Seit 15:00 Uhr Nachrichten

Donnerstag, 17.10.2019
 
Seit 15:00 Uhr Nachrichten

Kulturnachrichten

Donnerstag, 11. Januar 2018

Türkisches Verfassungsgericht ordnet Freilassung von Journalisten an

Istanbuler Gericht lehnt Freilassung trotzdem ab

Das türkische Verfassungsgericht hat die Freilassung von zwei prominenten Journalisten angeordnet, weil ihr anhaltender Verbleib in Untersuchungshaft ihre Rechte verletze. Beobachter äußerten die Hoffnung, dass das Urteil einen Präzedenzfall schaffen und auch für den inhaftierten Korrespondenten Deniz Yücel von Bedeutung sein könnte. Das zuständige Gericht in Istanbul widersetzte sich jedoch dem Urteil und entschied, die beiden Journalisten nicht aus der Haft zu entlassen. Eine Begründung gab es zunächst nicht.

Minnie Mouse wird mit einem Hollywood-Stern geehrt

Mickey Mouse war der erste Zeichentrickfigur, die einen Stern bekam

Die weltberühmte Disney-Cartoon-Mäusedame soll auf dem berühmten "Walk of Fame" im Herzen von Hollywood mit einer Sternen-Plakette verewigt werden. Nach Mitteilung der Veranstalter sollen Pop-Star Katy Perry und Disney-Chef Robert Iger bei der Zeremonie am 22. Januar mithelfen, den 2627. Stern auf dem Hollywood Boulevard zu enthüllen. Minnie Mouse feiert in diesem Jahr ihren 90. Geburtstag. In Walt Disneys Schwarz-Weiß-Film "Steamboat Willie" hatte die Mäusedame mit dem rot-weißen Tupfenkleid 1928 ihren ersten Auftritt. Seitdem spielte sie in mehr als 70 Filmen mit.

Kölner Stadtarchiv: Restaurierung dauert noch 30 Jahre

2020 soll das neue Stadtarchiv in Betrieb genommen werden

Nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs vor knapp neun Jahren wird die Restaurierung der historischen Dokumente noch mindestens 30 Jahre in Anspruch nehmen. 95 Prozent des Archivguts seien geborgen, sagte die Leiterin des Archivs, Bettina Schmidt-Czaia. Die letzten fünf Prozent gelten als verloren. Von dem geretteten Material konnten bisher 13 Prozent gereinigt werden. Von diesen 13 Prozent ist jetzt fast alles (97 Prozent) wieder nutzbar, entweder digital oder im Original. "Wir kriegen ganz viel wieder hin, aber Spuren wird es geben", sagte Schmidt-Czaia. "Es wird Knicke, es wird Risse geben. Das sind aber auch Spuren, die wir nicht verwischen wollen. Das ist Teil der Geschichte." Am kommenden Mittwoch beginnt vor dem Landgericht Köln der Strafprozess gegen fünf Angeklagte, die für den Einsturz mitverantwortlich sein sollen. Bei dem Einsturz waren am 3. März 2009 zwei Menschen ums Leben gekommen. Der Schaden belief sich nach Angaben der Stadt auf 1,2 Milliarden Euro.

YouTube feuert Logan Paul

In einem Video hatte er sich über ein Suizidopfers lustig gemacht

YouTube hat den 22-Jährigen von zwei Filmprojekten ausgeschlossen und sein Werbeprofil reduziert, sagte ein Unternehmenssprecher. Das inzwischen gelöschte Video zeigte einen Mann, der sich im Wald von Aokigahara am Fuß des Bergs Fuji in Japan erhängt hatte. Paul soll Medienberichten zufolge darauf zu sehen sein, wie er lacht und Witze darüber macht. YouTube kündigte an, zwei gemeinsame Projekte mit Paul zu stoppen. So werde Pauls Film "The Thinning" nicht fortgesetzt, außerdem werde Paul in der vierten Staffel der YouTube-Serie "Foursome" nicht mehr die Hauptrolle spielen. Zudem sei Paul aus dem Google-Preffered-Portfolio ausgeschlossen worden. In diesem Paket stellt YouTube-Eigentümer Google die fünf Prozent der meistgesehenen Videos zusammen und bietet sie Werbekunden an.

Kritische Ausgabe antisemitischer Pamphlete abgesagt

Der Verlag Gallimard verzichtet auf Neuauflage von Louis-Ferdinand Céline

Nach großer Empörung verzichtet der französische Verlag auf die Neuauflage der antisemitischen Schriften. Im Namen seiner Verlegerfreiheit und "meiner Sensibilität für meine Epoche" setze er dieses Projekt aus, teilte Antoine Gallimard mit. Bislang sei noch kein Erscheinungstermin festgesetzt gewesen. Gallimard verteidigte erneut seine Überlegungen, drei judenfeindliche Schriften aus den Jahren 1937 bis 1941 in einer historisch kommentierten Ausgabe neu herauszubringen. "Die Pamphlete von Céline gehören zur Geschichte des infamsten französischen Antisemitismus", so Gallimard. Die Ende vergangenen Jahres bekanntgewordenen Pläne des renommierten Verlagshauses hatten in Frankreich eine heftige Debatte ausgelöst. Serge Klarsfeld, bekannt für sein Engagement für die Erinnerung an den Holocaust, hatte die drei Texte als "gefährlich" bezeichnet. Frankreich sei nicht immun gegen den Antisemitismus, sagte er.

Eva Sangiorgi neue Direktorin von Filmfestival Viennale

Neue künstlerische Leiterin kündigt Veränderungen der Programmstruktur an

Das größte österreichische Filmfestival hat eine neue Direktorin. Die 39-jährige Italiernerin Eva Sangiorgi wird den Posten vom interimistischen künstlerischern Direktor Franz Schwartz übernehmen. Sangiorgi gründete in Mexico das internationale Filmfestival Ficunam, das sie sieben Jahre lang leitete. Erste Änderungen für die Viennale kündigte die 39-jährige Kuratorin bereits an. So soll etwa die derzeitige Programmstruktur modifiziert und die Trennung von Spiel- und Dokumentarfilmen als "nicht mehr zeitgemäß" aufgehoben werden. Allabendliche Gespräche sollen verstärkt eine Vermittlerfunktion zwischen Filmemachern und Publikum erfüllen. Bleiben soll die Viennale wie bisher ein mittelgroßes Festival ohne Wettbewerb. Die Viennale wurde mehrere Jahrzehnte von Kulturmanager Hans Hurch geleitet, der vergangenen Sommer überraschend gestorben war. Die Viennale findet Ende Oktober in Wien statt.

Motörhead-Gitarrist "Fast" Eddie Clarke gestorben

Gitarrist war das letzte noch lebende Mitglied der alten Bandbesetzung

Der britische Musiker starb im Alter von 67 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung. "Fast" Eddie, der eigentlich Edward Allan Clarke hieß, war das letzte noch lebende Mitglied der als klassisch geltenden Besetzung, die auf allen Motörhead-Alben von 1975 bis 1982 zusammenspielte. Nach seinem Ausstieg gründete Clarke die Rockgruppe Fastway, mit der er bis zuletzt aktiv war. Als Gastmusiker trat er auch nach seinem Motörhead-Ausstieg noch vereinzelt mit der Band auf. Der ehemalige Motörhead-Schlagzeuger Phil "Philthy Animal" Taylor war im November 2015 gestorben. Nur einen Monat später starb Frontmann und Bassist Lemmy Kilmister an einem Krebsleiden. Kilmister war bis kurz vor seinem Tod noch mit Motörhead aufgetreten. Das letzte Konzert hatte er am 11. Dezember 2015 in Berlin gegeben.

Einsteins Relativitätstheorie auf Reisen

Original-Manuskript unter hohen Sicherheitsvorkehrungen nach Taiwan gebracht

Für eine Ausstellung in Taiwan wurden zahlreiche Objekte aus Albert Einsteins Nachlass unter hohen Sicherheitsvorkehrungen nach Taipeh gebracht. Den Angaben zufolge traf ein gepanzerter Lastwagen mit der wertvollen Ladung am Ausstellungsort ein. Begleitet wurde der Lkw von einer Polizeieskorte sowie einem Täuschungs-Fahrzeug, das mögliche Diebe ablenken sollte. Zu den Ausstellungsstücken gehören das Original-Manuskript von Einsteins Relativitätstheorie, Einsteins Medaille des Physik-Nobelpreises von 1921, seine Schallplattensammlung, Briefe an den Psychoanalytiker Sigmund Freud sowie an Freunde und Liebhaberinnen. Den Angaben zufolge handelt es sich bei den Ausstellungsstücken um Originale - mit Ausnahme von Einsteins Pfeife, die für eine Reise zu empfindlich sei. Nach der bis zum 8. April dauernden Ausstellung in Taiwan wandert die Ausstellung weiter nach China und Japan.

Verbraucherschützer forden Museumseintritt zurück

Ausstellung in Genua zeigte mutmaßlich gefälschte Bilder von Modigliani

Verbraucheranwälte in Italien fordern eine Rückerstattung von Eintrittspreisen für eine Ausstellung, in der gefälschte Bilder von Amedeo Modigliani gezeigt wurden. Besucher der Schau im Palazzo Ducale in Genua sollten ihr Geld wegen Betrugs zurückverlangen, sagte ein Anwalt. Zuvor hatte ein Kunstexperte festgestellt, dass der Großteil der Gemälde gefälscht war. Mindestens 20 der 21 ausgestellten Bilder seien nicht von Modigliani, urteilte der Kunstexperte, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa meldete. Der Palazzo Ducale zeigte die vermeintlichen Modigliani-Bilder im vergangenen Jahr. Die Ausstellung wurde drei Tage vor dem geplanten Ende geschlossen, da Kunstexperten Zweifel an der Echtheit der Gemälde geäußert hatten. Modigliani starb 1920 in Armut. Die langgestreckten Hälse und Gesichter seiner Porträts machten in nach seinem Tod zu einem der anerkanntesten Künstler des frühen 20. Jahrhunderts.

