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Dienstag, 13.04.2021
 
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Kulturnachrichten

Freitag, 8. Januar 2021

Antrag auf Förderung des Frankfodderischen

Mit einem Antrag auf "Frankfodderisch" fordern CDU, SPD und Grüne in Frankfurt die Stadtregierung zur Förderung der städtischen Mundart auf. "Dialekte gehörn zur Vielfalt Frankfords und müsse gefördert wern", heißt es darin. "Die Stadtverordnetenversammlung möge ma beschließe", dass es mehr entsprechende Bildungsangebote geben solle. Andernorts, heißt es, sei die Verankerung des Dialekts als Kulturgut auch gelungen, etwa in Köln und Mainz, wo mit der Vermarktung sogar Einnahmen erzielt würden.

"Police Academy"-Schauspielerin Marion Ramsey tot

Die US-amerikanische Schauspielerin Marion Ramsey, die vor allem durch die Action-Komödienreihe "Police Academy" bekannt wurde, ist tot. Nach Angaben ihres Sprecherteams starb sie "plötzlich" in ihrem Haus in Los Angeles. Die Schauspielerin und Sängerin wurde 73 Jahre alt. In der Rolle der Polizistin Laverne Hooks, die durch ihre hohe Stimme auffiel, trat Ramsey für alle sechs "Police Academy"-Folgen (1984 bis 1989) vor die Kamera. In den 1970er Jahren trat sie mit Bette Davis in dem Musical "Miss Moffat" auf und war auch in einigen Produktionen am New Yorker Broadway zu sehen.

US-Journalist Neil Sheehan gestorben

Der US-Journalist Neil Sheehan ist im Alter von 84 Jahren gestorben, das meldete sein ehemaliger Arbeitgeber, die New York Times. Dort hatte Sheehan auch 1971 einen Teil der geheimen Pentagon-Papiere veröffentlich, die bewiesen, dass die US-Regierung ihren Eintritt in den Vietnamkrieg schon lange vor dem eigentlichen Eingreifen geplant hatte. Der darauffolgende Skandal erschütterte die Welt. Sheehans Publikation trug dazu bei, dass der Krieg in der Bevölkerung weiter an Rückhalt verlor. 2017 verfilmte Steven Spielberg die Geschichte unter dem Titel "Die Verlegerin". Für sein Sachbuch über den Vietnamkrieg "A bright Shining Lie" wurde Neil Sheehan 1989 mit dem Pulitzerpreis geehrt.

Musikstreaming boomt weiter

Audiostreaming hat seine Bedeutung als umsatzstärkstes Format im deutschen Musikmarkt mit erneut deutlich gewachsenen Nutzungszahlen im Vorjahr untermauert. Laut Sonderauswertung des Marktforschungsinstituts GfK Entertainment und des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI) wurden 2020 mehr als 139 Milliarden Musik-Streams verzeichnet. Das seien fast ein Drittel mehr als 2019 und drei Viertel mehr als 2018. Vor einem Jahr hatte der Verband zu den Jahreszahlen 2019 mitgeteilt, Streaming habe mit 55 Prozent Anteil am Gesamtumsatz der Branche CDs, Downloads und Vinyl weit hinter sich gelassen.

Welterbe-Antrag für weiteren Limes-Abschnitt nach Plan

Der UNESCO-Welterbe-Antrag für einen weiteren Limes-Grenzabschnitt läuft nach Plan. Die Deutsche Presseagentur erfuhr vom Landschaftsverband Rheinland, bis Ende Februar sei das Antragsverfahren abgeschlossen. Der Antrag auf Eintragung ins UNESCO-Register bezieht sich auf den Niedergermanischen Limes auf dem Gebiet der Niederlande und der Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Dieser war wie der bereits als Welterbe anerkannte Obergermanisch-rätische Limes die gut bewachte Außengrenze des römischen Reichs zu Germanien. Die Grenzregion war dadurch auch ein Zentrum antiker Kultur und der Ursprung der Städte im Rheinland.

Andy-Warhol-Ausstellung mit längeren Öffnungszeiten

Eine für den vergangenen Oktober geplante Andy Warhol-Ausstellung im Kölner Museum Ludwig soll nun Anfang Februar eröffnet werden. Museumsdirektor Yilmaz Dziewior sagte der Deutschen Presse-Agentur, damit verkürze sich der Zeitraum der Ausstellung auf zweieinhalb Monate. Mit verlängerten Öffnungszeiten, teilweise bis 22 Uhr, hoffe man, dies ein wenig zu kompensieren. Sollte der Lockdown noch einmal verlängert werden, werde man sich um eine Verlängerung der Ausstellung bemühen. Eine solche sei jedoch eher unwahrscheinlich, weil die mehr als 100 Werke des Pop-Art-Künstlers Warhols anschließend nach Kanada und in die USA weiterzögen. Die Crux seien die Leihgeber, die dadurch länger auf ihre Werke verzichten müssten, sagte Dziewior.

Duden-Chefin zur Kritik an gendersensibler Sprache

Die Leiterin der Duden-Redaktion, Katrin Kunkel-Razum, hat die gendersensible Umstellung des Online-Wörterbuchs verteidigt. Dort soll es, wie gestern der Verlag mitteilte, künftig je einen Artikel für die männliche und einen für die weibliche Form der rund 12-tausend Personen- und Berufsbezeichnungen geben. Sprachwissenschaftler kritisieren allerdings, dass Wörter wie Bäcker oder Arzt sowohl spezifisch männlich als auch geschlechtsneutral verwendbar seien. Daraufhin betonte Kunkel-Razum, es gebe zwar die Redeweise "Ich gehe zum Bäcker oder ich gehe zum Arzt". Hier sei aber eher die Einrichtung als eine Person gemeint. Bei Personen werde das sogenannte generische Maskulinum zunehmend in Zweifel gestellt.

Facebook sperrt Trump bis auf Weiteres

Facebook wird den scheidenden US-Präsidenten Donald Trump bis auf Weiteres sperren. Trumps Konten bei dem Online-Netzwerk und auch bei der Fotoplattform Instagram sollten für mindestens zwei Wochen beziehungsweise bis zur Machtübergabe an Nachfolger Joe Biden blockiert bleiben, wie Facebook-Chef Mark Zuckerberg ankündigte. Zunächst hatte Facebook Trump nur für 24 Stunden gesperrt. Auslöser für die Sperren waren Trumps Beiträge zum Sturm seiner Anhänger auf das Kapitol in Washington am Mittwoch. Dazu gehörte ein Video, in dem der Präsident seine Anhänger zwar zum Rückzug aus dem US-Parlamentsgebäude aufrief - aber zugleich abermals unbelegte Behauptungen über angeblichen Wahlbetrug wiederholte.

Buch über Missbrauch in bekannter Pariser Familie

Die Juristin Camille Kouchner löst mit einem Buch über mutmaßlichen sexuellen Missbrauch in ihrer bekannten Pariser Intellektuellen-Familie erheblichen Wirbel in Frankreich aus. Die Autorin ist Tochter des früheren französischen Außenministers und Mitgründers der Nothilfeorganisation "Ärzte ohne Grenzen", Bernard Kouchner. Die 45jährige schreibt in dem autobiofgrafischen Werk, ihr Stiefvater sei vor über drei Jahrzehnten gegenüber ihrem damals minderjährigen Zwillingsbruder sexuell übergriffig geworden. Der bekannte Politologe und Jurist Olivier Duhamel ging zwar nicht direkt auf die Vorwürfe ein, legte nach deren Bekanntwerden in Medien bereits zu Wochenbeginn seine Funktionen nieder. Die französische Justiz begann vor dem Hintergrund der Veröffentlichungen eine Untersuchung.

Schauspieler Thomas Gumpert mit 68 gestorben

Der aus der Fernsehserie "Verbotene Liebe" bekannte Schauspieler Thomas Gumpert ist tot. Er sei "nach kurzer schwerer Krankheit" gestorben, teilte seine Agentur mit. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung berichtet. Zuschauer kennen Gumpert vor allem in der Rolle des Johannes Graf von Lahnstein, die er von 2003 bis 2008 in der ARD-Vorabendserie "Verbotene Liebe" spielte. Im Anschluss war er in mehr als 120 Folgen der ZDF-Telenovela "Alisa- Folge deinem Herzen" zu sehen. Er hatte auch viele Gastauftritte, etwa bei der RTL-Reihe "Alarm für Cobra 11 - Die Autobahnpolizei" oder beim ARD-"Polizeiruf 110". Zudem stand Gumpert bei renommierten Theatern auf der Bühne, etwa bei der Berliner Schaubühne und beim Ernst Deutsch Theater in Hamburg. Gumpert lebte zuletzt in Berlin.

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