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Samstag, 20.07.2019
 
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Kulturnachrichten

Freitag, 27. Januar 2017

Hosenfeld-Szpilman-Preis vergeben

Auszeichnung für Orchester und Sprachwissenschaftlerin

Die Neue Jüdische Kammerphilharmonie Dresden und die Jiddistik-Doktorandin Miriam Schulz bekommen den diesjährigen Hosenfeld-Szpilman-Gedenkpreis. Erstmals wird die Auszeichnung für ethisches Handeln im Widerstand damit an zwei Preisträger vergeben, wie die Leuphana Universität in Lüneburg mitteilte. Der Preis ist diesmal mit 10 000 Euro dotiert. Das 2007 gegründete Ensemble in Dresden hat es sich zur Aufgabe gemacht, Werke von zwischen 1933 und 1945 verfolgten Komponisten jüdischer Herkunft vor dem Vergessen zu bewahren. Die Doktorandin Miriam Schulz setzte sich an der Columbia-Universität in New York mit der Zerstörung der jüdischen Gemeinden in Polen auseinander. Die Universität Lüneburg erinnert mit der Auszeichnung an die Rettung des jüdischen Komponisten Wladyslaw Szpilman durch den Wehrmachtsoffizier Wilm Hosenfeld 1944. Der Film "Der Pianist" (2002) von Roman Polanski machte die Geschichte weltberühmt.

Carsten Brosda wird neuer Kultursenator in Hamburg

Der SPD-Politiker wird Nachfolger von Barbara Kisseler

Carsten Brosda (SPD) soll neuer Kultursenator in Hamburg werden. Das teilte die Senatskanzlei in der Hansestadt mit. Brosda ist Nachfolger von Barbara Kisseler (parteilos), die im vergangenen Oktober gestorben war. Brosda war bislang Staatsrat und hatte die Kulturbehörde bereits in den vergangenen Monaten gemeinsam mit Finanzsenator Peter Tschentscher (SPD) geführt. Neue Staatsrätin in der Kulturbehörde wird die frühere Justizsenatorin Jana Schiedek (SPD). Der neue Kultursenator (Jahrgang 1974) ist gelernter Journalist und promovierter Kulturwissenschaftler. Er verfügt über langjährige Erfahrung in Verwaltung und Politik. So war er unter anderem stellvertretender Leiter des Planungsstabes im Bundesarbeitsministerium und Abteilungsleiter Kommunikation in der SPD-Parteizentrale. Seit Juni 2011 ist Brosda in Hamburg und übernahm zunächst die Leitung des Amtes Medien in der Senatskanzlei. Seit März 2016 ist Brosda Staatsrat in der Kulturbehörde. Seine Vorgängerin Barbara Kisseler war Anfang Oktober nach langer Krankheit gestorben.

Mauer in Pompeji eingestürzt

Die Ausgrabungsstätte ist als labil bekannt

In den antiken Stätten von Pompeji ist eine etwa 1,5 Meter lange Mauer eingestürzt. Der Verschleiß der Unesco-Weltkulturerbestätte am Golf von Neapel und nahe dem Vesuv ist nichts neues - immer wieder wird darüber diskutiert, wie er aufgehalten werden kann. Der neue Schaden war heute entdeckt worden, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Die Mauer befinde sich in einem Bereich, der für Touristen nicht zugänglich ist. Techniker und Carabinieri untersuchten den Vorfall. Jahr für Jahr besuchen Millionen von Touristen das 66 Hektar große Gelände, das bei einem Ausbruch des Vulkans Vesuv im Jahr 79 n. Chr. unter einer Ascheschicht begraben und dadurch weitgehend konserviert worden war.