Karin von Aroldingen gestorben

Ex-Primaballerina wurde 76 Jahre alt

Die frühere Primaballerina Karin von Aroldingen ist tot. Sie sei bereits am Freitag im Alter von 76 Jahren in Manhattan gestorben, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf ihre Tochter. Die Todesursache war zunächst nicht bekannt. Von Aroldingen wurde 1941 im thüringischen Greiz geboren und war Teil des Ballett-Ensembles in Frankfurt, bevor sie Anfang der 60er Jahre zu George Balanchine nach New York wechselte. Balanchine schrieb zahlreiche Rollen für sie, auch privat waren die beiden eng befreundet. Von Aroldingen war mit dem 2011 gestorbenen Immobilienmakler Morton Gewirtz verheiratet, das Paar hatte eine Tochter.

Archiv von Arthur Miller geht endgültig nach Texas

Ransom-Center zahlt 2,7 Millionan Dollar für Nachlass

Das Archiv des US-Schriftstellers Arthur Miller kommt endgültig nach Texas. Nach jahrelangem Streit mit der Nachlassverwaltung habe das Ransom-Center den Zuschlag bekommen, teilte das an der University of Texas in Austin angesiedelte Forschungszentrum mit. Für die mehr als 100 Kisten voller Manuskripte, Aufzeichnungen, Fotos und Tagebücher zahlte das Ransom-Center rund 2,7 Millionen Dollar, umgerechnet etwa 2,3 Millionen Euro. Der 1915 in New York geborene Pulitzer-Preisträger Miller ist vor allem für seine Theaterstücke wie "Tod eines Handlungsreisenden" bekannt. Er starb 2005. Miller hatte dem Ransom-Center schon zu Lebzeiten zahlreiche Kisten seines Archivs übergeben. Seine Nachlassverwaltung hatte aber zeitweise versucht, das Archiv an der Yale Universität unterzubringen.

Wacker wird neuer Direktor des Karl-May-Museums

Der Archäologe übernimmt auch die Leitung der Karl-May-Stiftung

Vier Jahre war das Amt vakant gewesen, nun wird der Archäologe und Museologe Christian Wacker neuer Direktor des Karl-May-Museums im sächsischen Radebeul. Zugleich wird er Geschäftsführer der Karl-May-Stiftung, teilte das Museum mit. Wacker wird beide Aufgaben ab April übernehmen. Der 51-Jährige kommt gebürtig aus München und lehrte bereits an verschiedenen Universitäten in Deutschland, Griechenland und Brasilien. Auch leitete er in der Vergangenheit das Deutsche Sport und Olympia Museum in Köln sowie das Olympische Sportmuseum von Katar in Doha. Das Karl-May-Museum in Radebeul befindet sich an dem letzten Wohnsitz von May, der "Villa Shatterhand".

Schöpfer der Grafik "Schwerter zu Pflugscharen" ist tot

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke würdigt Herbert Sander

Der Brandenburger Künstler Herbert Sander ist im Alter von 79 Jahren gestorben. Wie erst jetzt bekannt wurde, starb er bereits am 4. Januar. Bekanntheit erlangte Sander zu DDR-Zeiten als Schöpfer der Grafik "Schwerter zu Pflugscharen". Damals habe er den Nerv der Zeit getroffen und als Künstler Position bezogen, würdigte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sein Werk. Er habe der Friedenssehnsucht Hunderttausender eine Plattform gegeben, die der Militarisierung der DDR skeptisch gegenüber standen, sagte Woidke. Der Künstler hatte die Grafik im Auftrag der Kirche nach der weltberühmten Plastik geschaffen, die die Sowjetunion 1959 den Vereinten Nationen geschenkt hatte. Als Aufnäher wurde sie in den 1980er Jahren Symbol der DDR-Friedensbewegung.

Charles Dutoit verlässt überraschend britische Philharmonie

Dirigent mit Vorwürfen sexueller Übergriffe konfrontiert

Der weltbekannte Dirigent Charles Dutoit ist nach Vorwürfen des sexuellen Fehlverhaltens vorzeitig von seiner Funktion als künstlerischer Direktor und Hauptdirigent des Royal Philharmonic Orchestra in London zurückgetreten. Die britische Philharmonie teilte am Mittwoch mit, sein Ausscheiden sei ab sofort wirksam. Zuvor hatten ihm vier Künstlerinnen unerwünschte sexuelle Handlungen vorgeworfen, die sich zwischen 1985 und 2010 ereignet haben sollen. Ursprünglich war sein Weggang für Oktober 2019 geplant.

Kulturnachrichten hören

Januar 2018
MO DI MI DO FR SA SO
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30 31 1 2 3 4

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur