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Kulturnachrichten

Mittwoch, 9. Januar 2019

Rijksmuseum zeigt "Alle Rembrandts"

Erstmals komplette Werksammlung in Amsterdam zum 350. Todestag

Zum 350. Todestag des Malers Rembrandt präsentiert das Amsterdamer Rijksmuseum erstmals seine komplette Werksammlung des Ausnahmekünstlers. Die Ausstellung "Alle Rembrandts" stellt anhand von 22 Gemälden, 60 Zeichnungen und 300 Radierungen das Leben und Schaffen des Niederländers vor, wie das Museum ankündigte. Rembrandt van Rijn wurde am 15. Juli 1606 in Leiden geboren und starb am 4. Oktober 1669 in Amsterdam. Das Rijksmuseum verfügt nach eigenen Angaben über die weltgrößte Rembrandt-Sammlung.

Gericht weist Klage gegen Kathedralen-Umbau ab

Es fehle die Klagebefugnis der klagenden Künstler

Das Verwaltungsgericht Berlin hat eine Klage gegen die denkmalschutzrechtliche Genehmigung für den geplanten Umbau der Berliner St. Hedwigs-Kathedrale abgewiesen. Zur Begründung verwies Richter Markus Rau in Berlin nach mehr als einstündiger mündlicher Verhandlung auf die fehlende Klagebefugnis der Kläger. Rau verwies unter anderem auf das Denkmalschutzgesetz, das die Interessen des Staates schütze, aber nicht das individuelle Interesse von Künstlern. Den Klägern stehe aber der Weg über eine Unterlassungsklage bei einem Zivilgericht wegen möglicher Urheberrechtsverletzungen offen. Gegen die Pläne des Erzbistums und die Baugenehmigung durch den Bezirk Mitte hatten ein am Wiederaufbau der Kirche beteiligter Künstler sowie vier Rechtsnachfolger von beteiligten Künstlern geklagt. Die Kritik der Kläger richtet sich vor allem gegen die geplante Schließung der zentralen Bodenöffnung mit breiter Treppe in die Unterkirche. Der 1773 fertiggestellte Kuppelbau war im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört und ab 1952 wieder aufgebaut worden.

Bundesregierung will Medienkompetenz stärken

Das geht aus dem Kommunikationsberichts der Bundesregierung 2018 hervor

Die Bundesregierung setzt beim Vorgehen gegen Hassreden, Cyber-Mobbing oder Desinformation auf eine Stärkung der Medienkompetenz, unabhängigen Journalismus und effektiveres Vorgehen gegen strafbare Inhalte. Das geht aus dem in Berlin vom Kabinett beschlossenen Kommunikationsberichts der Bundesregierung 2018 hervor. "Wir müssen bereits bei jüngeren Menschen das Bewusstsein für eine selbstbestimmte und selbstbewusste Nutzung der vielen Informationsangebote schärfen", sagte Kulturstaatsminister Monika Grütters.
Die CDU-Politikerin betonte, dass die Medienpolitik zunehmend komplexer und in weiten Teilen auch von europäischen Vorgaben geprägt werde. Deshalb müssten Bund und Länder "eng und zügig zusammenarbeiten". Nach den Worten der Staatsministerin kommt dem Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk "neben der inhaltlichen Grundversorgung verstärkt die Aufgabe der Vermittlung und Orientierung zu".

Ältester Holzbau Europas in Tschechien entdeckt

Archäologen wurden auf einer Autobahnbaustelle fündig

Tschechische Archäologen haben in Ostböhmen das älteste bekannte Holzbauwerk in Europa entdeckt. Es handele sich laut Radio Prag um einen Brunnen aus Eichenholz bei Ostrov (Michelsdorf). Der Brunnen sei bei Vorbereitungen zum Bau einer Autobahn entdeckt worden. Den Angaben zufolge wurden die Baumstämme für das Holz in den Jahren 5.255 und 5.256 vor Christus gefällt. Dieses Alter hätten die Forscher anhand der Jahresringe ermittelt.

Kuratorin Alanna Lockward gestorben

Schriftstellerin, Kuratorin, Journalistin und Filmemacherin starb mit 57 Jahren

Die Schriftstellerin, Kuratorin, Journalistin und Filmemacherin Alanna Lockward ist tot. Sie starb bereits am 7. Januar im Alter von 57 Jahren in Santo Domingo, der Hauptstadt der Dominikanischen Republik, wie das Maxim Gorki Theater in einer Pressemitteilung verlauten ließ. Lockwards früher Tod bedeute für die Künste in Berlin einen unermesslichen Verlust, so Shermin Langhoff, Intendantin des Maxim Gorki Theaters. Die Kuratorin habe den postkolonialen Diskurs in den frühen Neunzigern in Berlin etabliert. Alanna Lockward war unter anderem Gründungsdirektorin von Art Labor Archives, einer Plattform, die sich auf Theorie, politischen Aktivismus und Kunst konzentriert. Außerdem hat sie das transdisziplinäre Format BE.BOP. BLACK EUROPE BODY POLITICS konzipiert und kuratiert, das unter anderem am Maxim Gorki Theater und an der Tate Britain in London stattfand.

"Jewrovision" erstmals in Frankfurt

1.500 Teilnehmer beim Jüdischen Song Contest erwartet

Der größte europäische Gesangs- und Tanzwettbewerb für jüdische Jugendliche - die "Jewrovision" - findet in diesem Jahr erstmals in Frankfurt am Main statt. Zu der nach dem Vorbild des Eurovision Song Contest organisierten Show am 2. Februar in der Frankfurter Festhalle werden 1.500 Teilnehmer erwartet, wie der Zentralrat der Juden in Berlin mitteilte. Die Jugendlichen zwischen 10 und 19 Jahren covern bekannte Songs und zeigen vor einer Jury aus Profis der Showbranche eigene Choreographien. Jede Gruppe reicht zudem ein Video ein. In diesem Jahr gelte es, auf der Bühne das Motto "Chai" umzusetzen, das hebräische Wort für "Leben". Der Wettbewerb fand 2002 erstmals statt und wird seit 2013 jährlich vom Zentralrat organisiert. Im vergangenen Jahr fand die Jewrovision in Dresden statt.

In Frankreich eröffnet das erste Museum zum Sufismus

Spirituelle Strömung des Islam soll bekannter werden

In Chatou westlich von Paris eröffnet das erste Museum Frankreichs zum Sufismus. Ziel sei, der Öffentlichkeit mit historischen Präsentationen und Kunstwerken diese spirituelle Strömung des Islam näherzubringen, sagte die Koordinatorin des Projekts, Venus Borojeni, der Zeitung "La Croix. Auch unter den Muslimen gebe es wenig Kenntnisse über den Sufismus. Die Renovierung des Gebäudes dauerte drei Jahre und soll laut Medienberichten fünf Millionen Euro gekostet haben. Im ersten Halbjahr 2019 soll das Museum eröffnen. Finanziert wurde das Projekt von der Schule für islamischen Sufismus MTO Shahmaghsoudi; sie hat auch in Deutschland mehrere Zentren. Der Sufismus ist eine spirituelle Strömung im Islam, die auch als islamische Mystik bezeichnet wird. Der Begriff stammt vermutlich vom arabischen "suf" (Wolle), in Anspielung auf die einfachen Gewänder der Sufis. Oberstes Ziel ihrer Lehre ist das "Einssein mit Gott" (tauhid).

Barbie-Puppe bald als Film

Die australische Schauspielerin Margot Robbie soll Barbie verkörpern

Die australische Schauspielerin Margot Robbie soll die weltberühmte Barbie-Puppe in einem Spielfilm darstellen. Das teilten der Puppenhersteller Mattel und das Filmstudio Warner Bros. mit. Sie fühle sich sehr geehrt, dass ihr diese Rolle anvertraut worden sei: "Das Spielen mit Barbie fördert Selbstvertrauen, Neugierde und Kommunikation während der ganzen Reise eines Kindes zur Selbstfindung", ließ sich die 28-Jährige in einer Pressemitteilung zitieren. Über die Puppe, die 2019 ihren 60. Geburtstag feiert, ist bisher kein Realfilm für die große Leinwand gedreht worden, sie ist bislang ausschließlich in Animationsfilmen vorgekommen.

Deutscher Dirigent Cornelius Meister gibt Met-Debüt

Meister debütiert mit "Don Giovanni" am New Yorker Opernhaus

Der in Hannover geborene Dirigent Cornelius Meister gibt Ende Januar sein Debüt an der renommierten New Yorker Metropolitan Oper. Meister werde das Orchester der Oper bei zwölf Aufführungen von Wolfgang Amadeus Mozarts "Don Giovanni" dirigieren, teilte das Aufführungshaus in New York mit. Die erste sei für den 30. Januar geplant, die letzte für den 18. April. Der 1980 in Hannover geborene Meister ist seit dem vergangenen Jahr Generalmusikdirektor der Staatsoper Stuttgart und des Staatsorchesters Stuttgart.

Vietnam wirft Facebook Rechtsbruch vor

Social-Media Konzern bestreitet Verstoß gegen Cyber-Sicherheitsgesetz

Vietnamesische staatliche Medien werfen Facebook vor, gegen das neue Cyber-Sicherheitsgesetz verstoßen zu haben. "Facebook hat auf die Anfrage, Fanpages zu entfernen, die zu Aktivitäten gegen den Staat auffordern, nicht reagiert", teilte die offizielle vietnamesische Nachrichtenagentur unter Berufung auf das Ministerium für Information und Kommunikation mit. Das Cyber-Sicherheitsgesetz war am 1. Januar in Kraft getreten. Internationale Technologiefirmen müssen seitdem Daten lokal speichern und vietnamesische Vertretungen eröffnen. Außerdem müssen anstößige Inhalte nach 24 Stunden entfernt werden. Die Regierungskritischen Fanpages waren offensichtlich als anstößig eingestuft worden.

US-Philantrop Robert Kraft erhält Genesis-Preis

Kraft will Preisgeld für Kampf gegen Antisemitismus einsetzen

Robert Kraft, US-Philantrop und Besitzer des Football-Teams New England Patriots, erhält den Genesis-Preis 2019. Er werde für sein Engagement für Israel, soziale Gerechtigkeit und Gleichberechtigung ausgezeichnet, teilten die Preisstifter mit, darunter die israelische Regierung. Das Preisgeld von einer Million Dollar (rund 870 000 Euro) will der 77-Jährige demnach für den Kampf gegen Antisemitismus einsetzen sowie gegen Bemühungen, Israel zu delegitimieren. Der Genesis-Preis, der auch als "jüdischer Nobelpreis" bezeichnet wird, ehrt nach Veranstalterangaben Menschen, die durch ihre Leistung inspirieren und sich für jüdische Menschen und Werte engagieren. Kraft soll der Preis im Juni in Jerusalem verliehen werden.

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