Antikes Schiffswrack vor Mallorca entdeckt

Von Amphoren begraben

Archäologen haben im Meer vor Mallorca ein etwa 1800 Jahre altes römisches Schiffswrack entdeckt. Es liegt in etwa 70 Metern Tiefe in der Nähe der Insel Cabrera, knapp 14 Kilometer südlich von Mallorca, wie bei der Präsentation des außergewöhnlichen Fundes bekannt gegeben wurde. Das Wrack sei unter einem Berg antiker Amphoren begraben. Zwei professionelle Taucher des Balearischen Instituts für Meeresarchäologie hatten das antike Schiff schon im Oktober entdeckt und fotografiert. "Soweit wir wissen, handelt es sich um den ersten Fund eines Wracks in spanischen Gewässern, dass seit dem Sinken völlig unberührt geblieben ist", sagte einer der Entdecker. Offenbar hatten zuerst Fischer den Verdacht geäußert, dass an der Stelle ein archäologisches Fundstück liegen müsse, nachdem sie in ihren Netzen antike Tonscherben gefunden hatten. Daraufhin wurde im April ein ferngesteuerter Unterwasserroboter in die Tiefe gelassen, um den Grund zu erforschen. Dieser sendete Fotos mit dem Amphoren-Berg an die Oberfläche.

Mögliche Scheinselbstständigkeiten am Goethe-Insitut

Kursabsagen drohen

Das Goethe-Institut hat Honorarkräfte nach Einschätzung der Deutschen Rentenversicherung womöglich als Scheinselbstständige beschäftigt. Als Ergebnis einer Prüfung schließt das Kulturinstitut deshalb derzeit keine neuen Verträge mit Honorarkräften ab, wie eine Sprecherin in München sagte. Dies könnte zu Ausfällen von Sprachkursen in Deutschland führen - nach Einschätzung der Gewerkschaft GEW steht das gesamte Geschäftsmodell der Goethe-Institute nun in Frage. Das Goethe-Institut ist das weltweit tätige Kulturinstitut der Bundesrepublik, in Deutschland gehört zu den Hauptaufgaben das Angebot von Deutschkursen. Nach Information der Gewerkschaft GEW werden diese Sprachkurse zu etwa 80 Prozent durch sogenannte Honorarlehrkräfte abgedeckt. Laut GEW läuft die Prüfung der Honorarverträge seit 2014. Dabei seien offensichtlich in einer großen Zahl von Fällen Scheinselbstständigkeiten festgestellt worden. Die Sprecherin des Goethe-Instituts bestätigte den hohen Anteil der Honorarlehrkräfte zunächst nicht. In dem Verfahren gehe es nun auch darum, in welchem Umfang das Goethe-Institut Sozialversicherungsbeiträge nachzahlen müsse.

Interesse am Museum Barberini ungebrochen

Täglich bis 2000 Besucher

Das Interesse der Kunstliebhaber am neuen Museum Barberini in Potsdam ist ungebrochen. In der Eröffnungswoche seien täglich 1500 bis 2000 Besucher gezählt worden, teilte eine Museumssprecherin mit. Vor dem Eingang bildeten sich zeitweise lange Schlangen. Köhler verwies auf die Möglichkeit, im Internet Karten für ein bestimmtes Zeitfenster zu kaufen. Damit könnten lange Wartezeiten vermieden werden. Zur Eröffnung gibt es im Museum des Kunstmäzens Hasso Plattner zwei Ausstellungen. Die Impressionisten-Schau zeigt mehr als 90 Werke unter andrem von Claude Monet, Pierre-Auguste Renoir und Alfred Sisley. Die Ausstellung "Klassiker der Moderne" vereint 60 Gemälde und Skulpturen aus 100 Jahren Kunstgeschichte, unter anderem von Max Liebermann, Edvard Munch und Emil Nolde.

Türkei sperrt neues Online-Medium von Can Dündar

Eine Behörde blockte die Webseite "Wir sind frei"

