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Kulturnachrichten

Sonntag, 15. Januar 2017

Facebook engagiert Correctiv gegen "Fake-News"

Das Recherchezentrum soll künftig Inhalte prüfen und gegebenfalls markieren

Angesichts massiver Kritik wegen der Verbreitung von Falschmeldungen hat Facebook mit Blick auf die Bundestagswahl ein härteres Vorgehen angekündigt. Wie das Online-Netzwerk mitteilte, sollen mit Hilfe des Recherchezentrums Correctiv von Nutzern gemeldete Inhalte überprüft und gegebenenfalls entsprechend gekennzeichnet werden. Der zuständige Facebook-Manager Guido Bülow sagte, am Ende werde neben einem Beitrag mit als falsch erkannten Informationen ein entsprechender Warnhinweis stehen. Das Posting werde dabei nicht verschwinden, aber der Hinweis bleibe bei der weiteren Verbreitung durch Nutzer angeheftet. Ein solcher Beitrag könne dann auch nicht mehr zu einer Werbeanzeige gemacht oder hervorgehoben werden. Facebook war heftig kritisiert worden, nachdem Nutzer während des US-Wahlkampfes massiv Falschmeldungen über das Netzwerk verbreitet hatten.

Gerhard Glück mit "Göttinger Elch" ausgezeichnet

Jury würdigt Glück als Größe in der "komischen Kunst"

Gerhard Glück hat den Satire-Preis "Göttinger Elch" erhalten. Der in Kassel lebende Zeichner, Maler und Fotograf nahm die Auszeichnung in Göttingen für sein satirisches Lebenswerk entgegen. In der Würdigung der Jury hieß es, Glück sei einer "der ganz Großen der komischen Kunst". Glück wurde unter anderem durch Zeichnungen für die Magazine der "Süddeutschen" und der "Neuen Zürcher Zeitung", für das "Manager Magazin" und das Satiremagazin "Eulenspiegel" bekannt. Der "Göttinger Elch" wird seit 1997 jährlich für ein satirisches Lebenswerk verliehen. Er ist mit 3333 Euro und einer silbernen Elchbrosche dotiert. Frühere Preisträger waren unter anderem Otto Waalkes, Olli Dittrich, Georg Schramm und zuletzt Max Goldt.

Holliday sagt Auftritt bei Trump-Amtseinführung ab

Nach Protesten im Netz entschuldigt sich Jennifer Holliday bei ihren Fans

Die Broadway-Sängerin Jennifer Holliday hat nach scharfer Kritik in den sozialen Medien einen Auftritt bei einem Konzert während der Feierlichkeiten zur Amtseinführung des kommenden US-Präsidenten Donald Trump wieder abgesagt. Holliday, die seit mehr als 30 Jahren am Broadway auftritt und auch schon mehrere Alben veröffentlicht hat, hatte zunächst bei einem Konzert am kommenden Donnerstag am Washingtoner Lincoln Memorial auftreten wollen. Nach heftigen Reaktionen ihrer Fans entschuldigte sich die Sängerin für ihre "falsche Einschätzung". Ihr sei ein "Fehler in der Beurteilung" unterlaufen, schrieb sie in einem offenen Brief an das Online-Magazin "The Wrap".

Beginn der Nachfolgersuche an Bayerischer Staatsoper

Generalmusikdirektor und Opernintendant gehen 2019 und 2021

Die bayerische Staatsregierung sieht sich bei der Suche nach einer neuen Doppelspitze für die Bayerische Staatsoper noch "ganz am Anfang". Derzeit führe man erste Gespräche, sagte Ministerialrat Toni Schmid, der im Kunstministerium für die Personalsuche zuständig ist, der Deutschen Presse-Agentur. Er ließ offen, ob es noch in diesem Jahr eine Entscheidung geben wird. Angesichts der herausragenden Leistungen des scheidenden Generalmusikdriektors Kirill Petrenko sowie des 2021 ebenfalls scheidenden Opernintendanten Nikolaus Bachler liege die Latte für die Nachfolger hoch, sagte Schmid. Als Anwärter auf Bachlers Position wird immer wieder der derzeitige Züricher Opernchef Andreas Homoki genannt. Für den Posten des Generalmusikdirektors sind unter anderem Antonio Pappano von der Londoner Oper am Covent Garden und Philippe Jordan, Musikchef der Pariser Bastille-Oper, im Gespräch.

Udo Ulfkotte gestorben

Umstrittener Bestsellerautor erlag Herzinfarkt

Der Bestsellerautor und islamkritische Aktivist Udo Ulfkotte ist tot. Der frühere Journalist starb am Freitag im Alter von 56 Jahren an einem Herzinfarkt, wie seine Familie mitteilte. Sein Buch "Gekaufte Journalisten" landete 2015 auf Platz sechs der "Spiegel"-Jahresbestsellerliste Sachbuch. Zuletzt publizierte Ulfkotte Bücher mit kritischen Thesen über Flüchtlinge. Anfang 2015 sprach er auch auf einer Veranstaltung des islamfeindlichen Pegida-Bündnisses in Dresden, was ihm den Vorwurf des Rechtspopulismus einbrachte. Ulfkotte war lange Jahre als Journalist für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" tätig. Danach arbeitete er als freier Publizist.

Intendant des Kurt Weill Fests geht vorzeitig

Die Suche nach einem Nachfolger startet mit Festival-Beginn

Das Kurt Weill Fest in Dessau-Roßlau sucht einen neuen Intendanten. Der langjährige künstlerische Leiter, Michael Kaufmann, gibt sein Engagement nach der aktuellen Festival-Ausgabe auf, um sich stärker auf seine Aufgaben bei der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz zu konzentrieren. Ursprünglich wollte er das Fest bis 2018 leiten. Jetzt soll zum diesjährigen Weill Fest per Internet-Ausschreibung ein Nachfolger gefunden werden, sagte der Präsident der Kurt-Weill-Gesellschaft, Thomas Markworth. Zum Auftakt des Kurt Weill Festes im Februar soll dann auch das Dreier-Team bekannt gegeben werden, das in einer Übergangslösung die Festival-Ausgabe 2018 leiten wird. 2019 soll dann wieder ein regulärer Intendant die Geschäfte übernehmen. Das Kurt Weill Fest gehört zu den wichtigsten Musikfesten des Landes und zieht auch internationales Publikum an. Kaufmann war seit 2009 künstlerischer Leiter des Festivals.

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Fazit

Zum Tod von Sigmund JähnDer Kosmonaut der Herzen
Sigmund Jähn, früherer Kosmonaut und erster Deutscher im Weltall, steht im Kosmonautenzentrum in Chemnitz vor dem Modell des Raumschiffes Mir. Jähn besuchte die Einrichtung aus Anlass des 40. Jahrestages der Namensgebung Kosmonautenzentrum "Sigmund Jähn". (Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa)

"Ein unglaublicher Brückenbauer" sei Sigmund Jähn gewesen, sagt Raumfahrt-Experte Dirk Lorenzen über den deutschen Raumfahrt-Pionier, der nun im Alter von 82 Jahren gestorben ist. In der Bundesrepublik hätte Jähn mehr gewürdigt werden müssen.Mehr

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