Seit 00:05 Uhr Stunde 1 Labor

Sonntag, 15.12.2019
 
Seit 00:05 Uhr Stunde 1 Labor

Kulturnachrichten

Mittwoch, 2. Januar 2019

Tagesschau ist 2018 meistgesehene Nachrichtensendung

Fast 10 Millionen Menschen schauen sie täglich

Die 20-Uhr-Tagesschau ist die beliebteste Nachrichtensendung der Deutschen. Die Sendung sei 2018 täglich von 9,6 Millionen Zuschauern gesehen worden, teilte der NDR in Hamburg mit. Damit habe die Tagesschau den dritthöchsten Wert der vergangenen zehn Jahre erreicht und komme für das Jahr 2018 auf einen Jahres-Marktanteil von 34,5 Prozent. Das Nachrichtenmagazin "heute" ist den Angaben des NDR zufolge 2018 von rund vier Millionen Zuschauern gesehen worden. RTL aktuell habe durchschnittlich drei Millionen Zuschauer verzeichnet.

Rückzug aus Protest gegen italienische Regierung

Forscher verurteilt "wissenschaftsfeindliche" Haltung der Koalition

Aus Protest gegen die italienische Regierung hat der Präsident des nationalen Gesundheitsinstituts ISS sein Amt niedergelegt. "Vertreter der Regierung haben in vielen Fragen unwissenschaftliche oder offen wissenschaftsfeindliche Positionen bezogen", sagte ISS-Chef Walter Ricciardi der Zeitung "Corriere della Sera". Er warf der Koalition aus der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung und der Rechtsaußenpartei Lega vor, wissenschaftliche Erkenntnisse zu ignorieren, was ihn an die die Haltung von US-Präsident Donald Trump erinnere. Ricciardi kritisierte Äußerungen von Innenminister Matteo Salvini, der zugleich stellvertretender Regierungschef ist. Wenn der Vize-Ministerpräsident die Einschätzung äußere, "dass es zu viele verpflichtende, nutzlose und gefährliche Impfungen gibt, dann ist das nicht nur unwissenschaftlich, sondern wissenschaftsfeindlich".

Goethe-Institut: Programm für bedrohte Künstler

Festes Programm für 2019, finanziert vom Auswärtigen Amt

Das Goethe-Institut startet ein internationales Schutzprogramm für bedrohte Kulturschaffende. Betroffene erhalten entweder in Deutschland oder in Nachbarländern des Ursprungslandes für eine mittelfristige Zeit Arbeitsmöglichkeiten, Begleitung und ein Auskommen, wie Präsident Klaus Lehmann ankündigte. Bislang habe man Künstlern in Einzelfällen individuell geholfen, etwa mit Gästezimmern in Goethe-Instituten, so Lehmann. 2019 werde daraus ein festes Programm, finanziert vom Auswärtigen Amt. Es sei eine Möglichkeit für bedrohte Kulturschaffende, schwierige und kritische Situationen zu überbrücken. "So dass sie erstmal aus dieser Gefahrensituation herausgenommen werden und dann, wenn möglicherweise etwas Gras über die Sache gewachsen ist, sie wieder in ihr Land zurückkehren können", erklärte Lehmann.

Proteste weil Frauen Hindu-Tempel betreten

Tempel wurde anschließend "Reinigungsritual" unterzogen

Mit Hilfe der Polizei haben sich zwei Inderinnen Zutritt zu einem heiligen Hindu-Tempel im Süden des Landes verschafft, der bis vor kurzem für Frauen im gebärfähigen Alter verboten war. Nach Behördenangaben betraten sie kurz vor Sonnenaufgang heimlich unter Polizeischutz den Sabarimala-Tempel im Bundesstaat Kerala und verließen später das Heiligtum unentdeckt. Ihre Aktion sorgte für heftige Proteste erzkonservativer Hindus, der Tempel wurde anschließend einem "Reinigungsritual" unterzogen. Das Oberste Gericht des Landes hatte im vergangenen September nach einem jahrelangen Rechtsstreit das Zutrittsverbot für Frauen zwischen zehn und 50 Jahren zu dem Tempel aufgehoben. Frauenaktivistinnen versuchten seither immer wieder vergeblich, zu dem auf einem Berg gelegenen Schrein für den Gott Ayyappa zu gelangen. Sie wurden jedoch stets von Hindu-Traditionalisten abgehalten.