Das neue zweisprachige Online-Medium des regimekritischen türkischen Journalisten Can Dündar ist in der Türkei gesperrt worden. "Özgürüz" ("Wir sind frei") wurde durch die Behörde für Informationstechnologie geblockt, hieß es in einer Mitteilung, die anstatt der Webseite des Mediums erschien. Die Behörde bezieht sich nach eigenen Angaben auf ein Gesetz, das den Zugang zu gefährlich eingestuften Webseiten regelt. Das Projekt mit Texten auf Deutsch und Türkisch hatte Dündar zusammen mit dem türkischen Journalisten Hayko Bagdat und dem gemeinnützigen Recherchezentrum Correctiv am Dienstag in Berlin gestartet. Es soll unter anderem über die Politik des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan berichten. "Özgürüz" twitterte gestern, die in der Türkei geplante Sperrung "beeindruckt uns wenig!". Seit dem Putschversuch in der Türkei im Juli geht die Regierung verschärft gegen Medien vor. Dündar, Ex-Chefredakteur der türkischen Zeitung "Cumhuriyet", war im Mai in der Türkei zu fünf Jahren und zehn Monaten Haft wegen Geheimnisverrats verurteilt worden. Er legte Revision ein und lebt seit Monaten in Deutschland.

Berliner Theaterpreis an Regisseur Herbert Fritsch

Auszeichnung für außerordentliche Theaterverdienste

Der Regisseur und Medienkünstler Herbert Fritsch wird mit dem diesjährigen Berliner Theaterpreis geehrt. Die Jury sprach dem 66-Jährigen die mit 20 000 Euro dotierte Auszeichnung für seine außerordentlichen Verdienste um das deutschsprachige Theater zu, wie die Stiftung Preußische Seehandlung mitteilte. "Im Zentrum seiner Regiekunst stehen der von ihm gestaltete Raum und die Körper seiner Spieler und Spielerinnen", erklärte die Jury. Herbert Fritsch, lange als Schauspieler bei Volksbühnen-Intendant Frank Castorf tätig, gilt als einer der innovativsten und mutigsten Regisseure der deutschen Theaters. Fritsch selbst sagte einmal: "Bei mir dürfen die Schauspieler all das machen, was ihnen schon auf der Schauspielschule verboten wurde." Der Preis wird im Rahmen des Berliner Theatertreffens (5. bis 21. Mai) vom Regierenden Bürgermeister Michael Müller überreicht. Die Stiftung Preußische Seehandlung ist eine Berliner Einrichtung zur Förderung von Kunst und Kultur.

Autor Shapira stellt "Yolocaust"-Aktion ein

Die Fotos wurden aus dem Netz genommen

Der Autor Shahak Shapira, der Selfies auf dem Berliner Holocaust-Mahnmal mit Bildern aus den deutschen Vernichtungslagern verknüpft hat, stellt seine "Yolocaust"-Aktion nach einer Woche wieder ein. Eine Sprecherin sagte, Shapira habe die Fotos aus dem Netz genommen. Nach Angaben Shapiras sei die Seite, auf der er das Verhalten von Mahnmal-Besuchern aufgespießt hatte, von mehr als 2,5 Millionen Menschen gesehen worden. Die zwölf Menschen, die auf den Selfies abgebildet gewesen seien, hätten sich inzwischen bei ihm gemeldet. Die meisten hätten entschieden, die Fotos von ihren Facebook- oder Instagram-Profilen zu löschen. So habe ihm ein junger Mann, der ein Bild mit dem dem Titel "Auf toten Juden herumhüpfen" ins Netz gestellt hatte, sich dafür entschuldigt. Über Shapiras Projekt hatten Medien weltweit berichtet. Auf der Website hatte Shapira Fotos aus sozialen Medien zusammengestellt, auf denen zumeist junge Touristen am Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin fröhlich posieren. Bewegte man den Mauszeiger über die Bilder, wurden die Protagonisten in Bilder aus Vernichtungslagern montiert. So hüpften, turnten und tanzten die Touristen nicht mehr auf dem Mahnmal herum, sondern optisch auf ermordeten Opfern der Nazis.

Jüdischer Friedhof Hamburg für Welterbeliste nominiert

Kultusministerkonferenz reicht Vorschläge für Unesco-Liste ein

Der jüdische Friedhof in Hamburg-Altona und die Wikingerstätten Haithabu und Danewerk in Schleswig-Holstein sollen in die Liste des Unesco-Welterbes aufgenommen werden. Sie wurden von der Kultusministerkonferenz (KMK) dafür nominiert, wie das Gremium mitteilte. Die Bewerbungen gingen demnach an die Bundesregierung, die sie an das Unesco-Welterbezentrum weitergeben soll. Mit einer Entscheidung wird im Sommer 2018 gerechnet. Der 1611 in Altona angelegte Friedhof ist laut KMK "ein einzigartiges Monument der Geschichte der portugiesischen Sepharden" vom Ende des Mittelalters bis zum Ende der frühen Neuzeit. Auch der Friedhof der aschkenasischen Juden, der ab 1616 genutzt wurde, gehört demnach zur Nominierung. Der 26 Kilometer lange Befestigungswall Danewerk und das frühstädtische Handelszentrum Haithabu gehören nach Einschätzung der KMK zu den "bedeutendsten archäologischen Zeugnissen in Nordeuropa". Im Sommer 2017 werden zunächst Entscheidungen zu den im vergangenen Jahr eingereichten Bewerbungen "Höhlen der ältesten Eiszeitkunst" auf der Schwäbischen Alb und "Naumburger Dom und die hochmittelalterliche Kulturlandschaft an Saale und Unstrut" erwartet.

Domsingknaben in Paul McCartneys "Liverpool Oratorio"

Das Werk mündet in die Botschaft "Live in peace together"

Unter Mitwirkung der Limburger Domsingknaben kommt am 10. Februar in der Frankfurter Alten Oper Paul McCartneys "Liverpool Oratorio" zur Aufführung. Zu den rund 200 Mitwirkenden gehören auch die Frankfurter Kantorei, das Orchester Camerata Frankfurt sowie die Solisten Anna Maria Kaufmann, Gail Gilmore, Stefan Vinke und Hans Christoph Begemann. Das "Liverpool Oratorio" erschien 1991. Das Werk ist durchzogen von der Sehnsucht nach Geborgenheit und einem von gegenseitiger Achtung und Toleranz getragenen Leben. Es mündet in die Botschaft "Live in peace together" (Lebt in Frieden zusammen).

Choreograf Neumeier erhält Fromm-Preis 2017

Er mache die Kunst zu einer "Botschafterin der Menschlichkeit"

Der Intendant des Hamburger Balletts, John Neumeier, wird mit dem Erich-Fromm-Preis 2017 ausgezeichnet. Neumeier mache die Kunst auf einzigartige Weise zu einer "Botschafterin der Menschlichkeit", betonte die Preisjury. Seine Tanzaufführungen könnten geplagten, verletzten und gescheiterten Menschen eine große innere Würde zurückgeben. Die mit 10.000 Euro verbundene Auszeichnung soll Neumeier am 11. März in Stuttgart überreicht werden. Im vergangenen Jahr war das Ehepaar Christel und Rupert Neudeck für ihr jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement für Flüchtlinge und Menschen in Not mit dem Fromm-Preis geehrt worden. Die Auszeichnung wird seit 1995 jährlich von der Internationalen Fromm-Gesellschaft verliehen. Geehrt werden Personen, die mit ihrem Engagement Hervorragendes für Erhalt oder Wiedergewinnung humanistischen Denkens und Handelns im Sinne Fromms geleistet haben. Zu den Preisträgern gehören der Journalist Hans Leyendecker, die Geigerin Anne-Sophie Mutter, die Politologin Gesine Schwan und Jakob von Uexküll, der den alternativen Nobelpreis stiftete.

Das Revier bekommt eine Lit.Ruhr

Ein Ableger der Lit.Cologne

Seit langem ist die Lit.Cologne fest etabliert als eines der größten Literaturfestivals - bald gibt es einen Ableger im Ruhrgebiet. Vom 4. bis zum 8. Oktober dieses Jahres soll erstmals die Lit.Ruhr stattfinden - in Essen, Bochum, Dortmund und Duisburg. Wie die Veranstalter in Köln mitteilten, sind für die erste Ausgabe 40 Veranstaltungen für Erwachsene und 35 für Kinder und Jugendliche geplant. Als Festivalzentrum ist die Zeche Zollverein in Essen vorgesehen. Eröffnet werden soll das neue Literaturfestival in der Essener Philharmonie. "Das Ruhrgebiet ist einer der größten Ballungsräume in Europa mit mehr als fünf Millionen Menschen", sagte Festivalchef Rainer Osnowski. Die Lit.Ruhr wird wie die Lit.Cologne ohne öffentliche Subventionen etwa aus städtischen Kulturetats finanziert.

Lammert erinnert an Opfer der "Euthanasie"-Morde

Die Forschung geht von mindestens 300.000 Toten aus

Mit einer Gedenkstunde hat der Bundestag der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Im Mittelpunkt standen in diesem Jahr die Opfer der "Euthanasie»-Morde. Bundestagspräsident Norbert Lammert kritisierte in seiner Ansprache, dass die Aufarbeitung dieser Morde an Kranken und Behinderten lange Zeit nicht stattgefunden habe und forderte dazu auf, sich mit dem Schicksal der Opfer zu befassen. Der Parlamentspräsident erinnerte an die Wannseekonferenz, auf der "mit unfassbarer Menschenverachtung" die Organisation des dann folgenden Massenmordes beraten worden sei. Das Töten mit Gas sei zuerst an den Opfern der "Euthanasie" erprobt worden, sagte Lammert. Zwischen dem Völkermord an den Juden und diesem Massenmord gebe es somit einen engen Zusammenhang. Die Forschung geht derzeit davon aus, dass mindestens 300.000 Menschen während der NS-Zeit im Rahmen der "Euthanasie"-Programme ermordet wurden. Die "Euthanasie" hätte den hippokratischen Eid, der Ärzte zur Hilfe und Erhaltung von Leben verpflichtet, pervertiert, sagte Lammert. Man frage sich, was hätte verhindert werden können, "wenn mehr Menschen aufbegehrt und zu ihren ethischen Prinzipien gestanden hätten", sagte er.

Künstler vollenden Album von Manfred Krug

Es erscheint posthum Anfang Februar

Zum 80. Geburtstag von Manfred Krug erscheint ein Best-of-Album, das er selbst vor seinem Tod begonnen hat. Mehr als ein Dutzend bekannter Schauspieler und Sänger haben die Lieder eingesungen - darunter Axel Prahl, Jan Josef Liefers, Ulrich Tukur sowie Krugs "Tatort"-Kompagnon Charles Brauer im Duett mit Bill Ramsey. "Die Songs waren ausgewählt, die Arrangements geschrieben, das Filmorchester Babelsberg verpflichtet - doch Manfred Krug starb überraschend am 21. Oktober 2016", hieß es vom Label Künstlerhafen. Die Schauspieler und Sänger hätten sich entschlossen, das Album "als Verneigung vor ihrem Freund und Kollegen" fertigzustellen. Der Schauspieler, Autor und Musiker wäre am 8. Februar 80 Jahre alt geworden. Am 3. Februar wird das Album "Manfred Krug - Seine Lieder" veröffentlicht.

"Fack Ju Göhte 3" kommt im Herbst ins Kino

"Wir freuen uns sehr, die Trilogie mit einem "#FinalFack" zu beenden"

"Fack Ju Göhte", Klappe die Dritte: Im Herbst soll ein dritter und letzter Teil der erfolgreichen Schulkomödienreihe anlaufen. "Ich hoffe, es freut euch sehr, ich hoffe, es gibt riesenvolle Kinosäle: Wir machen "Fack Ju Göhte 3"", verkündete Schauspieler Elyas M'Barek bei einer Veranstaltung der Constantin Film, die er mit seinem Smartphone live bei Facebook übertrug. "Wir freuen uns sehr, die Trilogie mit einem "#FinalFack" zu beenden." Geplanter Filmstart ist der 26. Oktober, teilte die Constantin Film mit. Alle Hauptdarsteller der ersten beiden Filme sollen wieder mit dabei sein, Regie und Drehbuch kommen wie gehabt von Bora Dagtekin. Die Schulkomödien, in denen M'Barek bereits zweimal den Ex-Ganoven und Lehrer Zeki Müller spielte, waren 2013 und 2015 Überraschungshits an der Kinokasse. Beide Teile schafften es auf jeweils mehr als sieben Millionen Zuschauer und gehören damit zu den erfolgreichsten deutschen Filmen überhaupt.

