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Donnerstag, 19.07.2018
 
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Kulturnachrichten

Donnerstag, 19. Juli 2018

Weltraumdrama «First Man» eröffnet Filmfestival Venedig

Filmfestspiele beginnen am 29.August

Das Weltraumdrama «First Man - Aufbruch zum Mond» von Regisseur Damien Chazelle eröffnet die 75.Internationalen Filmfestspiele Venedig. Das berichten das Magazin "Variety" und der "Hollywood Reporter". In dem Biopic über die legendäre Weltraummission spielt Ryan Gosling in der Hauptrolle den Astronauten Neil Armstrong als ersten Menschen auf dem Mond. Der Oscar-prämierte "La La Land"-Regisseur Chazelle drehte nach einem Skript von Josh Singer, der auch die Vorlage für den Film "Spotlight" lieferte. Claire Foy mimt Armstrongs Ehefrau Janet. Das Festival läuft bis zum 8. September. "First Man" soll am 11. Oktober in den deutschen Kinos anlaufen.

"Piano Man" Billy Joel spielt 100. Konzert im Madison Square Garden

Kein anderer Künstler spielte so oft in der berühmten Halle

US-Sänger Billy Joel (69) hat das 100.Konzert seiner Karriere im New Yorker Madison Square Garden gegeben, Stargast des Abends war sein ein Jahr jüngerer Kollege Bruce Springsteen. Während des rund zweieinhalbstündigen Konzerts ließ Joel neben seinen größten Hits wie "Piano Man"", "Uptown Girl" und "We Didn't Start the Fire" dem Publikum auch mehrfach die Wahl zwischen zwei unbekannteren Songs. Springsteen war für drei Lieder mit auf der Bühne und wurde in der wie stets ausverkauften Halle frenetisch gefeiert. Der in der New Yorker Bronx geborene Joel trat 1978 erstmals in der berühmten Arena auf und gibt dort seit Januar 2014 jeden Monat ein Konzert. Für die Shows sind laut Veranstalter mehr als zwei Millionen Tickets verkauft worden.

CSU will Demonstrationsverbot für Theater

130 Institutionen wollen gegen CSU-Flüchtlingspolitik demonstrieren

Die Münchner Stadtrats-CSU will den Kammerspielen und dem Volkstheater verbieten, gegen die Christsozialen zu demonstrieren. Die beiden Theater hätten die Neutralitätspflicht für städtische Einrichtungen verletzt, sagte der zweite Bürgermeister Schmid. In einem Antrag forderte die Fraktion Oberbürgermeister Reiter von der SPD zu "dienstaufsichtsrechtlichen Maßnahmen" gegen die von der Stadt finanzierten Theater auf. Die Kulturszene hat die Verbotsforderung scharf kritisiert. Das staatliche Residenztheater erklärte auf Twitter seine Solidarität mit beiden Häusern. Der Münchner Kulturreferent Küppers sagte, sie würden sich all denen entgegenstellen, die sich mit populistischer Stimmungsmache von demokratischen, kulturellen und moralischen Grundwerten unserer Gesellschaft verabschieden. Die Kammerspiele und das Volkstheater hatten - gemeinsam mit rund 130 anderen Organisationen - für Sonntag zur Demonstration "Ausgehetzt" aufgerufen, die sich auch gegen die Flüchtlingspolitik der CSU richtet.

Aus für Siemens-Hauptstadtrepräsentanz in Magnushaus

Kein Neubau im denkmalgeschützten Haus

Siemens kann seine Hauptstadtrepräsentanz nach langem politischen Streit nun doch nicht in einem denkmalgeschützten Haus an der Museumsinsel bauen. Nach Angaben von Kultursenator Lederer und Bezirksstadtrat Gothe ist die Verlängerung eines positiven Vorbescheids von 2015 versagt worden. Siemens hatte im Garten Magnushauses einen Neubau für seine Berlin-Repräsentanz errichten wollen. Mit Unterstützung des damaligen Regierenden Bürgermeisters Wowereit und des damaligen Stadtentwicklungssenators Müller wurde das Projekt 2015 gegen das Veto der Denkmalschützer genehmigt. Das Haus gilt als einer der letzten barocken Stadtpaläste in Alt-Berlin. Lederer und Gothe erklärten, dass sie höchst erfreut seien, dass das Zuwarten von Siemens jetzt eine Neubeurteilung des Vorhabens ermöglichte. Lederer betonte, Berlin werde Siemens weiter mit Rat und Tat bei der Suche nach einer geeigneten Repräsentanz behilflich sein.

Iris Berben ruft zu Protesten gegen AfD auf

Widerstand sollte nicht nur von Intellektuellen und Künstlern kommen

Die Schauspielerin Iris Berben ruft zu Protesten gegen die AfD auf. Unsere Gesellschaft kippe gerade, sagte die 67-Jährige der "Märkischen Allgemeinen Zeitung". Man müsse etwas dagegensetzen, wenn man sehe, wie fahrlässig die AfD mit unserer Geschichtsschreibung umgehe. Deshalb wünsche sich die Schauspielerin lautere Proteste, nicht nur von Intellektuellen und Künstlern. Berben ist Präsidentin der Deutschen Filmakademie und gehört zu den prominenten Unterstützern der SPD. Die Sozialdemokraten sieht sie mit gemischten Gefühlen. Leider habe es die SPD, wie die anderen Parteien, nicht geschafft, gerade den verunsicherten Leuten das Gefühl von Schutz zu geben. Sie sei von der Partei enttäuscht. Langsam fingen die Leute sogar an, an der Demokratie zu zweifeln, so Berben weiter.

Russischer Starregisseur bleibt weiter im Hausarrest

Arrest für Kirill Serebrennikow verlängert

Der russische Starregisseur Kirill Serebrennikow bleibt für mindestens einen weiteren Monat im Hausarrest. Der Arrest werde bis 22. August verlängert, urteilte ein Moskauer Gericht der Agentur Tass zufolge. Der auch in Deutschland bekannte Künstler ist dann bereits genau ein Jahr beinahe vollständig von der Außenwelt abgeschnitten. Der Leiter des renommierten Moskauer Gogol-Theaters war bei Dreharbeiten im vergangenen Sommer festgenommen worden. Ihm werden Unterschlagung von Fördergeldern in der Höhe von 133 Millionen Rubel (rund 2 Millionen Euro) vorgeworfen. Der 48-Jährige bestreitet dies. Unterstützer sprechen vom Versuch, die russische Kunstszene durch den Prozess einschüchtern zu wollen.

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