Grütters für offensivere Rückgabe von Kolonialobjekten

"Wir sollten von uns aktiv auf die Nachfahren zugehen"

Die Debatte um geraubte Kulturgüter aus der Kolonialzeit nimmt weiter an Fahrt auf. Kulturstaatsministerin Monika Grütters regte in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur an, offensiver über Rückgaben an die Herkunftsvölker nachzudenken. "Einfach nur passiv abzuwarten, bis jemand etwas zurückhaben möchte, ist nicht der richtige Weg, um unsere koloniale Vergangenheit aufzuarbeiten", sagte CDU-Politikerin Grütters. "Wir sollten von uns aktiv auf die Nachfahren zugehen." Bei menschlichen Gebeinen gilt es schon lange als selbstverständlich, dass die Nachfahren ohne Wenn und Aber Anspruch darauf haben. Das könnte nach Meinung von Grütters künftig auch bei Kunst- und Kultobjekten sein, die für das kulturelle Selbstverständnis afrikanischer Völker wesentlich sind.

Netflix nimmt Salman-Satire aus dem Programm

Streaming-Dienst reagiert auf Beschwerde des saudi-arabischen Königshauses

Der Streamingdienst Netflix hat in Saudi-Arabien die Folge einer Comedy-Show zurückgezogen. Netflix bestätigte am Dienstag, dass die Episode in Saudi-Arabien nicht mehr gezeigt wird. In der Folge der Satire mit dem Titel "Patriot Act with Hasan Minhaj" zog der 33-jährige US-Komiker Minhaj über Kronprinz Mohammed bin Salman wegen der Ermordung des saudiarabischen Journalisten Jamal Khashoggi in Istanbul sowie über Riads Militäreinsatz im Jemen her. "Wir unterstützen mit Nachdruck weltweit die künstlerische Freiheit und haben die Folge nur in Saudi-Arabien zurückgezogen, nachdem wir eine rechtskräftige Aufforderung erhalten haben", erklärte eine Sprecherin des Streamingdienstes. Wie die britische Zeitung "Financial Times" berichtete, reagierte Netflix auf eine Erklärung des Informationsministeriums in Riad, wonach die Satire gegen ein Gesetz zur Cyber-Kriminalität verstoße. Der Regierungskritiker Khashoggi war am 2. Oktober im Konsulat seines Landes in Istanbul von saudiarabischen Agenten getötet worden.

Kongo entzieht Journalistin die Akkreditierung

Versuch der Regierung, Spekulationen über Wahlergebnis zu unterbinden

Die kongolesische Regierung hat einer französischen Journalistin die Akkreditierung entzogen. Seine Mitarbeiterin Florence Morice habe lediglich über die Präsidentenwahl berichtet, erklärte der Sender Radio France Internationale und forderte, die Entscheidung rückgängig zu machen. Seit Dienstag würden auch die Sendungen von RFI im größten Teil Kongos blockiert. Auch das Internet im Kongo ist unterbrochen - offenbar ein Versuch der Regierung, Spekulationen über das Wahlergebnis zu unterbinden.

Größtes Barockschloss im Baltikum mit neuer Leitung

Vorgänger Lancmanis geht nach 43 Jahren in Ruhestand

Nach mehr als 40 Jahren ist das auch als "lettisches Versailles" bezeichnete Schloss Rundale unter neuer Leitung: Laura Luse hat ihr Amt als Direktorin des größten Barockschlosses im Baltikum angetreten. Die promovierte Kunstexpertin ist Nachfolgerin des in Ruhestand gehenden Imants Lancmanis (77), der sich mehr als ein halbes Jahrhundert der Restaurierung des einstigen Sommersitzes des kurländischen Herzogs Ernst Johann von Biron aus dem 18. Jahrhundert widmete. Lancmanis begann 1964 seine Arbeit im Museum, seit 1975 war er Direktor des rund 80 Kilometer südlich von Lettlands Hauptstadt Riga gelegenen zweistöckigen Palastes.

Madonna begeistert mit Überraschungsgig

Popdiva singt "Like a Prayer" und Elvis im Stonewall Inn

Die legendäre New Yorker Schwulenbar Stonewall Inn hat sich bei Madonna für ihren Überraschungsauftritt in der Neujahrsnacht bedankt. "In ihrer ganzen Karriere hat sich Madonna für die Gleichberechtigung aller stark gemacht", schrieben die Betreiber auf Facebook. Die 60-jährige Popsängerin war nach Mitternacht mit ihrem 13-jährigen Adoptivsohn David auf der Bühne erschienen, um ihre Hymne "Like a Prayer" und den Elvis-Klassiker "Can't Help Falling In Love" zu singen. Die Bar in der Christopher Street war im Juni 1969 Ausgangspunkt für den ersten, großen Widerstand gegen die staatliche Diskriminierung von Homosexuellen. In diesem Jahr begeht das Stonewall Inn den fünfzigsten Jahrestag des danach benannten Christopher Street Days.

Kulturnachrichten hören

Januar 2019
MO DI MI DO FR SA SO
31 1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31 1 2 3

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur