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Mittwoch, 27.01.2021
 
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Kulturnachrichten

Mittwoch, 27. Januar 2021

Nominierungen für die Spirit Awards bekanntgegeben

Schauspieler wie Frances McDormand, Riz Ahmed und posthum der verstorbene Chadwick Boseman haben in diesem April Chancen auf einen Independent Spirit Award. Die Nominierungen für Hollywoods Auszeichnung für Independent-Filme wurden in Los Angeles bekanntgegeben. Favorit ist mit sieben Nominierungen das Abtreibungsdrama "Niemals Selten Manchmal Immer", gefolgt von "Minari" mit sechs Gewinnchancen und je fünf für das Roadmovie "Nomadland" und "Ma Rainey's Black Bottom". Die Spirit Awards werden am 22. April, drei Tage vor der geplanten Oscar-Gala, zum 36. Mal verliehen. Ausgezeichnet werden Filmproduktionen, die nicht mehr als rund 18 Millionen Euro gekostet haben.

Autorin Roffey gewinnt britischen Costa Book Award

Die in Trinidad geborene britische Autorin Monique Roffey hat mit ihrem Roman "The Mermaid Of Black Conch: A Love Story" bei den diesjährigen Costa Book Awards gewonnen. Das gab die Jury des britischen Literaturpreises in einer Online-Zeremonie bekannt. Die Erzählung der 55-Jährigen, die in den 70er Jahren auf einer karibischen Insel spielt, handelt von der Liebesgeschichte zwischen einer Meerjungfrau und einem Fischer. Der Preis wird seit 1971 verliehen und ist mit umgerechnet etwa 34 000 Euro dotiert.

Die Kultur in Europa büßt mehr ein als die Wirtschaft

Die Kultur in Europa leidet unter den Einschränkungen der Pandemie mehr als die Wirtschaft. Das ist die Bilanz einer Studie im Auftrag der französischen Verwertungsgesellschaft für Autoren, Komponisten und Musikverlage (SACEM). Demnach brach der Gewinn im vergangenen Jahr um durchschnittlich rund 31 Prozent ein. Am stärksten seien die Bereiche Bühnenkunst und Musik mit 90 Prozent bzw. 76 Prozent weniger Einnahmen betroffen. Die Gewinne der Tourismus- und der Automobilindustrie gingen 2020 um 27 Prozent bzw. 25 Prozent zurück. 2019 hatte die europäische Kulturindustrie mit 4,4 Prozent noch mehr zum Bruttoinlandsprodukt beigetragen als die Telekommunikation oder die Pharmaindustrie.

Jane Fonda wird bei Golden Globes geehrt

Die US-Schauspielerin Jane Fonda bekommt die höchste Auszeichnung der diesjährigen Golden-Globes-Verleihung. Fonda erhalte bei der Vergabe der Film- und Fernsehpreise am 28. Februar den Cecil B. DeMille Award für ihr Lebenswerk, teilte der Verband der Hollywood-Auslandspresse mit. Verbandspräsident Ali Sar würdigte die Karriere der 83-Jährigen und ihren "unnachgiebigen Aktivismus". Fondas "unbestreitbares Talent hat ihr das höchste Niveau der Anerkennung eingebracht". Die zweifache Oscar-Gewinnerin hat neben ihrer schauspielerischen Tätigkeit unter anderem Organisationen gegründet, um sich für Gleichberechtigung von Frauen und gegen Teenager-Schwangerschaften einzusetzen.

Lars Norén im Alter von 76 Jahren gestorben

Lars Norén ist tot. Der schwedische Dramatiker und Lyriker starb im Alter von 76 Jahren an den Folgen einer Covid19-Erkrankung. Der gebürtige Stockholmer, den die Tageszeitung "Dagens Nyheter" Schwedens größten Dramatiker nach Strindberg nennt, hatte seine ersten Gedichte in den 1960er Jahren veröffentlicht. Als Dramatiker wurde er mit seinen Stücken "Nacht, Mutter des Tages" und "Chaos ist nahe bei Gott" international bekannt. Nach dem Nordischen Preis der Schwedischen Akademie war Norén 2017 mit dem Selma-Lagerlöf-Preis ausgezeichnet worden.

Studie: Zuwanderer sind oft religiöser

Zuwanderer in Deutschland haben oft deutlich engere religiöse Bindungen als Menschen ohne Migrationshintergrund. Das ist ein Ergebnis der repräsentativen Umfrage "Was eint die Einwanderungsgesellschaft?" der Konrad-Adenauer-Stiftung. Demnach ist die Religiosität bei türkischstämmigen Einwanderern am stärksten ausgeprägt. Von ihnen bezeichneten sich 82 Prozent als "eher religiös". Mit einer höheren religiösen Bindung gehe oft eine traditionelle Einstellung einher, wie eine häusliche Betreuung von Kindern unter drei Jahren oder die Ablehnung der Homosexuellen-Ehe, heißt es. Außerdem seien Zuwanderer zwar eher bereit, die freie Religionsausübung anderer Glaubensgruppen anzuerkennen, lehnten aber Menschen anderer Konfession in ihrem familiären Umfeld ab.

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