Millionenzuschuss für Garnisonkirche vom Bund

Zunächst soll nur eine reduzierte Turmvariante gebaut werden

Der Bund hat laut einem Zeitungsbericht grünes Licht für den Wiederaufbau des Turms der Potsdamer Garnisonkirche gegeben. Der Haushaltsausschuss habe sich für die Freigabe der in Aussicht gestellten zwölf Millionen Euro Bundesmittel ausgesprochen, berichten die "Märkische Allgemeine Zeitung" und die "Potsdamer Neuesten Nachrichten" unter Berufung auf Bundestagsabgeordnete von SPD und CDU. Vor der Freigabe der Mittel müssten nun noch die Finanzierungsunterlagen der Baustiftung geprüft und eine vollständige Finanzierung nachgewiesen werden. Mit dem Bundeszuschuss soll zunächst eine reduzierte Turmvariante ohne Schmuck und Turmhaube gebaut werden. Insgesamt soll der Turm rund 38 Millionen Euro kosten. Die Baugenehmigung läuft 2019 ab, der Turm muss deshalb spätestens 2020 fertiggestellt werden. Kritiker halten die Finanzierung für unsicher und warnen davor, dass im Potsdamer Stadtzentrum eine Investitionsruine entstehen könnte. Die Stiftung setzt darauf, dass nach dem Baubeginn weitere Spenden fließen, um den Turm fertigstellen zu können.

Sorbonne-Ehrendoktorwürde für Joachim Gauck

Hochschulpräsident würdigt Einsatz des Bundespräsidenten für die Freiheit

Bundespräsident Joachim Gauck hat bei seiner Abschiedsreise nach Frankreich die Ehrendoktorwürde der renommierten Universität Paris-Sorbonne verliehen bekommen. Hochschulpräsident Berthélémy Jobert begründete die Auszeichnung mit Gaucks jahrelangem Einsatz für die Freiheit. In seiner Dankesrede vor hunderten Studenten und Gelehrten würdigte Gauck die deutsch-französische Aussöhnung nach dem Zweiten Weltkrieg und warnte im Wahljahr in Frankreich und Deutschland vor dem Einfluss von Populisten. Hochschulpräsident Jobert sagte, Gauck habe sich schon zu DDR-Zeiten unermüdlich für Freiheit und Demokratie eingesetzt. Als Bundespräsident habe er zudem die Verbrechen der Nationalsozialisten verurteilt. Unter anderem sei er in das französische Dorf Oradour-sur-Glane gereist, wo die Waffen-SS im Juni 1944 insgesamt 642 Zivilisten ermordet hatte.

Susanne Hahn mit Philosophie-Preis ausgezeichnet

Ehrung der Max Uwe Redler Stiftung für ihr Werk "Rationalität. Eine Kartierung"

Die Düsseldorfer Philosophie-Professorin Susanne Hahn hat in Hamburg den mit 100.000 Euro dotierten Deutschen Preis für Philosophie und Sozialethik erhalten. Die 1964 geborene Hahn bekommt den Preis vor allem für ihr Werk "Rationalität. Eine Kartierung". Der Stiftungsvorsitzende Jürgen Lüthje würdigte die Preisträger als "herausragende Philosophin, die mit ihrem Werk zur Rationalität wegweisende Gedanken zur Weiterentwicklung dieser zentralen philosophischen Kategorie erarbeitet hat". Gerade in einer Zeit, die immer stärker durch einen Mangel an Rationalität des öffentlichen Diskurses geprägt sei, verdiene ihr Werk besondere Aufmerksamkeit und Anerkennung. Die nach dem Kaufmann Max Uwe Redler benannte Stiftung verleiht ihren Preis an Wissenschaftler, die in deutscher Sprache herausragende Beiträge zur Entwicklung der Philosophie und der Sozialethik veröffentlicht. Der Preis ist die höchstdotierte deutsche Philosophieauszeichnung. Vorheriger Preisträger war der Münsteraner Philosophie-Professor Michael Quante.

Die Gewinner des Deutschen Hörbuchpreises sind...

Bibiana Beglau als "Beste Interpretin", Ulrich Noethen als "Bester Interpret" u.a.

Die Gewinner des Deutschen Hörbuchpreises 2017 stehen fest: Ausgezeichnet werden Bibiana Beglau als "Beste Interpretin" für ihre über 18-stündige Lesung des Romans "Die Unglückseligen" von Thea Dorn. Und Ulrich Noethen als "Bester Interpret" für die Lesung von Friedrich Anis Roman "Nackter Mann, der brennt". Als "Bestes Hörspiel wird "Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969" ausgezeichnet, wie der WDR mitteilte. Regisseur Leonhard Koppelmann und Autor Frank Witzel teilen sich diesen Preis. Hans Sarkowicz wird für "Geheime Sender. Der Rundfunk im Widerstand gegen Hitler" in der Kategorie "Bestes Sachhörbuch" geehrt. Joachim Meyerhoff erhält den Preis für "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" in der Kategorie "Beste Unterhaltung". Der Preisträger für das "Beste Kinderhörbuch" wird in der kommenden Woche bekanntgegeben. Die Preise werden am 7. März im Kölner WDR-Funkhaus verliehen.

Künstler Christo gibt Fluss-Projekt in Colorado auf

Der Grund sei Donald Trump

Nach jahrelangem Kampf gibt der Verhüllungskünstler Christo sein Projekt "Over The River" auf, bei dem ein Fluss im US-Staat Colorado über rund zehn Kilometer abgedeckt werden sollte. 20 Jahre habe er das Projekt für den Arkansas River verfolgt, teilte der in Bulgarien geborene Amerikaner mit. "Ich will nicht länger abwarten." Das plötzliche Aus für das Projekt, in das Christo mit seiner Frau Jeanne-Claude (1935-2009) rund 15 Millionen Dollar (14 Mio Euro) steckte, ist ein deutlicher Protest gegen den neuen Präsidenten Donald Trump. "Hier ist die US-Bundesregierung unser Vermieter. Sie besitzt das Land. Ich kann kein Projekt machen, dass diesem Vermieter zugute kommt", sagte Christo der "New York Times". Auf die Frage, ob er seine Meinung zu Trump weiter ausführen könne, sagte Christo: "Die Entscheidung spricht für sich. Mein Entscheidungsprozess war, dass ich wie viele andere nie glaubte, dass Trump gewählt werden würde." Stattdessen wolle er nun all seine Energie, Zeit und Mittel in sein Lebensprojekt "Mastaba" stecken, an dem er seit 1977 arbeitet. Dabei soll in den Vereinigten Arabischen Emiraten eine 150 Meter hohe Skulptur aus mehr als 400 000 Ölfässern erichtet werden.

Iranische Schauspielerin will Oscars boykottieren

Damit protestiere sie gegen die neue Einwanderungspolitik der USA

Die iranische Schauspielerin Taraneh Alidoosti will die Oscar-Zeremonie aus Protest gegen die neue Einwanderungspolitik der USA boykottieren. "Das neue Gesetz, auch wenn es nur temporär sein sollte, ist diskriminierend und inakzeptabel", schrieb die 33-jährige Alidoosti auf ihrer Instagram Seite. Sie werde deshalb nicht in die USA reisen und dementsprechend auch nicht an der Oscar-Zeremonie teilnehmen, so die derzeit prominenteste Schauspielerin im Iran. Ein von US-Präsident Donald Trump vorgeschlagener Gesetzentwurf sieht vor, dass Bürger aus sieben mehrheitlich muslimisch geprägten Ländern, unter anderem Iran, vorübergehend keine Visa für die USA erteilt bekommen. Angeblich sollen auch Iraner mit einem Visum nicht mehr in die USA einreisen dürfen. Viele Iraner haben in den sozialen Netzwerken den Entwurf scharf verurteilt. Alidoosti spielt neben Shahab Hosseini die Hauptrolle in dem Film "The Salesman" von Asghar Farhadi. Der Film ist in der Kategorie bester ausländischer Film für den Oscar nominiert. 2012 hatte Farhadi in derselben Kategorie bereits einen Oscar für das Gesellschaftsdrama "Nader und Simin " gewonnen.

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