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Mittwoch, 16.10.2019
 
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Kulturnachrichten

Freitag, 11. Januar 2019

Opernsänger Theo Adam gestorben

Bassbariton sang vor allem Partien von Wagner und Strauss

Der Opernsänger Theo Adam ist tot. Er starb in einem Dresdner Pflegeheim im Alter von 92 Jahren, wie die Familie bekannt gab. Adam galt als einer der bekanntesten Bassbaritone des 20. Jahrhunderts. Als Jugendlicher erhielt er seine sängerische Grundausbildung im Dresdner Kreuzchor. Nach einem privaten Gesangsstudium führte ihn sein erstes Engagement an die Dresdner Staatsoper. Zwischen 1952 und 1980 sang er alle Wagnerpartien seines Fachs bei den Bayreuther Festspielen. Darüber hinaus hatte er zahlreiche Gastverträge an den renommiertesten Opernhäusern der Welt, darunter die Wiener und Berliner Staatsoper und Covent Garden in London. Kulturstaatsministerin Monika Grütters würdigte Adam als "einen der wenigen deutsch-deutschen Weltstars der Opernbühne".

"Huff Post Deutschland" wird eingestellt

Lizenzvergabe an ein anderes Medienunternehmen ist nicht geplant

Die Online-Zeitung "Huff Post Deutschland" wird zum 31. März eingestellt. Das teilte das Verlagsunternehmen Burda Forward in München mit. Burda hatte die deutsche Ausgabe der US-amerikanischen "Huffington Post" im Oktober 2013 gestartet. Die Zeitung wollte ihren Lesern neben Informationen auch eine Diskussionsplattform bieten. Herausgeber des deutschen Ablegers der "Huff Post" ist Cherno Jobatey, die Chefredaktion ist derzeit unbesetzt. Wie Burda Forward weiter mitteilte, werden für die 13 Mitarbeiter, die von der Schließung betroffen sind, individuell Lösungen zum weiteren Verbleib im Unternehmen gesucht. Eine Lizenzvergabe der "Huff Post" an ein anderes Medienunternehmen in Deutschland sei nicht geplant, hieß es.

Myanmar: Gericht bestätigt Haft von Journalisten

Aufklärung zu Massaker an Rohingya führte zu Verhaftung

In Myanmar hat ein Gericht die Berufung von zwei Reuters-Journalisten gegen ihre jeweils siebenjährige Haftstrafe abgelehnt, wie die Nachrichtenagentur Reuters mitteilte. Das Gericht hätte entschieden, dass das im September gefällte Urteil wegen des Verrats von Staatsgeheimnissen "eine angemessene Strafe" sei. Die Verfahren gegen die Journalisten wurden international scharf kritisiert. Amnesty International forderte ihre sofortige Freilassung. Das Urteil sei ungerecht, sagte Reuters-Chefredakteur, Stephen J. Adler, "die Machthaber wollten die Wahrheit zum Schweigen bringen." Die Journalisten waren bei Recherchen über ein Massaker an Angehörigen der muslimischen Rohingya-Volksgruppe verhaftet worden. Ihnen wurde vorgeworfen u.a. eine Karte des westlichen Rakhine-Staates bei sich gehabt zu haben. Das Gesetz gegen Geheimnisverrat stammt noch aus der britischen Kolonialzeit. Ein Polizist hatte ausgesagt, die Reporter seien in eine Falle gelockt worden. Ein Vorgesetzter habe die Übergabe der Dokumente lanciert, um die Journalisten unter diesem Vorwand festzunehmen.

Bayern erhöht Förderung für Mittelalterforschung

Drei Prozent mehr Geld für Monumenta Germaniae Historica

Bayern erhöht die Förderung für die Mittelalter-Forschung der Monumenta Germaniae Historica (MGH). Die seit 200 Jahren bestehende Einrichtung soll bis 2022 jedes Jahr drei Prozent mehr Geld erhalten. 2018 betrug die Förderung nach Ministeriumsangaben rund 1,65 Millionen Euro. Die MGH wollen im Gegenzug verstärkt auf Öffentlichkeitsarbeit, Nachwuchs- und Frauenförderung setzen sowie in Digitalisierung investieren. Auch eine stärkere Mitarbeit ausländischer Wissenschaftler wird angestrebt. Das Zentrum für mittelalterliche deutsche Geschichtsquellen hat seit 1949 seinen Sitz in München. Mit mehr als 170.000 Bänden verfügt es über die weltweit größte Spezialbibliothek über diese Epoche. Hauptaufgabe ist die kritische Edition von Quellentexten.

Unmut über Verkauf von royalen Kunstwerken

Niederländische Museen fordern Vorkaufsrecht statt Versteigerung

In den Niederlanden sorgt die geplante Versteigerung von Kunstwerken aus der Sammlung der Königsfamilie für Unmut. Museen und Politiker fürchten, dass Kulturschätze nun ins Ausland verkauft würden. Die niederländische Regierung lehnte jedoch bisher ein Eingreifen ab, denn dies sei eine Privatangelegenheit. Bei Sotheby's in London und New York sollen Ende des Monats u.a. Porzellan und mehrere Zeichnungen alter Meister versteigert werden. Besonders wertvoll ist eine Zeichnung von Peter Paul Rubens (1577-1640), die auf rund drei Millionen Euro geschätzt wird. Museen, Stiftungen und auch Politiker hatten die königliche Familie aufgefordert, die Kunstwerke niederländischen Museen zum Kauf anzubieten. Bei Auktionen hätten die Museen keine Chance gegen milliardenschwere private Bieter Kunstwerke zu ersteigern, sagte der Direktor des Rotterdamer Kunstmuseums. Das Museum besitzt die größte Rubens-Sammlung der Niederlande. Das Königshaus äußerte sich bislang nicht.

Neanderthal Museum mit neuer Direktorin

Bärbel Auffermann übernimmt Leitung von Gerd-Christian Weniger

Das Neanderthal Museum in Mettmann hat eine neue Leitung. Die Archäologin Bärbel Auffermann (54) ist seit Jahresanfang Direktorin des Museums über die Entwicklungsgeschichte der Menschheit, wie der Kreis Mettmann mitteilte. Auffermann war bereits seit 1997 stellvertretende Direktorin des Museums und folgt auf Gerd-Christian Weniger. Das 1996 eröffnete Haus liegt etwa 400 Meter entfernt von der historischen Fundstelle des weltberühmten Neandertalers. Die Knochen des Steinzeitmenschen, der vor 42 000 Jahren lebte, waren 1856 gefunden worden. Das Museum hat jährlich bis zu 170 000 Besucher.

Künstler Pawlenski nach Brandstiftung in Paris verurteilt

Kunstprojekt als Protest gegen historisches Bewusstsein

Der russische Aktionskünstler Pjotr Pawlenski ist in Paris zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden, weil er bei einer Kunstaktion an einer Bankfiliale Feuer gelegt hatte. Das berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP. Hinter der Kunst habe in dem Fall eine Geste gestanden, die Menschen in Gefahr gebracht habe, sagte der zuständige Richter dem Bericht zufolge. Pawlenski - bekannt für radikale Protest Aktionen, wie das Zunähen seiner Lippen - hatte im Oktober 2017 Feuer an einer Zweigstelle der französischen Zentralbank gelegt. Während des Gerichtsverfahrens hatte er gesagt, es sei "historisch schändlich", dass die Banque de France eine Zweigstelle auf dem Platz der Bastille, einem zentralen Schauplatz der Französischen Revolution, habe. Pawlenski war Anfang 2017 aus Angst vor Verfolgung durch die Moskauer Behörden aus Russland geflohen und hatte in Frankreich Asyl erhalten.

Neuer Wettbewerb im Geiste des Bauhauses ausgelobt

Entwurf soll zu denkmalgeschütztem Parkhaus in Halle passen

Die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt startet anlässlich des 100. Bauhausjubiläums einen neuen Wettbewerb für Bauschmuck. Bis Anfang Mai könnten Architekten und Künstler aus Sachsen-Anhalt Entwürfe einreichen, in denen sie sich mit Kunst in der Architektur auseinandersetzen, wie die Kunststiftung des Bundeslandes in Halle mitteilte. Ziel sei, eine Idee für ein Kunstwerk zu entwickeln, das im Innenraum eines der ältesten Parkhäuser Deutschlands stehen könnte. Die sogenannte Großgarage Halle-Süd in Halle ist ein Parkhaus nach amerikanischem Vorbild aus den 1920er Jahren. Die fünfgeschossige Garage mit Automobil-Aufzug wurde 1927 bis 1929 errichtet. Entsprechend der Idee des Architekten und Bauhaus-Gründers Walter Gropius soll das schmückende Kunstwerk mit dem Gebäude eine Einheit bilden, hieß es. Das Sieger-Kunstwerk soll am Ende nicht mehr als 15 000 Euro kosten, so die Kunststiftung.

Turmbau der Potsdamer Garnisonkirche verzögert sich

Das 1945 zerstörte Wahrzeichen der Stadt soll bis 2021 fertiggestellt werden

Der Wiederaufbau des Turms der Garnisonkirche in Potsdam verzögert sich voraussichtlich um ein Jahr. "Ich rechne mittlerweile mit der Fertigstellung bis zum Sommer 2021, sagte der Stiftungssprecher der Garnisonkirche, Wieland Eschenburg, der Deutschen Presse-Agentur. Nach der ursprünglichen Baugenehmigung hätte der Bau bis zum Sommer 2020 fertig sein müssen. Hintergrund seien insbesondere die Verzögerungen beim Bohren der Grundpfeiler für den knapp 90 Meter hohen Turm, sagte Eschenburg. Dies habe einen Zeitverzug von rund sechs Monaten gebracht. Nach der Fertigstellung der Grundplatte erlaube nun das Winterwetter derzeit den Start der Mauerarbeiten nicht.

Modell der Elbphilharmonie kommt ins Museum

Konzertsaal gilt als neues Wahrzeichen Hamburgs

Die Hamburger Elbphilharmonie kann auch im Museum bewundert werden, denn eine rund vier Meter hohe Nachbildung des Konzerthauses ist im Museum für Hamburgische Geschichte zu sehen. Das Modell im Maßstab 1:25 wurde schon vor der Eröffnung der Elbphilharmonie Anfang 2017 um die Welt geschickt, um international das Interesse für das neue Wahrzeichen der Hansestadt zu wecken. Erstmals wurde die Nachbildung 2016 auf der Internationalen Tourismus Börse in Berlin gezeigt. Das Modell, das bis Mitte Februar im Museum für Hamburgische Geschichte ausgestellt wird, ist ein interaktives Modul, denn es mache die Elbphilharmonie in Bildern, Musik und Videos erlebbar, teilte das Museum mit.

Regiebesetzung für Aretha-Franklin-Film gefunden

Theatermacherin Liesl Tommy dreht Biographie über die verstorbene Soulsängerin

Für einen lange geplanten Film über die Sängerin Aretha Franklin mit Jennifer Hudson in der Hauptrolle ist eine Regisseurin gefunden worden. Wie das produzierende Studio MGM mitteilte, wird die gebürtige Südafrikanerin Liesl Tommy die Filmbiografie "Respect" inszenieren. Franklin sei ihre "erste musikalische Besessenheit" gewesen, schrieb Tommy auf Twitter. Sie habe ein gutes Team, um der Sängerin gerecht zu werden, erklärte die Theaterregisseurin.Die "Queen of Soul" war im August im Alter von 76 Jahren gestorben. Schon zu Lebzeiten hatte sich Franklin Oscar-Preisträgerin Jennifer Hudson als Darstellerin gewünscht. Das Drehbuch soll Franklins Anfänge als Kind im Kirchenchor bis zum Grammy-gekrönten Superstar verfolgen. Musikproduzent Harvey Mason Jr., der mit Franklin und Hudson zusammenarbeitete, ist als Filmproduzent mit an Bord.

Kay Voges verlässt das Theater Dortmund

Zukunft des Intendanten noch ungewiss

Der Dortmunder Schauspielintendant Kay Voges verlässt das Theater Dortmund im Juni 2020. Wie die Ruhr Nachrichten meldeten, werde er sich aber weiterhin als Gründungsdirektor der Akademie für Theater und Digitalität engagieren, die im Hafen der Stadt geplant ist. Neue konkrete berufliche Pläne gebe es aber noch nicht. "Meine Zukunft liegt im Ungewissen", sagte der 46jährige den Ruhr Nachrichten. Es sei Zeit für neue Impulse in Dortmund, aber auch in seinem eigenen Leben. "Wenn ich noch einmal als Intendant arbeite, dann muss es ein großes Haus sein", betonte er und nannte der Zeitung gegenüber als Beispiele Hamburg, Berlin oder München.

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