine LKA-Sprecherin sagte. Die mutmaßlich rechten Pöbler hatten die Aufführung des Stückes "Betreutes Denken" am Samstagabend massiv gestört, sie war daraufhin unterbrochen worden. Als zwei Darsteller die Gruppe zur Rede stellten, war ein 37 Jahre alter Schauspieler mit einem Bierglas beworfen und am Kopf leicht verletzt worden.

Dirigent von Dohnányi erhält Brahms-Medaille

Der Dirigent Christoph von Dohnányi ist mit der Johannes-Brahms-Medaille der Stadt Hamburg ausgezeichnet worden. Bürgermeister Peter Tschentscher überreichte dem 90-Jährigen die Medaille im Hamburger Rathaus, wie die Senatspressestelle mitteilte. Mit der 1928 gestifteten Medaille ehrt die Stadt in unregelmäßigen Abständen Personen, die hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Musik vollbracht haben. Dohnányi war von 1977 bis 1984 Intendant und Chefdirigent der Hamburgischen Staatsoper und Generalmusikdirektor des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg. Von 2004 bis 2010 war er Chefdirigent des NDR Elbphilharmonie Orchesters, wie der Klangkörper heute heißt.

Oscar-Nominierungen bekannt gegeben

Die Academy of Motion Pictures Arts and Sciences hat die Nominierungen für die Oscars bekannt gegeben. Als großer Favorit gilt der Film "Joker" mit elf Nominierungen, unter anderem als bester Film und für die beste Regie. Hoffnungen auf einen Preis als beste Hauptdarsteller können sich u.a. Renée Zellweger, Joaquin Phoenix, Scarlett Johansson und Leonardo DiCaprio machen. Als beste Nebendarsteller sind z.B Brad Pitt, Laura Dern, Al Pacino und Margot Robbie im Rennen. Die deutsche Ko-Produktion "The Cave" (deutscher Titel "Die Höhle") hat Chancen auf einen Oscar als beste Dokumentation. Verliehen werden die Filmpreise am 9. Februar.

Italienischer Tenor Giorgio Merighi tot

Der italienische Tenor Giorgio Merighi ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Der Sänger war in führenden Häusern Europas aufgetreten, darunter an der Mailänder Scala und der Deutschen Oper Berlin. Zum Repertoire des Sängers gehörten die großen Tenorrollen, unter anderem in den Opern von Verdi und Puccini. Das Theater Pergolesi in der Stadt Jesi, wo Merighi in den 1990-er Jahren künstlerischer Direktor war und zuletzt lebte, würdigte besonders seine ehrliche Zuwendung zum Publikum.

Til Schweiger dreht Schweinsteiger-Doku

Filmemacher Til Schweiger dreht eine Dokumentation über Fußball-Weltmeister Bastian Schweinsteiger. Produziert wird der Film von Amazon Prime Video und soll laut einer Mitteillung des Streamingdienstes Schweinsteigers "Geschichte, von seinen Anfängen bis zu seinem Karriereende" erzählen und "noch nie da gewesene Einblicke in das Leben des Menschen abseits des Grüns" bieten. Förderer wie Uli Hoeneß, Oliver Kahn und Karl-Heinz Rummenigge sollen zu Wort kommen. Gezeigt werden soll die Doku noch in diesem Jahr.

Kermani: "Ganz Iran ist im Protest vereint"

Der deutsch-iranische Publizist und Friedenspreisträger Navid Kermani glaubt, dass der Protest im Iran weite Teile der Gesellschaft erfasst hat. "Das ganze Land, und zwar weit ins Regime hinein, ist im Protest und Unmut vereint", sagte Kermani im Deutschlandfunk Kultur. Allerdings befürchtet Kermani, dass die iranische Regierung gewalttätig reagieren werde: "Das Regime wird jede Art von Protest mit Gewalt niederschlagen und insofern wird es versuchen, diesen Protest im Keim zu ersticken. Und es ist nun einmal auch bereit – das haben wir vor einigen Monaten gesehen – Menschen zu töten", so der 52-Jährige. Im Iran protestieren seit dem Eingeständnis der iranischen Führung, versehentlich eine ukrainische Passagiermaschine abgeschossen zu haben, immer wieder Tausende Menschen.

BPB bekommt Standort in Ostdeutschland

Die Bundeszentrale für politische Bildung unterhält künftig auch einen Standort in Ostdeutschland. "Wir bekommen 58 zusätzliche Stellen, davon entfallen elf Stellen auf einen neuen Fachbereich mit einem Standort in den östlichen Bundesländern", sagte Behördenpräsident Thomas Krüger den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Die neue Abteilung werde entweder in Cottbus oder in Halle beheimatet sein. Die Behörde, die dem Bundesinnenministerium untersteht, hat ihren Hauptsitz in Bonn und unterhält eine Außenstelle in Berlin. Ihre Aufgabe ist es laut Erlass, "Verständnis für politische Sachverhalte zu fördern, das demokratische Bewusstsein zu festigen und die Bereitschaft zur politischen Mitarbeit zu stärken".

Filmpreise des US-Kritikerverbandes vergeben

Das Comedy-Drama "Once Upon a Time in Hollywood" hat bei den US-Kritikerpreisen gleich vier Trophäen erhalten. Das Werk des US-Regisseurs Quentin Tarantino wurde in Los Angeles unter anderem als bester Film geehrt. Als bester Schauspieler wurde Joaquin Phoenix für seine Rolle in dem Thriller "Joker" ausgezeichnet, als beste Schauspielerin Renée Zellweger für ihre Darstellung in dem Drama "Judy". Den Preis für die "bester Regie" teilen sich der Brite Sam Mendes und der Südkoreaner Bong Joon-ho. Mehr als 400 Mitglieder des Kritikerverbandes "Broadcast Film Critics Association" aus den USA und Kanada bestimmten die Sieger.

Früherer Papst Benedikt pocht auf Zölibat

Der frühere Papst Benedikt XVI. hat sich in die kirchenpolitische Debatte um den priesterlichen Zölibat eingeschaltet. In seinem neuen Buch, das er mit dem guineischen Kardinal Robert Sarah verfasst hat, vergleicht er das Amt von Priestern mit einer Ehe. Da der Dienst für Gott vollkommene Hingabe erfordere, scheine es nicht möglich, diese zwei Berufungen gleichzeitig fortzuführen. Der französische "Figaro" hatte Ausschnitte aus dem Buch veröffentlicht. Benedikt bezieht damit Position gegen die Bischofssynode im Amazonasgebiet. Diese hatte sich im Oktober 2019 wegen Nachwuchssorgen mehrheitlich für die Priesterweihe von verheirateten Männern ausgesprochen. Der amtierende Papst Franziskus will sich demnächst zu dieser strittigen Frage äußern.

Grünes Gewölbe: Weiterer Schmuck angeboten

Dem MDR ist ein drittes Schmuckstück aus dem Juwelendiebstahl im Grünen Gewölbe in Dresden zum Kauf angeboten worden. Das Kaufangebot erfolgte im Zuge von Recherchen der MDR-Redaktion "Kripo live", wie der MDR berichtet. Die Anbieter hätten mit der Redaktion über dieselbe verschlüsselte E-Mail-Adresse kommuniziert, über die vor einigen Tagen bereits mit einer israelischen Sicherheitsfirma kommuniziert worden sein soll. Die Redaktion leitete den E-Mail-Wechsel nach eigenen Angaben umgehend an die Sonderkommission "Epaulette" der Dresdner Polizei weiter. "Im Moment können wir noch nicht einschätzen, ob das Trittbrettfahrer sind oder ob da was dran ist", sagte ein Sprecher der Polizei.

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Fazit

Finanzielle Hilfen für KünstlerEin Weg mit Hürden
Mit Hilfe einer Schnur produziert ein Mann hunderte bunter Seifenblasen.  (dpa / picutre alliance / Boris Roessler)

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