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Kulturnachrichten

Dienstag, 31. Januar 2017

Gerichtsurteil deeskaliert Streit um Danziger Museum

Zusammenlegung mit Westerplatte-Museum vorerst gestoppt

Die umstrittene Übernahme des neuen Danziger Museums des Zweiten Weltkriegs durch Polens nationalkonservative Regierung liegt auf Eis. Ein polnisches Bezirksgericht hat die Anweisung des Kulturministeriums zurückgewiesen, das Haus vor dem Ende der gerichtlichen Prüfung der Klage mit dem Westerplatte-Museum zusammenzulegen. Das teilte der Kläger, das Danziger Museum mit. Nach Ansicht der Museumsmacher würde eine Zusammenlegung der Regierung ermöglichen, Änderungen an der Ausstellungskonzeption vorzunehmen. Die seit 2015 regierenden Nationalkonservativen kritisieren, dass die Ausstellung zu wenig die polnische Perspektive auf den Zweiten Weltkrieg zeige. In dem seit 2016 dauernden Gerichtsstreit war die Zusammenlegung bereits einmal gestoppt und nach Einspruch des Ministeriums wieder aufgehoben worden. Auch das jetzige Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Heidelberger Operndirektor geht nach Dortmund

Heribert Germeshausen folgt auf Jens-Daniel Herzog

Die Dortmunder Oper ist auf der Suche nach einen Nachfolger für den scheidenden Intendanten Jens-Daniel Herzog fündig geworden. Im kommenden Jahr soll ihn der Heidelberger Operndirektor Heribert Germeshausen ersetzen. Herzog wiederum wird neuer Chef des Staatstheaters Nürnberg. Dem Wechsel Germeshausens muss der Stadtrat am 6. April noch zustimmen, wie die Stadt Dortmund mitteilte. Germeshausen war 2011 nach Heidelberg gekommen. Zuvor hatte er am Theater in Koblenz, bei den Salzburger Festspielen, an der Oper in Bonn und am Theater Dessau gearbeitet. In Heidelberg ist Germeshausen auch künstlerischer Leiter des Barockfestivals "Winter in Schwetzingen".

Verlag "Friedenauer Presse" schließt im März

Verlegerin Katharina Wagenbach-Wolff hört aus Altergründen auf

Den Berliner Verlag "Friedenauer Presse" wird es künftig nicht mehr geben. Medienberichten zufolge hört die Verlegerin Katharina Wagenbach-Wolff Ende März aus Altergründen auf. Sie leitete den renommierten Verlag für russische Literatur seit 1983. Gegründet wurde er 1963 in Berlin-Friedenau von Andreas Wolff, dem Enkel des Sankt Petersburger Buchhändlers und Verlegers Moritz Wolff. Erschienen sind dort unter anderen Werke von Alexander Puschkin, Daniil Charms, Gertrude Stein, Anton Tschwechow und Hans Magnus Enzensberger. Katharina Wagenbach-Wolff wurde für ihre verlegerische Tätigkeit mit dem Antiquaria Presis für Buchkultur, dem Zillmer-Preis der Hamburgischen Kulturstiftung udn dem Kurz-Wolff-Preis ausgezeichnet.

Rainhard Fendrich bekommt eigenes Musical

"I am from Austria" spielt in einem Luxushotel und hat im September Premiere

Rainhard Fendrich hat 700 Songs komponiert, mehr als 20 davon sind der Dreh- und Angelpunkt des Musicals "I am from Austria». Das Stück hat am 16. September im Wiener Raimund Theater Weltpremiere. Er sei selber überrascht, wie musicalfähig seine Lieder auch dank der Texte seien, sagte Fendrich bei einer ersten Präsentation. "Der wunderbare Wiener jüdische Humor hat mich in meinen Texten immer sehr geprägt", sagte der 61-Jährige. Im Musical, das von Titus Hoffmann geschrieben wurde, sind unter anderem der Anti-Voyeurismus-Song "Es lebe der Sport", der für seinen Erfolg in Deutschland wichtige Ohrwurm "Strada del Sole" und "Macho Macho" zu hören. Schauplatz des Geschehens: Ein Luxushotel in Wien, das eine illustre Gästeschar beherbergt.

Kunstmuseum Centre Pompidou feiert 40. Geburtstag

Gefeiert wird mit freiem Eintritt in das Museum und Konzerten, Workshops und einer Parade

Das Pariser Centre Pompidou, mit 59.000 Werken größtes Kunstmuseum Europas, feiert seinen 40. Geburtstag. Frankreichs früherer Staatspräsident Valery Giscard d'Estaing hatte das staatliche Kunst- und Kulturzentrum in Paris am 31. Januar 1977 eröffnet. In dem postmodernen Gebäude befindet sich nicht nur ein Museum für moderne Kunst, sondern auch eine Bibliothek, ein Musikforschungszentrum für Elektroakustik, eine Kinderwerkstatt sowie Kino-, Theater- und Vortragssäle. Entworfen wurde das Centre Pompidou von den italienischen Architekten Renzo Piano und Richard Rogers. Zum Geburtstag haben Besucher am kommenden Wochenende freien Eintritt in das Museum. Zudem finden Konzerte, Workshops und eine Parade statt.

Julia Jentsch und Olafur Eliasson in Berlinale-Jury

Juryvorsitzender ist Paul Verhoeven

Die deutsche Schauspielerin Julia Jentsch ("24 Wochen", "Sophie Scholl - Die letzten Tage") ist in der internationalen Jury der 67. Berlinale. Gemeinsam mit sechs weiteren Jurymitgliedern wird die 38-Jährige über die Gewinner des Goldenen und der Silbernen Bären entscheiden. Das teilten die Berliner Filmfestspiele mit. Juryvorsitzender ist, wie von der Berlinale bereits angekündigt, der 78-jährige niederländische Regisseur Paul Verhoeven ("Elle", "Robocop, «Basic Instict"). In der Berlinale-Jury sitzen auch der isländische Künstler Olafur Eliasson, US-Schauspielerin Maggie Gyllenhaal ("White House Down") und der mexikanische Schauspieler und Regisseur Diego Luna ("Frida"). Ebenfalls in dem siebenköpfigen Gremium: Die tunesische Filmproduzentin Dora Bouchoucha Fourati ("Hedis Hochzeit") und der chinesische Regisseur und Drehbuchautor Wang Quan'an, der 2007 mit "Tuyas Ehe" den Goldenen Bären gewann.

Pedro Almodóvar wird Jury-Präsident in Cannes

Erstmals Spanier an der Spitze des Filmfestivals in Südfrankreich

Der spanische Regisseur Pedro Almodóvar wird die Jury beim diesjährigen Filmfestival von Cannes leiten. Das gaben die Organisatoren des am 17. Mai beginnenden Festivals bekannt. Der 67-Jährige, der mit Filmen wie "Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs", "Alles über meine Mutter" und "Sprich mit ihr" bekannt wurde, ist der erste Spanier, der die Jury der renommierten Filmfestspiele im südfranzösischen Cannes leitet. Almodóvar erklärte, er fühle sich "dankbar, geehrt und ein bisschen überwältigt". Als Jury-Präsident folgt Almodóvar auf den australischen "Mad Max"-Regisseur George Miller, der die Cannes-Jury im vergangenen Jahr leitete. In den Jahren zuvor hatten unter anderem die Brüder Joel und Ethan Coen, Steven Spielberg, Robert de Niro, Tim Burton, Isabelle Huppert und Sean Penn die Jury geleitet.

Ben Affleck wird doch nicht "Batman"-Regisseur

Hauptrolle und Regie seien zu viel

US-Filmemacher Ben Affleck wird nun doch nicht bei einem weiteren "Batman"-Film Regie führen. Regisseur zu sein und die Hauptrolle zu übernehmen - das sei zu viel, gab Affleck in einem gemeinsamen Statement mit der Produktionsfirma Warner Bros. bekannt, aus dem mehrere US-Medien zitieren. Das Filmstudio betonte, es wolle weiterhin mit Affleck zusammenarbeiten und suche jetzt nach einem Regisseur für das Projekt. Im vergangenen Jahr war der 44-jährige Oscar-Preisträger zum ersten Mal als Batman in dem Comicabenteuer "Batman v Superman: Dawn of Justice" zu sehen. Auch in "Justice League" spielt er an der Seite von Superman und Wonder Woman erneut den Helden im Fledermauskostüm - dieser Film soll im November in die Kinos kommen.

"Fake News" ist Anglizismus des Jahres

Auch "Darknet" und "Hate Speech" wurden ausgezeichnet

Der Begriff "Fake News" ist zum Anglizismus des Jahres 2016 gekürt worden. Die weiteren Plätze belegten "Darknet" und "Hate Speech", wie die Jury um den Berliner Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch am mitteilte. Zwar seien bewusste Falschmeldungen in Zeitungen im Englischen bereits Ende des 19. Jahrhunderts gelegentlich als "Fake News" bezeichnet worden. Allgemein durchgesetzt habe sich die Wendung aber erst seit November 2016 und dem Erfolg Donald Trumps bei den US-Präsidentschaftswahlen. Die Initiative kürt seit 2010 den "Anglizismus des Jahres" für den positiven Beitrag des Englischen zum deutschen Wortschatz.

Dieter Kosslick stellt "Berlinale"-Programm vor

Wie immer viel Prominenz bei der 67. Auflage des Berliner Filmfestivals

Neun Tage vor dem Beginn der Berliner Filmfestspiele stellt Festivalleiter Dieter Kosslick heute das diesjährige Programm vor. Mit Spannung wird die Liste prominenter Gäste erwartet, die Kosslick gegenüber dem Berlinale-Palast am Potsdamer Platz bekanntgegen wird. Aller Voraussicht nach dürfen sich die Filmfans auf Stars wie Robert Pattinson, Hugh Jackman, Richard Gere, Catherine Deneuve, Sienna Miller und Geoffrey Rush freuen. Die 67. Ausgabe des Festivals findet vom 9. bis zum 19. Februar statt - dabei werden rund 400 Filme aus aller Welt zu sehen sein. Im Wettbewerb konkurrieren diesmal 18 Filme um den Goldenen und den Silbernen Bären, darunter auch die neuen Werke von Volker Schlöndorff, Andres Veiel und Thomas Arslan. Jurypräsident ist in diesem Jahr der niederländische Regisseur Paul Verhoeven ("Elle", "Baic Instinct"). Eröffnet wird die Berlinale mit "Django", einem Film über den von den Nazis verfolgten Gitarristen Django Reinhardt.

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